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Die Poetik des Grauens

Etwa Eva Green in Penny Dreadful verpasst?

Der verhängnisvolle Kuss unseres Untergangs.
© Neal Street/Desert Wolf Productions
Der verhängnisvolle Kuss unseres Untergangs.
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Was macht ein herausragendes Serienerlebnis aus? Im Falle der Destillation britischer Groschenromane in einer teuflischen Mixtur klassischer Horrorgeschichten namens Penny Dreadful ist es die immens starke Bindung zu den Akteuren durch einprägsame Darstellerleistungen und schrecklich schöner Gruselpoetik. Bei dem Überangebot an sehr empfehlenswerten Serien im harten Konkurrenzkampf scheinen mir Showtimes illustre Gefährten im Blutwalzer der Horrorpoesie zu sehr in Vergessenheit geraten zu sein, die Serie hat dieses gewisse Etwas an emotionaler Kraft und eindringlicher Erzählkunst in den tiefschürfend ausgearbeiteten Figuren, die ich irgendwann schmerzlich vermisste und nun genüßlich von mir ein zweites mal einverleibt wurde. Dieses fantastische Ende mit dem vorgetragenen Gedicht des britischen Lyrikers William Wordsworth ließ mich einfach nicht los, die tragischen Verteidiger im Widerstand gegen die Macht der Finsternis hatten sich im Kopf fest verankert. Sie fehlten mir. Was John Logan, Sam Mendes und die große Anzahl versierter Darsteller in bildgewaltiger Opulenz, knisternder Atmosphäre und dichterischer Sogkraft mit den Klängen von Abel Korzeniowski geschaffen haben, ist eine dieser ganz besonderen Serien die man durchaus lieben und unvergesslich bleiben kann. So wie beispielsweise Twin Peaks von 1990 ewig in meinem Kopf herumspuken wird. Keineswegs ist das Serienkind von Mr. Skyfall und Drehbuchautor Logan unbekannt, aber leider nicht so populär wie sie es verdient hätte. Dabei ist der Zirkel an Dämonenjägern badend in der Quintessenz berühmter Romane von Mary Shelley, Oscar Wildes Dorian Gray, Bram Stoker und Robert Louis Stevensons Jekyll & Hyde beim ersten Durchlauf keineswegs ein Selbstläufer gewesen. Diese brodelnde Hexensuppe aus Nachtwandlern der Horrorfundamente klang für mich gar nicht so prickelnd, noch dazu anfänglich mit Action ausgestattet, die mir nicht richtig behagte, das hatte ein bißchen was von der Liga der außergewöhnlichen Gentleman, die ich total blöde finde. Erst mit der Fokussierung auf Eva Green nach einem ausgelegten Mosaik der zentralen Figuren im letzten Drittel der ersten Staffel wurde ich vollständig wie eine fette Kröte von einem Vampir mit den Fangzähnen zerrissen und von Begeisterung gepackt. Man könnte von einer dämonischen Bessenheit sprechen, an der die vorgetragenen Riten eines Exorzisten zerschellen. Fortan wurde jedes Opening einer Folge zum Hochgenuß mit kribbeliger Vorfreude und einer morbiden Erregung meiner dunklen Seite des Nachttieres, voller lustvoller Befriedigung betrachtete ich die zappelnde Motte im Spinnennetz und schwelgte in den instrumentalen Orchesterklängen tintenschwarzer Schönheit. Die Halbwelt ungehörter Schreie verschlang mich mit ihrem süßlich bitteren Gift.

