Shot Caller - Kritik

Shot Caller

US · 2017 · Laufzeit 121 Minuten · Thriller, Kriminalfilm, Drama
Du
  • 8
    Viking 11.11.2017, 21:11 Geändert 11.11.2017, 21:15

    Überraschend guter Gefängnis Thriller mit einen ausgezeichneten Nikolaj Coster-Waldau. Am Anfang wirkt Shot Caller etwas aufgesetzt, wird mit zunehmender Laufzeit aber immer besser und nimmt mächtig Fahrt auf. Shot Caller bietet emotionale, intensive, authentisch wirkende
    und überraschenden Momente.

    1
    • 7 .5

      Ich fand die Wandlung von einem Durschnittsbürger zu einem Gang Boss sehr überzeugend und nachvollziehbar, ohne viel Schnick Schnack, so wie mein Kommentar.

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      • 6

        Das wirkt doch arg konstruiert. Und die ständig alles überkleisternde Musik nervt schon nach der ersten halben Stunde.

        • 7 .5

          Als ich das Cover des Films sah, dachte ich nur, dass kann nichts sein. Durch Zufall habe ich dann den Trailer gesehen und habe mir den Film angesehen. Ich bin echt überrascht wie gut dieser Film geworden ist. Der Film ist sehr spannend und man weiß bis zum Ende nicht was passieren wird. "Schönes Ding"

          • 7
            Sinneast 06.10.2017, 00:40 Geändert 06.10.2017, 00:42

            Ein souverän knastiges Sozialdrama. Davon gibbet ja nun mittlerweile zig Interpretationen, aber in der Besetzung mit Jaime Lannister, wirkt das Ganze nochmal wesentlich fetter.
            Die Geschichte ist nicht neu, die Knastbrüder sehen auch nicht freundlicher als früher aus und die kompromisslose Härte wird den Erwartungen gerecht.
            Insgesamt ist Shot Caller ein überraschend gutes Knastdrama, welches durch seinen Hauptakteur zum großen Teil selbst getragen wird.
            Nikolaj Coster-Waldau überzeugt durch seine Wandelbarkeit und gehört für mich seit einigen Jahren zu den beliebtesten Arschlöchern in Serie und Film.

            • 9

              "Shot Caller" gehört zu den besten Knast-Dramen der letzten 10 Jahre und es ist wirklich eine Schande, dass diesem Film eine Kinoauswertung verwehrt geblieben ist.
              Die Geschichte ist unglaublich spannend und packend inszeniert und lässt den Zuschauer bis zum überraschenden Finale nicht mehr los.
              Der Zuschauer bleibt die ganze Zeit im Unklaren darüber, was der Hauptcharakter Josh Harlon (Nikolaj Coster-Waldau) überhaupt vor hat, ist er ein Spitzel, Macht bessessen oder geht es ihm um etwas anderes. Lasst euch überraschen!
              Aufjedenfall liefert Nikolaj Coster-Waldau eine grandiose Performance ab und zeigt das er auch Jenseits von Game of Thrones einiges zu bieten hat.

              Für mich ist das ein ganz starker und perfekt besetzter Knast-Thriller mit Dramaelementen welchen man unbedingt gesehen haben sollte.
              Ganz großes Kino!
              8,5 von 10

              6
              • 5

                Habe mehr erhofft, habe schon 1000 mal bessere Filme gesehen.Und an Blood in Blood out kommt er nicht mal annähernd rann, kann man kucken muss man aber nicht gesehen haben.

                • 8
                  sachsenkrieger 25.09.2017, 08:22 Geändert 25.09.2017, 08:22


                  Ich mag den Königsmörder ja schon ziemlich gerne und freue mich, das er endlich mal wieder eine tragende Rolle spielen darf. SHOT CALLER kann besonders am Anfang, zum einen oder anderen Stirnrunzeln führen, nimmt sich aber die Zeit, die Hintergründe in Rückblenden zu erklären und mit zunehmender Laufzeit auch mächtig Fahrt auf. Was tut Mann nicht alles für die geliebte Familie, könnte man sich schmunzelnd denken. Aber Nikolaj Coster-Waldau, Jon Bernthal und Co., lassen keine Gedanken an eine kitschige Schmierenkomödie aufkommen, wenn sie tun, was getan werden muss, um in einer unbarmherzigen und unnatürlichen Umgebung zu überleben...

