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Es ist schlichtweg eine der besten Miniserien aller Zeiten: In 6 Episoden erreicht sie mehr als andere mit mehreren Staffeln

04.05.2026 - 18:45 UhrVor 8 Tagen aktualisiert
Engel in AmerikaHBO
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Ein unglaublicher Cast, komplexe Themen und ein ausgezeichnetes Theaterstück als Vorlage: Diese Miniserie von 2003 sollte wirklich jede:r gesehen haben.

Aktuell ist die mehrfache Oscarpreisträgerin Meryl Streep mit der Komödienfortsetzung Der Teufel trägt Prada 2 im Kino zu sehen. Neben ihren gelegentlichen Comedy-Rollen ist sie vor allem aber für dramatische Stoffe mit hervorragenden Co-Stars bekannt. So auch im HBO-Mehrteiler Engel in Amerika von 2003, der manchmal als Miniserie, manchmal als mehrteiliger TV-Film bezeichnet wird. In jedem Fall handelt es sich dabei um eine der besten seriellen Produktionen der US-Fernsehgeschichte.

Das Miniserien-Highlight Engel in Amerika erzählt von AIDS und Reagans USA

In sechs Teilen und insgesamt 350 Minuten adaptiert Engel in Amerika das gleichnamige Theaterstück von Tony Kushner, das nicht nur mit mehreren Tony Awards, sondern auch dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Es spielt 1985 in den Vereinigten Staaten, während die aufkommende AIDS-Krise vom Weißen Haus ignoriert wird und eine Welle des Todes ungebremst durchs Land zieht. Prior Walter (Justin Kirk) aus Manhattan wird von seinem Freund Louis (Ben Shenkman) verlassen, nachdem er ihm von seiner Erkrankung erzählt. Erschüttert vor Einsamkeit erscheinen ihm seine Vorfahren (Michael Gambon, Simon Callow) und ein Engel (Emma Thompson), die ihn zum Propheten erklären.

Al Pacino spielt den realhistorischen Rechtsanwalt Roy Cohn. Ein korrupter Konservativer aus dem Dunstkreis von US-Präsident Ronald Reagan, der heimlicherweise ebenfalls schwul war und zu einem frühen prominenten AIDS-Opfer wurde. Andere Stars haben gleich mehrere Rollen: Meryl Streep spielt etwa einen der Engel, die sowjetische Spionin Ethel Rosenberg, einen Rabbi und Hanna Pitt, die Mutter des Mormonen Joe (Patrick Wilson), der in seiner Ehe mit der pillensüchtigen Harper (Mary-Louise Parker) mit gleichgeschlechtlicher Anziehung hadert und für Cohn arbeitet.

Emma Thompson ist neben ihrer Engelsrolle zusätzlich als Krankenschwester Emily und eine Obdachlose zu sehen. Ebenfalls im Cast vertreten sind Jeffrey Wright als Freund von Prior und Louis und Halluzination von Harper sowie James Cromwell als Arzt von Pacinos Charakter. Wie gesagt: Der Cast ist unglaublich und alle Beteiligten liefern karrieredefinierende Performances ab.

Melodramatisch, clever, poetisch und zuweilen apokalyptisch inszeniert wurde Engel in Amerika von Regisseur Mike Nichols (Die Reifeprüfung), der die Miniserie zu einem vergleichbaren Erfolg wie das Theaterstück machte. Sie brach sogar den Emmy-Rekord des generationenübergreifenden Seriendramas Roots und wurde darüber hinaus in allen fünf Golden Globe-Kategorien ausgezeichnet, um nur ein paar Würdigungen zu nennen.

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Wie kann man Engel in Amerika heute ansehen?

Die HBO-Serie Engel in Amerika ist eine der größten Empfehlungen, die wir euch mit auf den Weg geben können und hat viel über die Seele der Vereinigten Staaten zu sagen, wodurch sich fast ein Vergleich mit dem vielbesungenen The Wire anbietet. Aktuell liegt der Mehrteiler mit seinen sechs Episoden in zwei getrennten Parts (Millennium Approaches und Perestroika) beim hierzulande neuen Streamer HBO Max vor. Als Kauftitel gibt es das AIDS-Drama aber auch bei Amazon, Apple und Co.

Ein thematisch ähnlicher Artikel erschien auf unserer Schwesternseite SensaCine.

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