Signs - Zeichen - Kritik

Signs

US · 2002 · Laufzeit 106 Minuten · FSK 12 · Thriller, Drama, Horrorfilm · Kinostart
Du
  • 7

    M. Night Shyamalan hat mit The Sixth Sense und Unbreakable zwei grandiose Filme inszeniert und er wurde schnell zum Meister des Twists. Doch leider wurde ihm dieser Ruf zum Verhängnis und er lieferte einige furchtbar inszenierte Filme ab. Allerdings gab es auch Filme, die die Zuschauer gespalten haben. Signs ist so ein Film. Die einen lieben diesen Film, die anderen konnten gar nichts mit anfangen. Mit Mel Gibson, Joaquin Phönix und Abigail Breslin haben wir auf jeden Fall schon mal 3 fantastische Schauspieler mit an Bord. Ich persönlich fand Signs auf keinen Fall schlecht, aber er trägt ziemlich dick auf und hat diesmal keinen Twist.

    Der ehemalige Reverant Graham Hess lebt mit seinen beiden Kindern und seinem Bruder Merrill weit draußen auf dem Lande in einem Haus umgeben von einem riesigen Maisfeld. Eines Tages geschieht etwas seltsames : Im Maisfeld tauchen plötzlich riesige Zeichen auf und irgendetwas scheint im Feld sein Unwesen zu treiben. Als Familie Hess den Fernseher einschaltet, scheint die Welt im Chaos zu versinken, denn scheinbar greifen Aliens die Erde an. Doch noch will Graham nicht daran glauben, während sich der Rest der Familie langsam auf die Aliens vorbereitet.

    Ich glaube dieser Film hat den Aluhut, ein unfreiwilliges Symbol für absurde Verschwörungstheoretiker, so richtig bekannt gemacht. Signs hat eine irre gute Kamera, die uns sehr nahe in das Geschehen bringt. Leider kränkelt der Film ein wenig in seinem eigenen Familiendrama herum. Es gibt keine Shyamalan "Effekte", bei denen man sonst mit offenem Mund dasteht. Einige Szenen sind total absurd, so auch das Finale, welches extrem überzogen ist und irgendwie muss ich auch die Kreation der Aliens anzweifeln. Atmosphärisch ist Signs brillant, denn wir sehen erst sehr spät die Gefahr und bekommen sonst nur eine gruselige Soundkulisse zu hören.

    Alle Schauspieler sind überragend. Mel Gibson ist mal wieder brillant und ist in jeder einzelnen Szene überzeugend. Ich konnte seine Beweggründe immer verstehen und wir erfahren genügend über seinen Charakter, sodass man immer mit ihm mitfühlen kann. Auch Joaquin Phönix hat in Signs schon früh gezeigt, dass er zu den ganz großen Schauspielern gehört. Seine Angst übermittelt er erschreckend echt und dennoch wirkt seine Panik nicht überzogen. Auch die beiden Kinder überzeugen auf ganzer Linie. Rory Culkin, der Bruder von Macaulay Culkin, dürfte der ein oder andere aus Scream 4 kennen. Hier liefert er schon als Kind eine unglaubliche Leistung ab, auch wenn seine Dialoge sind "kindsecht" wirken. Die kleine Abigail Breslin ist unglaublich süß und sorgt mit ihren Ticks für den ein oder anderen Schmunzler. Eine ebenfalls großartige Performance liefert übrigens kein geringerer als M. Night Shyamalan höchstpersönlich ab.

    Fazit : Atmosphärisch grandios, storytechnisch etwas schwach und schauspielerisch tadellos. Signs ist keine Katastrophe wie andere Shyamalan Filme wie The Happening, After Earth oder The Last Airbender. Er hat seine Längen und ist hin und wieder etwas cheesy. Aber atmosphärisch hat mich der Film total gepackt und Mel Gibson spielt wie immer weltmeisterlich, was man auch über die Nebencharaktere sagen kann. Die "Gefahr" ist eigentlich die größte Stärke und Schwäche zugleich, was am etwas verkorkstem Ende deutlich wird.

