Gewaltige MCU-Armee: In Thor 4 geht es um alles, nur nicht um Thor

Avengers 3: Infinity War - Die Entwicklung von Thor
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Chris Hemsworth als Thor
25.02.2021 - 09:00 UhrVor 2 Monaten aktualisiert
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In Thor 4 wird eine ganze Armee an MCU-Figuren zum spaßigen Spektakel aufeinandertreffen. Nur einer könnte dabei zu kurz kommen: Thor selbst.

Chris Hemsworths Thor hat im Marvel Cinematic Universe (MCU) schon so ziemlich alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Neben der Verbannung aus seiner Heimat und dem Verlust von Vater und Bruder rettet er gleich mehrmals die Galaxis. Fans warten jetzt gespannt darauf, wie seine Geschichte in Thor 4: Love and Thunder weitergeht. Der Blockbuster ist allerdings so vollgepackt mit MCU-Helden, dass Odins Spross darin glatt untergehen könnte.

Großes MCU-Klassentreffen: Diese Figuren erwarten uns in Thor 4

Dabei geht es nicht allein um die schiere Anzahl an Helden: Taika Waititis MCU-Kracher bietet neben der persönlichen Story Thors viele tiefschürfende Hintergrundgeschichten anderer Figuren. Jane Foster, Fiesling Gorr, Asgard-Königin Valkyrie und die Guardians of the Galaxy brauchen alle aus unterschiedlichen Gründen Platz.

Natalie Portman als Mighty Thor und Christian Bale als Gorr: Tragische Geschichten

Grund Nr. 1 für Thors Schritt in den Hintergrund sind die komplexen Zeichnungen einiger Figuren, allen voran Jane Foster und Bösewicht Gorr.

Natalie Portman kehrt in Thor 4 als Astrophysikerin und Thors Ex-Freundin Jane Foster zurück und wird als Mighty Thor sogar den Götterhammer von Chris Hemsworth übernehmen.

Neuer Thor: Jane Foster

Falls Thor 4 der Comic-Vorlage folgt, ist ihre Storyline allerdings auch eine der tragischsten im MCU: Foster ist dort nämlich an Krebs erkrankt und durchläuft eine Chemotherapie. Ihre Verwandlung in Mighty Thor begünstigt die Ausbreitung der Krankheit. Sie muss entscheiden, ob sie leben oder sich zum Wohle des Universums opfern will.

Ähnlich niederschmetternd ist die Hintergrundgeschichte des großen Thor 4-Bösewichts Gorr (Christian Bale): Aufgewachsen auf einem der lebensfeindlichsten Planeten des Universums, verlor er nacheinander seine Kinder, Mutter, seine Partnerin und zuletzt seinen Glauben an die Götter*innen, die er umsonst um Gnade angefleht hatte. Als er entdeckt, dass sie tatsächlich existieren, schwört er, sie alle umzubringen.

Tragische Figuren wie Jane oder Gorr brauchen Zeit auf der Leinwand, um ihre emotionale Schlagkraft zu entfalten. Zeit, die man nicht auf die Abenteuer Thors verwenden kann. Gleichzeitig wird Odins Sohn aber auch seitens des Humors in den Hintergrund gedrängt.

MCU-Spaß zu Lasten Thors: Die Guardians of the Galaxy

Schon in Avengers 3: Infinity War eine Spaßtruppe: Thor und die Guardians

Am Ende von Avengers 4: Endgame lässt Thor sein Asgard-Volk in der Obhut von Kriegerin Valkyrie (Tessa Thompson), um mit den Guardians of the Galaxy um die Häuser zu ziehen.

Das verspricht verdammt spaßig zu werden - aber auch nur, wenn genug Zeit für die irrwitzige Dynamik innerhalb der Guardians-Truppe bleibt. Auch hier geht das Ganze zu Lasten Thors, der mit seiner Phase der Selbstfindung durchaus ein ernsthaftes Anliegen hat.

Im Gegensatz zu Gorr oder Jane Foster ist hier nicht die Tiefe der Figuren, sondern deren schiere Anzahl das Problem: Wenn Thor 4 seine tragischen Aspekte mit der abgefahrenen Gruppenenergie der Guardians flankieren will, muss er Star-Lord, Drax, Nebula, Rocket, Groot, Mantis und Neuzugang Kraglin auch erstmal alle zu Wort kommen lassen.

Erste offen queere MCU-Heldin: Valkyrie

Thors Figurenentwicklung könnte also sowohl durch Tragik wie durch Gag-Feuerwerke eingeengt werden. Das i-Tüpfelchen der Thor-Verdrängungen liefert aber eine Figur, die weder tragisch noch komisch ist - sondern vielmehr extrem wichtig für die weitere MCU-Entwicklung.

Mach Platz, Thor: Hier kommt die LGBT-Pionierin des MCU

Kriegerin und Asgard-Führerin Valkyrie ist nämlich seit längerem die erste bestätigte queere Figur des MCU. Das galt bereits für Thor 3, in dem eine letzten Endes geschnittene Szene auf ihre sexuelle Orientierung hindeutete. Wenn der Nachfolger es mit der LGBT-Integration ernst meint, muss er dem Charakter Raum geben.

Denn hier geht es nicht um eine gelungene Mischung aus Humor und Tragik für Thor 4 wie bei Foster, Gorr oder den Guardians: Valkyrie ist Teil einer MCU-Revolution, mit der unzählige Fans endlich die Repräsentant*innen bekommen, die ihnen zustehen.

MCU-Donnergott wird fast zur Nebenfigur: Was ist jetzt mit Thor?

Thor 3 war bereits ein Riesenspaß

Der nächste Thor hat also genug komplexe Storylines für gleich mehrere MCU-Blockbuster. Dennoch dürften viele Fans vor allem wegen Chris Hemsworth ins Kino stürmen, der durch seine Thor 4-Vorbereitung schon aus allen Nähten platzt. Ist sein ganzes Training umsonst?

Fans sollten zunächst einmal auf Taika Waititis Händchen vertrauen: Er hat bereits mit Thor 3 bewiesen, welche tollen und urkomischen Storylines er seiner Hauptfigur verpassen kann. Und darüber hinaus ist das Sammelsurium an tragischen und lustigen Figuren für den Donnergott selbst eine unendliche Bereicherung.

Thors Geschichte bleibt nicht blass, im Gegenteil: Der geplante Selbstfindungstrip des Donnergottes wird durch den Zusammenprall mit Figuren wie Foster, Gorr oder Valkyrie überhaupt erst befeuert. Sie bieten ihm jetzt die Möglichkeiten, seine bisher kaum hinterfragte Existenz als Odins Sohn neu zu beleuchten. Genau wie das MCU macht Thor mit ihnen einen Schritt nach vorn.

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