Tschick - Kritik

Tschick

DE · 2016 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 12 · Drama, Komödie · Kinostart
Du
  • 7

    Für einen deutschen Film, durchaus Sehenswert.

    • 5
      RoboMaus 31.10.2017, 09:58 Geändert 31.10.2017, 10:04

      Unter dem vielen Murks, der es in Deutschland in die Kinos schafft, ist 'Tschick' (2016) beinahe schon eine Wohltat, aber nur beinahe. Als Komödie funktioniert der Film kaum, auch wenn zwei, drei kleine Lacher dabei waren. Die kamen alle im ersten Drittel, wo man wieder einmal mit einem Außenseiter-Schuldrama bedient wird - die beste Phase des Films punktet vor allem auf der Anarchoschiene.

      Danach wandelt sich der Plot zum Road Movie - abhauen ist angesagt, den Frust hinter sich lassen, Scheiße bauen und damit die wahren Freunde finden. Tolle Message, und so..... Mit den Akteuren Tiefkühlpizza durch die Gegend treten, unter einem Windkraftwerk schlafen, die Sterne zählen und Diesel aus einem Laster zapfen (für einen Lada Benzinmotor). Manche der Aktionen sind ganz nett, aber gute Ideen sehen anders aus, und witzig ist ganz anders.

      Nettes, aber auch blasses Coming-of-Age mit verklärender Aussteiger-Message.

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      • 6 .5
        Andron 27.09.2017, 03:46 Geändert 27.09.2017, 03:48

        Der Film erinnert an den uralten Streifen aus den 1970er "Nordsee ist Mordsee".

        "Tschick" ist ganz ok, kann man bei Amazon Prime für Lau sich ansehen, extra zahlen würde ich dafür aber nix.

        1
        • 9

          Hab das Buch nicht gelesen, aber nach dem Film kann ich mir den mitreißenden Spirit der geschriebenen Geschichte gut vorstellen. Im Film, mit den jungen großartigen Neu-Schauspielern, kommt noch die richtige Musik dazu. Das ist mal wieder ein Fatih Akin Film, der zusammengenommen die besondere Qualität, die Empathie, die Perspektive eines Quentin Tarantino Films hat, nämlich das Gegenteil eines 0815-Roadmovies von der Stange.

          • 5 .5

            Schwer zu sagen was man hier bekommt, Tschick ist derbst beschissen aber gut gemacht.
            Ich habe das Buch gehasst, fand es derb unsympathisch.
            Und der Film schafft es wenigstens halbwegs sympathisch daher zu kommen.

            1
            • 4 .5

              Als einer, der Akins Filme abfeiert, hab ich mir diesen Film natürlich angesehen, als er auf Amazon Prime zu finden war.

              Sicherlich Akins schlechtester Film.

              • 6

                Ganz ok, wenn auch eher für Teenies (Zielgruppe)

                • 6 .5

                  Jetzt kommt der unausweichliche Satz: "Das Buch war besser". Ja, klar. War viel besser. Aber das macht den Film nicht zu einem schlechten Film. Er fällt halt ab....die Darsteller sind gut ausgewählt (besonders Uwe Bohm mit seinem Mettgesicht) und die Geschichte ist mit viel Seele erzählt. Schönes Kino.

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                  • 3 .5

                    Hab das Buch gelesen, fand ich toll. Bei diesem Film fällt mir ein dass es ab und an doch Gründe zur Scham gibt, aufgrund dessen dass ich Deutscher bin :) Am lustigsten ist die Performance von "Tschick". Absolut geil unterirdisch.

                    Wie gesagt, lest das Buch, da sind keine Welten, sondern Universen zwischen.

                    • 8 .5

                      Jedem der´s mag sein Hanni und Nanni...

                      Aber Atkin liefert hier einen Jugendfilm ab, der der kindfilmgerechten FSK 6 frech ins Gesicht spuckt, und deren Handelnde als Menschen rüberkommen, die sogar bluten können... und keine überschlauen Rotznasen die dämliche Erwachsene das Leben lehren...

                      Erinnerungen an eigene Jugendmomente inklusive...

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                      • 8

                        Mit TSCHICK liefert Fatih Akin (dessen Werk ich leider ein wenig aus den Augen verloren hatte) einen durch und durch sympathischen Film, den man aufgrund seiner knuffigen (und doch unheimlich ehrlichen) Art einfach nur ins Herz schließen kann.