    7/10

    -----------------------------------------------------

    JokerReviews Hauptseite auf Instagram : https://www.instagram.com/joker.reviews/

    2
    • 7

      Das Ende verdirbt dem Film leider, was er von Anfang bis Mitte an Spannung aufbaut. Der Cast ist meiner Meinung nach sehr gut gewählt und der Film schafft es gut Spannung und "Horror" ohne übertriebene Effekte aufzubauen. Wäre eben nicht dieses Ende...

      • 5 .5

        Fängt sehr cool an, wird dann aber doch ein wenig mühsam und abstrakt :D Shyamalan halt.

        • 7 .5

          M. Night Shyamalan zum Dritten: nach „The Sixth Sense“ und „Unbreakable“ liefert er hier wieder einen Film ab dessen Story bekannt und eigentlich eher dünn ist, bei der es aber weniger auf den Inhalt sondern mehr auf die Inszenierungsweise ankommt. Im Film erlebt die Welt eine Alieninvasion vom Ausmaße der „Independence Day“ Attacke – da der Film aber lediglich auf der kleinen Farm spielt bekommt man davon nur am Rande mit, Action und Effekte gibt’s in absoluter Minimalmenge. Hier liegt halt Shyamalans Stärke: er erschafft eine wunderbar mysteriöse, bedrohliche Atmosphäre in der er dann wohl dosierte und gut sitzende Schocks platziert. Darstellerisch gibt’s auch wenig zu meckern, Gibson ersetzt Bruce Willis als den schon fast klassischen Shyamalan Held: ein Familienmensch, durch eine Tragödie traumatisiert wurde und macht das ziemlich gut, ebenso wie „Gladiator“ Kaiser Joaquin Phoenix. Insgesamt ist das ganze also ein immens eigensinniger Film, ein Science-Fiction Film ohne Science-Fiction quasi – Geschmackssache halt.Fazit: Eigensinniger Film mit perfekt sitzender Atmosphäre und spannenden Momenten, alles in allem aber doch etwas dröge.

          2
          • 9

            Starker Science-Fiction-Horror-Thriller, welcher durch seine ruhige Art einen packt.
            Der Cast ist auch durch die Bank weg großartig, vor allem spielen Mel Gibson und Joaquin Phoenix überragend.
            Nun definitiv mein Lieblingsfilm von M. Night Shyamalan!

            • 8

              "signs" war mir schon immer einer der liebsten alien-filme,da er tiefgang hat und ohne diesen hurra-patriotismus auskommt

              1
              • 4 .5

                Der Film ist ganz ordentlich gespielt (ein Herz für Mel!) und erzeugt szenenweise eine gewisse Atmosphäre sowie Grusel-Stimmung und entwickelt in Ansätzen die Qualitäten eines netten Kammerspiels. 'Signs' eine gewisse Unlogik vorzuwerfen, halte ich für zu kurz gedacht, nichts von den klassischen und altbekannten Gegenargumenten stört mich da wirklich. Was ich allerdings ziemlich enttäuschend und bescheuert fand, ist die Art der Message und wie Shyamalan sie verpackt. Alles passiert also aus gutem Grund und nichts ist Zufall? Leicht Spoiler: Die von Verlust und Trauer geprägten Figuren im fadenscheinigen Invasion-Drama finden ihre Katharsis (und auch ihren Glauben wieder), weil Mama's Tod am Ende ja nicht umsonst war - er war notwendig, weil Mel anscheinend sonst von selbst nicht auf die Idee gekommen wäre, im Finale den rettenden Baseballschläger zur Hand zu nehmen. Was für ein Mumpitz. Hätte den Film gerne nochmal. Ohne die Meta-Ebene.

                2
                • 7

                  Trotz der inkompetentesten Aliens der Filmgeschichte mein liebster Shyamalan...

                  1
                  • 5

                    Kurz und knapp: guter Cast, guter Start, mieses Finish...komisch könnte man bei fast allen Shyamalan Filmen reinkopieren die Aussage. Leider trifft sie immer wieder zu.

                    • Der Film ist so eine Enttäuschung und Reinfall. Bin fassungslos und war vor dem Film noch so erwartungsfroh.
                      Seit diesem Film wähle und selektiere ich mir unbekannte Filme noch mehr.
                      So eine Zeitverschwendung möchte ich nicht mehr.

