Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street - Kritik

Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street

US · 2007 · Laufzeit 116 Minuten · FSK 16 · Kriminalfilm, Musikfilm · Kinostart
Du
  • 8

    Schärft die Messer: nach seiner schrägen Blutorgie „Sleepy Hollow“ setzt Kultregisseur Tim Burton genau diese Tradition fort und erschafft ein imposantes, gewaltiges schwarzes Märchen das in Ausstattung, Kostümen und wilden Kamerafahrten nicht zu überbieten ist. In diesem Prunkvollen Rahmen geben sich eine Handvoll Megastars die Klinke geradezu in die Hand und überbieten sich in epischen Tanz und Gesangseinlagen. Über allem thront aber wie gehabt Johnnny Depp der absolut zurecht mal wieder eine Oscarnominierung bekam: er verleiht seiner zerstörten Figur Tiefe, Schmerz und Seele und spielt sich regelrecht die Seele aus dem Leib. Und so geht es dann los, es werden Kehlen geschlitzt, literweise Blut ausgegossen und all dies mit toller Musik kommentiert. Insgesamt ist es von allem vielleicht etwas zuviel, irgendwann geht der wilden Mischung wenn sie ins furiose Finale kommt ein wenig die Puste aus – aber das macht fast nichts.
    Fazit: Episch und gigantisch mit Johnny Depp in grandioser Bestform!

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    • 7 .5

      'I feel you Joana. I steal you Joana.'
      Auch nach dem zweiten Mal wieder ein totaler Ohrwurm, dabei mag ich Musicals eigentlich gar nicht...

      • 7

        Mein Fazit: Ein Tim Burton-Film der besonderen Art!

        Dieser Film ist ungewöhnlich schwierig einzuordnen. Ist ein Horror-Musical? Oder doch eher eine Horror-Komödie? Soviel steht für mich schon mal fest: Da wird eindeutig zuviel gesungen. Ich hätte mir gewünscht, das mehr Sprach-Dialoge vorhanden gewesen wären. Es war zudem auch anstengend, da die Gesangs-Texte nicht ins Deutsche übersetzt wurden und somit der deutsche Untertitel das Film-Vergnügen ein wenig geschmälert hat.
        Ebenso ist uns aufgefallen, das die Musik ziemlich gleichförmig war. Es gab keine Unterschiede in den Stücken, wenn überhaupt dann sehr minimale! Auch das empfinden wir als sehr schade, denn die Texte und die Handlung hätte durchaus anders präsentiert werden können!

        Johnny Depp und Helena Bonham Carter spielen ein tolles Duo. Vor allen Dingen Helena Bonham Carter, die in Sweeney Todd den idealen Gatten für sich sieht und ihn immer wieder umgarnt. Aber er ist stumpf gegenüber ihren Werbungs-Versuchen, so sehr ist er mit seiner Rache beschäftigt.
        Johnny Depp selbst überzeugt auch mit seiner Stimme, aber er sollte besser in Zukunft wieder auf seine herkömmliche Art und Weise schauspielern, im normalen Dialog. Es ist eine interessante Erfahrung, ihn singen zu sehen, aber man muss es nicht vertiefen.

        Insgesamt gesehen hat Tim Burton dem Film einen schrägen Touch verpaßt, wie er es immer tut. Aber es war nicht sein bestes Werk, das möchte ich betonen. Und wer es nicht so blutig mag, sollte auf diesen Film eher verzichten. Auch wenn es zeitweilig wie eine Parodie wirkt, so ist er letztendlich nichts für schwache Nerven.

        70% von mir!

        Anmerkung: Die Rezension stammt vom 09.03.2008.