https://youtu.be/RWhT42t212U?t=3

VERBIS DIABLO - DIE SPRACHE DES TEUFELS ┼

Die schwarze Prinzessin des viktorianischen Londons Vanessa Ives ist das Zentrum, um die sich alle winden, den Vollmond anheulen, leiden, nach frischem Lebenssaft lechzen, ihre Seelen quälen und blutige Schlieren auf den Kacheln hinterlassen, sie ist der rabenschwarze Mund in den alle ausgebreiteten Pfade der Kreaturen der Nacht mit einem Kuss dämonischen Wahnsinns hineinfließen. Autor John Logan bindet erzählerisch höchst elegant, prägnant und äußerst gefühlvoll die zentralen Inhalte unterschiedlicher Literatur Classics mit ein, in denen die Herzstücke menschlicher Existenz, Moralität und des Guten und Liebenswerten von den Unmenschen vernebelt wird und die Grenzen zwischen Monster und Menschen immer wieder verschwimmen und sich auf den Kopf stellen. Böse Geister der Himmelswelt stoßen auf uns herab. Der Hedonismus offenbart die schwarzen Pforten unserer eigenen Hölle. Die Philosophie der Monströsität sowie ein Kampf innerer Zerrissenheit diabolischer Plagen. Die Dunkelheit ist ein Segen, das Licht ein falsches Versprechen. Der Teufel ist ein Verführer der Zweifel ausstreut und sich an gebrochenen Seelen labt. Penny Dreadful schmiert in bluttriefender Schrift das D für Drama übergroß an die Wände, neben der Herausfordung aller die Mächte des Schattens und gestürzter Engel zu bezwingen. Wer leidet hier eigentlich mehr? Mensch, Dämon, Nachtkreatur? Wer trägt den wahren Keim des Grauens in sich? Schöpfergeist oder zusammengenähtes Fleisch?

Oh mein Meister! Warum hast du mich nicht aus Stein und Stahl geformt? Warum nur hast du mir erlaubt zu fühlen?

Psychologisch sehr ausgefeilte und von Logan überarbeitete Figuren aus den historischen Romanen sind das Kernstück von Penny Dreadful. Im Grunde wird aber nur eine einzige Geschichte im steten Pendelschwung zwischen aufschimmernder Helligkeit berührender Menschlichkeit und abgründiger Finsternis erzählt: die machtvolle Schattenwelt hinter der bleichen Haut der vom Schicksal verfluchten Vanessa Ives. Die ewige Nacht erwartet uns alle. Bitte sicherheitshalber dreimal bekreuzigen vor dem abspielen der Begleitmusik. https://www.youtube.com/watch?v=RIFTAwZZt9o

┼ EVA GREEN ┼

Eva Green ist schlichtweg grandios. In ihrer Gegenwart spüre ich die Flammenzungen des Fegefeuers, die bereits um meine Zehen züngeln und höre die hypnotisierende Stimme Luzifers in meinem Kopf, alles Menschliche von dem Antlitz dieser Erde zu tilgen und die Vernichtung der Liebe mit einem höhnischen Lachen zu quittieren. Manchmal blicke ich in ihr Gesicht und kann nur den Skelettschädel hinter ihren eingefallenen Gesichtszügen erblicken, alles Fleisch scheint von dem inneren Durst dämonischer Kräfte von ihren Knochen gefressen worden zu sein, sie ist nur eine tapfere Frau, welche in ihrer zerbrechlichen Hülle von schwarzer Magie und göttlicher Willenskraft zerrieben wird. Lächelnd sehe ich aufkeimende Lebensfreude in ihrer zwar erschütternden aber meist gefassten Haltung, ich trockne mitleidig ihre Tränen und bin gerührt von ihrer Güte, ich steige hinab zu dem kümmerlichen Rest ihrer menschlichen Seele, in der die abgebrochenen Krallenspitzen gefallener Engel stecken. Ich blicke mit ihren aufgerissenen Pupillen in die Angst vor dem unleugbaren Schrecken, rutsche vor ihr in Blutlachen aus und falle flehend auf die Knie, nicht mal die Furcht vor einer Lobotomie statt Gehirnmasse nur noch Kartoffelbreimansche im Schädel zu tragen bleibt mir erspart und bewundere dann wieder die hübsche Kopfform ihres kahlen Hauptes, das nur noch aus ihren großen Augen, deren salzig schmeckenden Perlen und verbittert aufeinander gepressten Lippen zu bestehen scheint. Selbst in der puren Verzweiflung greift sie mit ihrer kraftvollen Emotionalität im vielseitigen Mienenspiel nach meinem Herzen und verdrängt die alles ummantelnde Dunkelheit für einen Augenblick. Eva Green in ihrer Pein alleine ist Grund genug, es mit allen Dämonen gleichzeitig aufzunehmen und sie mit Silberdornen zu spicken, plötzlich wandelt sich Penny Dreadful wieder in ihrer stetig kriechenden Metamorphose zwischen hoffnungsvoller Liebe, sehnsüchtig verstörender Romantik und brodelnder Finsternis, welche das Weihwasser in der benachbarten Kirche kocht und den Knoblauch in meinem Küchenkörbchen in Sekunden wegschrumpeln lässt. Was unsere Eva im Verlauf dieser drei Staffeln an darstellerischen Highlights in einem auf und ab einer höllischen Tour unter dem dämmrigen Sonnenlicht des endlichen Lebens im Angesicht der einzig wahren Apokalypse zusammenträgt, kann kaum ein Film auch nur im Ansatz anbieten. Bei Luzifer! Eva Green präsentiert nichts weniger als einen ganzen Haufen wimmelnder Schauspielskorpione unvergesslicher Momente, die mit ihrer berauschenden Hingabe zu den eindrucksvollsten in ihrer gesamten Karriere gehören. Ebenso göttlich wie herrlichst dämonisch! Ach, könnte Vanessa Ives doch wieder unbeschwert durch die Straßen Londons schlendern...