                      1
                      • 4 .5
                        RoboMaus 17.10.2017, 18:09 Geändert 18.10.2017, 13:32

                        Beating a Dead Dog.

                        Zunehmend in den Neunzigern, kulminierend um 2000, hatten sich geschickte Spaßvögel daran gemacht, in Getreidefeldern Anordnungen von Kreisen und Mustern zu schaffen, die zunächst Verwirrung hinterließen. Alien-Theorien ließen nicht lange auf sich warten. Einige der Aktivisten kamen schließlich damit heraus und zeigten, wie sie es gemacht hatten, womit die Sache vom Tisch war und ihren Reiz verloren hatte.

                        Doch dann kam Night M. Shyamalan mit 'Signs' (2002), wärmte die selbst in einschlägigen Kreisen weitgehend erkaltete Idee wieder auf und thematisierte das als Alien-Werk. Schon die Grundidee will somit nicht zünden und wirkt einfallslos.

                        Unabhängig davon kann man jedoch aus (beinahe) jeder Thematik einen interessanten Film machen, vor allem, wenn man eine starke Besetzung hat - Anfang der 2000er hatte Shyamalan noch keine Probleme, wenigstens diesen Anspruch zu erfüllen. Mit Mel Gibson und Joaquin Phoenix gewann er zwei Könner ihres Fachs, die als Brüderpaar auf einer Farm von Kornkreis-schneidenden Aliens belästigt werden. Dazu kommt die damals sechsjährige Abigail Breslin in ihrem ersten Film, die bereits hier ihr Talent zeigt und zum gefeierten Kinderstar avancierte.

                        Shyamalans Plot ist zwar in der Umsetzung atmosphärisch gelungen, bietet aber inhaltlich viel zu wenig, um mit seinen vagen Alien-Andeutungen Interesse oder gar Spannung zu erzeugen. Von Mystery-Stimmung oder Grusel ganz zu schweigen. Dagegen setzt er z.T. auf gedehnte, aber belanglose Unterhaltungen, die lediglich dafür sorgen, eine magere Story auf eindreiviertel Stunden zu bringen. Zum Beispiel: Nachdem ausführlich diskutiert wurde, was es für jeden(!) zum Essen geben soll, will Gibson "einen Cheeseburger mit Bacon, viel Bacon", wonach eine Aufarbeitung der Familienangelegenheiten am Esstisch erfolgt - so schmeckt zähes Füllmaterial......

                        Es ist der typische Film, worin es immer so aussieht, als ob bald etwas Aufregendes passiert, der aber bis auf das Ende im Andeutungs-Modus vor sich hindümpelt - da muss man sich doch (wie Gibson) erschrecken, wenn schon mal das Telefon klingelt *hochfahr*.........

                        Letztlich bleibt der Eindruck eines langatmigen, unspannenden Filmes, der es nie schafft, sein Bedrohungsszenario im Zuschauer zu verankern.

                        24
                        • 8

                          Ein kleines Meisterwerk von M.Night Shymalan.
                          Die Atmosphäre des Films Musik, die Kameraführung alles perfekt. Mel Gibson spielt seine Rolle sehr überzeugend.

                          Farmer Graham Hess (MEL GlBSON) entdeckt eines Morgens einen 200 Meter grossen Kornkreis in einem seiner Felder. Rätselhafte SymboIe, die Erklärungen fordern: Woher kommen die mysteriösen Zeichen? Sind es Botschaften einer anderen Zivilisation? lnmitten einer Medienhysterie sucht Hess gemeinsam mit seinem Bruder MerriIl (JOAQUIN PHOENIX) nach seiner ganz persönIichen Lösung - und muss dabei zunehmend seinen eigenen Glauben in Frage steIlen.
                          Empfehlungen...

                          Ein richtig gelungener Thriller der mich überzeugen konnte in allen Bereichen.

