Ende November startete in den USA eine kleine kanadische Serie, die in den folgenden Wochen das halbe Internet zum Schmelzen brachte. Die Rede ist von der queeren Hockey-Romanze Heated Rivalry.
Hier in Deutschland lebten wir weiter in einem Streaming-Tal der Ahnungslosen, während internationale Medien sich ob des Hypes überschlugen. Von der New York Times über die Washington Post zum Guardian bis hin zu Le Monde – altehrwürdige Blätter auf beiden Seiten des großen Teichs konnten nicht genug von dem "globalen Phänomen" bekommen. Mit einiger Verspätung wird Heated Rivalry bald endlich die deutschen Wohnzimmer anheizen.
Der Serien-Hype lockt mit nackter Haut und hält mit tollen Figuren bei Laune
Das Phänomen Heated Rivalry hat bereits meine Kollegin Joana Müller erklärt, nur so viel in Kürze: Im Mittelpunkt stehen zwei Eishockey-Spieler, der Kanadier Shane Hollander (Hudson Williams) und der Russe Ilya Rosanov (Connor Storrie). 2008 kreuzen sich ihre Wege zum ersten Mal. Während sie in der Major League zu Stars aufsteigen, inszenieren die Medien sie als unversöhnliche Erzfeinde. Doch was Fans für Hass halten, ist in Wahrheit eine tiefe Anziehungskraft.
Die Verfilmung der Romanreihe Game Changers von Rachel Reid lockt zunächst mit der erotischen Spannung und dem Versprechen nackter Haut. Hinter dieser Serienfassade verbirgt sich allerdings ein erstaunlich gut geschriebenes Charakterdrama über die Herausforderungen schwuler Sportler in einer heteronormativ geprägten Sportart.
Selbst wer noch nie ein Eishockey-Spiel gesehen hat, kann sich in die seelischen Kämpfe und Sehnsüchte dieser beiden Männer hineinversetzen, nicht zuletzt weil das Casting der beiden nahezu unbekannten Hauptdarsteller ein kleiner Geniestreich war.
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Mittlerweile wurden Connor Storrie und Hudson Williams sogar für den Olympischen Fackellauf engagiert.
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9 Punkte bei der IMDb: Heated Rivalry streamt bald bei HBO Max in Deutschland
Das bestätigen auch die sehr guten Kritiken (98% Rotten Tomatoes , 67 Punkte bei Metacritic ). Die leidenschaftliche Fanbase hat der Serie unterdessen eine IMDb -Durchschnittswertung von 9 von 10 Punkten beschert. Ob sich die extrem positive Rezeption in Deutschland bestätigt, erfahren wir in wenigen Tagen.
Heated Rivalry wird über zwei Monate nach der US-Premiere endlich nach Deutschland kommen. Am 6. Februar startet die Serie nämlich bei HBO Max. Staffel 1 besteht aus sechs Episoden und eine Fortsetzung wurde schon bestellt.