Leslie Cheung - Kritik

Beteiligt an 27 Filmen (als Schauspieler/in und Produzent/in)
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  • Heute am 1. April, ist der Zehnte Todestag von Leslie Cheung, einer der großartigsten Schauspieler der letzten Dekaden. Ausgerechnet heute, wo doch bei uns im Westen sogar noch Ostermontag ist. Jünger (wenn der Vergleich erlaubt ist) hat Leslie Cheung Kwok-wing freilich mehr als genug – auch heute noch. Cheung war, wie viele große Hongkong Stars, Entertainer durch & durch. Einer der erfolgreichsten Sänger der chinesischen & kantonesischen Popmusik, zudem einer der brillantesten Darsteller seiner Zeit. Für uns Europäer aus heutiger Sicht schwer vorstellbar: Leslie Cheung war so etwas wie der kantonesische Robbie Williams (der Sänger), Tom Cruise & Robert De Niro zusammen. Die Fernöstliche Kultur macht es möglich.
    Natürlich ist er, wie eigentlich beinahe jeder wirkliche(!) Star aus Fernost, nie nach Amerika gegangen. Sich zum Quoten-Affen für Hollywood zu machen, kam nie in Frage.

    Für den Moviepiloten (für mich auch) bleibt er wahrscheinlich als Schauspieler in Erinnerung.
    Allen voran stehen seine Rollen in den Filmen von Wong Kar-wai (Hauptrolle jedes Mal, dürfte klar sein), in diesen Drei Werken konnte er sein, von Haus aus mitgebrachtes dezent melancholisches Spiel, voll ausleben
    Und doch sind es noch mehr Erinnerungen. An das Actiongenre zum Beispiel, mit den John Woo Filmen, sowie an seine Rolle als Ling Choi Sin im verrückten "A Chinese Ghost Story". Im Charakterfach zeigte er, als Tänzer der Pekinoper, in "Lebewohl, meine Konkubine", eine der präzisesten Schauspielleistungen schlechthin. Präzise, unglaublich präzise, hier stimmte jede Nuance, alles einstudiert aber so leicht aussehend & mit einem Meer von Traurigkeit hinter den Augen. Was wie wann meinen möchte, vllt. auch auf sein richtiges Leben zu traf.

    Heute vor Zehn Jahren nahm sich Leslie Cheung dass Leben.

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