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Ist die Herkunft wichtig ?

Hauptsache, die Qualität stimmt !

Das Versprechen eines Lebens
© Universal Pictures
Das Versprechen eines Lebens

Als ich anfing, ins Kino zu gehen, war ich wie die meisten noch ein Kind. Ein Kumpel lud einige Leute anlässlich seines Geburtstags ins Kino ein, es lief "James Bond- In tödlicher Mission" ( For Your Eyes Only ) mit Roger Moore. Das war 1981, ich war süße 13 und durfte mit dabei sein.

Ob die Produktion eine britische war mit ausschließlich britischen Darstellern, also, das war mir doch so was von egal. Kinder wollen Bilder gucken, ob bewegt oder unbewegt.
Ich bin mehr denn je ein visueller Mensch.

Danach ist mir vieles untergekommen, und ich möchte behaupten, das meiste sei von Amerikanern gemacht worden. Ob Produktion oder Darsteller, die USA war zu meiner Zeit führend im Filmgeschäft. Da gab es "E.T.- Der Außerirdische" oder "Ghostbusters" oder "Police Academy".
Gleich danach kamen die Engländer. Aber das ist jetzt nur subjektiv empfunden, keinesfalls will ich das behaupten.

Erst mit "Nightwatch- Nachtwache" sollte sich das ändern.
Die Story klang interessant, aber wer waren hier bitte die Darsteller ? Ich kannte nicht einen Namen. Dann kam das Ding auch noch aus Dänemark, Regisseur ein gewisser Ole Bornedal.
Hinterher konnte ich sagen: Besser hätten es die Amerikaner jetzt auch nicht machen können, Dänemark braucht sich hinter der großen Konkurrenz nicht zu verstecken.
Qualität setzt sich eben durch, der Film wurde bekanntermaßen zum Überraschungserfolg.

In letzter Zeit komme ich immer häufiger zu dem Schluss:
Schauspieler müssen nicht immer Amerikaner wie Brad Pitt oder Meryl Streep sein, um einen Film aufzuwerten. Die Herkunft ist kein Indiz für Qualität.

Wenn ich mir die Herkunft der Darsteller so angucke, dann kommen diese vermehrt aus Kanada wie Ryan Reynolds und Ryan Gosling, Irland wie Colin Farrell und Pierce Brosnan, Australien wie Russell Crowe, Hugh Jackman und Sam Worthington.

https://www.moviepilot.de/liste/australische-filmemacher-sternenkind68

https://www.moviepilot.de/liste/kanadier-im-film-sternenkind68

Und ich habe noch eine Beobachtung bei mir selbst gemacht:
Ich fühle mich mit ihnen wohler. Sie erscheinen geerdet, leben überwiegend skandalfrei, haben eine gesunde Einstellung zum Filmgeschäft. Sie biedern sich nicht bei der Presse an und pfeifen auf Ruhm. Kein Psychiater wird sich je mit ihnen eine goldene Nase verdienen können, weil sie vielleicht in ein tiefes schwarzes Loch fallen, wenn wir sie nicht mehr liebhaben.

Noch einmal: Qualität ist nicht von der Herkunft abhängig. Ich habe inzwischen das Bollywood-Kino kennengelernt, habe französische Filme und einige Darsteller dort lieben gelernt, auch Spanien und Italien haben mir als Filmliebhaber einiges zu sagen.

Früher musste ein Film für mich erst einmal bekannte Namen aufweisen. Die kamen tatsächlich überwiegend aus USA. Dann hatte ich eine Phase, wo ich dachte, die Engländer hätten die Schauspielerei erfunden. Bei den Oscars waren sie immer häufiger nominiert.

Meine Frage nun an die Community:

Ist Euch wichtig, wo ein Film herkommt oder woher seine Schauspieler stammen ?
Können es manche Länder tatsächlich besser als andere, oder ist das eher Zufall ?

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