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        • 10

          Sweeney Todd ist mit Abstand einer meiner absoluten Favoriten bei den Filmen! Da ich an sich ein Musical-Fan bin, stört mich das Singen natürlich überhaupt nicht (ganz im Gegenteil, die meisten Lieder sind extrem gut!). Die Atmosphäre vom alten und blassen London wurde perfekt getroffen - sowie die Auswahl der Schauspieler, worunter Johnny Depp als teuflischer Barbier, Helena Bonham Carter als Mrs. Lovett oder Alan Rickman als perverser Richter perfekt sitzen. Die Geschichte ist sehr interessant, einerseits fiebert man mit und andererseits vergnügt man sich mit dem manchmal recht schwarzen Humor.
          Auch die Effekte fand ich überzeugend genug. Ich weiß nicht, was Leute für echt aussehendes Blut halten oder wie sie denken, dass es aus dem Hals heraus spritzt, wenn man diesen aufschlitzt. Reden diese aus Erfahrung oder was? ...

          Kann ich jedenfalls nur empfehlen! Schaue diesen Film jedes Jahr aufs neue und genieße ihn sehr. Wer das alte London, Musicals oder einfach eine düstere Geschichte mag, sollte das schauen. :)

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          • 8

            Ein sehr schönes Gruselmärchen.
            Auch wenn Ich sonst mit Musicals nichts anfangen kann, war ich hier sehr gut unterhalten.
            Wenn die Gesangseinlagen etwas weniger wären, hätte es sogar noch eine höhere Bewertung gegeben. Aber ich muss zugeben, dass einige Melodien in Erinnerung bleiben. Vllt schau ich mir sowas jetzt öfter an.
            Schauspielerisch war das natürlich allererste Sahne - mit so vielen Harry Potter Darstellern auch kein Wunder :)

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            • Das war jetzt der dritte Versuch, den Film anzuschauen. Aber das Gesinge nervt so dermaßen, der Film ist für mich nicht anschaubar. Schlimmer als Disneyfilme.

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              • 7

                Atmosphärisch und in Bildgewalt ist Tim Burton ein wahres Genie, Sweeney Todd ist da keine Ausnahme.
                Diese Musical Groteske ist voller schwarzem, ok hier sogar tiefschwarzem Humor und mit wirklich spitzenmäßiger Cast unterwegs.
                Was aber hier in meinen Augen stört, sind die langen und vorallem unspektakulären Gesangseinlagen, frage mich die ganze Zeit, was wäre dieser Film ohne diese Einlagen für einer geworden?
                So ist er absolut aehenswert und unterhaltsam, aber nichts was wirklich vom Filmsessel pustet.

                Burton ist nicht nur ein Regisseur , er ist auch ein Filmschaffendes Qualitätssiegel!

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                • 6

                  Das Gesinge nimmt leider Überhand, ansonsten ganz gut

                  • 5
                    Reli 10.04.2016, 12:16 Geändert 10.04.2016, 12:16

                    Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich einfach kein Musicalfan bin, das der Film über 5 Punkte bei mir nicht hinauskommt. Wem das Gesinge nicht stört, der bekommt hier wie immer ein gutes Handwerk von Tim Burton geliefert, gewürzt mit einer Prise Wahnsinn %-)

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                    • 8

                      Starkes Musical würd ich gern mal live in nem Theater sehen ;)

                      • 8 .5
                        vincentgorez 14.11.2015, 13:11 Geändert 15.08.2017, 10:56

                        Mit dieser Regiearbeit bewegt sich Tim Burton nicht auf neue Pflaster- im Gegenteil: Schon in "Edward Scissorhands" wurde das frisieren, rasieren und die Gestaltung von Haaren jeglicher Region ausreichend thematisiert. Morbide, schwarzhumorig und mit übertriebenen Gewaltausschweifungen gestaltet Burton dieses groteske Gothic-Grusical und erzeugt damit die größte Antithese seiner Filmographie: SWEENEY TODD ist nämlich ein hoffnungslos romantisches Werk, welches sich in seiner Hauptthematik nur mit der Zuneigung beschäftigt. Der ambivalente Antiheld (Benjamin Barker), auf Rache durch die Liebe besinnt; umgekehrt liebt die makabere Bäckerin (Mrs. Lovett) den wahnsinnigen Barbier, der hoffnungsvoll romantische Seefahrer (Anthony Hope) ist unsterblich in die zölibate Barker-Tochter (Johanna) verliebt und umgekehrt. Der verstoßene Waise (Toby) sieht in Mrs. Lovett einen Mutterersatz und letztlich hegt selbst der eklig in Szene gesetzte Büttel (Beadle Bamford) idealistische Züge für seinen despotischen Mentor (Richter Turpin). Diese bühnenhafte Theatralik wird durch ein expressionistisches Setting, der bilderhaften Ouvertüre und seiner einzigartig-(ästhetischen) Stilistik verfeinert und subsistiert sich somit von jeglichen Vergleichen, was Tim Burtons Regiearbeit zu einer künstlerischen Meisterleistung des modernen Theaters konzipiert. Bravo.