                          11
                          • 8 .5

                            Viele machen den Fehler Night auf die Twists am Ende seiner Filme zu reduzieren. MAcht das nicht! Seine Filme funktionieren auf vielen anderen Ebenen vorzüglich. Night ist ein sehr guter Handwerker, seine Kameraführung und Lichtsetzung mit Hilfe seiner Techniker suchts einesgleichen. Nigth ist ein großer Hitchcock-Verehrer (nicht unmsonst spielt er auch gerne mal in seinen eigenen Filmen mit) und erzählt mit Bildern, anstatt uns alles zu erklären. Night traut sich, Kind zu sein und uns seine Ängste mitzuteilen. Night ist ein Auteur, manchmal, ich mag seine Geschichten. Nigtht versucht immer Neues zu probieren, manchmal gehts daneben, manchmal klappt es (The visist) ... für mich neben Tarantino und Villeneuve der wichtigste amerikanische Mainstream-Regisseur!

                            2
                            • 6 .5

                              Es ist Jahre her das ich Signs gesehen habe und eigentlich ist es kein wirklich besonderer Film. Die Grundstory ist recht generisch, die Effekte weit weg von beeindruckend und trotzdem hat es dieser Film irgendwie geschafft im Gedächtnis zu bleiben.

                              Woran das liegt kann ich garnicht wirklich sagen, der Film hat eigentlich nichts was man anderswo nicht schon besser gesehen hat. Und trotzdem ist es gelungen eine ganz eigene Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen die einen zunehmend fesselt und in die Welt des Films zieht.

                              Vor allem zwei Szenen haben sich bei mir regelrecht eingebrannt: Mel Gibson mit dem Aluhur auf der Couch und der Moment wo das Alien beim Kindergeburtstag durch den Garten schleicht. Eigentlich völlig banal und trotzdem habe ich mich über die Jahre immer wieder an diese Szenen erinnert.

                              Wer auf Aliens auch mal Abseits von Weltraumschlachten erleben möchte, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.

                              • 10

                                Ein Hammer-Film! Ich habe den Film damals sehnsüchtig erwartet und wurde nicht enttäuscht. Dafür ging ich sogar ins Kino um Signs zu sehen. Shyamalan sollte öfter solche Filme drehen, er spielte ja auch mit. Mel Gibson zum Glück mit der deutschen Synchron-Stimme von Elmar Wepper. Die Stimmung mit den Aliens uns dem mysteriösem, das hat mir sehr gut gefallen. Ich habe den Film jetzt bestimmt schon seit zehn Jahren nicht mehr gesehen, aber ich weiß noch, das eine Szene im Kino anders war. Nämlich die wo Mel Gibson das Alien auf dem Dach gesehen hat, im Kino wurde das Alien nicht gezeigt, im TV schon. Seltsam. Überhaupt mag ich das Thema Ufo und Alien.

                                4
                                • 6 .5

                                  wenn nur dieses unsägliche ende nicht wäre...

                                  • 6
                                    der cineast 15.03.2017, 16:42 Geändert 30.03.2017, 01:29

                                    SIGNS ist berechenbarer Esoterikschmu, welcher durch seine exzellente Kameraarbeit durchaus unterhält und in einem deterministischen Finale alles auf eine erlösende, christliche Moral herunterbricht. Guilty Pleasure. Mochte ich.

                                    12
                                    • 6 .5

                                      Achtung, ohne SPOILER kann ich hier nicht meinen Senf ablassen!

                                      Also, SPOILER vorhanden!!

                                      Es mag vollkommen verblödet wirken wenn Ausserirdische, welche sich unter der Dusche vorkommen müssen wie in der Hölle, sich ausgerechnet einen Planeten aussuchen auf dem das feindselige Element genannt Wasser, in einem überdurchschnittlichen Masse vorkommt. Doch diesen eklatanten Fehler übersehen ich bei der dichten Inszenierung gerne, vor allem da mit diese mysteriöse Art von SciFi richtig gut gefällt.

                                      Dass die aber auch zu dumm sind um Türen zu öffnen, wirkt dann irgendwie doch befremdlich. M. Night Shyamalan weis wie man als Regisseur einen Film zu inszenieren hat, das kann er gut! Aber seine Storys und Drehbücher sind bei Ihm wohl das schwächste Glied in der Kette. Immerhin konnte er mit "Signs" noch ein spannendes Werk abliefern, kurz bevor er auf groteske Art die Frauen aus dem Wasser geholt oder die Pflanzenwelt auf die Menschheit losgelassen hat.