                        Der Freak und der Asi lassen die zwangbehaftete Normalität hinter sich und suchen das Abenteuer - an dem folgenden Roadtrip ist zwar auf den ersten Blick nichts besonders, das Märchen von "diesem einen perfekten Sommer in der Jugend" haben wir x-fach gesehen, und doch reißt TSCHICK im seiner frechen Leichtigkeit unheimlich mit.

                        Weil er Herz hat, die richtigen Aussagen zum Jungsein trifft und sich mit Inbrunst für Individualität und ein ausbrechen aus der öden Norm stark macht. Mit angenehm verschrobenen Figuren gesegnet, in seinen vielen kleinen Momenten herrlich charmant und mit augenzwinkerndem Blick auf Gesellschaft und Co. bewaffnet, macht diese Reise im Lader ebenso viel Spaß, wie sie im Kern sehr wahres über das Aufwachsen trägt.

                        Klasse!

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                        • 6 .5

                          Das Buch hingegen bekommt 11 von 10 Punkten!

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                          • 7 .5
                            Dr.Hasenbein 28.05.2017, 20:25 Geändert 29.05.2017, 20:01

                            Hach schön!
                            Endlich mal wieder ein angenehmer, guter deutscher Film wo jede Beteiligung von Schweiger, Schweighöfer, M Barek und David Fitz fehlt (und nicht erwünschenswert wäre)!!!
                            Und? Ja, es geht doch!
                            "Tschick" ist besser, schöner, angenehmer, lustiger und unterhaltsamer als alles was diese 4 Nasen die letzten Jahre auf die Beine gestellt haben.
                            Sicher, "Tschick" ist insgesamt vielleicht nicht der richtig große Wurf,
                            aber ein schönes, unkompliziertes und locker leichtes Road Movie über zwei Außenseiter die einfach mal so aus ihre unterschiedlichen "Scheißleben" entfliehen, und dabei die große Freundschaft finden und genießen.
                            Ja, die Story ist alles andere als neu und hört sich teilweise wirklich nach dem nächsten Streich der Big 4 an.
                            Wo diese aber jede Menge Kitsch, Rührseligkeit, unwitzige 08/15 Kalauer drauf gepackt, und sich dabei wunderbar selbst in Szene gesetzt hätten ist "Tschick" einfach nur unterhaltsam, nett und unaufdringlich.
                            Nichts wird hier zuu dick aufgetragen, nichts wird hier zuu sehr ausgeschlachtet und vor allem, nimmt man den beiden Jungs ihre Rollen einfach ab.
                            Anand Batbileg ist einfach großartig als assiger russischer Neuankömmling der sich mit dem einzigen anderen Aussenseiter der neuen Klasse, einem wohlhabenden Kind mit scheiß Egoeltern zusammen tut und mit diesem eine kleine Odyssee mit einem alten geklauten Lada erlebt.
                            Hier und da geht es doch, warum gibt es denn nur so wenig gute deutsche Filme!

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                            • 7
                              derwiep 26.05.2017, 20:05 Geändert 26.05.2017, 20:07

                              Top Film, schade das er zu ende ist!

                              • 6 .5

                                "Tschick" hat mir verdammt viel Spaß gemacht und bescherte mir unterhaltsame 1 1/2 Stunden.
                                Es schleicht sich mir allerdings der Gedanke ein, dass Akins Road-Movie aus dramatischer Sicht die meiste Zeit eher auf den ersten Gängen rumstottert, anstatt zum Ende nochmal richtig Vollgas zu geben. Dennoch: Die Figuren und Schauspieler waren erfrischend, die emotionalen Szenen waren natürlich und einfühlsam dargestellt, ich habe einige Male herzhaft gelacht und doch wollte der Funke letzten Endes nicht so ganz überspringen. Zeitweise fühlte sich der Film etwas gestreckt an, es gibt sehr viele Szenen, in denen wir nur sehen wie die beiden (oder drei) in der Gegend rumfahren und sichtlich Spaß an der Sache haben. Diese Shots kommen mir deutlich zu oft vor und varrieren mir zu wenig bzw. zeigen mir kaum etwas Neues. Auch hätte ich gerne mehr über Tschick erfahren. Über seine Familie, die kulturellen Erwartungen an ihn und wie er nun mit seiner Homosexualität umgeht, nachdem er jemandem sein Geheimnis anvertrauen konnte. Auch Isa kam mir als Figur zu kurz und es kommt mir so vor, als ob ihre Geschichte eigentlich noch nicht abgeschlossen ist. Wie das im Buch war, weiß ich nicht mehr, da es schon schon einige Jahre her ist, dass ich es gelesen habe.

