Bullyparade - Der Film: Das sagen die Kritiker zur Rückkehr des Trios

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Bullyparade - Der Film
17.08.2017 - 12:00 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
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Michael "Bully" Herbigs Rückkehr der kultigen Bullyparade-Figuren startet heute in den Kinos. Wir haben für euch vorab die Meinungen der Kritiker zusammengetragen.

1997 startete mit der Bullyparade eine deutsche Sketch-Show, die sich bald zum Kult entwickelte und drei Kinofilme hervorbrachte. 20 Jahre später kehren nun Michael "Bully" Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz für ein gemeinsames Filmabenteuer in Bullyparade - Der Film (Kinostart: 17.08.2017) zurück und lassen ihre Lieblingsfiguren aus ihrer Sketch-Comedy neu aufleben. Wir geben euch einen Überblick der ersten Kritiken zum Film.

Zunächst die harten Fakten zu Bullyparade - Der Film:

  • 6 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 3,8
  • 10 Community-Bewertungen mit einem Schnitt von 4,2
  • 6 Kritiken und 2 Kommentare
  • 168 Vormerkungen

Diesen Kritikern hat Bullyparade - Der Film gefallen:

Für Antje Wessels von Quotenmeter  ist Bullyparade - Der Film ein Liebesbrief an die Fans der 20 Jahre alten Sketch-Show:

[...] Bullyparade – Der Film ist Fanservice par excellence, der im besten Sinne aus der Zeit gefallen wirkt und das 'Bullyparade'-Zeitalter für eineinhalb Stunden wieder zum Leben erweckt.

Laut Carsten Baumgardt von Filmstarts  ist die Sketch-Komödie an ein bestimmtes Publikum gerichtet:

[...] Alte Fans der 'Bullyparade' werden mit dem neuen Kinofilm jedenfalls ansprechend unterhalten und bekommen genügend Möglichkeiten, in Nostalgie zu schwelgen. Für Neuankömmlinge wird es dagegen nicht einfach sich zurechtzufinden, selbst wenn parodistische Bezüge zu aktuelleren Kinohits wie The Wolf Of Wall Street oder zur modernen Social-Media-Welt den Zugang erleichtern.

Für Dominik Petzold von der Abendzeitung München  konnten zwar nicht alle Gags sitzen, aber dafür glänzt das Trio mit Chemie und Spaß:

[...]In 'Bullyparade – Der Film' folgen selbstredend Gag auf Gag: Nicht alle zünden, doch viele sind lustig und die Episoden sind unterschiedlich gut. Aber als Blutsbrüder spielen Bully Herbig und Christian Tramitz ihre komödiantische Chemie voll aus. Und im Anschluss kommen sie sich noch näher: Da liest Kaiser Franz Josef (Tramitz) seiner Sissi (Herbig) jeden Wunsch von den Augen ab – und wenn sie das bayerische Spukschloss haben will, dann kauft er’s halt. Diese Episode ist die witzigste, auch dank Rick Kavanian. [...]

Diese Kritiker konnte Bullyparade - Der Film nicht zum Lachen bringen:

Bei Frank Schnelle von EPD Film  konnten die Witze nicht zünden und sorgten für einen gelangweilten Rezensenten:

[...] Die alte Form allerdings erreicht [Bully] dabei nur selten. Hübsche Ideen wie die Verhinderung der deutschen Wiedervereinigung durch zwei Zwickauer Zeitreisende im Stil von Zurück in die Zukunft verpuffen ohne Knalleffekt. Winnetou und Old Shatterhand stolpern durch eine lustlos zusammengestückelte Westernfarce, in der Namen wie General Motors und Misses Sippi noch zu den geistreicheren Einfällen zählen. Gänzlich ohne Esprit verlaufen die Wechseljahre einer Kaiserin, in denen Sissi und Franz ein Schloss kaufen [...].

Maria Engler von Kino-Zeit  sieht das Publikum einfach aus Bullys Humor herausgewachsen:

Bullyparade – Der Film zu sehen, ist ein bisschen so, wie den lustigen Onkel aus Kindheitstagen bei einem Familienfest wiederzutreffen. Da werden ohne zu zögern die altbekannten Grimassen gezogen, Witze gerissen und ewig gleichen Wortspiele wiederholt, die bei Kindern brüllendes Gelächter hervorgerufen haben, mit den Augen eines Erwachsenen betrachtet allerdings nur noch eine Mischung aus dem heimelig sentimentalen Gefühl der guten, alten Zeit und unangenehmen Berührtsein erwecken können. Wie der in die Jahre gekommene Witze-Onkel, so haben auch die Darsteller der Bullyparade sichtlich Spaß an ihren Blödeleien, was dem Film trotz der kaum zündenden Witze immerhin einen gewissen Charme verleiht.

Leonie Sanke von der Süddeutschen  ist von den durchschnittlichen Witzen und dem Episodenformat wenig unterhalten. Sie ist mit der "Gesamtsituation unzufrieden":

[...] Zwischen den insgesamt fünf Geschichten schwafelt ein Erzähler redundante Überleitungen. Ein roter Faden, der aus mehr als dem Namen David Hasselhoff besteht, hätte dem Film gutgetan. Immerhin ein paar alte Witze aus den Bully-Klassikern funktionieren, zum Beispiel, wenn die sensible Freundschaft der Blutsbrüder Winnetouch und Ranger mal wieder bedroht ist und sich die beiden in wortreichen Diskussionen verlieren. Oder wenn Herbig, Kavanian und Tramitz immer wieder als schwarz gekleidete Herren auftreten und sich in einer absurden Abfolge von Wortspielen unterhalten wie früher in der 'Bullyparaden'-Rubrik 'Die drei Kastagnetten'. Sonst setzt Herbig vor allem auf plumpen Slapstick und massenhaft mäßig komische Wortwitze.

Fazit zu Bullyparade - Der Film

Es sollte ein großes Geschenk an die Fans zum 20. Geburtstag der Bullyparade werden. Doch bei den Kritikern konnte die Episodenfilm-artige Nummernrevue nur auf wenig Begeisterung stoßen. Selbst im Film wird erwähnt, dass dieser Film "der Kritik" nicht gefallen würde. So bekommen wir alle alten Kultfiguren in der ein oder anderen Form noch Mal zu Gesicht, werden mit dem bekannten Bullyparade-Humor befeuert und werden mit allerlei Promi-Cameos unterhalten. Doch ob dieser Humor heute noch zeitgemäß erscheint, wird von einigen Kritikern in Frage gestellt. Ebenso wird die Form der zusammenhanglos wirkenden Sketch-Episoden kritisiert. So würden sich Nicht-Kenner der Bullyparade schwer zurecht finden können. Dafür bekommen Bully-Begeisterte genau die Gags serviert, die sie vor 20 Jahren schon gefeiert haben und das Comedy-Trio so bekannt gemacht haben.

Freut ihr euch auf Bullyparade - Der Film?

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