The Accountant - Kritik

The Accountant

US · 2016 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 16 · Thriller, Drama · Kinostart
Du
  • 8
    Rocket Man: Movic Freakz 23.10.2016, 00:07 Geändert 23.10.2016, 17:28

    -Der O'Conner Moment-

    Seit dem 20.10.2016 läuft nun endlich der von mir heiß erwartete ''The Accountant''. Heiß erwartet, weil mich Gavin O'Conner bereits mit ''Warrior'' sehr beeindruckt hat. Auch dieser Film war bereits erfrischend anders, weil es nicht um einen ''Rocky'', sondern eine ganz andere Geschichte, rund um das Boxen ging. Gezeichnet von Konflikten und dem, von mir benannten, O'Conner Momenten. Diese sehen und fühlen wir, wenn mal wieder etwas vollkommen neues erscheint. In Warrior war das vorallem der Kampf der Brüder im Schlussakt. Etwas ähnliches finden wir nun auch in seinem neuen Werk, was mir sehr zugesagt hat.

    In ''The Accountant'' soll es nun aber um einen verhaltensgestörten Buchhalter gehen, der sozial zwar sehr eingeschränkt, dafür anderen Dingen jedoch sehr besonnen gegenübersteht. Seine Vergangenheit wird oft in Form von Flashbacks geliefert und die Figur bekommt sehr viel Farbe. Wie schwer es sein muss mit diesem Syndrom aufzuwachsen und wie schwer es für solche Menschen ist, Bindungen aufzubauen, Mimik und Gestik zu deuten, schlicht das 'normale' menschliche Verhalten wahrzunehmen, muss sehr schwer sein.
    Trotzdem geht O'Conner nicht den traurigen Weg und handelt alles eintönig ab.
    Ganz im Gegenteil, er findet genug Witz und Charme, sodass der Streifen durchweg spannend und lustig ist. Natürlich ist das ausschlaggebend Ben Affleck als 'The Accountant' zu verdanken, denn seine Präsenz mit dieser minimalistischen Mimik und der sehr begrenzten Gestik, die ihm das Syndrom möglich macht, sind nicht nur selten auch einfach brüllend komisch. Ein kleiner Teil Comedy ist also auch dabei. Der Film nimmt sich glücklicherweise nicht die ganze Zeit ernst und weiß Spannung, Thriller und Drama gut zu verbinden. Der Soundtrack ist passend und die Kamera stets gut gewählt. Mir hat es zumindest großen Spaß gemacht, ihn zu sehen.

    Es ist schön zu sehen, dass es Gavin O'Conner, wie schon beim grandiosen ''Warrior'', wieder gelungen ist, etwas anderes und eigenes zu kreieren. Desweiteren ist Affleck als Killer mit Neurosen ganz einfach grandios anzusehen. Die Kampfszenen machen riesen Spaß, der Sound bei den Schlägen einfach nur köstlich gemacht. Schön zu sehen, dass Affleck wieder ordentlich Schwung bekommen und sich an außergewöhnlichen Rollen versucht. Denn als Mathematik Genie und Betrüger als Buchhalter kann er mächtig gut aufwarten. Seine Darstellung hat mich regelrecht umgeworfen und unheimlich gut unterhalten. Die Physis, die er hier zeigt, ist erinnert natürlich etwas an Batman, denn sein hartes Training ist ihm selbstverständlich anzusehen. Aber als Christiann Wolff musste er ja auch schon früh hart trainieren, wie der Film erzählt. Seine Figur bekommt auch eine kleine Prise Besserung, durch die wundervolle Dana. Die Gespräche und Momente mit ihr sind auch nicht nur selten mächtig lustig.