...................╬................................Damals als Luzifer fiel.........................╬...............................

.......................................╬.............da fiel er nicht allein............╬...............................................

...........╬.........................Sie werden nicht aufhören dich zu jagen......................╬...................

..........................╬.....................bis ans Ende deiner Tage....................╬...................................

.............╬...............................Mögest du standhaft bleiben.........................╬...........................

┼ DIE HERAUSRAGENDEN QUALITÄTEN ┼

Sam Mendes wollte nach Skyfall selbst Regie führen, blieb aus Zeitmangel dann doch der ausführende Produzent, legte aber die grundlegend prachtvolle Bildgestaltung für die wechselnden Regisseure fest. Penny Dreadful hat durch ihn meist den optisch bestechenden Charakter eines Spielfilms mit großartig warmen und ebenso fröstelnden Bildern, opulenten Requisitenbildern, üppigen Kulissen, prächtigen Kostümen und wundervoller Kameraarbeit. Ein Fest der Szenenbilder. Geradezu genial ist wie John Logan mit einer Pinzette in den berühmten Romanen nach den markantesten Merkmalen der Horrorkreaturen und Dialogen gefischt hat und dies alles in komprimierter Form emotionaler Kraft in die Figuren injiziert in einer ganz eigenen Story um Eva Green. Nie hätte ich mir vorstellen können, wie kunstvoll und ergreifend dies alles verwoben wird. Textzeilen brennen sich förmlich ins Gedächtnis. Ein narbenübersätes Monstrum wächst mir ans Herz dessen Leid ich teile, Penny Dreadful ist vollgestopft von lyrisch ansprechender Poesieschönheit, die fortwährend den Nagel der Quellmotive aller Figuren auf den Kopf trifft. Es wird unglaublich schön und betörend bevor mich Logan wieder mit Trauer, Grauen und einem Regen aus Blut überzieht. Ein schleichendes Wechselbad der Gefühle, dem man sich nur schwerlich entziehen kann. Aufs Gröbste reduziert besteht jedes Film- und Serienerlebnis nur aus Bildern und Ton. Ein gewichtiger Aspekt für die Wirkung so vieler Szenen mit ihrem emotionalen Magnetismus sind die Instrumentalorchester Kompositionen von dem polnischen Musiker Abel Korzeniowski, der ebenso wie der aus Game of Thrones bekannte Djamin Rahwadi auf das Cello konzentrierte Klangbilder setzt. Die Wärme und Eleganz der Bilder wird ganz wunderbar unterstützt, die Bindung zu den Figuren erheblich verstärkt. So sieht für mich die filmische Harmonie aus Bild und Ton aus. Korzeniowski komponierte bereits für die Filme von Tom Ford A single man und Nocturnal Animals. Großartig finde ich wie das Einstreuen von Sexualität unseren modernen Ansprüchen genügt und keineswegs an die Bigotterie der zeitlichen Epoche angepasst wird. Penny Dreadful ist sehr zeitgemäß, Homosexualität, Bisexualität und Transsexualität ist des öfteren ein wichtiger Bestandteil der Figurenpsyche, die sich wunderbar natürlich anfühlt, mit ihrer zwiespältigen Eigen- und Außenwahrnehmung in die Handlung eingebettet wird und durch die Charakterzeichnung eine Bindung und Wohlwollen beim Zuschauer erzeugt. Wer in historischen Filmen gerne mosert über die zwar authentische aber antiquierte Rollenverteilung und Hass auf gleichgeschlechtliches Verhalten in den patriachalen Gesellschaftsstrukturen mit ihrer grenzenloser Ignoranz, dürfte in Penny Dreadful nichts zu meckern finden, im Gegenteil, Autor Logan fördert unterschwellig die Akzeptanz sexueller Neigungen und baut unaufdringlich gedankliche Diskriminierung ab. Er nutzt dies sogar für eine intelligente Auseinandersetzung und Ausmalung seiner Kruzifixstreiter und Monstren. Das muss ich als vorbildlich bezeichnen für unsere tolerante Lebensart und Ansprüche, ja gelegentlich sogar wird Penny Dreadful irritierend verführerisch. Wer hätte dies in einer blutigen Horrorserie schon erwartet? Begleitmusik zu Ende? https://youtu.be/y9hbpSLXxbA