                                Ja, letztendlich war das Ganze schon ziemlich kurzweilig, aber ich befürchte, dass mir der Film nicht lange im Gedächtnis bleiben wird...

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                                • 8

                                  So sympathischer wie kurzweiliger Jugendfilm mit tollen Darstellern, der genau das bietet, was man sich von einem gelungenen Coming-of-Age-Feel-Good-Roadmovie (jetzt gehen mir die Bindestriche aus) erhofft.

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                                  • 6 .5

                                    "Tschick" ist schon ein sehr eigenes Ding und sagt bestimmt nicht Jedem zu. Fatih Akin wagt sich an eine Buchverfilmung, was eh nich einfach ist. Ich kenn Buchvorlage zwar nicht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass Akin das ganz gut gemeistert hat. Die Coming-of-Age-Geschichte ist zwar crazy aber glaubwürdig. Mann nimmt den Jungs deren Handlungen und Beweggründe ab und taucht ein in die skurrile Oddysee der beiden Aussenseiter. Schöne Aufnahmen, passender Soundtrack und ansprechende Schauspielkunst runden das Ding zu einem kurzweiligen Spas ab. Nicht Akins Bester, aber bei Weitem auch nicht schlecht!

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                                    • 8

                                      Top, der bisher beste Film des Regisseurs.

                                      „Ein ganz normaler Sommer, der beste Sommer von allen.“

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                                        Heckenritter 12.04.2017, 13:17 Geändert 12.04.2017, 15:28

                                        Die gute Nachricht: Fatih Akin zeigt sich mal wieder
                                        Die schlechte Nachricht: Gewöhnlicher denn je

                                        Du Psycho!
                                        Du Assi!
                                        Mehr als ein leicht durchgeknalltes Teenieroadmovie ist dabei nicht herausgekommen, der Assi-Kumpel des leidig verhaltenen Schülers
                                        stinkt, prollt übelst rum und nutzt sich schnell ab. Richtig peinlich wird
                                        es mit der wichtigen Mädchenfigur nach Autoklau und "Wir hauen dann
                                        mal ab", sie brüllt ein paar mal rum, von Schauspiel kann da keine Rede
                                        sein. Akin dachte wohl das dürfte jeder total cool und witzig finden, das ist
                                        es manchmal auch. Nur ist es alles so simpel und standardmäßig
                                        abgespult, da kommt nichts ansprechendes die Charaktere betreffend.
                                        Langweilig. So ein Film müsste von Herz und Einfühlsamkeit im
                                        Brachialhumor leben, damit das Ganze funtioniert. Akin setzt voll darauf
                                        eine Figur mit voll-daneben-Sprüchen zum großen Sympathieträger
                                        auszubauen, um den man im echten Leben einen großen Bogen macht.
                                        Weil sie eben diesen Charme keinesfalls versprühen den Akin hier
                                        versucht als popkulturelle Satire-Gaudi mit Richard Claydermann
                                        Späßchen zu erheben, da bräuchte es doch deutlich mehr mich mit ihm anzufreunden... Das kann nicht funktionieren bei der schlichten
                                        Figurenzeichung und einer Handlung, die nichts, aber auch gar nichts überraschendes mitbringt. Die beiden Jungs sind nur ein Poster mit abgedroschenen Motiven und erschreckend wenig Tiefgang, die
                                        wichtigen Begebenheiten die den Protagonisten verändern und ihn
                                        aus seinem pupertären Frustloch ziehen, ach herrje, das ist platt und
                                        schwimmt an der Oberfläche wie ein Fettauge in der Suppe. Auf ein
                                        bißchen Gefummel folgt der große und selbstbewusste
                                        Befreiungsschlag in der Persönlichkeit, urks. Kann mir nicht im Traum
                                        vorstellen, dass der Autor des Romans Wolfgang Herrndorf über den
                                        russischen Krawallbruder und den mit "Psycho" gehänselten Schüler
                                        damit zufrieden ist. In der Geschichte steckt viel Potential, außer
                                        Späßchen nix gewesen. Bisher der schlechteste Film von Fatih Akin
                                        der einem sehr seltsamen Weg eingeschlagen hat. Erst die
                                        Produktion von Blutzbrüdaz, dann das verkrampfte Armenienepos
                                        was bewies, dass Akin für einen Film solcher Größe und Tragweite
                                        nicht der richtige zu sein scheint, und nun Tschick.
                                        Fatih Akin ist jetzt an einem Punkt angelangt, an dem sein Status als
                                        großer Filmemacher seinen Werken nicht mehr gerecht wird. Er muss
                                        sich jetzt richtig reinknien und etwas stemmen, um an die starken
                                        Filme der Vergangenheit wieder anzuknüpfen. Ganz besonders
                                        Gegen die Wand ist einer kraftvollsten deutschen Filme der letzten
                                        20 Jahre für mich gewesen, mit dem ich sehr persönliches verbinde.
                                        Ich drücke ihm ganz herzlich die Daumen, zu alter Form
                                        zurückzufinden.

