Guy Maddin - Kritik

Beteiligt an 18 Filmen (als Regisseur/in, Drehbuchautor/in, Autor/in (Vorlage), ...)
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  • Zum aktuellen Fellini-Film Guy Maddins und zu Maddins Herangehensweise ans Kino überhaupt gibt es auf The Quietus einen lesenswerten Artikel:

    https://thequietus.com/articles/28227-film-guy-maddin-rabbit-hunters-interview

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    • Der Text bezieht sich auf Guy Maddin's Kurzfilm NIGHT MAYOR, der in der MP-Datenbank fehlt und mit dem neuen "mitmach"-System nicht hinzuzufügen geht, weil er "zu kurz" ist. Auf die Länge kommt es scheinbar doch an?!

      Wertung: 8 Punkte

      [...] Ein fiktiver Erfinder erzählt von einer bahnbrechenden technischen Neuerung – sein Gerät, das Telemelodium, wandelt Bilder in Klänge, schickt sie durch den Äther über Kanada und erschafft aus empfangenen Klängen wieder neue, unerwartete Bilder. Bild, Ton und die Magie die ihr Zusammenspiel erzeugt, darum geht es – in körnigem, sehr klassisch anmutendem Schwarz/Weiß prasselt eine hypnotische Flut an Eindrücken auf den Zuschauer ein und nimmt schnell gefangen. Beschwörerisch berichtet besagter Wissenschaftler, mal aus dem Off, mal im Bild, von seinen visionären Plänen und der Familie die ihm beim Umsetzen dieser zur Hand ging – in zwei, drei, bis zu vier Layern schichtet, blendet und schneidet Maddin die entsprechenden Gesichter, mischt mit leuchtenden Lichtern – “Aurora”, immer wieder werden die mystischen Nordlichter erwähnt – und kontrastiert sie mit den verschiedensten Bild-Fragmenten. Als das Gerät zunehmend ein Eigenleben entwickelt, werden die Bilder immer freizügiger und hypnotischer. [...]

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      • Guy Maddin, du bist einfach großartig !!! Danke dass du es, neben leider nur sehr wenigen Regisseuren, geschafft hast deinen ganz eigenen Stil zu finden und zu perfektionieren! Dies sollte doch belohnt werden, am Besten wohl mit Fans!! Doch was sehen meine Augen hier, 13 Fans?!!
        Bitte liebe Moviepiloten, ich weiß, sein Stil ist mehr als nur außergewöhnlich, but thats fuckin ART !!! Ich glaube es gibt keinen anderen Regisseur welcher gekonnter und in solch einer psychologischen Tiefe das Thema "Erinnerung und Zuhause" analysiert hat als er.
        Persönliche Seelenschau gepaart mit so einem feinfühligen Blick für das Wesen des anderen entwickelt sich jeder filmische Guy-Maddin-Moment in eine Zeitreise in die Vergangenheit.
        Mal auf Freudsche Art, mal auf ganz eigene Maddinsche Art, jedoch immer mit solch einer ästhetischen Raffinesse, welche sofort ihren ganze eigenen magischen Moment heraufzubeschwören weiß.
        Ob seine Filme deswegen noch anstrengender sein mögen als für den herkömmlichen "Filmegucker" die meisten avantgardistischen Filme sind?!, JA DEFINITIV !!
        Anstrengend sind wohl all seine Machwerke, aber erhält man wohl genau deshalb den meisten Ertrag danach in seinen Händen, weder materiell, noch von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Es ist schlichtweg die eigene individuelle Reifung des Inneren durch die Auseinandersetzung mit dem Vergangenen.
        Dafür danke ich Herrn Maddin von ganzem Herzen, ebenso seinem "Winnipeg", welches aus Ihm den Künstler gemacht hat, der er jetzt ist, namentlich der wohl für mich größte Psychoanalytiker!

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        • Nach Gimli Hospital und Archangel ist es nun für mich klar, dass ich mich mit dem Stil von Guy Maddin nicht anfreunden kann. Schade, wobei ich gestehen muss, dass seine Filme, trotz meines Missfallens, einzigartig und besonders sind.

          • Sehr intressanter Trailer zu "My Winnipeg" :)

            • Aufmerksam auf den kanadischen Regisseur bin ich vor eingen Jahren auf der Berlinale geworden, wo sein Film "Brand upon the Brain!" mich einfach nur umgehauen hat. Todmüde am letzten Sonntag Abend die 22 Uhr Vorstellung - ich hatte vorher bereits ernsthaft überlegt nicht hinzugehen, zumal mir der Name vorher nichts sagte. Und dann das! Phänomenal, ich war keine Sekunde in Gefahr, einzuschlafen, sondern kam hellwach, dennoch ein wenig wie in Trance raus. Perfekt. Der Film hat seinen Stempel in meinem Hirn hinterlassen. Der Inhalt? Eine dysfunktionale Kindheit mit psychoanalytischartiger Symbolsprache als Stummfilm verarbeitet. Intensiv. Äußerst empfehlenswert.

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