┼ DIE DARSTELLER ┼

Rory Kinnear verkörpert Frankensteins Fleischkonstrukt in nie dagewesener Form berührender Sentimentalität. Ständig trägt er eine Fülle ambivalenter Gefühle zur Schau. Große Klasse. Timothy Dalton mochte ich nie, jetzt muss ich Prinz Barin aus Flash Gordon mal ein Kompliment machen: so gut habe ich ihn noch nicht erlebt. Top Job Timothy! Wunderbar ist zudem der Krawallfrisuren-Dandy und sensible Ägyptologe Ferdinand Lyle von Simon Russell Beale verkörpert, der ausgiebig seine Erfolge beim britischen Theater und nicht in Filmen gefeiert hat. In Großbritannien ein Schwergewicht der den meisten Filmfans unbekannt sein dürfte. Josh Hartnett mag einen knackigen Arsch und süße braune Augen haben, als Schauspieler fand ich oftmals peinlich. Selbst er schaffte es besonders im späteren Verlauf der Handlung mich zu überzeugen, auch wenn er neben Eva Green anfangs einen sehr schweren Stand hat. Billie Piper, Reeve Carney und Harry Treadaway hatten mich zugegebenermaßen anfangs nicht so interessiert, jedoch auch sie füllen ihre Figuren so wunderbar aus, dass ich sie alle nach dem ersten Durchgang irgendwann vermisste. Ein Beleg für die Power die in der Ausgestaltung der Rollen von John Logan steckt und der Qualität der Schauspielleistungen. Helen McCrory als Madame Kali ist eindrucksvoll, ach, schwache Schauspieler gibt es hier nicht, gerade in den Neben- und Gastrollen der Staffeln kommt immer wieder Darstellergold zum Vorschein. Selbst der wortkarge Muskelschrank Danni Sapani hinterlässt den Wunsch bei mir, ihn in Zukunft häufiger zu sehen. Ein nur wenig bekannter Schauspieler der hoffentlich bald entprechende Angebote beim Film bekommt, falls er nicht gerade Vampire pfählt oder einem Werwolf die Ketten anlegt. Eine Serie mit sehr starken Frauenrollen, die in ihrer Gesamtheit auf mich den meisten Eindruck gemacht haben. Hier gibt es erstklassige Performances sehr erfahrener Schauspieler zu sehen, deren Namen durch ihre Ausrichtung auf Theater beim Film leider keine Zugwirkung haben, aber diese Serie unheimlich bereichern und das Gesamtniveau deutlich anheben.

┼ KRITIKPUNKTE UND DIE VERHASPELTE DRITTE STAFFEL ┼

Penny Dreadful setzt auf die Kraft der Erzählung und krisselige Spannung, nicht auf Scheußlichkeiten am laufenden Band oder Schocker, was abgehärtete Horrorfans gerne mal enttäuscht. Bei dem Namen Sam Mendes sollte eigentlich klar sein, das hier nicht planlos und wild mit Brutalitäten um sich geworfen wird. In der ersten Staffel gibt es einen markanten Anteil an Action, der auf einmal deutlich reduziert wird und über lange Zeit weit in den Hintergrund tritt zugunsten der Figurenzeichnung zwischen Hexenverbrennung, Verbis Diablo und verschlingender Besessenheit. Action fügt sich später wesentlich harmonischer in die gesamte Erzählung ein, Penny Dreadful wird besser. Diese Mischung hat mir anfangs nicht gefallen, fast hätte ich abgebrochen und dann auf einmal entfaltete sich dieser ganz eigene Charme durch intelligente Dialoge, es ist eine Serie die zunächst gewöhnungsbedürftig sein kann. Wer mit dem Beginn hadert, sollte dranbleiben bis Eva Green die Führungsrolle für sich beansprucht. Es hat nie eine Serie wie diese gegeben, es gibt jetzt keine und es wird auch in Zukunft wohl keine geben.

