Mother! von Darren Aronofsky - So sollten Trailer und Promotion sein

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"Was die Oberflächen zeigen ist nur ein Teil der Wahrheit. Darunter steckt das, was mich am Leben interessiert: die Dunkelheit, das Ungewisse, das Erschreckende, die Krankheiten." (David Lynch)

Öffne nicht die Tür, wenn es klopft! Wenn doch, dann lass nicht jeden einfach rein! Diese Regeln lernen wir durch diverse Horrorstreifen. Das ist ein häufig verwendetes Klischee und mit Home Invasion-Filmen sogar ein Subgenre, denn eine geöffnete Tür lässt mit den Gästen auch meistens die Angst und den Horror ins Haus. Im ersten Trailer zum kommenden Mother! von Darren Aronofsky passiert genau das. Da will eine junge Frau ein Paradies einrichten, sie und ihr Mann, allein. Völlig klar, dass unbekannte und ungebetene Gäste diese romantische Idylle stören. Darren Aronofsky präsentiert uns also als Nächstes einen Home Invasion-Film, aber mit einer Spannung, die ihresgleichen sucht, und garantiert hat der Streifen deutlich mehr zu bieten als einen weiteren Aufguss dieses Subgenres. Hier kommt ein Pychothriller auf uns zu, ein Ehedrama, ein Horrortrip.

Wer in der letzten Zeit im Kino war und sich die Film-Werbung vor dem eigentlichen Film anschaute, der wird vielleicht schon auf einen stimmungsvollen Teaser von Mother! gestoßen sein. Bei diesem gab es nur schwarze Bilder, Stimmen aus dem Hintergrund und eingeblendete Schrift. Raunen im Kinosaal und leise Fragen: "Was ist das?" hörte ich mehrfach. Eigentlich war der erste Teaser absolut simpel, aber indem er die Urängste des Kinos in den Saal holte, funktionierte er hervorragend: Mich jedenfalls haben die paar Sekunden für den Film eingenommen.

Das gelang auch mit den bisherigen Plakaten zu Mother!, die mehr Fragen aufwerfen als Antworten produzieren. Eine Frau reißt sich das Herz aus der Brust, Javier Bardem kontrolliert eine brennende Welt, das Porzellangesicht von Jennifer Lawrence zerspringt. Was hat das alles mit mother zu tun, wenn die junge Frau eigentlich murder im Trailer schreit? "Seeing is believing" wird in dicken roten Lettern als Motto im Trailer vorgegeben, aber wir alle wissen, dass dieser Satz je nach Bezugspunkt mit Vorsicht zu genießen ist.

Auch nach dem Anschauen des ersten Mother!-Trailers bleiben Spannung und Neugierde, denn hier wird wenig verraten, dafür aber verstörende Stimmung aufgebaut. Blut kommt aus Wänden, Räume verschieben sich, Misstrauen wächst zwischen den Eheleuten, immer mehr Gäste sind zu sehen: Was wollen sie? Erklärungen gibt es keine, vielmehr setzt der Trailer auf Irritation durch vereinzelte Puzzlestücke. Die werde ich erst im fertigen Film zusammensetzen können. Sex, Angst, Gewalt - mit jeder Sekunde steigert sich die Schnittfrequenz, das Tempo wird schneller und schneller, um im furiosen Schrei der jungen Frau am Ende zu kulminieren. Und dann klopft es an der Tür. Machst du auf?

Besonders das Zusammenspiel von Bild und Ton im Mother!-Trailer gleicht einem kleinen Kunstwerk. Jóhann Jóhannsson ist als Komponist dabei. Ich war schon von seiner Arbeit an Prisoners, Sicario und Arrival angetan. Beeindruckt hat mich auch dieser kleine Klangteppich zurückgelassen und macht mir richtig Lust auf mehr. Mother! startet am 14.09.2017 in den deutschen Kinos. Ich kann es kaum erwarten.

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