                                      Ich mag die Shyamalan Filme ja irgendwie, tragen sie doch immer seine unverkennbare Handschrift und warten meistens mit wenigstens unterhaltsamen Twists auf. "Signs" mag also seine Fehler haben, aber ich kann ihm - zumindest nach meinem Geschmack - einen hohen Unterhaltungswert inkl. dichter Atmosphäre nicht abstreiten. Gibson und Phoenix sind da ein netter Bonus den ich gerne mitnehme.

                                      3
                                      • 5 .5

                                        [...] Solange Signs – Zeichen sich nicht genötigt fühlt die Bedrohung deutlich sichtbar zu machen (die wenigen Male bis zum Finale hätte man sich besser auch geschenkt) und sich auf das leise Gefühl einer Art schleichender, aber nicht heimlicher Home-Invasion von außen mit einhergehender Konflikten innen konzentriert, funktioniert der Film auch ohne großen Surprise-Maybe-Twist-Moment. Bezieht dadurch eher seine Stärke, da alles ohne künstlich aufgeblasenen Überraschung-Zinnober oder effekthascherische Schockmomente sanft und manchmal sogar sehr subtil seine Wirkung entfaltet. [...] Shyamalan ist dabei selten hochspannend, aber bis kurz vor Schluss stilsicher und konsequent auf einem guten Weg, bis ihn wohl das eigene Image oder das selbstauferlegte Dogma kräftig ein Bein stellt. In den letzten 20 Minuten ersäuft Signs – Zeichen bald in übertriebener, lächerlicher Sentimentalität und untermauert das durch den plötzlich doch notwendigen Finishing-Move aus dem Shyamalan-Zauberkasten, der diesmal leider nicht nur kack-doof sondern auch komplett unnötig ist. Es wäre wesentlich einfacher UND besser gewesen, den Film einfach ohne großes Geschwurbel und dann halt „nur“ (ja, das soll auch möglich sein) erwartungsgemäß ausklingen zu lassen, als durch sowas vor die Tür zu jagen. Es ist zwar kein kompletter Selbstmörder, dafür ist es schlicht zu unwichtig und popelig, der dadurch angerichtete Schaden ist allerdings verhältnismäßig groß. Wer Scary Movie 3 gesehen hat: Die hatten es bei ihrer ausgiebigen Parodie auf diesen Film wesentlich leichter, als man denken sollte. [...]

                                        18
                                        • 7

                                          Ein Film, der es ohne hässliche Bilder oder bösen Szenen im Kopf zu bleiben.
                                          Signs ist ein Alien-Thriller-Horrorfilm, der eher ruhig ist und die Herausforderung schafft, die viele herkömmliche Horrorfilme nicht schaffen. Dem Zuschauer zu fesseln, und ein angsteinflößendes Gefühl hervorzuheben. (Damit meine ich, dass viele Horrorfilme, einen mal erschrecken, man wieder aufatmet, und gut ist)
                                          Signs schafft es durch Geräusche, z.B von einem Babyfon, einem Angst einzujagen.

                                          Dadurch dass der Film, von Mel Gibson, Joaquin Phoenix und auch den zwei Kindern so gut gespielt ist, wirkt das alles nochmal glaubwürdiger.
                                          Wenn ihr euch mal abends mal so richtig schön gruseln wollt, dann schaut euch Signs an, der hat es in sich ;)

                                          2
                                          • 7
                                            Adrian.Cinemacritics 29.10.2016, 16:52 Geändert 29.10.2016, 20:21