    Der Film unterhält auf jeder Ebene. Er ist ruhig, präzise, spannend und lustig. In mancher Szene dachte ich mir, dass ist eine kleine Mischung aus A Beautiful Mind, Shooter und Liam Neeson :D Denn Christian ist Genie, Betrüger und Kampf-Künstler zugleich. Auch erinnert der Stil mich ein kleines bisschen an John Wick, der auch knallhart und mit gutem Tempo in die Kampfszenen ging. Hier geht's nicht nur ruhig zu, sondern auch ordentlich zur Sache.
    Ich sehe wie immer keinen Grund an dem Film große Abzüge vorzunehmen.Denn als Thriller/Drama funktionert er einfach sehr gut!
    Hier und da wurde etwas zu viel erzählt, so ging es mir zumindest in der Szene, in der Ray King etwas von der Geschichte erzählt, wie er 'The Accountant' schonmal getroffen hat und so weiter, denn hier wäre nicht alles wichtig und nötig gewesen.
    Ansonsten war die Szene der zwei Brüder gegen Ende für mich der absolute O'Conner Moment, der mich doch sehr überrascht und begeistert hat. Und der Moment macht eine ganze Menge wieder wett, denn das Wiedersehen der Brüder ist tragisch, komliziert und zugleich ein toller Abschluss und zeitlich irrwitzig. Jeder der ihn kennt, wird das verstehen. Man wartet die ganze Zeit auf den 'Endgegner' und dann diese Szene. Ein grandioser Moment.

    18
    • 8

      Was haben die Kritiker gegen diesen Film? Ein absolutes Rätsel in meinen Augen.
      The Accountant ist ein absolut sehenswertes Thriller-Action Drama, in dem sowohl die Geschichte, als auch Ben Affleck in der Hauptrolle als Autist mit ungeahnten Fähigkeiten überzeugt. Weiterhin punktet der Film mit gut portionierter Action, welche wohl am ehesten an "John Wick" erinnert, aber letztendlich nicht ganz so stark durch choreographiert wirkt und sich auf einem guten, brutalen und bodenständigen Level bewegt. Ben Affleck ist in seiner Rolle als Autist auch immer mal wieder für einen Lacher gut, wenn er mit seinen reduzierten Gesichtsausdrücken und seiner rationalen Art auf seine Schauspieler-Kollegen trifft. Insgesamt ist der Cast stark und andere Darsteller wie J.K. Simmons und Jon Bernthal überzeugen in ihren Rollen, mögen es auch nur kleinere Nebenrollen sein.

      Fazit: Eine klare Kinoempfehlung. The Accountant funktioniert in sämtlichen Bereichen und lässt kaum Raum für Kritik.

