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Biografie Sammo Kam-Bo Hung

Biografie von Sammo Hung

Sammo Hung ist einer der bekanntesten Martial-Arts-Stars des chinesischen Kinos und wurde etwa zur selben Zeit berühmt wie Jackie Chan und Yuen Biao, mit denen er zahlreiche Filme drehte.

Geboren wurde er 1952 in der damals britischen Kolonie Hongkong und das in eine Familie, die bereits im Filmgeschäft tätig war. Sammo Hung absolvierte von Kindesbeinen an eine mehrjährige Ausbildung in einer Peking-Oper-Schule, zu deren Lehrstoff Kampftechniken und Akrobatik zählen. So wurde er zusammen mit dem jüngeren Jackie Chan Mitglied der Theatergruppe "Sieben kleine Glücksbringer".

Sammo Hung dreht mit Bruce Lee

In den 1960er Jahren feierte Sammo Hung in Kinderrollen seinen Kino-Einstand und sammelte gleichzeitig Erfahrung hinter den Kulissen. Er etablierte sich in der frühen Phase seiner Karriere als Action-Regisseur und -Choreograph von Martial-Arts-Filmen, erst bei den Shaw Bros.-Studios, dann bei der Konkurrenz von Golden Harvest.

Zu Sammo Hungs größten Auftritten vor der Kamera in diesen Jahren zählen Der Mann mit der Todeskralle mit Bruce Lee und die australische Ko-Produktion Der Mann aus Hongkong.

Ende der 1970er entdeckte Sammo Hung schließlich seine Nische: Er war der ideale Star für Martial-Arts-Komödien wie Der Kleine Dicke mit dem Superschlag, in dem Hungs gedrungener Held Bruce Lee verehrt.

Kult-Action mit Jackie Chan

Einige seiner beliebtesten Filme sollte Sammo Hung in den 1980er Jahren drehen. Die Todesfaust des kleinen Drachen, bei dem Hung als Regisseur, Ko-Autor und Star geführt wird, vereinte ihn mit seinem ehemaligen Mitschüler Yuen Biao und in Der Superfighter gesellte sich Jackie Chan hinzu.

Die Chemie der drei, ausgefeilte Martial-Arts-Action und reichlich Slapstick machte Filme wie Powerman und Winners and Sinners zu Box Office-Hits, die dem Genre über Hongkongs Grenzen hinaus neue Fans einbrachten.

So mauserte sich Sammo Hung zu einem der Aushängeschilder des HK-Kinos, das einige der erfolgreichsten Franchises und Genres der Dekade verantwortete.

Sammo Hung in Martial Law und die Rückkehr nach China

Der Boom des Hongkong-Kinos endete in den 1990er Jahren, in denen auch Sammo Hung Flops einstecken musste. So folgte er Kollegen wie Jackie Chan, John Woo und Tsui Hark in die USA, wo er 1998 als Hauptdarsteller von Martial Law auftrat. Zwei Staffeln lief die Action-Serie über einen chinesischen Cop in Los Angeles bei CBS.

Nach dem Ende von Martial Law arbeitete Sammo Hung wieder verstärkt im chinesischsprachigen Kino. Anders als etwa Jackie Chan arbeitete Hung häufig als Action-Choreograf, ohne sein Gesicht vor der Kamera zu zeigen. Seine Arbeit kann in Wong Kar-wais Ashes of Time, Stephen Chows Kung Fu Hustle und Ip Man mit Donnie Yen bewundert werden.

Ein echtes Star-Vehikel hatte Sammo Hung dagegen in The Bodyguard von 2016. Als Regisseur, Action-Choreograf und Hauptdarsteller trug Hung den erfolgreichen Film über einen alternden Martial-Arts-Kämpfer und seine Freundschaft zu einem jungen Mädchen. (JJ)


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