Star Wars-Enttäuschung: John Boyega mit deutlicher Kritik an Disney

03.09.2020 - 11:05 UhrVor 5 Monaten aktualisiert
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Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers - Finaler Trailer (Deutsch) HD
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John Boyega in Star Wars 9: Der Aufstieg SkywalkersAbspielen
© Disney
John Boyega in Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers
John Boyega hat sein erstes großes Interview seit dem Kinostart Der Aufstieg Skywalkers gegeben. Darin zieht er hart mit seiner Star Wars-Erfahrung ins Gericht.

John Boyega hat schon in Vergangenheit durchblicken lassen, dass er mit seiner Star Wars-Erfahrung bei Lucasfilm und Disney nicht ganz zufrieden war. In seinem ersten großen Interview seit dem Kinostart von Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers nimmt der Schauspieler kein Blatt vor den Mund und weist auf offensichtliche Missstände in der Filmindustrie hin.

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Erschienen ist das Interview bei der britischen GQ . Nach seiner emotionalen Rede bei den Black Lives Matter-Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt offenbart sich John Boyega hier erneut als jemand, der sich seine eigene Stimme nicht nehmen lässt. Selten erleben wir es, dass Schauspieler so kurz nach dem Ende eines Projekts dermaßen hart mit selbigem ins Gericht ziehen.

John Boyega über seine schlechte Star Wars-Erfahrung

Enttäuschung resultiert im Fall von John Boyega und dem Star Wars-Franchise vor allem aus dem Umgang mit seiner Figur. Finn, den wir als Stormtrooper in Star Wars 7: Das Erwachen der Macht kennenlernen, ehe er sich auf die Seite des Widerstands schlägt, wurde in den nachfolgenden Filmen mehr und mehr an die Seite gedrängt, wie Boyega erklärt. Allerdings geht es ihm nicht nur um seine eigene Figur.

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Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers - Finaler Trailer (Deutsch) HD
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Neben Finn nennt er auch Kelly Marie Tran, Naomi Ackie und zum Teil auch Oscar Isaac, die auf den ersten Blick zur Diversität des Ensemble der Sequel-Trilogie beitragen, schlussendlich jedoch untergeordnete Rollen spielen. John Boyega steht sich ein, dass einem als Schauspieler natürlich nicht alles an den Projekten gefällt, in die man involviert wird. Seine Botschaft ist dennoch deutlich:

[Aber] was ich Disney sagen würde, ist: Bringt keine schwarze Figur heraus, vermarktet sie nicht, als wäre sie im Franchise viel wichtiger, als sie es wirklich ist, und drängt sie dann nicht an die Seite. Das ist nicht gut. Ich sage es direkt heraus.

Für John Boyega ist klar: Der Fokus der Sequel-Trilogie lag eindeutig auf der Beziehung zwischen Rey und Kylo Renn, verkörpert von Daisy Ridley und Adam Driver. Die Kritik geht aber gar nicht in die Richtung seiner Co-Stars. Auch Regisseur J.J. Abrams verteidigt er mit den Worten: "Lasst meinem Jungen in Ruhe. Eigentlich sollte er nicht einmal zurückkehren und versuchen, euren Scheiß zu retten."

John Boyega in Star Wars 8: Die letzten Jedi

Weiter führt er seine Star Wars-Erfahrung aus:

Also, was soll ich dir sagen? [Disney] will, dass ich sage: 'Ich habe es genossen, ein Teil [von Star Wars] zu sein. Es war eine großartige Erfahrung ...' Nein, nein, nein. Ich werde diesen Deal erst annehmen, wenn es eine großartige Erfahrung ist. Adam Driver und Daisy Ridley haben all die Nuancen erhalten. Wenn wir ehrlich sind: Daisy weiß das. Adam weiß das. Jeder weiß es. Ich decke hier nichts auf.

John Boyegas schlechte Star Wars-Erfahrung hat jedoch schon viel früher angefangen. Bereits sein Casting provozierte rassistische Kommentare und sogar Todesdrohungen. "Ich war das einzige Cast-Mitglied, das basierend auf seiner 'Race' eine ganz eigene Erfahrung mit dem Franchise hatte" resümiert John Boyega, der als Nächstes unter der Regie von Steve McQueen in einem Teil der Anthologieserie Small Axe zu sehen ist.

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Für den Podcast hat Jenny zwei große Star Wars-Fans eingeladen, Moviepilot-Redakteur Matthias und Kollege Tobias von FILMSTARTS und dem Podcast Leinwandliebe. Zu dritt diskutieren sie die Qualität der Serie und spekulieren über neue Figuren in der 2. Staffel.

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