      7
      • 7

        The Accountant ist für mich in erster Linie sehenswert wegen seines Protagonisten Christian Wolff (Ben Affleck). Christian Wolff ist ein Buchhalter welcher Geldwäsche oder Buchprüfungen für kriminelle Organisationen tätigt. Er leidet an einer Form von Autismus, die ihm auf der einen Seite ermöglicht mit Zahlen und Waffen nahezu perfekt umzugehen, aber auf der anderen Seite sein Sozialverhalten einschränkt (z.B. im deuten von Mimik etc.). Ausserdem sind einige Verhaltensmuster bei ihm zwanghaft (z.B. Rituale beim Essen, das beenden von angefangenen Projekten usw.). Dieser Autismus wird im Film relativ gut dargestellt.
        Es gibt einige Flashbacks im Film, bei denen u.a. erklärt wird wie Christian Wolff letztendlich zu dem wurde was er folglich ist. Das ganze wirkt einigermaßen gut konstruiert und "größtenteils" nicht allzu aufgesetzt. Der Film hat im allgemeinen eine sehr gute Erzählstruktur (Ich mag es sehr wenn mittels Flashbacks gearbeitet wird). Obwohl die Optik und Grundstimmung im Film eher kühl und dramatisch gehalten ist, gibt es im Film ein paar wenige Jokes die bei mir allesamt gezündet haben( vor allem die Witze in Bezug auf Autismus). Der Actionanteil des Filmes ist (bis auf das Finale) meiner Meinung nach sparsam gehalten. Auch wenn die Antagonisten innerhalb den Actionsequenzen nicht viel mehr als reines Kanonenfutter sind, machen die Szenen aufgrund ihrer sehr überschaubaren Kameraführung und der Kampftechnik seitens Christian Wolff´s (Ben Affleck) Spass. Wer allerdings dabei an John Wick oder The Equalizer denkt liegt falsch. Das ganze ist allein schon wegen der überschaubaren Menge an Antagonisten (bzw. dem Kanonenfutter) sparsamer bzw. subtiler gehalten. Ebenso der Gewaltgrad ist nicht besonders hoch.
        Die anderen Charaktere haben zwar alle ihre Daseinsberechtigung aber einige davon wirken ziemlich unglaubwürdig.
        Vor allem der Charakter Ray King (J.K. Simmons) wirkt vor allem zum Schluss hin lächerlich und vor allem unstimmig.
        Dana Cummings (Anna Kendrick), die Gehilfin von Christian Wolff (Ben Affleck) ist für einen Großteil der Witze im Film verantwortlich. Die Chemie von Christian Wolff (Ben Affleck) und Dana Cummings (Anna Kendrick) funktioniert im Film erstaunlich gut (was ich nach den Trailern nicht gedacht hätte).
        Obwohl es eigentlich keine unnötigen Dialoge oder Szenen gibt, wirkt der Film aufgrund seiner kühlen Inszenierung und der großteils ruhigen musikalischen Untermalung streckenweise ermüdend bzw. anstrengend. Der Film lässt zum Schluss keine Fragen offen und auch der "Ausgang" des Filmes ist zufriedenstellend. Allerdings gibt es einen Twist welcher erstens während der gesamten Laufzeit 3km gegen den Wind riecht und zweitens sowas von bescheuert und unglaubwürdig aufgelöst wird das es fast schon peinlich ist. Ich weiss an dieser Stelle echt nicht ob die Produzenten ernsthaft dachten einen WOW Effekt beim Publikum zu erreichen. Bei mir hat es definitiv nicht funktioniert.
        Ebenso fehlt dem Film ein interessanter Hauptantagonist (was für mich eines der wichtigsten Punkte in einem Thriller,Krimi oder Actionfilm ist).

        Fazit: Leute die bisher nur wenig Erfahrung mt Thrillern haben oder denen eine "atemberaubende" Auflösung nicht sehr wichtig ist, die werden mit The Accountant ihren Spass haben. Der Film bietet eine gesunde Mischung aus Erzählung und subtiler Action. Aber für andere (zu denen ich mich zähle) die bei dem Film eine geniale Auflösung mit einem einfallsreichen und vlt. sogar innovativen Twist erwarten, werden zumindest etwas enttäuscht sein.
        Ich gebe dem Film aufgrund seiner interessanten und sympathischen Protagonisten Christian Wolff (Ben Affleck) und Dana Cummings (Anna Kendrick),
        den zwar eher subtilen aber übersichtlichtlich und einfallsreichen Actionsequenzen
        und der Erzählstruktur "WOHLWOLLEND"
        7/10 Punkte