Ganz egal was es an offiziellen Statements gibt, John Logan schrieb für vier Staffeln und bringt plötzlich die gesamte Geschichte in einem sehr bewegenden und nachhallendem Ausklang zu Ende. Das ist ruppig, überstürzt und ganz sicher die größte Schwäche an der Serie, trotzdem hat Logan die Haarnadelkurve noch gut gemeistert. Die Gründe dafür wurden mir in einer Séance übermittelt: Geld. Viermal so teuer als andere Serien bei Showtime und zugleich weniger erfolgreich als andere muss es mächtigen Druck gegeben haben, vielleicht sogar die verspätete Ansage eine vierte Staffel würde es nicht geben. Showtime gehört zu einem großen Medienkonzern mit eigenen Filmproduktionen, jeder in dem Metier weiß, dass es zur Strategie dieser Firmen gehört, eigene Produkte mit ähnlicher Thematik sich nicht gegenseitig behindern zu lassen. Lieber wird eine Serie frühzeitig beendet, als einem Kinofilm den Geldstrom abzugraben. Vielleicht auch hat sich wegen dieser Ungewissheit John Logan spontan entschieden, auf Nummer sicher zu gehen und die Serie hastig umgeschrieben mit dem bereits vorhandenen Material. Noch ein Deadwood Desaster hätte bestimmt niemand gebraucht und Penny Dreadful ist seine Drehbuchschöpfung, auf die er sicherlich stolz ist. Anfangs auffällig etwas zu verzweigt wird alles abrupt zusammengeführt, zudem wird noch eine neue Figur etabliert, die vollkommen überflüssig ist und dort überhaupt nicht reinpasst. Perdita Weeks als Catriona Hartdegen ist ein Tomatensoßenfleck auf der Tapete, ihre Rolle wurde anscheinend geschrieben, bevor die Entscheidung fiel, Penny zu beenden. Ärgerlich. Oder der verzweifelte Versuch jüngeres Publikum zurückzuholen nach sinkenden Zuschauerzahlen?Eine Schwäche die Luzifer eine Angriffsfläche bietet. John Logan wiederum begeistert mit dem großartigen Finale, das die gesamte Geschichte mehr als nur zufriedenstellend zum Abschluß bringt. Gerade der Ausklang ist es, der mich dazu brachte, Penny ein wiederholtes mal zu bestaunen. Ein toller Drehbuchautor der schon Gladiator, Sweeny Todd oder An jedem verdammten Sonntag zum Erfolg verhalf. Es ist gut über die verhaspelte dritte Staffel Bescheid zu wissen, um Gnade für Vanessa Ives und ihre gequälten Gefährten walten zu lassen. Sie haben bereits genug gelitten unter dem Kuss Draculas und der Angst diese eine Welt auf immer und ewig in eine alles umklammernde Finsternis zu hüllen.

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Worte sind Wind und der Zunge des Teufels darf man keinen Glauben schenken. Im Endeffekt zählt dann doch nur der eigene Eindruck, weshalb zum Abschluß alle drei Originaltrailer von Showtime zu den drei Staffeln warten, die herzlich wenig spoilern und dem Serienerlebnis gerecht werden. Für die verhaltene Popularität in Deutschland mache ich zum Teil die miserablen deutschen Trailer verantwortlich. Diese Eva Green muss man gesehen haben, Penny Dreadful hat eine Chance mehr als verdient, nicht gerade wenige zählen diese wahnsinnig poetische Horrorserie in ihrer beeindruckenden Eigenständigkeit mit großen Gefühlen zu den schönsten, äh, teuflischsten Serien die man bisher erleben durfte. Die Poesie des Grauens ist einmalig. Ein Erlebnis das sich ins Filmherz bohren und für immer eine schmerzende Narbe hinterlassen kann. Falls es auf dieser Welt einen schützenden Engel der Hoffnung vor der ewigen Dunkelheit gibt, kenne ich den Namen... Eva Green ist Vanessa Ives. Ohne sie wären wir bereits alle verlorene Seelen ohne jegliche Aussicht auf Erlösung. ┼

https://youtu.be/YFXHfEqMcis?t=3


https://youtu.be/3YdeSNcAWos?t=3


https://youtu.be/s7LfYDYF2mw


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