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Birdy - Ein ergreifendes Plädoyer gegen den Krieg

13.06.2015 - 08:50 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Birdy Trailer
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Matthew Modine & Nicolas Cage in BirdyAbspielen
© Warner-Columbia
Matthew Modine & Nicolas Cage in Birdy
Weil diesen Film nicht unbedingt viele auf dem Schirm haben, empfehlen wir euch im heutigen TV-Tipp Birdy, den Gewinner des Großen Preises der Jury bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes1984.

Birdy ist ein außergewöhnliches US-Drama von Alan Parker  (Mississippi Burning - Die Wurzel des Hasses, Das Leben des David Gale) aus dem Jahre 1984. Dieses heutige TV-Highlight dürft ihr keinesfalls verpassen. Hier erfahrt ihr, warum.

Die Prämisse ist die Freundschaft zwischen dem selbstbewussten Al Columbato (Nicolas Cage und dem Tagträumer und Vogelschwärmer Birdy (Matthew Modine). Nachdem die Jugendfreunde im Vietnamkrieg lädiert wurden (Al körperlich und Birdy seelisch), landet Birdy in einem Militärhospital. Um die rätselhafte psychische Krankheit seines Jugendfreundes aufzuklären, soll Al ihn daraufhin besuchen. Birdy geht es nämlich alles andere als gut: Er hockt auf dem Boden und sehnt sich wie ein Vogel im Käfig, in die Freiheit zu fliegen. Al versucht, ihn aus der Traumwelt zu befreien, bis er an dem Punkt angelangt, an dem er zweifelt, überhaupt das richtige zu machen. Dabei wird geschickt in Rückblenden erzählt, wie sie an diesem Punkt angelangen konnten - angefangen von der Jugendzeit bis in das Hospital. Als sie die Hintergründe ihrer Traumata durchschauen, wagen sie einen Ausbruchsversuch...

Mehr: Eure Geheimtipps der 1980er Jahre 

Das Psychodrama lebt besonders von seinen starken Charakteren, die den Film tragen. Es sind Freunde, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Da ist zum Einen der extrovertierte Al, zum Anderen der introvertierte Birdy. Dabei harmonieren Nicolas Cage und Matthew Modine so gut, dass das Duo den Zuschauern eine wichtige Glaubhaftigkeit der Geschichte vermittelt. Gerade wenn wir bedenken, welche Enttäuschungen Cage in den darauffolgenden Jahrzehnten oftmals ablieferte (Wicker Man - Ritual des Bösen, Stolen, Outcast - Die letzten Tempelritter), ist das sehr überraschend. Was den Film besonders auszeichnet, ist aber vor allem der Umgang mit dem Krieg: Es werden nicht die Schrecken daraus gezeigt, sondern die Auswirkungen, die Kriege auf junge Menschen haben. Darüberhinaus weiß der eindrucksvolle Soundtrack von Peter Gabriel die bildgewaltigen Szenen nahezu perfekt zu unterstützen. Für mich ist Birdy ein feinfühliger Film, der in bestimmten Situationen extrem unter die Haut geht.

Ein Satz von Janet Maslin in der New York Times  bringt es in nur einem Satz auf den Punkt:

Zum großen Teil ist Birdy bezaubernd.

Übrigens: Die Drehbuchautorin Sandy Kroopf arbeitete nach Birdy an nur einem weiteren Film. An ihrer Seite fungierte Jack Behr, bei dem es mit Birdy sogar bei nur einem Film-Drehbuch blieb. Schade...

  • Was? Birdy
  • Wo? Servus TV
  • Wann? 22:20 Uhr

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