        • 8 .5

          Wer hätte es gedacht daß sich der sonst gerne verspottete Ben Affleck neben seiner tollen Regietätigkeit auch nochmal als so richtig guter Darsteller etabliert? Man kann nichts sagen, für mich ist seine Kreation des „Accountant“ eine der elektrisierendsten Figuren die ich in langer Zeit gesehen habe. Und erfreulicherweise auch noch in einem Film der es lohnt und drauf hat: Accountant ist gleichermaßen Drama wie Thriller und schiebt dabei eine ganz ruhige Kugel. Der Trailer eicht einen zwar auf Action; davon gibt es dann auch so einiges, aber eben doch irgendwie etwas anders als in der Vorschau präsentiert. Ein paar Schießereien und Schlägereien die allesamt knüppelhart inszeniert sind, dazu eben eine geradlinige Thrillerstory und eben eine extrem ausführliche Charakterisierung der Hauptfigur. Da kann man dann auch über ein paar Parts diskutieren, etwa daß die präsentierte Form der Erziehung die Afflecks Figur erfahren mußte nicht nennenswert kritisiert wird oder ob die Schlußpointe richtig gut oder richtig übel ist (zumal ich sie nach zwei Dritteln bereits voraus sah). Mit einigen lockeren Momenten und Sprüchen federt der Film seine Härte ebenso ganz gut ab. Trotzdem: wer hier wirklich auf reine Action aus ist dürfte bei der langsamen Gangart eher abgeneigt sein, zwischen den Zeilen entwickelt der Film aber eine unglaublich gute Wirkung.

          Fazit: Extrem ruhiger Thriller mit Drama und Actionanteilen, stimmig, spannend und mit Affleck in Bestform!
          5 Punkte
          Videokritik von mir: https://www.youtube.com/watch?v=xSs1vJR1sck

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          • 9

            The Accountant hebt sich wohltuend von anderen Genre Vertretern ab. Zu verdanken hat man das dem ungewöhnlichen Protagonisten Christian Wolff. Ben Affleck spielt diese Figur mit minimalistischen Gesichtsausdrücken und einer starken physischen Präsenz. Absolut überzeugend. Die Bildsprache ist von kühlen und tristen Farben geprägt, fügt sich aber gut ins Geschehen ein. Der Soundtrack hält sich dezent zurück und ist da wenn er gebraucht wird. Generell ist der Film mit einer dichten Atmosphäre ausgestattet, und die Zeit vergeht wie im Flug. Die handgemachte und kompromisslose Action konnte mich ebenfalls überzeugen. Des Weiteren wird das Ganze von gut plazierten und trockenem Humor aufgelockert. Kino Empfehlung.

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            • 7

              The Accountant hat meine Erwartungen absolut erfüllt. Allerdings werd ich mir den nochmal anschauen müssen, wenn er auf Blu-Ray rauskommt. Im Kino hat man nicht immer den vollen Durchblick. An sich wirklich ein klasse Film mit einem Ben Affleck, der seine Rolle absolut glaubwürdig spielt. Auch die anderen Darsteller waren alles andere als schlecht. Die Handlung braucht ein bisschen, um sich zu entwickeln und generell muss man dem Film erst einmal Zeit geben, bis er in Fahrt kommt. Gerade im letzten Drittel zieht das Tempo dann nochmal ordentlich an. Der Plot an sich ist auch mehr als in Ordnung, aber ich hab am Ende dann doch nicht zu Hundert Prozent durchgeblickt. Bei erneuter Sichtung kann ich da sicher mehr zu sagen und dem Film auch mehr Punkte geben, aber ich will da jetzt nicht zu viel versprechen. Alles in Allem absolut sehenswert, wobei jeder Filmkenner dem Twist am Ende dennoch relativ schnell auf die Schliche kommen sollte. Die Actionsequenzen wissen auch absolut zu überzeugen und vor allem Affleck und Bernthal machen sich hier super. Nach der Blu-Ray kann ich hierzu aber sicher mehr sagen.

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              • 8 .5

                Ben Affleck ist für mich mittlerweile wie guter Wein. Je älter er wird, desto besser ist er.
                Egal ob in "The Town", "Argo", als neuer Batman oder eben nun als "The Accountant"; seine Rollen überzeugen mich jedesmal genauso wie der jeweilige Film.
                Und so hatte ich eben von diesem Thriller recht hohe Erwartungen und wurde am Ende trotzdem noch einmal sehr positiv überrascht.
                Schon der Trailer hat einen schon unheimlich neugierig gemacht, ohne viel zu zeigen oder vorweg zu nehmen.
                Die Geschichte ist ruhig erzählt, aber toll aufgebaut. Man bekommt eine unglaublich interessante Hauptfigur (mit viel erzählerischem Potenzial) und gelungene Twists geboten. Die Actionszenen sind klasse, hart und dreckig. Der ganze Look des Films und die Regie sorgen dazu für eine stimmige aber gleichzeitig auch bedrückende Atmosphäre.
                Mein einziger Kritikpunkt ist die relativ geringe Screentime der bezaubernden Anna Kendrick.
                Ansonsten ist "The Accountant" im Jahr 2016 für mich zusammengefasst einfach der bessere Jason Bourne.

