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Die Überlebende oder Bald ist es vorbei

American Horror Story: Roanoke - Episode 9 Recap

10.11.2016 - 12:00 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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Taissa Farmiga is back!
© FX
Taissa Farmiga is back!
Während sich seit gestern Amerika anscheinend wirklich zu einer Horror Story entwickelt, ist es an der Zeit, einen Blick auf die vorletzte Folge von Ryan Murphys Splatterhorror "Roanoke" zu werfen, die endlich ein Geheimnis lüftet...

Drei Folgen lang haben wir ein mäßig unterhaltsames Abschlachten und Foltern des Casts von "My Roanoke Nightmare" erlebt, während immer die Frage im Raum stand, welche Figur es als einzige lebend aus diesem Albtraum schaffen wird. "Kapitel 9" lüftet nun endlich dieses Geheimnis und schafft es sogar, diese Enthüllung mit einem kleinen, zynischen Twist zu versehen.

Zunächst jedoch begleiten wir in bester "Blair Witch" - Manier drei sehr dumme Teenager (darunter Taissa Farmiga aus den ersten drei Staffeln), die erforschen wollen, ob die Spukgeschichten um das Roanoke - Haus tatsächlich wahr sind. Überraschung! Am Ende der Folge sind alle drei tot. Auch wenn dieser Nebenhandlungsstrang "Roanoke" um eine weitere kleine Metaebene erweitert hat, ist die Rückkehr von Taissa Farmiga doch etwas dürftig ausgefallen, denn sie spielt hier lediglich das kreischende Teenie-Mädchen, das am Ende ebenfalls brutal von den Anhängern der echten Metzgerin verbrannt wird.

Wes Bentleys Rückkehr ist ebenfalls eher dürftig ausgefallen. Er wird nach etwa 10 Minuten direkt wieder entsorgt, nachdem wir lediglich erfahren haben, dass er von Sidney (Cheyenne Jackson) den Auftrag erhalten hat, irgendwann an der Haustür im Schweinekostüm aufzutauchen. Lees (Adina Porter) Plan wird danach in die Tat umgesetzt und so begeben sich die drei Überlebenden zum Haus der Polks, um die Kameras zu holen.

So dumm der Plan auch ist, Monet (Angela Bassett), die sie im Haus finden, und Audrey (Sarah Paulson) erfahren nun, dass Lee ihren Mann getötet hat, was sie in der letzten Folge vor der Kamera gestanden hatte. Die Mörderin selbst ist aber plötzlich im Wald verschollen gegangen. Gefühlte 10 Minuten lang! Und dann tauchen plötzlich ein Schwein und die Waldhexe auf, mit der Lee den gleichen Pakt eingeht, den einst auch die Metzgerin besiegelt hatte. Warum das so ist, überlässt Murphy auch wieder der Fantasie des Zuschauers. Am Ende ist sie es, die Monet tötet und Audrey schwer verletzt im Bunker zurücklässt. Weil es auch langsam echt an der Zeit dafür ist, taucht dann irgendwann auch noch die Polizei an diesem Schlachthaus auf, die die verletzte Audrey findet, sie aber kurz darauf erschießt, als diese auf Lee losgeht. Somit ist "American Horror Story" um einen weiteren zynischen Twist reicher, indem ausgerechnet der Bösewicht, also Lee, die einzige Überlebende ist. Warum sie sich jedoch plötzlich der dunklen Seite der Macht verschrieben hat, bleibt ein Rätsel, das wohl nicht einmal die Macher der Serie lösen können.

"Kapitel 9" nimmt zum Glück noch einmal an Fahrt auf und wirkt wieder etwas unterhaltsamer als die letzten beiden Episoden, weil das Ende der ganzen Geschichte jetzt doch wieder interessanter wirkt. Der Weg zu diesem Ende ist jedoch nach wie vor der bisherige Tiefpunkt der Serie, denn die Geschichte war einfach grauenhaft unlogisch und klischeehaft.

Nun ist nur noch eine Folge übrig und man darf gespannt sein, welche großen Wendungen das Finale noch bereit hält.


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