                                            Ein weiterer Samstag, ein weiterer Shyamalan.
                                            Damals war Shyamalan noch eine neue Entdeckung für das große Kino, da er sich immer an verschiedene Genres herantraute und etwas anderes daraus machte.
                                            Eine etwas andere Geistergeschichte in Form eines Dramas, eine etwas andere Superheldengeschichte in Form eines Dramas und mit SIGNS liefert er eine etwas andere Science-Fiction-Geschichte in Form eines spannenden Familiendramas.
                                            Für viele gilt SIGNS als der erste Schritt von Shyamalans abstürzender Karriere, das erste Zündpulver, das das Feuer in Gang setzen würde bis es zur großen Explosion kommt.
                                            Doch ist das wirklich wahr?
                                            Dabei ist der Hauptgrund warum der Film so gehasst wird derselbe Grund, warum THE SIXTH SENSE so geliebt wird: Alle reduzieren den Film ausschließlich auf das Ende.
                                            Es nimmt sich selten einer die Zeit, die positiven Seiten des Films zu begutachten, was für mich eher nach Aufmerksamkeit suchenden Hate klingt, um im Fluss der Allgemeinmeinung mitzuschwimmen und sich als etwas Besseres zu fühlen.
                                            Dabei ist SIGNS der wahrscheinlich ungewöhnlichste, missverstandenste und unterbewertetste Sci-Fi-Film, den ich kenne.
                                            Bevor gleich die Buh-Rufe kommen, will ich genau erklären, warum SIGNS gar nicht so schlecht ist und warum das Ende gar nicht mal so doof ist wie alle behaupten.
                                            Der Anfang des Films bringt wieder Shyamalans Liebe für Hitchcock zum Vorschein, als er wieder die Credits am Anfang mit spannender Musik laufen lässt und schon einen Vorgeschmack auf die spannenden Suspense-Momente gibt, die der Film aufzubieten hat.
                                            Denn während THE SIXTH SENSE nur ein paar gruslige Momente aufzubieten hatte, ist SIGNS von Anfang bis Ende ein Horrortrip gegen einen unbekannten Feind.
                                            Doch statt einer üblichen Alieninvasions-Weltzerstörungsstory à la Roland Emmerich mit gewaltigen Raumschiffen und vielen Explosionen bekommen wir dieses Geschehen aus der Perspektive einer gewöhnlichen, kleinen Familie zu sehen, die in einem gewöhnlichen Haus in der Nähe eines großen Maisfelds wohnt und langsam mitbekommt, dass irgendwas in letzter Zeit auf der Welt nicht stimmt.
                                            Doch statt dass Shyamalan zu den Perspektiven von anderen Ländern schneidet, bleibt der Fokus auf dieser kleinen Familie, deren Leben nach der Entdeckung der Kornkreise in ihren Feldern richtig auf den Kopf gestellt wird.
                                            Sehr lobenswert ist wie viel Zeit sich Shyamalan für seine Charaktere nimmt, anstatt sie gleich in ein Gefecht gegen die Aliens zu schicken, denn wie gesagt: das ist keine gewöhnliche Sci-Fi-Story!

                                            (!!! ACHTUNG! SPOILER VORAUS!)