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                        • 6

                          Horrorctober #1/13

                          An skurrilen Einfällen und aufgeschnittenen Kehlen mangelt es "Sweeney Todd" sicher nicht. Tim Burton schmückt seine gut erzählte Geschichte gewohnt mit seinem markanten visuellen Stil, der nach "Big Fish" und "Charlie and the Chocolate Factory" wieder deutlich düsterer und gotischer ist. Das oft zur gefährlichen Gradwanderung heranwachsende Spiel zwischen märchenhaftem Grusel und schwarzhumoriger Groteske lässt Tim Burtons Horror-Musical oft zu ernst wirken. Und das schwierigerweise auch in bewusst übertriebenen Ekel- oder Gewaltausschweifungen.
                          Dabei wieder einmal ein toll aufspielender Johnny Depp, der wie alle Stimmband nutzenenden in Sweeney Todd eine durchaus beachtliche Gesangsleistung hinlegt. Die Songs selbst bleiben jedoch fast ausschließlich unter ihren Möglichkeiten, wickeln sich nie ganz über ihren sich steigernden Aufbau, hin zur musikalischen Explosion hinaus und versiegen somit, trotz toller Ansätze, meist unbefriedigend.
                          Der Musical-Aspekt vermag damit größtenteils genauso wenig große Wirkung aufzubauen, wie die schön inszeniert und bebilderte, aber eben sehr kalte und herzlose Geschichte.

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                          • 8

                            Sweeney Todd ist ein meiner Meinung nach vollkommen gelungenes Grusel-Musical, welches gerade durch den tollen Cast glänzt. Johnny Depp hat hier damals eine unglaubliche Leistung vollbracht, obwohl die neusten Film mit ihm eher zum Streiten sind. Auch Helena Bonham Carter, Alan Rickman (, usw.) sollte man nicht vergessen zu erwähnen, da diese auch perfekt spielen. Die Kostüme sind gut gewählt und so manche Schauspieler stark geschminkt. Herrlich ist es, was Tim Burton erschaffen hat. "Sweeney Todd" ist ein Film, der einige schöne, dunkle Atmosphäre hat. Nicht zuletzt, da es ohnehin fast überall düster ist. Brutal ist der Film schon, aber nur ein bisschen. Wer also lieber kein Blut sehen will, der sollte sich was anderes ansehen. Schön fand ich auch den Soundtrack, aber bei einem Musical muss der letztendlich auch stark sein, damit man überzeugt ist. Gesungen wird auf jeden Fall genug.

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                            • 6 .5

                              Tim Burton - ein einzigartiger Regisseur, ganz eigener unverwechselbarer Stil, früher oft visionär wenn der Mann einen in seine düsteren Parallelwelten entführt und durch tragikkomische Charaktere fasziniert.
                              "Batman" oder "A Nightmare Before Christmas" solche Werke wird es in dieser Weise nicht nochmal geben, absolutes Burton Handwerk eben, das ihm keiner nachmacht, und wenn man sich dann noch Streifen wie "Ed Wood" oder "Edward mit den Scheerenhänden" ansieht, weiß man auch, dass Burton mal ein ganz großartiger, emotionaler Geschichtenerzähler war.
                              Was von diesem Genie heute noch übrig ist, stimmt oft traurig, da er inzwischen einfach nur noch versucht seine alten Erfolgsrezepte zu wiederholen und seine Filmographie besudelt, indem er ohne neue Ideen einfach viel zu gewollt einen achso verrückten Johnny Depp in Szene setzen will und durch den langweiligen CGI-Welten- Mist wie in "Alice im Wunderland" nichts mehr an die alten handgemachten Burton Welten erinnern lässt.

