Ganz ohne Werbeunterbrechung könnt ihr euch heute in der Verlorenheit des Weltraums wiederfinden. Mit Gravity schaffte Regisseur Alfonso Cuarón 2013 ein dringend benötigtes Comeback und ein Drama, das sowohl von den Kritiken als auch von den Fans geliebt wurde. Ganze 7 Oscars gewann der Film, und das, obwohl kaum jemand an ihn geglaubt hatte.
Auf Arte lief Gravity am 18. Januar 2026, um 20:15 Uhr bis 21:40 Uhr. Eine Wiederholung gibt es nicht, doch hier findet ihr alle Streaming-Alternativen.
Gravity im Stream: Überleben im luftleeren Raum
Eigentlich sollte es für die Astronauten Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) und Matt Kowalski (George Clooney) nur ein Routineeinsatz werden, doch im All werden die beiden von einer Katastrophe überrascht. Eine Kettenreaktion aus Weltraumschrott zerstört ihre Raumfähre und schleudert sie schutzlos in die Umlaufbahn der Erde.
Gravity konzentriert sich ganz auf den existenziellen Kampf ums Überleben – das funktioniert ganz ohne große Action. Im Gegenteil: Die Erzählung ist sehr reduziert, trifft einen aber dennoch mit emotionaler Wucht. Das liegt an den visuell beeindruckenden Bildern und der intensiven Performance von Sandra Bullock.
Regisseur kämpfte mit Gravity um eigene Existenz
Nach den Begeisterungsstürmen, ist es kaum zu glauben, dass Regisseur Cuarón lange um den Film kämpfen musste. Schon die Idee war aus der Not heraus geboren, wie IndieWire 2024 berichtete , denn nachdem Children of Men zu einem kommerziellen Flop wurde, galt Cuarón in Hollywood plötzlich als schwieriger Name. In dieser Phase war der Regisseur nach eigenen Worten finanziell am Ende und befand sich zugleich in einer der schwersten Zeiten seines Privatlebens.
Ein Hit musste her, kein Arthouse-Film mehr, sondern einer, der die Kinos füllte. Gemeinsam mit seinem Sohn Jonas begann er an Gravity zu schreiben. Warner Bros. zeigte zwar Interesse, wollte aber kaum Geld investieren, und das, obwohl der Film technisch sehr anspruchsvoll werden würde.
Regisseur David Fincher riet ihm, sechs Jahre mit der Umsetzung zu warten, bis die Technik weiterentwickelt war. James Cameron sah zwar Möglichkeiten zur Umsetzung, diese hätten allerdings eher um die 400 Millionen US-Dollar gekostet.
Statt aufzugeben, entwickelten Cuarón und sein Team eigene Lösungen, die ganze vier Jahre in Anspruch nahmen und ein Budget von 100 Millionen verschlangen. Mit speziell entwickelten LED-Umgebungen und einer Kombination aus Animation und real gefilmten Elementen, wurde Gravity schließlich umgesetzt.
- Auch interessant: Scarlett Johansson vom Thron gestoßen: Es gibt eine neue erfolgreichste Schauspielerin aller Zeiten
Als Warner Bros. den unfertigen Film testete, fielen die Reaktionen schlecht aus und das Studio sah wenig Hoffnung auf Erfolg, doch bei der Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig wurde Gravity mit Begeisterung aufgenommen. Der Film spielte schließlich unglaubliche 723 Millionen US-Dollar im Kino ein. So wurde aus der Not heraus ein großes Weltraum-Drama geboren, das man gesehen haben muss.