Wonder Woman - Das sagen die Kritiker zum DC-Blockbuster

Gal Gadot in Wonder Woman
© Warner Bros.
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"Ganz gleich was Du auch ausrichtest, es wird nie mehr sein als ein einzelner Tropfen in einem unendlichen Ozean!" - "Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?"

Was den Solo-Auftritt einer weiblichen Superheldin im Film betrifft, zeigt der Comic-Verlag DC seinem Konkurrenten Marvel, wo es langgeht: Während Captain Marvel erst 2019 ins Kino kommt, läuft diesen Donnerstag Wonder Woman in unseren Kinos an. Nach ihrem ersten Auftritt in Batman v Superman: Dawn of Justice steht die Amazonenprinzessin Diana (Gal Gadot) bereit, ihr erstes Solo-Abenteuer zu erleben. Das erste Mal tauchte der Charakter 1941 auf und ist damit eine der ältesten Figuren in der Comicwelt.

Zum Kinostart haben wir uns dies- wie jenseits des Atlantik umgeschaut, was die Kritiker zum Superheldenfilm von Patty Jenkins sagen.

Zunächst die Fakten zu Wonder Woman:

  • 19 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnitt von 7,4
  • 68 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,0
  • 12 Kritiken & 43 Kommentare
  • 7 x Lieblingsfilm und 2 x Hassfilm
  • 712 Vormerkungen, 28 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Wonder Woman:

Christopher Orr von The Atlantic freut sich, wie die Hauptrollen Diana und Steve präsentiert werden:

Patty Jenkins (Monster) bevorzugt die Charaktere gegenüber dem Konflikt, eine Herangehensweise, die genau die positiven Reaktionen erzeugt, mit denen man im Vorfeld gerechnet haben könnte. Besonders [Gal] Gadot als Diana ist eine Freude: äußerst fähig und trotzdem vollkommen unschuldig. [...] Als ihr Führer durch die maskuline Welt [...] ist [Chris] Pines Steve gleichermaßen ungläubig und hingerissen von Diana.

Nach Stephanie Zacharek (TIME Magazine) bietet Gal Gadot eine herausragende Leistung:

Gadot ist einfach großartig. Körperlich ist sie kühn und beachtlich. Aber da ist auch eine Freundlichkeit, als verstünden sie und [Patty] Jenkins intuitiv, dass Wonder Woman nicht bloß nichtssagend beeindruckend sein kann. Sie muss das Wunder auch fühlen können. Gadot trägt den Film selbst durch die mühsamen Teile, besonders die großen Actionszenen, die sich am Ende anhäufen.

Chris Nashawaty von Entertainment Weekly findet vor allem den geschichtlichen Hintergrund gut dargestellt:

Das Setting hilft [...], den unterschwelligen feministischen Ton des Films passend und nicht bemüht wirken zu lassen. In einer Zeit, in der Frauen immer noch ohne Wahlrecht waren und in eine Position gedrängt wurden, in der sie gesehen aber nicht gehört wurden, wird die furchtlose Diana eine Sprecherin in Wort und Tat von Widerstand und Ermächtigung. Sie weigert sich, wie eine Bürgerin zweiter Klasse von Politikern und Generälen behandelt zu werden. Niemand stellt Wonder Woman in eine Ecke.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Wonder Woman:

Andreas Borcholte vom Spiegel findet das Spiel mit Geschlechterrollen gut umgesetzt:

Es ist ein packender, zuweilen angenehm altmodischer Actionfilm, der dem Genre mit leichter Hand eine feministische Dimension eröffnet. [...] Der Wow-Effekt des Films begründet sich nicht, wie im Genre der visuellen Überwältigung üblich, in seinen Action- und Kampfsequenzen. [...] Seinen Drive bezieht "Wonder Woman" aus der lustvollen Umdeutung männlicher besetzter Kino-Topoi und der klugen Auswahl seiner Hauptdarsteller.

Tim Lindemann von EPD Film lobt die Darstellerinnen, hätte sich aber ein anderes Ende gewünscht:

Gadot trägt diesen Film, der nach dem fulminant trashigen Auftakt in den typischen, düsteren Hochglanz-Look schaltet, mit dem man vor allem Snyders Filme assoziiert. Einen weiteren Pluspunkt hat dieses ansonsten also recht formelhafte, zweieinhalbstündige CGI-Opus außerdem noch zu bieten: Eine gelungene Bösewichtin in Gestalt einer sadistischen deutschen Chemikerin verkörpert von Almodóvar-Liebling Elena Anaya. Es ist schade, dass diese innovativen Ansätze am Ende doch wieder unter einer Snyder'schen Materialschlacht erstickt werden [...]

Tagesspiegel-Kritikerin Nadine Lange hebt positiv hervor, dass die Superheldin stets im Mittelpunkt steht:

Hier werden männliche Charaktere von weiblichen gerettet, was sonst immer umgekehrt ist. Auch die üblicherweise weiblich besetzte helfende Rolle wird diesmal von einem Mann ausgefüllt. Die einzige Nacktszene hat ebenfalls er. Der "Star Trek"-gestählte Schönling Chris Pine macht seine Sache als Steve Trevor gut. Und selbst als er für eine Weile bestimmen darf, in welche Richtung das Abenteuer läuft, stiehlt er der Heldin nie die Show.

So sieht das Kritiker-Fazit zu Wonder Woman aus:

Unter den Kritikern herrscht große Begeisterung über den ersten Superheldenfilm mit einer Frau in der Hauptrolle, bezogen auf die aktuellen Film-Universen von Marvel und DC. Gal Gadots Leistung wird ausschließlich positiv aufgenommen. Die Kritiker bescheinigen ihr, dass sie den Film mühelos alleine trägt. Einzig die zweite Hälfte und vor allem der finale Kampf kommen teilweise weniger gut an, weil sich da altbekannte Muster wiederfinden lassen.

Seid ihr gespannt auf Wonder Woman?

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