                              "Sweeny Todd" von 2007 ist wohl eine seiner letzten wirklich gelungenen Arbeiten(hoffe irgendwann kommt da noch was von ihm).
                              Eine düstere Welt voller Details und schwarzem Humor, makaberen Figuren, einer guten Geschichte und einem Johnny Depp der aus seiner Performance noch was herausholt, anstatt komplett den "Jack Sparrow/Verrückter Hutmacher- Autopilot" zu fahren.

                              Eine Rachestory wo der Barbier Sweeny sich an Richter Turpin(großartiger Alan Rickman) für eine unrechtmäßige Gefängnisstrafe rächen will und zuvor seinen Hass auf die Welt an zahlreichen Kunden auslässt, denen er bei der Rasur die Kehle aufschneidet. Helena Bonham Carter als die Bäckerin Mrs Lovett verarbeitet die Toten dann zu leckeren Küchlein und die Beiden verdienen daran nicht schlecht.

                              Makabere Story mit viel schwarzem Humor umgesetzt, etwas derartiges funktioniert bei Burton vor der Kulisse des industriellen Londons ausgezeichnet.
                              Das ganze jedoch in Musicalform beizubehalten, hat diesem Projekt in meinen Augen aber doch ein wenig geschadet. Es ist was neues und grade bei einer solchen Hintergrundkulisse habe ich nichts gegen Musicals aber würden die Figuren ihren Charakter etwas mehr entwickeln anstatt zu singen und hätte man die Hintergrundmusik von Burtons Haus- und Hofkomponist Danny Elfman, würde "Sweeny Todd" noch wesentlich höher in meiner Gunst stehen.
                              Denn die dargebotenen Gesangsleistungen machen zwar Spaß bleiben aber nicht so sehr im Kopf hängen, wie der Soundtrack von früheren Burton Werken.
                              Dazu kommt noch, dass man hier teils zu viele Figuren hat und zu viele tragische Liebesgeschichten erzählen will, dass grade Sweeny Todd selbst etwas einseitig präsentiert wird und nur durch einen starken Johnny Depp unterhaltsam bleibt.
                              Was den ganzen Cast, ach was, den ganzen Film aber zusammenhält ist hier wohl eine mehr als herausragende Helena Bonham Carter.
                              Diese Frau kennt man zumeist ja nur aus Nebenrollen, wo sie eben eine weibliche Johnny Depp spielt, aber hier zeigt sie ihr ganzes Können.
                              Mrs. Lovett ist fürsorglich, amüsant, ängstlich und vor allem tieftraurig in ihren unerwiderten Bemühungen Sweeny zu verführen, dass jede Szene mit ihr ein Genuss war, da sie in meinen Augen jeden anderen in diesem tollen Cast mit Leichtigkeit an die Wand spielte.

                              Ein guter Burtonfilm, der noch viel von seinem Können zeigt, der durch die Musicalform und die dadurch leicht oberflächlichen Charaktere aber nicht mehr zu einem Lieblingsfilm von mir wird.

