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Quatsch mit Sauce!

American Horror Story: Roanoke - Episode 8 Recap

05.11.2016 - 12:19 UhrVor 4 Jahren aktualisiert
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Adina Porter als Lee
© FX
Adina Porter als Lee
Nur noch zwei Folgen stehen uns in der aktuellen Staffel von "American Horror Story" bevor. Und das ist auch gut so, denn der Abwärtstrend setzt sich gnadenlos fort. Zeit für den wöchentlichen Shitstorm...

Von Woche zu Woche wird es schwieriger, über "American Horror Story" zu berichten. Auf der einen Seite ist es kaum noch möglich, über die Geschichte zu schreiben, weil diese nahezu kaum noch vorhanden ist, und andererseits wird es zunehmend schwierig, jede Woche die gleichen Kritikpunkte aufzulisten.

Was hat uns also "Kapitel 8" gebracht? Am Ende waren´s nur noch drei. Audrey (Sarah Paulson) und Lee (Adina Porter) sind wieder zurück im Haus und Monet (Angela Bassett) versteckt sich vermutlich noch irgendwo im Wald. Bevor wir zu dieser Ausgangssituation gelangen, ist die Folge ein einziger Torture-Porn. Die drei Frauen werden ewig lange von den Polks gefoltert (Details erspare ich mir an dieser Stelle), bevor sich natürlich plötzlich allen die Gelegenheit bietet, zu entkommen und ihre Peiniger brutal zu erledigen, wobei am Ende trotzdem noch einige Hinterwäldler übrig sind. Noch dazu erfahren wir die abstruse Hintergrundgeschichte über den Schweinemann. Demnach ergötzt sich die Metzgerin wohl an diesem Ungetüm und die Polks waren es, die ihr das erste Exemplar gestellt haben. Tolle Geschichte. Wen interessiert das? Mich nicht. Im Haus laufen Shelby (Lily Rabe) und Dominic (Cuba Gooding Jr.) um ihr Leben, weil sie von den gruseligen Geister-Asiaten angegriffen werden. Solche Szenen hätten richtig unheimlich werden können, wenn das Team um Ryan Murphy seit drei Staffeln nicht permanent die Einstellung hätte, den "Horror" lediglich mit noch perverserer Gewalt zu übertreffen. Wo bleibt denn der Grusel, den die ersten beiden Staffeln noch hatten? Auch da wurde gern mal auf Geschmacklosigkeiten gesetzt, aber sie waren so passend eingesetzt, dass sie tatsächlich wirkungsvoll waren. Seit "Freak Show" gibt es aber in jeder einzelnen Folge mindestens eine übertrieben blutige Mordszene, was mittlerweile einfach nicht mehr wirkt. Den Selbstmord von Shelby muss dann ebenfalls niemand so wirklich verstehen und auch die Opferung von Dominic bleibt schleierhaft, wenn Lee ihn des Mordes an Shelby verdächtigt, weil er gerade ein Messer in der Hand hat. Geht es eigentlich noch klischeehafter? Einzige Überraschung der Folge ist die Endszene, in der plötzlich der Schweinemann vor der Haustür steht und Wes Bentleys Charakter unter der Maske zum Vorschein kommt. Dabei bleibt die Frage offen, ob wir Lady Gaga noch einmal wiedersehen und was zur Hölle jetzt eigentlich mit der echten Metzgerin und der echten Waldhexe los ist! Beide haben in der Nacht vorm Haus gestanden bzw. sich mit Matt im Keller vergnügt, aber etwas gemacht haben sie auch nicht.

Bleibt am Ende zu sagen, dass die Folge belanglose Gewalt am laufenden Band bietet und keinerlei Sinn ergibt. Warum trotzdem immer noch alle ihre Erlebnisse filmen und woher plötzlich Kameras im Haus der Hinterwäldler kommen, sollte man sowieso nicht hinterfragen. Einzige Vermutung, die ich jetzt hier einfach in den Raum werfe, ist, dass tatsächlich die Wendung in Folge 10 sein wird, dass wieder nur alles inszeniert wurde und wir eine Show in der Show in der Show in der Show gesehen haben. Oder so ähnlich...

Die erste Hälfte war noch ganz solider FSK 18 - Horror, aber diese Reality-Show ist für mich nach wie vor der absolute Tiefpunkt der gesamten Serie. Natürlich werde ich mir auch noch die letzten beiden Folgen antun, aber das war einfach großer Quatsch bisher und fühlt sich überhaupt nicht mehr wie "American Horror Story" an!

PS: Kleine Motivation ist, dass nächste Woche (nach zwei Staffeln Auszeit) Taissa Farmiga zur Serie zurückkehrt.


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