The Boy - Kritik

The Boy / AT: The Inhabitant

US · 2016 · Laufzeit 97 Minuten · FSK 12 · Horrorfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 5 .5

    >>> Achtung!!! Enthält Spoiler!!! <<<
    Durchschnittliche Schauermär. Als Horrorfilm würde ich den Streifen jetzt nicht unbedingt sehen, für mich steht er eher für gepflegte Mystery, die sich in ihren Genre-Konventionen zwar einigermaßen stilsicher bewegt, sich durch wacklige Wendungen das Leben aber selbst schwer macht.
    Menear erzählt seine Geschichte stringent und rhythmisch ausgewogen, eigentlich passiert immer etwas und Leerläufe wurden weitgehend vermieden. In seiner Gesamtheit wirkt der Streifen allerdings eher fadenscheinig, da hätte Bell inszenatorisch mehr in die Vollen greifen und auch gerne etwas ruppiger zur Sache gehen können. Durch die zwar interessante, letztlich aber schwache Darbietung ging für mich einiges an Grusel-Potential verloren, das Haus und die Geschichte hätten durchaus das Zeug dazu gehabt. Anleihen an Chucky oder Leatherface wurden weitgehend vermieden, was einerseits wohltuend anders daherkam, andererseits den nötigen Härtegrad vermissen ließ.
    Auch die Themen Verlust und Umgang mit Trauer wurden bestenfalls oberflächlich bearbeitet, den beiden alten Leuten hätte man für meinen Geschmack gut und gerne noch etwas Zeit einräumen können. Dafür wurde die schwere und düstere Atmosphäre des Herrenhauses ganz gut eingefangen, mit viel knarrendem Bodenholz, flackerndem Licht und dumpfem Pochen wurde die Spukhaus-Stimmung schön aufgebaut und gehalten. Bell bewies hier gemeinsam mit McCreary (der zeichnete sich für die Musik verantwortlich) ein gutes Gespür für knisternde Spannung. Dafür lässt Menear für mein Dafürhalten mit der hausinternen Abhörvorrichtung die Katze etwas zu früh aus dem Sack, ich vermutete schon so ab der Hälfte die finale Auflösung.
    Gegen den Cast lässt sich nichts Schlechtes sagen, die eher biederen und nur wenig ausgearbeiteten Charaktere wurden so weit so gut dargestellt. Lediglich Lauren Cohan fand entsprechende Möglichkeiten vor, die sie auch recht gut nützte und mir Greta zwar einigermaßen nahebrachte, mir jedoch nicht alle Reaktionen ihrer Protagonistin plausibel machte. Womöglich bin ich als Mann dem Thema Mutterliebe weiter entfernt als es mir lieb ist, aber die irgendwie abrupte Zuwendung Gretas zur Puppe habe ich nicht so recht nachvollziehen können. Eventuell haben die Damen hier mehr Zugang dazu.
    Fazit: Eine halbwegs ansprechende Spukhaus-Geschichte, die jedoch nicht zur Völle und Gänze überzeugte. Die FSK12-Freigabe zeugt von einem eher sanfteren Vertreter des Genres, zartbesaitete Seher werden sicher mehr Freude an dem Streifen haben als ich. Stärken und Schwächen halten sich in etwa die Waage, hier wären weder Lobeshymnen noch Verdammung angebracht. Für eine einzige Sichtung hat er mich ganz gut unterhalten, ein schaler Nachgeschmack stellte sich nur wenig ein. Trotzdem möchte ich ihn nur mit Vorbehalt empfehlen.

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    • 6

      Warum kümmert sich ein Ehepaar um eine Puppe? Und was geht wirklich vor in dem Landhaus? „The Boy“ lässt sich lange nicht in die Karten schauen, ist beim Erschaffen einer mysteriösen Atmosphäre auch recht geschickt. Trotz einer guten Besetzung und eines schön unheimlichen Hauses fehlt es aber am Ende an Spannung, dafür sind die Gruselmomente dann doch zu sehr nach demselben Muster gestrickt.

      • 6
        moviereporter 11.10.2018, 20:28 Geändert 11.10.2018, 20:28

        Fängt überraschend gut an, im Stil alter Horrorhausklassiker wie 'Bis das Blut gefriert' und kann auch die Spannung bis zur Hälfte auch kontinuierlich steigern. Was einem dann aber als Auflösung bzw Schluss präsentiert wird ist schon sehr an den Haaren herbei gezogen und ziemlich unlogisch...

        • 6 .5

          Unterhaltsamer Grusler mit guter Hauptdarstellerin und gelungenem Ende.