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                                          Berber sind Teppiche, und Brandenburg die Wildnis.

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                                            sachsenkrieger 24.03.2017, 20:34 Geändert 24.03.2017, 20:34


                                            Ich kann hier nix zu der Buchvorlage sagen, da ich sie nicht kenne, aber der Film TSCHICK, den ich nach 45 Minuten frustriert abbrechen musste, ist leider gestelzt, uninteressant, aufgesetzt, sehr schlecht gespielt und enthält Dialoge, die wohl nicht nur einen alten Sack wie mich, schreiend davonlaufen lassen...

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                                            • 7 .5

                                              Weiterer toller Film von Fatih Akin. Schöner Road Trip zur Persönlichkeitsentwicklung. Witzige Dialoge, interessante Nobodys als Darsteller. Ich finde den echt sehenswert.

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                                                So, jetzt kommentiere ich auch mal auf MP :-)
                                                Ich muss direkt vorneweg sagen dass ich ein großer Fatih Akin-Fan bin und dementsprechend zwangsläufig eine hohe Erwartung an jeden seiner Filme habe.

                                                Für mich ist Tschick sein definitiv schwächster Film, inwieweit das an der Geschichte liegt kann ich natürlich nicht nachvollziehen da ich das Buch nicht gelesen habe.
                                                Grundlegend ist mir das Alles zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
                                                Mit meinen 30 Jahren habe ich die Teenager-Zeit auch schon seit ein paar Tagen hinter mir, aber eben auch noch nicht so lange dass man sich nicht mehr erinnern könnte.
                                                Vielleicht hätte ich den Film mit 13 mehr gefeiert, keine Ahnung.

                                                Die Dialoge zwischen den Jugendlichen klingen für mich ein bisschen so als ob ein realitätsfremder Sozialpädagoge versucht, die heutige Jugendsprache zu imitieren und dabei peinlich darauf achtet dass es nicht zu derb wird.

                                                Dass Fatih auch Komödie kann hat er mit Kebab Connection (so weit ich mich erinnere allerdings als Produzent und nicht als Regisseur) bewiesen. Prinzipiell verstehe ich, dass er aus der "Migranten-Drama-Ecke" raus und etwas anderes probieren möchte.

                                                Um mich als 30-Jährigen zu fesseln muss sich ein Coming-of-Age-Film schlichtweg mehr trauen. "Ken Park" z.B. ist mit seiner Geschichte um all diese zerrütteten Familie und den verstörenden Bilder sowohl schockierend als auch faszinierend. Bei Tschick ist mir das alles zu harmlos und hat etwas von Lausbuben-Geschichten.

                                                Natürlich ist es eine Roman-Verfilmung, was einen Regisseur bindet. Für einen verregneten Nachmittag wie heute aber ok

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                                                  Naja ich weiß nicht, macht auf jeden Fall wieder Lust auf Sommer und verreisen. Aber eigentlich ist in Tschick auch gar nicht großartig was passiert und die Hauptfiguren sind einem auch irgendwo ein bisschen egal. Für Teenies mag das vielleicht ein Film sein, mit dem sie was anfangen können : "Hast schonmal gef....?". Etwas mehr Inhalt hätte mir schon gefallen, ansonsten weckt er einfach die kriminelle Abenteuerlust, saufen, rauchen, Autos klauen, scheiße bauen und irgendwie damit durchkommen. Könnte mir vorstellen, dass sich dadurch der ein oder andere minderkomplexe Jugendliche verleiten lässt. Aber die Optik macht schon Spaß, 5.75 Punkte gibt´s ja leider nicht, als Bewertung, also bekommt er ne 6.

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                                                    Genial umgesetzt. Exakt so hätte man sich das vorgestellt. Wahrscheinlich grade gut, dass man sich auf Talente bzw. unbekanntere Darsteller beschränkt hat. Wird dem hervorragenden Buch auf jeden Fall gerecht.
                                                    Schade, dass der Autor dies nicht mehr mit bekommt.

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