                                            Der Film fängt ruhig an, doch hier kommt schon die Bildsprache von Shyamalan zum Ausdruck:
                                            Mel Gibsons Charakter, der Ex-Priester Graham (den er hervorragend spielt) wacht auf und sieht wie der wahrscheinlich niedergeschlagenste Mann überhaupt aus, was die traurig wirkende Landschaft, die man aus dem Fenster betrachtet, betont.
                                            Gleich neben seinem Bett liegt ein Foto seiner Familie, wo er noch glücklich ist, doch dem Zuschauer auffällt, dass seine Frau verstorben ist, da das Bett leer ist.
                                            Gleich danach erkennt man an einer Wand die Abdrücke eines fehlenden Kruzifix, was den verlorenen Glaube an Gott von Graham darstellt.
                                            Schon in den ersten Sekunden lässt sich viel über den Hauptcharakter sagen, bis überhaupt ein Wort zwischen den Familienmitglieder fällt in Form des Ex-Baseballspielers Merril, der Bruder von Graham, gespielt von Joaquin Phoenix, die Tochter Bo gespielt von Abigail Breslin in ihrer ersten Rolle und der Sohn Morgan gespielt von Rory Culkin.
                                            Wofür man den Film loben kann, ist die gute Chemie zwischen den Schauspielern, man nimmt ihnen wirklich ab, dass sie eine Familie sind, die eine traurige Vergangenheit zu verarbeiten hat.
                                            Was aber SIGNS so besonders macht ist: Der Film fühlt sich realistisch an!
                                            Statt dass wir coole Actionszenen zu sehen kriegen, die uns zum Jubeln bringen wie INDEPENDENCE DAY, sehen wir eine Familie, die mit dem Fakt leben muss, dass sich möglicherweise Aliens ganz in ihrer Nähe befinden und über das Fernsehen erfahren, was in der Welt vor sich geht und sich ihre anfängliche Ungläubigkeit zu panische Angst entwickelt.
                                            Wie die Spannung bis zum bitteren Ende aufgebaut wird, dafür gebe ich Shyamalan ein großes Lob!
                                            Und ich selbst kann nicht leugnen, dass sich gegen Ende meine Nackenhaare aufgerichtet haben.
                                            Wie bei DER WEIßE HAI bleiben wir für eine lange Zeit im Ungewissen wie die Bestien aussehen.
                                            Nur hin und wieder bekamen wir eine leichte Vorstellung davon, wie sie aussehen mögen, sei es zum Beispiel die Silhouette des Aliens am Fenster der kleinen Bo.
                                            Diese Szene gibt den Startpfiff für den kommenden Horror.
                                            Dafür dass wir diese Geschichte aus der Sicht einer normalen Familie zu sehen bekommen, macht die Geschichte viel spannender und bedrückender, da wir genau wie sie im Unklaren sind, was abläuft.
                                            Ist das alles echt oder spielt ihnen jemand einen dummen Streich?
                                            Doch je länger der Film andauert, desto unheimlicher wird es.
                                            Solch eine Form von Spannungsaufbau ist eine grandiose Hommage an Hitchcocks PSYCHO.
                                            Und mehr als nur einmal vermag uns Shyamalan zu verängstigen auch wenn er hin und wieder zu Jumpscares neigt, aber sie zum Glück richtig einsetzt.
                                            Sei es die unheimliche Geräuschekulisse als Graham sich entscheidet den „Ruhm suchenden“ Übeltäter in seinem Feld zu schnappen und er das Bein eines Aliens mit seiner Taschenlampe beleuchtet!
                                            Klingt nicht so unheimlich, doch aus den einfachsten Dingen lässt sich wahrer Horror erschaffen!
                                            Die Kameraarbeit, das Timing, die Inszenierung, all das sorgt für eine beklemmende Atmosphäre, die im ganzen Film erhalten bleibt und mit jeder neuen Gruselszene wird es schlimmer, sei es die Aufnahme eines Kindergeburtstags aus dem Ausland, die sich Merril besorgt anschaut und man zum ersten Mal ein Blick auf das Monstrum erhascht.
                                            Diese Szene gilt bis heute als eine der unheimlichsten Filmszenen aller Zeiten – zurecht würde ich sagen.
                                            Doch trotz der Bedrohung von außerhalb fokussiert der Film sehr auf diese Familie, es geht darum, dass sie wieder gut miteinander klar kommen wie es eine normale Familie tut, sie den Tod der Frau/Mutter verarbeiten und Graham sein Glaube in Gott wiederfindet.
                                            So gibt es einige rührselige Szenen wo am Abend vor dem Angriff der Aliens sich die Familie ein letztes Mahl gönnt und jeder das isst was er essen möchte.
                                            Bis zum Finale wurden diese Charaktere gut eingeführt, dass wir uns als Zuschauer für sie sorgen und hoffen, dass sie durchkommen, obwohl sie selber nicht so fehlerlos sind, was so besonders ist.
                                            Sie werden nicht als Helden dargestellt, sie sind normale Menschen, die Entscheidungen treffen und Fehler machen in ihrem Leben und das ist viel identifizierbarer als ein All-American-Hero.
                                            Und statt einer großen Abschlussschlacht gibt es ein spannendes Finale, wo sich die Familie vor den Kreaturen im Keller versteckt, am nächsten Morgen alles so scheint, als wäre alles vorbei und uns Shyamalan einen halben Herzinfarkt gibt, indem er mit der Reflektion eines Aliens im Fernseher ein ganz anderes Showdown zwischen Mensch und Kreatur darstellt.

