Attack on Titan - Mein Herz für den Anime gewordenen Bombast

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Eren und seine Freunde in Attack on Titan
02.08.2018 - 16:05 UhrVor 2 Jahren aktualisiert
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Immer hungrige Monster, die letzten Überreste der Menschheit am Abgrund und bildgewaltige Action. All dies und mehr gibt es im Anime Attack on Titan.

Zweifelsohne gehört Attack on Titan zu den erfolgreichsten Anime der letzten Jahre. Als die TV-Serie damals startete, konnte auch ich mich des großen Hypes nicht erwehren und verlor mich schnell in dieser grausamen doch gleichsam faszinierenden Welt. Der Anime entfaltete eine ungeheure Sogwirkung und lässt mich bis heute nicht los, weshalb ich Attack on Titan mein Herz für Serie schenke.

Die Geschichte von Attack on Titan steckt voller Mysterien

Eine der größten Stärken des Anime ist seine Geschichte, auf die ich an dieser Stelle jedoch nicht näher eingehen möchte, da diese ihre Wirkung am besten entfalten kann, wenn man sie aus erster Hand erlebt. Doch so viel möchte ich euch verraten: Stellt euch auf eine emotionale Achterbahnfahrt ein, die euch so schnell nicht mehr loslassen wird, denn die Story von Attack on Titan ist gespickt mit diversen Mysterien sowie Cliffhangern, die euch förmlich nach der nächsten Episode lechzen lassen werden. Bei mir stellte sich schnell eine "Eine Folge geht noch"-Mentalität ein, die jedoch beim ersten Durchlauf mit der harten Realität kollidierte. Schließlich hieß es nach einer Episode wieder eine quälend lange Woche auf die Fortsetzung der Geschichte zu warten.

Eren und ein Titan

Schnell verspürte ich den Drang, gemeinsam mit Protagonist Eren sowie seinen Freunden den Geheimnissen dieser Welt auf den Grund zu gehen. Dabei bekommt der Zuschauer oftmals gerade genug Informationen, um die Serie nicht frustriert abzubrechen und doch so wenig, dass man nicht anders kann, als weiterhin am Ball zu bleiben, da man als Zuschauern einfach wissen muss, wie es weitergeht. Darüber hinaus ist der Verlauf der Geschichte unvorhersehbar und weiß somit immer wieder zu überraschen, was mich zu meinem nächsten Punkt führt: Der Verlauf der Story von Attack on Titan ist ähnlich unvorhersehbar wie das Leben selbst und jenes der Charaktere ist oftmals schneller vorbei, als man glaubt.

Die Welt von Attack on Titan ist grausam und gnadenlos

Attack on Titan macht euch speziell im Verlauf der 1. Staffel mit einem breiten Cast teils wahrlich illustrer Charaktere bekannt, die allesamt ihre ganz persönlichen Stärken, Schwächen und Geschichten haben. Als Zuschauer lernt man die Figuren so allmählich kennen und findet sicherlich den einen oder anderen Liebling. Allzu sehr sollte man sich allerdings nicht an sie gewöhnen, denn der Tod kann jeden Charakter ereilen und vertraut mir, im Laufe der Story habe ich so manchen meiner Favoriten an die gefräßigen Titanen verloren. Immer wieder wurden hierbei Erinnerungen an Game of Thrones wachgerufen, doch im direkten Vergleich fällt der Charakterverschleiß bei Attack on Titan noch höher aus. Die Gefahr durch die menschenfressenden Titanen wirkt jederzeit absolut greifbar und es ist wirklich grausam mit anzusehen, wie die Charaktere bei lebendigem Leibe verschlungen werden. Literweise umherspritzendes Blut oder auch wild umherfliegende Extremitäten sind keine Seltenheit und gewiss nichts für schwache Nerven.

Eren

Im Antlitz des sicheren Todes übermannt jeden einzelnen der Charaktere, ganz gleich ob Frischling oder Veteran, die Hoffnungslosigkeit und als Zuschauer wird einem wiederholt schmerzlich bewusst: Niemand ist sicher. Davon abgesehen werden regelmäßig spannende Fragen aufgeworfen, die mich immer wieder zum Nachdenken animierten. So geht es beispielsweise um Hoffnung, Freiheit und Vertrauen. Wie kann der menschliche Geist in einer solch gnadenlosen und grausamen Welt bestehen oder was sind wir bereit zu opfern, um diejenigen zu beschützen, die wir lieben? Sicherlich, diese oder ähnliche Fragen werden auch in anderen Serien verhandelt, doch selten fügten sie sich so homogen in eine Erzählung ein wie im Falle von Attack on Titan. Hieraus ergeben sich spannende Gedankenspiele, die mich noch lange über das Ende einzelner Episoden hinaus fesseln konnten.

Die Welt von Attack on Titan ist wunderschön und Anime gewordener Bombast

Verantwortlich für die Manga-Adaption ist Wit Studio, doch dass sich hinter Attack on Titan ein solch junges Studio verbirgt (Gründungsjahr 2012), merkt man der Produktion zu keiner Sekunde an, denn jedes einzelne Bild berstet geradezu über vor der schieren dargestellten Detailfülle. Zum Leben erweckt wird die Welt dabei mit einem geschickten Mix aus traditioneller Animationstechnik sowie modernen CG-Animationen, also 3D-Modellen, die wunderbar mit den klassisch gezeichneten Umgebungen und Figuren verschmelzen. Von dieser Mischung profitiert speziell die grandios choreographierte Action. Wenn sich Eren und seine Kameraden anmutig durch Häuserschluchten oder dicht bewachsene Wälder schwingen, um sich in den Kampf gegen die Titanen zu stürzen, ihnen währenddessen der Wind durch die Haare fährt oder Wassertropfen von ihnen abperlen, dann sieht das einfach unverschämt bombastisch aus und als Zuschauer fühlt es sich an, als wäre man gemeinsam mit den Figuren mittendrin im Geschehen.

Attack on Titan

Ohne die passende musikalische Untermalung wäre natürlich selbst die beeindruckendste Action nur halb so schön, doch glücklicherweise bekam Attack on Titan einen wirklich hervorragenden Soundtrack spendiert, der jede Szene passend untermalt. Die Musik schafft es, die jeweiligen Momente, ob sie nun hoffnungsvoll erscheinen oder dann doch wieder in blanke Verzweiflung umschlagen, gekonnt zu unterstützen, weshalb ich mich umso besser in der Geschichte verlieren kann. Besonders die opulenten Openings von der Band Linked Horizon  werden euch in ihren Bann ziehen und so schnell nicht mehr loslassen. Normalerweise überspringe ich bei einer Serie spätestens nach wenigen Episoden bereits das Opening, doch bei Attack on Titan konnte ich das nie tun - am besten hört ihr es euch einfach selbst an und lasst euch von der stimmigen Mischung aus harten Gitarrenriffs sowie orchestralen Klängen in den Bann ziehen.

Apropos in den Bann ziehen: Dies gilt nicht nur für die Musik, sondern für die ganze Serie, auf die ihr unbedingt einmal einen genaueren Blick werfen solltet, selbst dann, wenn ihr mit Anime bisher womöglich nicht allzu viel anfangen konntet. Glaubt mir, diese bittersüße Achterbahnfahrt ist jede einzelne Sekunde wert.

Was ist eure Meinung zu Attack on Titan?

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