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                              • 10
                                MasterMiller 07.08.2015, 14:29 Geändert 07.08.2015, 14:29

                                Wahrscheinlich einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Hier passt einfach alles: Die Schauspieler (Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman), die Lieder sowie Geschichte und Umgebung. Man sieht nicht in vielen Filmen so eine Liebe zum Detail. Ein so schmutziges, abgründiges und depressives England hab ich davor nur in Tim Burtons anderen Filmen gesehen. Überall rennen Ratten rum, es liegen Obdachlose in den Ecken der Häuser und alle sind blass und dunkel gekleidet. Der Meister wusste schon immer, wie man eine perfekte Atmosphäre erschafft. Jeder dieser Leute hat irgendein dreckiges Geheimnis, alle hassen sich gegenseitig und niemand vertraut dem anderen. Ich liebe dieses 18./19. Jahrhundert-Feeling einfach, die Leute waren damals sehr schön gekleidet und auch in Sweeney Todd trägt Sweeney eine einfach unwiderstehliche Weste sowie Mrs. Lovett ihre schulternfreien Kleider. Johnny überzeugt als Sweeney Todd einfach zu 100% von seinem Hass und seiner Trauer. Viele der Lieder sind etwas schief gesungen, was mich nie gestört hat, inwiefern es der gruseligen Stimmung beiträgt. Ich liebte die Musik und die Lieder schon immer. Dass das Blut nicht ach so gut wie anderen Horrorfilmen aussieht, liegt daran, dass es auch nicht unbedingt echt wirken soll, immerhin ist es mehr ein Schauspiel als ein Horrorfilm. Dass einzige, und wirklich einzige, was mich an diesem Film stört //Achtung Spoiler// ist Anthony. Dieser Trottel regte mich schon immer auf, seine Lieder sind die schlechtesten und er nervt. Das ist jetzt vielleicht nicht konstruktiv, aber er nervt. Ich weiß nicht, ob er die gruselige Stimmung durch seine Pseudo-Romanze mit Johanna aufwühlen soll, aber dies ist ihm misslungen. Gott sei Dank haut er vor der Endszene des Films noch ab. Die einzige gute Erinnerung an ihn war, wie er von Richter Turpin belästigt bzw. daraufhin verprügelt wurde und dieser ihm seine seltsame Erotik-Sammlung zeigte. //Spoiler Ende// Wer wenigstens Musicals, Tim Burton, Johnny Depp oder das 19. Jahrhundert mag, sollte diesen Film unbedingt gesehen haben.

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                                • 7

                                  Klasse Geschichte, klasse Atmosphäre, nervige Gesänge.

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                                  • 7

                                    Ich muss leider sagen, dass ich von den Songs etwas enttäuscht war, obwohl die kleinen Gesangseinlagen die Stimmung und Atmosphäre der einzelnen Szenen, sowie des gesamten Films hervorragend aufgegriffen haben - Großer Pluspunkt! Warum ich trotzdem meine Probleme mit dem Gesang hatte bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht hatte ich stimmtechnisch etwas mehr erwartet, gerade von HBC, oder ich selber war nicht in der richtigen Stimmung für solch eine Art Film (die ich normalerweise sehr gerne sehe), ich kann es leider nicht sagen.
                                    Am besten hat mir eindeutig die Atmosphäre des Films gefallen! Rundum perfekt getroffen und in einer wirklich beeindruckenden Art von den drei herausragenden Schauspielern Depp, Carter und Rickman verkauft. Ich bin wohl nicht der größten Burton Fan, denn zum Ende hin empfand ich den Film etwas zu, nun ich sag mal, aufgesetzt. Eine bessere Beschreibung fällt mir leider nicht ein. Sehenwert ist SWEENEY TODD aber allemal ;-)

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                                    • 9 .5

                                      Mal wieder ein Meisterwerk des werten Tim Burton.
                                      Die Story ist rundherum perfekt, die Stimmung des Film zieht den Zuschauer in seinen Bann. Leute mit Kommentaren wie "Immer dieses dumme Gesinge" scheinen den Film wohl oder übel nicht verstanden zu haben. Eins der Besten Musicalverfilmungen der letzten Jahre. Johnny Depp sowie Helena Bonham Carter spielen Ihre Rollen zweifellos perfekt. Ein muss für Jeden Johnny Depp und Tim Burton Fan.