          • 6

            Nicht gerade der originellste Streifen seines Genres.

            • 6 .5

              Ich empfand ihn als angenehmen Grusel und gebe ihn auch als Empfehlung für nicht ganz so hardcorige Filmfreunde raus. Auf jeden Fall geht es auch schlechter und von daher durchaus ok, auf einer Stufe mit "Don't be afraid of the Dark". Der Geheimtipp "Housebound" ist in der Kerbe jedoch besser.

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              • 8 .5

                Ich habe eigentlich nicht viel erwartet und wurde dafür positiv überrascht. Der Film wirft am Anfang viele Fragen auf und hat eine tolle beklemmende Athmosphäre die sich durch den ganzen Film zieht. Ich hatte ein ähnliches Gefühl beim Schauen wie bei dem Film Mother, nur dass die Fragen die in The Boy aufgekommen sind am Ende auch mehr als zufriedenstellend beantwortet werden. Der Schlusstwist ist großartig und nachvollziehbar. Es sollte ruhig mehr solcher Filme geben. Bin froh den gesehen zu haben.

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                • 6

                  Ganz gut.

                  • 6

                    Der Film ist bis zum letzten Drittel ziemlich lahm. Weder gruselig noch atmosphärisch. Aber dranbleiben lohnt sich - toller Genretwist!

                    • 6

                      finde puppen gruselig

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                      • 5
                        Babastars 18.03.2018, 20:28 Geändert 18.03.2018, 20:28

                        Was als Puppenhorror anfängt endet als Psychothriller. Der Schluss holt alles raus aber der Anfang lässt einen fast einschlafen. Mittelmäßiger Horror. Nicht sonderlich gut aber auch nicht wirklich schlecht.

                        • 2 .5

                          Der Film mit Maggie und dieser Puppe ...

                          Kindermädchen, die in verwinkelten, alten Herrenhäusern die unheimliche Brut wohlhabender Familien behüten sollen. Kaum denkst du, dieser Drops sei endgültig ausgelutscht, kommt wieder ein Titel wie "The Boy" daher.

                          Gewürzt werden die Gothic-Wurzeln mit einer Prise "Annabelle", wobei es einfach ein Firlefanz bleibt. Ganz gleich, wie modern oder rückbesinnend der Horror auch gehalten sein mag.

                          Dabei stört nicht mal der schöne Retro-Ansatz. Im Gegenteil, wenige Handgriffe bringen doch gerne mal den größten Effekt. An "The Boy" verstört eher schon die Beliebigkeit, die sich von der Leidensgeschichte der Heldin Greta, übers schräge Elternpaar bis zum Schluss-Twist, in eigentlich allen Belangen durch den Film zieht.

                          Von der schnellen Akzeptanz unserer Greta der Puppe Brahms (bei aller Liebe, was hat euch denn hier geknüppelt?) gegenüber. Bis zum passenden Auftauchen ihres ekelhaften Ex-Freundes. Von echter Spannung ist da leider keine Spur. Noch fehlte es an genügend Feingefühl, die angeschnittenen Ebenen in eine Form zu gießen. "The Boy" ist einfach ein Rahmen, in dem viele Hochzeiten zu Ende getanzt werden.

                          Was insofern schädlich ist, weil auch Lauren Cohan keinerlei Anstalten macht, den, ihr sonst innewohnenden Elan für heftige Storylines, vom TV-Bildschirm abzuzapfen. Sie absolviert den Kino-Grusler wie einen Urlaubs-Film und handelt strikt nach Drehbuch. Okay, vielleicht hat sie es auch als Charakter-Stoff verstanden. Aber das ändert nichts daran. Ihre Greta wirkt merkwürdig fremdbestimmt. Fällt nur zwei, drei eigene Entscheidungen und nimmt erst zum überhetzten Finale das Heft in die eigene Hand.

                          Es wäre an sich alles gar nicht so schlimm und "The Boy" könnte als schräger Puppen-Horror im Genre-Durchschnitt verharren. Nur, wie schon erwähnt, drücken beknackte Figuren, eine beliebig und leidlich überraschende Handlung und eine leider nicht so große Überraschung zum Schluss, besagten Durchschnitt nach unten. Möglicherweise ist es auch schade, dass Filme wie "Housebound" (mit ähnlichem Twist) bedeutend mehr Drive bieten. Auch wenn der Vergleich gar nicht so angebracht ist.

