Genialer Sci-Fi-Thriller kommt: Ich habe Imposter schon gesehen und hatte keine Vorstellung, wohin dieser Kaninchenbau führt

14.04.2026 - 14:09 UhrVor 29 Tagen aktualisiert
Sci-Fi-Horrorfilm Imposters beim Fantasy Filmfest
Broken Pig Productions
Sci-Fi-Horrorfilm Imposters beim Fantasy Filmfest
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Ein verschwundenes Kind und ein Paar in der Krise klingen zunächst nicht nach einem Film für Sci-Fi-Fans. Umso überraschender sind die Twists, die Imposters auffährt.

Die Fantasy Filmfest Nights 2026 stehen vor der Tür und wer noch unschlüssig ist, welcher Genre-Ausflug das aufregendste Kinoerlebnis des Festivals verspricht, sollte unbedingt ein Auge auf den Horrorfilm Imposters werfen, der zunehmend in Sci-Fi-Gefilde ausschert. Ich jedenfalls war nicht vorbereitet auf das, was darin auf mich zukam. Aber keine Angst, ich werde natürlich nicht spoilern.

Im Sci-Fi-Horrorfilm Imposters ist eine Kindesentführung erst der Anfang

Eigentlich beginnt in Imposters alles wie in einem klassischen Horrorfilm: Marie (Jessica Rothe) und Paul (Charlie Barnett) ziehen aufs Land und erwarten fern der Großstadt ihr erstes Kind. Die Idylle bröckelt jedoch schon bald. Paul hat nebenbei eine Affäre und hätte Marie ohne den gemeinsamen Nachwuchs längst verlassen. Der eigentümliche Nachbar Orson (Bates Wilder) schaut immer wieder ungebeten vorbei und verbreitet Unwohlsein. Und dann verschwindet das Baby mitten auf einer Party spurlos.

Keiner der Suchtrupps kann den verschollenen Sohn auffinden. Doch dann zeigt ausgerechnet Orson den verzweifelten Eltern eine Höhle im Wald. Aus ihr taucht Marie ohne Erinnerungen, aber mit dem Baby, wieder auf. Doch ist der Wiedergefundene wirklich ihr Kind?

Schaut hier den Trailer zu Imposters

Imposters - Teaser Trailer (English) HD
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Schon die Besetzung von Imposters hätte mir zu denken geben sollen: Jessica Rothe hat in Happy Deathday schon Erfahrungen mit abgedrehten Filmen gesammelt und Charlie Barnett war nicht nur ein Jedi in Star Wars: The Acolyte, sondern auch in der Netflix-Serie Matrjoschka unterwegs. Zusammen entfaltet das Duo erst eine glaubhaft zugespitzte Ehekrise und dann einen Sci-Fi-Horror-Kaninchenbau à la Dark (nicht nur wegen der Höhle), aus dem es kein Entkommen gibt.

Paul wirft in Imposters immer wieder eine Münze, wenn eine wichtige Lebensentscheidung ansteht. Doch wenn das Universum ihm dabei wirklich zuhört, muss es einen ziemlich düsteren Humor haben. Nachbar Orson verspricht nicht zu viel, wenn er prophezeit: "Es wird Erdbeben geben" – sowohl buchstäblich im Film als auch gedanklich beim Zuschauen, wenn der nächste Twist mich überfällt.

Imposters lädt Sci-Fi-Fans in Gedankenabgründe ein

Je weniger man im Vorfeld über Imposters weiß, desto besser. Unvorbereitet hatte ich an den hier eröffneten Sci-Fi-Abgründen die meiste Freude. Nur so viel: Der Plural im Titel der "Betrügenden" ist am Ende des Films mehr als gerechtfertigt.

Wer zuletzt auf dem Fantasy Filmfest wie ich die wendungsreiche Erzählungen von Redux Redux oder den Sci-Fi-Thriller Things will be Different genossen hat, ist hier genau richtig. Dort wie hier liebe ich die reduzierte Kulisse von Gehirnknoten-Meisterwerken à la Primer und Coherence. Das Staunen braucht hier keine großen Sets oder Effekte, sondern nur kopfsprengende Gedankenlabyrinthe. Wer seine Science-Fiction-Übungen auf ähnliche Weise genießt, sollte Imposters auf keinen Fall auslassen.

Imposters läuft am 19. und 26. April 2026 in sieben deutschen Städten auf den Fantasy Filmfest Nights. Darüber hinaus hat der Film noch keinen regulären Start in Deutschland erhalten, was sich aber sicher noch ändern wird.

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