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                                      • 7

                                        Burton und Depp - das dynamische Duo war wieder einmal am Werk. Ich mache es kurz: Die hier gezeigte Stimmung gefällt mir und passt gut ins Gesamtbild, die Story ist ok, die Charaktere ausgefallen und eben typisch Burton. Die Musikeinlagen sind gewöhnungsbedürftig und hätten meiner Meinung nach nicht sein müssen. Spätestens nach dem dritten Singsang saß ich augenrollend im Kinosessel.
                                        Was man "Sweeney Todd" aber lassen muss ist, dass es einen ähnlcihen Film kein zweites Mal gibt. Damit besitzt er ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal, was ihn wieder sehenswert macht.

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                                        • 9
                                          Marlon M. 13.02.2015, 22:45 Geändert 21.01.2016, 11:27

                                          Sweeney Todd, 2007 - Tim Burton

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                                          There was a barber and his wife
                                          And he was beautiful
                                          A proper artist with a knife
                                          But they transported him for life
                                          And he was beautiful

                                          Wow! Von "Sweeney Todd" habe ich mir einiges erwartet. Vor allem weil ich von mehreren Seiten hörte, dass Depp hier seine momentan letzte große Leistung erbracht haben soll. Aber dass der Film mich dermaßen umhauen würde, damit habe ich nicht gerechnet. Zwar wusste ich zuerst gar nicht, dass es sich bei dem Film um eine Musical Verfilmung handelt und muss zudem auch gestehen, dass mich das auf den ersten Metern sogar etwas abgeschreckt hat, weil ich im Grunde kein Fan des Musicals bin. Allerdings bin ich dann dennoch dran geblieben und wurde eines besseren belehrt!
                                          "Sweeney Todd" ist ein wirklich großartiger Film! Auf der einen Seite wahnsinnig gefühlvoll durch die gelungene musikalische Umsetzung, auf der anderen Seite düster durch die beklemmende, enge und finstere Atmosphäre.
                                          Johnny Depp schafft es hier in meinen Augen an die stärke seiner alten Rollen anzuknüpfen und liefert von Anfang bis Ende eine enorme Performance ab, welche sich stark von seinen sonstigen Rollen der letzten Jahre abhebt. Aber auch das Schauspiel von Helena Bonham Carter konnte mich während gesamten Films überzeugen. Sie kam mir hier vor wie eine ältere und noch finsterere Version von "Marla Singer" aus Fight Club. Zusammen harmonieren die beiden absolut perfekt und werden zum gerade zu teuflischen Paar, welches den Film gepaart mit der tollen Inszenierung zu etwas ganz besonderem macht.

                                          Auf jeden Fall zu empfehlen, sollte ihn hier jemand noch nicht gesehen haben! Bitte mehr Rollen wie diese, lieber Herr Depp!

                                          PS: Eventuell macht es mehr Sinn sich diesen Streifen im Originalton anzuschauen. Ich habe ihn auf Deutsch angeschaut, die gesungen Passagen sind jedoch (zum Glück) auch hier auf Englisch. Die Wechsel zwischen den beiden Sprachen sind aber (wenigstens ein klein wenig) nervig. Ich könnte mir also vorstellen, dass der Film im Originalton noch etwas besser ist.

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                                          • 7 .5

                                            Tim Burtons Sondheim-Adaption findet in der Vorlage schon gerne die beliebten Themen des Regisseurs, geht es doch vornehmlich um Ausgegrenzte, Abwegige, sprich finstere Gesellen, die schlicht missverstanden sind (und dennoch die Fetzen fliegen lassen). Im Vergleich zu solch herzhaften Antagonisten wie Alan Rickman und Timothy Spall wirkt ihr folgendes mörderisches Handeln dementsprechend reizvoll bis gar sympathisch. Der Schlusspunkt der Rache nimmt daher einen großen Teil der persönlichen Erfüllung für Charaktere und Narrativ ein, leitet aber unmissverständlich in eine tragische Note über, mit der auch schon alles begonnen hatte. Die letztendliche düstere Todes-Poesie ist für den Regisseur ein Idealfall, doch darauf arbeitet er sodann konsequent und stimmig genug hin, als dass die Eigenarten der Musical-Verfilmung hier zum schmückenden Beiwerk verkommen.