                          Wie auch immer. Hier gibt es eigentlich nur ein Detail, das wirklich unheimlich ist. Nicht die Puppe Brahms, sondern, dass der Junge auf dem Gemälde mich immerzu an Alfred E. Neuman denken ließ. Und das ist doch wirklich mal spooky.

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                          • 5

                            Gestern mit meiner Freundin im Free-TV gesichtet. War echt nicht so der Bringer. Ich hab mich auch nie wirklich gegruselt. Irgendwie zu hölzern und belanglos. Der wird schnell wieder vergessen sein.

                            • 5 .5
                              RoboMaus 11.03.2018, 09:41 Geändert 12.03.2018, 07:17

                              Puppenhorror - da fragt sich der geneigte Horrorfan, der seit Chuckies Zeiten (1988) oder noch früher das Subgenre verfolgt, ob denn dieses immer wieder gemolkene Euter überhaupt noch gute Milch geben kann. Denn die Puppen-Horrorfilme haben von Haus aus ein storytechisches Problem - sie können kaum mit einer Überraschung aufwarten, denn man weiß von Anfang an, dass die Puppe ein Eigenleben entwickeln oder induziert bekommen wird, wobei die Handlung meistens bis zur Mitte um den heißen Brei eiert. Der Plot kann eigentlich nur mit der Umsetzung und guten Ideen in den einzelnen Situationen punkten - tatsächlich schafft es 'The Boy' (2016) damit im Aufbau zu überzeugen.
                              (SPOILER: sehr stark fand ich z.B. die Idee, dass sich das scheinbare Weinen letztlich als Regenwasser erweist, das von der undichten Decke auf das Gesicht der Puppe im Sessel tropft; SPOILER ENDE).

                              Doch dem guten Aufbau folgt dramaturgisch kaum noch etwas - anstatt die Intensitätsschraube anzuziehen, lässt es eher nach, wobei auch hanebüchene Szenen dazukommen (SPOILER: als ob es nicht möglich ist, mit der Eisenspitze eines Schürhakens durch die dünnen Holz-Blendlamellen zu kommen ein normales Dachfenster einzuschlagen...... SPOILER ENDE).

                              Die Handlung dreht sich lange nur im Kreis, womit das Interesse absackt und hauptsächlich dadurch am Leben erhalten wird, dass man wissen will, was es mit der Puppe nun auf sich hat. Damit kommt zur letzten Viertelstunde endlich wieder eine gute Idee, indem man die Katze aus dem Sack lässt - das Finale geht in Ordnung, ist aber auch nichts Besonderes.

                              Immerhin wird es nicht langweilig, doch für einen starken Horrorfilm passiert hier über weite Strecken einfach zu wenig, und die guten Ideen sind zu dünn gesäht - aber besser als gar keine.

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                              • 5

                                Ich habe mir "The Boy" eigentlich nur angeschaut, weil ich hier in den Kommentaren gelesen habe, dass der Film zum Schluss einen netten Twist bereit hält. Auf den habe ich jedoch vergeblich gewartet. Denn dieser vermeintlich überraschende Schluss war mir eigentlich von Anfang an klar. Was bleibt also übrig? Eine ganz gute Atmosphäre und hin und wieder recht clevere Kameraeinstellungen. Ansonsten ist der Film voll und ganz auf seinen "Star" Lauren Cohan zugeschnitten, die hier aber auch nicht wirklich glänzen kann. Insgesamt war mir das aber einfach zu wenig, zumal einfach keine wirkliche Spannung aufkommen wollte, da der Film nur altbewährte Muster abspult. Man kann sich "The Boy" ruhig mal anschauen, zu viel sollte man als alter Hase im Horror-Genre aber nicht erwarten. Vielleicht ist der Film für Neueinsteiger besser geeignet.

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                                • 6 .5

                                  Die Story von The Boy klang interessant, aber sie wurde nur Okay umgesetzt. Die erste Stunde war sehr spannend und gut gemacht, aber die letzten 30 Minuten wo auch der Twist kam, fande ich sehr unpassend und hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Schauspieler waren nur mittelmäßig. In großen und ganzen ein guter Horrorfilm den man nicht gesehen haben muss.

                                  • 6 .5

                                    Netter Grusel Thriller der dank seiner guten Hauptdarstellerin , und einem netten Twist am Ende durchaus überzeugen kann.