                                            Doch hier kommt der Grund, warum der Film so gehasst wird:
                                            Die Schwäche dieser Kreaturen ist Wasser! Wasser!
                                            Warum sollten die Aliens einen Planeten erobern, der hauptsächlich aus Wasser besteht?
                                            Während viele ein großes Logikloch sehen, sehe ich eine logische Erklärung:
                                            Wenn wir als Menschen auf einem fremden Planeten landen würden, würde es mit Sicherheit irgendetwas geben, was für uns Menschen tödlich sein könnte.
                                            Es ist sogar offensichtlich, dass die Aliens zum ersten Mal Kontakt mit Wasser hatten.
                                            Und sehr viele Zuschauer haben verpasst, was die Nachrichten gesagt haben.
                                            Die Aliens sind von der Erde geflohen und haben sogar ihre Verwundeten zurückgelassen. Warum?
                                            Weil sie gemerkt haben, dass dieser Planet für sie schädlich ist!
                                            Und nicht vergessen: Sie sind für die Menschen gekommen, nicht für den Planeten!
                                            Wasser ist auch ein Symbol für die Bereinigung und wird oft in der Kirche verwendet, was die Vergangenheit von Graham als Priester hervorbringt, denn gegen Ende hat er seinen Glaube wiederentdeckt und die Familie hat zusammen die Bedrohung überstanden, was dazu gebracht hatte, dass sie sich nach dem tragischen Verlust wieder finden.

                                            SIGNS ist ein unterbewertetes Sci-Fi-Familiendrama mit einer interessanten Neuausrichtung für das Sci-Fi-Genre. Es können so viele weiter über den Film herziehen, doch mir ist es egal, denn wenn der Hauptgrund wieder ist, dass Wasser die Schwäche der Aliens ist, dann ist logisches Denken die Schwäche der Menschen.
                                            M. Night Shyamalan weiß, wie man guten Horror inszeniert, solange die Feinde keine Pflanzen sind (ja, THE HAPPENING, du bist auch bald dran).
                                            In ein paar Monaten bringt er einen weiteren Suspense-Film in Form von SPLIT in die Kinos und die ersten Kritiken sind äußerst positiv!
                                            Das ist ein gutes Zeichen!

                                            THE PATH OF SHYAMALAN #3: Signs - Zeichen
                                            Nächste Woche: The Village – Das Dorf

                                            17
                                            • 6

                                              Der letzte halbwegs brauchbare Film von Shyamalan .

                                              • 8

                                                M. Night Shyamalan zeigt wieder einmal, dass er das Zeug für großartige Spannungbögen hat und liefert mit 'Signs' eine ganz andere Version der allseitsbekannten Alien-Invasion. Am meisten beendruckt hat mich bei diesem Werk neben den großartigen Darstellern und den sehr gelungenen Aliens, dass M. Night Shyamalan es immer wieder aufs neue schafft, mit wenig Aufwand und so gut wie gar keinen Spezialeffekten, so viel zu erreichen und einen Horror-Sci-Fi-Film zu erschaffen, der dem Zuschauer auf jeden Fall im Gedächnis bleibt und Gänsehaut liefert.

                                                • 7 .5

                                                  Ruhiger fast melancholischer Weltuntergang-Alien-Thriller-Drama a la M.Night Shyamalan der mit insich ruhenden Bildern eine ganz besondere Suspense Stimmung erzeugt.
                                                  Die überragende Cast macht das ganze noch intensiver. Fand den unterschwelligen Humor auch fabelhaft, außerdem ist es erfrischen zu sehen das kratzen, klopfen, piepen oder gar ein Babyfon geknattere fesselnde Spannung erzeugen kann, ohne das die CGI Keule geschwungen werden muss.
                                                  Absolut sehenswerter Film!

                                                  10
                                                  • 6 .5
                                                    Marcy123 23.04.2016, 22:55 Geändert 24.04.2016, 15:52

                                                    Durchschnittlicher Alien Invasion Thriller oder doch nicht? Sehr gute Schauspieler und eine gute Story machen den Film aber durchaus sehenswert.