                                            Exzellent choreographiert er die Intimität seines Ensembles, erkundet ihre konzentrierten Domizile der verzweifelten Verwirklichung mit angemessen-objektivem Tempo. Die Inbrunst der musikalischen Gefühlsausdrücke geht daher auch nicht in ausschweifendem Licht, Prunk und Statistenfülle auf - die Stimme im gezeichneten Gesicht und der blutige Schnitt mit der Klinge lassen da schon alles Nötige raus; die jeweiligen Persönlichkeiten suchen ihre Identität dann bezeichnenderweise genügsam in zersplitterten Spiegeln und ihren wenigen verbliebenen Freunden, den Rasiermessern. Der innere Druck brennt aber unentwegt und so prescht ein opulentes Liedgut nach dem Anderen durch das graublaue London, das zudem mit der Künstlichkeit von CGI unterfüttert wird. Doch selbst dies arbeitet effektiv im Sinne des Films, da Burton mit der artifiziellen Oberfläche eine Durchschaubarkeit erzielt, die wiederum klaustrophobische Stimmung herbei fördert (siehe Mrs. Lovetts Tagtraum).

                                            So oder so evoziert er unangenehme Orte, Fantasien und Psychogramme; disharmonische Innen- und Aussenleben, die ihre Konfrontation zumindest in einer kompositorischen Harmonie abhalten können. Da die Motivation des Sweeney Todd nämlich auf Schicksal und Tod beruht, gesellt sich nun mal das Schicksal erneut hinzu, um den Kreislauf des unausweichlichen Todes in rabiater Konstruktion aufzustellen - nicht nur für Antagonisten und andere Opfer, sondern ebenso/umso einschlagender für die Hauptbelegschaft. Das Verständnis ist dennoch durchweg auf der Seite des Fehlerhaften, misanthropischen Erotomanen und Zerrissenen; findet ebenso den schwarzhumorigen Genuss in zerplatzten Schädeln sowie im unfreiwilligen Kannibalismus wie auch die bittere Romantik in Stillleben des Ausblutens. Im Endeffekt eine schier ungebändigte Auseinandersetzung mit dem Sterben, diese dritte R-Rated-Arbeit von Burton, doch keinesfalls eine verblümte, höchstens exzessiv-introvertierte, wenn man so will. Ein sehnlich verschrobener Reißer der Seelenpein.

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                                            • 5 .5
                                              moviereporter 25.01.2015, 21:59 Geändert 01.02.2015, 20:28

                                              Stimmung super, Schauspieler klasse, Szenenbild und Kamera (für einen Burtonfilm natürlich) phantastisch. Leider fand ich die Musiknummern ziemlich fad und eintönig ohne erkennbare Höhepunkte (sehr oft Sprechgesang). Auch wurde ich mit der Story und den Charakteren nicht wirklich warm bzw. wirkte 'Sweeney Todd' auf mich nicht wirklich packend.

                                              Die letzte viertel Stunde bestitzt allerdings eine vortreffliche Dramatik und Dynamik, die ich mir schon eher gewünscht hätte. Sogar ein kleiner Twist wurde zum Ende hin eingebaut, und hebt den Film nochmal über den Durchschnitt.

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                                                Heute gibt es wieder eine Ausgabe von : Top 100 Lieblingsfilme! Ich bin ein abgöttischer Tim Burton Fan, besonders in Kombination mit Johnny Depp. Auch wenn Burton aktuell nicht mehr ganz die Qualität seiner alten Werke erreichen kann, ändert es nichts daran, dass er mir mit die schönsten Momente meines Filmlebens beschert hat. Heute soll es um das, meiner Meinung nach, letzte große Meisterwerk von Tim Burton gehen. Sweeney Todd ist einfach in höchstem Maße ein unfassbar beeindruckendes Kunstwerk und natürlich ist auch Johnny Depp mitverantwortlich dafür. Zudem ist Sweeney Todd auch bis heute mein absolutes Lieblings-Musical in Filmform.

