Malcolm X

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Malcolm X

Die Geschichte der Planung von Malcolm X liest sich fast so lang wie das Drehbuch des über drei Stunden dauernden Biopics mit Denzel Washington in der Hauptrolle des Aktivisten. Basierend auf Alex Haleys The Autobiography of Malcolm X begann die Arbeit bereits in den 60er Jahren. James Baldwin und David Mamet sind nur zwei der bekanntesten Namen, die sich in den kommenden Jahrzehnten an dem Projekt versuchten. Am Ende konnte es wohl nur Spike Lee stemmen, der die Biografie des Ermordeten 1992 als politischen und politisch aktuellen Film anlegte, mit expliziten Bezügen zur Gegenwart. Dabei gelingt es Lee, mit der konstanten Selbsterneuerung des Malcolm Little Schritt zu halten. Was als Gangsterfilm beginnt, führt den Dieb Malcolm zur folgenschweren Inhaftierung und dem Kontakt zur Nation of Islam. Auch nach seinen Anfängen als Prediger in Harlem und seinem Engagement in der Bürgerrechtsbewegung fällt Malcolm X durch seine kompromisslose Unabhängigkeit auf, ungemein charismatisch gespielt vom oscarnominierten Denzel Washington. (JJ)

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