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Biografie Geraldine Chaplin

Biografie von Geraldine Chaplin

Die Schauspielerin Geraldine Leigh Chaplin wurde am 31.07.1944 geboren und ist die Tochter von Charlie Chaplin. Sie ist vor allem für ihre Leistungen in Filmen wie Doktor Schiwago und Nashville bekannt. In dem Biopic Chaplin war sie außerdem als Mutter ihres Vaters zu sehen.

Geraldine Chaplin wurde in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien als vierte Tochter von Charles Chaplin und erste von Oona Chaplin geboren. Damit ist sie die Enkelin des Theaterautoren Eugene O'Neill und Großenkelin des Bühnenschauspielers James O'Neill. Auch ihre Tochter Oona Chaplin ist eine bekannte Schauspielerin. Auf väterlicher Seite fand sich mit dem Sänger Charles Chaplin Senior ebenfalls ein Künstler in dem Familienstammbaum.

Beim Tanzen in Paris

Als Geraldine Chapline im Alter von 8 Jahren mit ihrer Familie Urlaub in Europa machte, wurde ihrem Vater die Genehmigung entzogen, in die USA zurückzukehren. Die Chaplins begaben sich daraufhin zwangsläufig in die Schweiz, wo Geraldine ein Internat besuchte und dort Französisch und Spanisch lernte. Anschließend ging sie nach England, um dort unter anderem an der Royal Ballet School Tanz zu studieren.

Als professionelle Tänzerin zog sie nach Paris, wo sie nach einem Jahr in die Model-Branche wechselte, da sie nach eigenen Angaben ihren Zenit beim Tanzen erreicht hatte. Zu dieser Zeit wurde sie von Regisseur David Lean entdeckt und durch die Rolle der Tonya in seinem Film Doktor Schiwago zum Star gemacht. Für diese Leistung wurde sie als Vielversprechendste weibliche Newcomerin mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet.

Konstante Distanz zu Amerika

Kurz nach ihrem Durchbruch unter David Lean feierte Geraldine Chaplin ihr Schauspieldebüt auch auf der Theaterbühne und fuhr für ihre Leistung in dem Stück The Little Foxes sehr gute Kritiken ein. Ihre Filmkarriere krönte sie 1975 ein weiteres Mal, als sie für ihre Darstellung in Robert Altmans Nashville ihren zweiten Golden Globe erhielt. Trotz dieses Erfolgs, das sagte Geraldine Chaplin selbst, würden die Rollen in den USA größtenteils ausbleiben.

Auch auf Grund ihrer Sprachbegabung etablierte sie sich dafür mehr und mehr im europäischen Kino. Dort verzeichnete sie vor allem große Erfolge unter der Regie ihres ersten Mannes Carlos Saura. In Frankreich arbeitete sie unter anderem mit Alain Resnais zusammen.

Berührungspunkte mit der Vergangenheit

Erst in den 1990er-Jahren fand wieder eine Annäherung mit dem US-amerikanischen Kino statt, als sie in britisch-amerikanischen Co-Produktionen mitwirkte, zu denen unter anderem das Biopic Chaplin über ihren Vater gehörte. Dort spielte sie ihre Großmutter Hannah Chaplin und erhielt dafür den 3. Golden Globe Award ihrer Karriere.

Kurz darauf besetzte Martin Scorsese Geraldine Chaplin in seinem Film Zeit der Unschuld. Etwas mehr als 10 Jahre später war sie in dem spanischen Horrorfilm Das Waisenhaus von J.A. Bayona zu sehen, dessen filmischer Weg in die USA sie mit sich zog. Auch in seinen amerikanischen Produktionen wie Jurassic World 2: Das gefallene Königreich setzte er die Schauspielerin ein.

Mittlerweile wohnt Geraldine Chaplin in Miami im US-Bundesstaat Florida. Sie besitzt jedoch auch Residenzen in Spanien und Nahe ihrer alten Heimat in der Schweiz. (HZ)


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