                                                Rache. Das ist alles was noch zählt für Sweeney Todd, der einst unter dem Namen Benjamin Barker ein glückliches Leben mit seiner Frau und seiner Tochter lebte. Doch der skrupellose Richter Turpin entriss ihm Frau und Kind und verbannte den armen Barker. 15 Jahre später kehrt er als Sweeney Todd zurück und baut sich mit Hilfe von der extrovertierten Mrs. Lovett seinen eigenen Barbershop auf. Damit beginnt seine lang ersehnte Rache. Und die ist blutig. Sehr blutig.

                                                Zwei Dinge sollten einem klar sein, wenn man Sweeney Todd guckt. Erstens, der Film ist ein Musical und es wird hier deutlich mehr gesungen als gesprochen und zweitens sollte man keinen empfindlichen Magen haben, denn der Film ist extrem blutig und deutlich der bisher härteste Tim Burton Film und ich bin wahrlich verwundert, dass der Film hier noch ein FSK 16 bekam. Ansonsten hat man es hier mit einem großen großen Meisterwerk zu tun, der mit dem berühmten Burton Stil daher kommt und eine unglaublich düstere Aura versprüht. Alles in diesem Film ist unfassbar grau und düster und dennoch ist das Blut hier kräftig und knallrot. Die Musik ist in jedem Moment ausnahmslos perfekt in meinen Augen. Jedes einzelne Lied ist perfekt gesetzt und drückt unglaublich viele Emotionen aus. Dabei interagieren die Darsteller auf höchstem Niveau und jegliche (böse) Gefühle werden authentisch übermittelt. Die blasse und düstere Atmosphäre wirkt sich auch perfekt auf die tiefgründigen Charaktere aus. Der Film hat einige bitterböse Überraschungen auf Lager und das Ende haut mich jedes mal aufs neuste um.

                                                Völlig zurecht erhielt Johnny Depp für diese einzigartige Leistung eine Oscarnominierung und meiner Meinung nach hätte er ihn kriegen müssen, denn diese Leistung ist einfach brillant. Er singt hier wie ein Weltmeister und ist dabei so unfassbar ausdrucksstark, dass die anderen Akteure im wahrsten Sinne blass wirken. Allerdings sind die Nebendarsteller nicht zu unterschätzen, denn es ist keine Schande gegen einen Johnny Depp unterzugehen. Helena Bonham Carter (Tim Burtons Ehefrau) ist wie immer herrlich freakig und Alan Rickman brilliert, wie so oft, als grimmiger Richter und Sacha Baron Cohen zeigt, dass er auch ein richtig guter Schauspieler sein kann und nicht nur in einem albernen Badeanzug rumrennen kann.

                                                Fazit : Es gibt so diese Filme, vor denen ich mich einfach nur verneigen kann. Sweeney Todd ist so ein Film. Tim Burtons Meisterwerk überzeugte mich stets in allen Punkten und ist zusammen mit "Edward mit den Scherenhänden" und "Ed Wood" mein Lieblingswerk von ihm. Und auch Johnny Depp liefert hier eine Meisterleistung ab. Schade, dass er inzwischen so sehr nachgelassen hat, ich hoffe sehr, dass er eines Tages wieder an dieser Leistung anknüpfen kann.

                                                10/10

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                                                  Schöne Graue Atmospähre und dann der Singende Jonny. Ist mal wieder ne andere Rolle von ihm. :D

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                                                    Herrlich düster, wie man es von Burton ja bereits kennt. Dazu ein stimmbegabter Cast und ein Johnny Depp der das tut was er am besten kann: wahnsinnig spielen. Zwischendurch sehr amüsante Momente. Ich rezitiere nur Helenas: "Flies do too!" Jedes Mal wieder schaurig-schön.

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