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                                    • 7 .5

                                      sehr guter Horror Film, und hat eine tolle Atmosphäre

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                                      • 6

                                        Das Interessanteste an diesem kleinen Horror Joint bleibt den Großteil der Laufzeit über der fast vollständige Verzicht auf nervige Jump Scares. Ansonsten werden hier reichlich altbekannte Genremotive aufgefahren, leider ohne den Zuschauer dabei jemals auch nur annähernd in den Bereich der Schnappatmung zu befördern.
                                        Extrapunkte gibt's allerdings für die immer gern gesehene Lauren Cohan und den netten Twist.

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                                        • 7
                                          Co-Pilot 19.12.2017, 12:07 Geändert 19.12.2017, 12:07

                                          Manchmal ist es besser mit weniger Erwartungen an die Sichtung zu gehen...
                                          Hier bei The Boy hat sich dies ausgezahlt, er gefiel uns beiden doch besser als erwartet. Guter Twist, Story und schönes Setting. Kann man schon anschauen.

                                          *Sehenswert - Doch schon / Empfehlenswert - Ja*

                                          #715

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                                          • 7 .5
                                            Ungluecksjunge 30.10.2017, 12:41 Geändert 30.10.2017, 12:53

                                            Ein Horrorfilm der das FSK 12 Siegel trägt?! Na gut. Mit den allergeringsten Erwartungen habe ich mir den Film dann doch mal angetan. Und was soll ich sagen...

                                            Ich bin POSITIV ÜBERRASCHT!

                                            Die starke Story wurde zwar blutleer aber dafür sehr spannend umgesetzt und der Film hat mich insgesamt gut unterhalten.
                                            Ja und ich hab mich auch gegruselt - immerhin zwei Mal.

                                            Und Lauren Cohen spielt die Rolle der Greta einfach so charmant, dass sie alle Sympathien auf ihrer Seite hat. Nur das Ende war spätestens ab der Hälfte des Films vorhersehbar.

                                            Alles im allem ist "The Boy" aber trotzdem ein sehenswerter Thriller.

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                                            • 5 .5
                                              SCMarv 23.10.2017, 12:45 Geändert 23.10.2017, 12:52

                                              Bin mit hohen Erwartungen rangegangen und wurde umso mehr enttäuscht.
                                              Nicht EINE Sekunde hats mich gegruselt oder in irgendeiner Form gepackt.
                                              Dabei bietet THE BOY so viel Potenzial hinsichtlich des genialen Settings, einer soliden Story und ansprechendem Cast.
                                              Doch die Inszenierung ist absolut blutleer, saft- u. kraftlos.

                                              Schade eigentlich!

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                                                Die Idee finde ich großarig, die Umsetzung nur okay.

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                                                • 6 .5
                                                  Filmfreund2015: MovicFreakz 19.10.2017, 21:39 Geändert 19.10.2017, 21:40

                                                  Horroroktober 2017! \(ʘoʘ)/ 
                                                  Film #8
                                                  The Boy

                                                  "Brahms ist nicht wie andere Kinder..."

                                                  Als kleiner Schauerstreifen mit einem guten Twist für einen Gruselabend durchaus sehenswert, wenn auch nicht wirklich bahnbrechend und schon garnicht Genre Konventionen brechend. Die Schockmomente Gipfeln leider stets nur in überlauten, plumpen Soundeffekten, was eigentlich ziemlich schade ist, denn der Aufbau dieser erfolgt stets gekonnt durch stimmigen & gruseligen Atmosphären Aufbau.

                                                  Neben der schaurigen Atmo weiß "The Boy" vor allem aber auch noch durch Lauren Cohan zu überzeugen, die es zusammen mit der weitestgehend spannend zu verfolgenden Geschichte schafft, den Streifen für mich in ein punktemäßig solides, gehobeneres Mittelfeld zu heben. :)

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                                                    Ein Gruselfilm mit FSK 12 geht das, ja das geht. Ständig lauert der Grusel wenn die Kamera auf die Puppe fährt oder sie in der Totalen zeigt. Schockmomente gibt es nicht viel, trotzdem ist hier und da kleiner Erschrecker zu erwarten. Die Stimmung die "Ruhe" die langsamen Kamerafahrten und immer wieder der auftauchende Brams machen eine schöne Atmosphäre. Das alte Gemäuer passt natrürlich Stilecht dazu. TWD Star Lauren Cohan macht ihre Sache gut auch wenn Ihre Figur nicht viel hergibt. Nur die Entscheidung dieses Job überhaupt anzunehmen ist absoluter Bullshit. Trotzdem war ich gut unterhalten und hatte meinen Spaß.ACHTUNG EVTL. SPOILER..............................................................................

                                                    Auch der Twsit am Ende des Films hat mir gut gefallen und damit gerechnet habe ich in keiner Sekunde.

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