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                • 3 .5
                  SpiegelOnline 21.10.2016, 11:42 Geändert 21.10.2016, 11:43

                  Tolle Idee, leider mies umgesetzt. [...] Als TV-Serie wäre der Stoff grandios. [Andreas Borcholte]

                  • 8
                    Martin Jurgeluks 21.10.2016, 11:23 Geändert 21.10.2016, 14:14

                    The Accountman ist in allen Maßen, ein zwar etwas ungewöhnlicher, aber dafür amüsanter und spannender Thriller mit ganz viel Stil und einen großartigen Ben Affleck

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                    • 5
                      Hzi 21.10.2016, 10:43 Geändert 21.10.2016, 11:58

                      Man muss sich einfach bewusst sein, was man hier bekommt:
                      Das ist kein Actionkracher im Stile von "John Wick" (Deckname: Accountant), sondern ein 08/15-Thriller mit ein paar wenigen Action-Szenen (die zugegeben ordentlich inszeniert sind, hier lässt John Wick tatsächlich grüssen), der zumindest mich überhaupt nicht gepackt hat.

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                      • 4 .5

                        Gavin O'Connor hat die Ballermann-Geschichte routiniert abgedreht. [Jürg Zbinden]

                        • 6 .5

                          The Accountant ist [...] ein solider, unterhaltsamer und zuweilen überraschender Thriller. [Heide Rampetzreiter]

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                          • 9

                            Ein sehr gut ausgeführter Film.

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                            • 4 .5

                              Der kühl inszenierte The Accountant ist ein klischeetriefendes Genre-Durcheinander, das eine anständige Handlung und Figurenzeichnung vermissen lässt und einzig mit brachialen Actionszenen überzeugen kann. [Yannick Suter]

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                              • 7

                                Man ist sich offenbar der Absurdität dieser wilden Räuberpistole absolut bewusst und sorgt daher lieber für so viel rasante und amüsante Unterhaltung, dass die Fragen nach einem realistisch-glaubwürdigen Ansatz irgendwann eh obsolet werden. [Volker Robrahn]

                                • 6

                                  Doch im Dickicht all dieser Verwicklungen zerfasert die Geschichte, und Ben Affleck wirkt als Kämpfer zwischen Verklemmtheit und Coolness zu unentschieden, um als originelle Heldenfigur durchzugehen. [Christian Berndt]

                                  • 4 .5

                                    Ben Afflecks Darstellung ist [...] irgendwo zwischen (unfreiwillig) amüsant und absurd anzusiedeln. Mit dem ständig starren Blick balanciert er stets an der Grenze zum Klischee. [Tobias Sedlmaier]

                                    • 5

                                      Am Ende bleibt nicht mehr als das Gefühl dabei gewesen zu sein, wenn "Jason Bourne" auf "Rainman" trifft. [Anna Wollner]

                                      • 7 .5

                                        Schaut man sich den Trailer von The Accountant an erwartet man vieles, aber sicher keinen schlichten Genre-Film, wie ich finde.
                                        Angefühlt hat sich das Ganze wie ein Biopic oder gar ein Drama, aber dem ist meiner Meinung nach nicht so, stattdessen ist The Accountant ein sehr spannender, teils lustiger und kurzweiliger Streifen, der vor allem von der tollen Performance eines spielfreudigen Ben Afflecks lebt.
                                        Aber auch ein J.K. Simmons, der nicht zu Unrecht im letzten Jahr mit dem Oscar prämiert worden ist, und eine Anna Kendrick, in die ich ja eh ein wenig verliebt bin, können komplett überzeugen.

