Blick in die Zukunft

Nur 2 Prozent: League of Legends wird erträglicher

09.07.2015 - 10:35 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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Nachrichten, die ich täglich lese
© Riot Games / SetupWizard
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Obwohl oder gerade weil League of Legends das erfolgreichste Spiel der Welt ist, hat es ein riesiges Problem: Das Verhalten der Spieler. Riot Games erklärt nun, dass sich die Situation mit der Einführung eines neuen Systems verbessert habe.

Nach über 5.000 Spielstunden League of Legends  kann ich bestätigen, dass es ein tolles MOBA ist. Gleichzeitig kann ich bestätigen, dass es in weiten Teilen unerträglich ist, ein paar entspannte Runden zu erleben. Schuld daran ist das Verhalten der Spieler, das direkt aus einer Anstalt für schwer erziehbare Kinder stammen könnte. Beleidigungen und sogar Drohungen sind an der Tagesordnung und bislang konnte Entwickler Riot Games die Problematik nie wirklich eindämmen.

Vor Kurzem führte das Studio ein System ein, das homophobe, rassistische und generell beleidigende Kommentare automatisch bestraft. In einem Interview mit Recode  (via VG247 ) erklärt Riots Jeffrey Lin, dass dieses Vorgehen bereits Wirkung zeigt: Schlechtes Verhalten trete mittlerweile nur noch in etwa zwei Prozent aller LoL-Matches auf. Außerdem neigen einmal bestrafte Spieler dazu, sich nie wieder unangemessen äußern.

Beleidigungen sind um 40 Prozent zurückgegangen und 91,6 Prozent aller Spieler ändern ihr Verhalten und verstoßen nie wieder gegen die Regeln – bereits nach einer einzigen Strafe. Diese Ergebnisse haben uns ermutigt, weil wir realisierten, dass dieses Problem keinesfalls unlösbar ist.

Riots automatisiertes System ist nicht die einzige Methode, mit der negatives Verhalten in League of Legends bekämpft werden soll. Der Entwickler arbeitet momentan außerdem an der Überarbeitung des Tribunals, mit dessen Hilfe zuvor über Strafen entschieden wurde. Dabei entschieden nicht etwa Riot-Mitarbeiter oder Community Manager, sondern die Spieler selbst. Und genau das ist aus meiner Sicht das Problem.

Auf der anderen Seite hat wohl kein Studio dieser Welt die nötigen Ressourcen, um die Millionen von Matches zu analysieren, die tagtäglich gespielt werden. Interessant ist die Entwicklung jedoch allemal und ich bin gespannt, wie Riot Games das wohl größte Problem des MOBA-Genres in Zukunft lösen möchte.

Was ist eurer Meinung nach eine Lösung?

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