                                        Das wahrlich Interessante an diesem Streifen ist aber meiner Auffassung nach die Inszenierung, die zwar stringent Genre-typisch ist, aber dann immer wieder von Biopic-artigen bzw. Drama-lastigen Szenen durchfahren wird.
                                        Dadurch fühlt sich der Film auf eine einzigartige Art und Weise deep und einfühlsam an.
                                        O´Connor nähert sich seinem autistischen Protagonisten auf einer sehr verständnisvollen, einfühlsamen, aber auch harten wie humorvollen Art, wodurch uns der Charakter mal sympathisch, mal bemitleidenswert und mal unsympathisch erscheint.
                                        Das funktioniert super, weil diese Mischung eine Art Antiheld ergibt, mit der man sich nicht direkt identifiziert, wodurch die Spannung weiter oben gehalten wird. Alles scheint ungewiss.

                                        Die Musik und das tolle Drehbuch tuen dann ihren Rest...es entsteht ein extrem spannender Thriller, der sich irgendwie anfühlt wie ein Drama, durchzogen von harten, handgemachten und großartigen Action-Szenen.
                                        Eine Botschaft nimmt der Zuschauer vielleicht nicht mit, aber für eine sehr gelungene Erzählung halte ich das Ganze allemal.

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                                        • 4

                                          Gavin O'Connors Thriller über ein autistisches Finanzgenie, das für die Buchhaltung der größten Verbrechersyndikate verantwortlich ist, baut auf einer interessanten Prämisse auf, verliert seine Geschichte jedoch zunehmend aus dem Blick. Am Ende bleibt »The Accountant« trotz großartiger Besetzung nur ein konventioneller Gangsterfilm, dessen elegante Inszenierung nicht über dramaturgische Schwächen hinwegtäuscht. [Andreas Busche]

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                                          • 7

                                            [...] Zwar hält Regisseur O'Connor die Bahn des Thrillers-Genres, aber auch dort findet der Mittel und Wege den Film umzukrempeln. Das wird gewiss für einige Zuschauer eigentümlich, wenn nicht sogar störend sein, doch wenn man sich darauf einlässt offenbart sich nicht nur eine im Korsett des Handelsüblichen getarnte Anarchie, sondern auch eine wunderbare Kaltschnäuzigkeit, die The Accountant sogar den Anstrich einer Satire verpasst.Es erinnert an Gone Girl – Das perfekte Opfer von David Fincher. Auch dieser Film war vordergründig nur ein Thriller, doch hinter seiner Oberfläche verbarg sich eine gallige Beziehungs-Satire. Ähnlich ist das nun auch mit The Accountant, nur dass dieser eine Satire über das Thriller-Genre selbst ist. Eine Farce, die Spaß macht [...]

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                                            • 5

                                              Dieser glatte Action Thriller entpuppt sich letztendlich doch als typischer Ballerfilm, obwohl es zunächst eigentlich danach aussah, als könnte er etwas mehr liefern. [Todd McCarthy]

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                                                Ben Affleck bringt Spielfreude und Fähigkeiten mit in die energetische Genre-Unterhaltung The Accountant. [Kenneth Turan]

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                                                  The Accountant lehnt sich sehr weit aus dem Fenster und wartet mit zwei Enthüllungen auf, die ich schon lange nicht mehr in dieser lächerlichen Form gesehen habe. [Glenn Kenny]

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                                                    The Accountant ist ein lauter, unzusammenhängender Finanzthriller, der Anna Kendrick und J.K. Simmons als Konkurrenten einführt, aber es nicht schafft, ihre Handlungsstränge in einheitlicher Spannung zu verbinden. [Keith Stuart]