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                  • 7 .5

                    Während des Films war ich hin- und hergerissen. Am Anfang, naja streng genommen 5 Punkte (etwas übertriebene und unrealistische Szenen, auch später), auf einmal wieder 8 Punkte,, z. B. für die Knastszenen, obwohl manchmal doch etwas zu sehr von den Haaren herbeigezogen. Kann sich sowas wirklich zutragen. Ein unbescholtener Familienvater wird zum "Krieger" und zum "Overkiller". Teilweise, wenn die Familie geschützt werden soll, der Selbsterhaltungsmodus hochfährt, die Ungerechtigkeit überhand nimmt, man keine andere Wahl mehr hat. Ja, die Geschichte ist gut. Die Umsetzung gelungen. Keineswegs langweilig. Wendungsreich mit einigen guten Überraschungen. Die didaktische Analyse 10 Punkte. Wieviele "unschuldige" Menschen oder Mörder gibt es im Gefängnis. Mit Sicherheit viel mehr als man denkt! Wieviele "schuldige" Menschen oder Mörder laufen frei herum, denen nie etwas passieren wird. Mit Sicherheit noch viel mehr als man denkt! Die schöne Hintergrundmusik, die einen während des gesamten Films begleitet 9 Punkte. Als Gesamtergebnis kann man sagen, dass es sich um einen sehenswerten Film handelt, der es trotz seiner 2 Stunden Laufzeit schafft, einen von Anfang bis zum Ende in seinen Bann zu ziehen.

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                    • 7
                      smartbo 17.09.2017, 17:42 Geändert 23.09.2017, 10:19

                      Vorsicht, der nachfolgende Kommentar ist nicht völlig spoilerfrei:
                      Die Wandlung von einem braven Familienvater zum brutalen Gangster ging mir beim Jacob Harlon etwas zu abrupt und zu rapide. Authentischer wäre hier eine subtilere und langsame Wandlung a la Breaking Bad gewesen. Damit will ich den Film nicht durchgängig als schlecht bezeichnen. Gut hat mir vor allem Nikolaj Coster-Waldau gefallen. Offenbar ist ihm die Emanzipation von Game of Thrones gut gelungen. Darüberhinaus ist auch die düstere, brutale und dreckige Knastatmosphäre gut gemacht.
                      Fazit: ein sehenswerter und empfehlenswerter Film

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                      • 5

                        Ich habe das Gefühl man versucht hier den Film American History X zu Kopieren, nur in umgekehrter Weise.

                        Nach 1 Stunde bin ich dann Eingeschlafen, so sehr zieht sich der Film.

                        Was sehr gut und spannend beginnt, wird in der Mitte immer langweiliger, so dass man nur noch sehnlichst auf das Ende wartet.

                        Also ein 2tes mal würde ich mir diesen Film definitiv nicht mehr angucken!

                        • 5

                          Guter Ansatz, wie man eigentlich erst im Knast zum Verbrecher wird. Aber irgendwie zündet der Film nicht so richtig und zieht sich in die Länge wie eine Stunde Freigang im Hof als Frischling.

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                          • 8 .5
                            999CINEASTOR666 12.09.2017, 00:32 Geändert 03.10.2017, 04:39

                            Shot Caller / US / 2017

                            >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

                            Blood in, Blood out. Meine Familie, die Gang. Oder wie im Falle von Jacob aka Money (NIKOLAJ COSTER-WALDAU) heißt es: Blood in, Blood in. Meine Familie, die Familie.
                            Denn er muss tun, was er tun muss, um seine Familie zu schützen. Darum tüftelt er einen gewieften, und für mich zumindest nicht durchschaubaren, Plan zur Machtergreifung aus.
                            Sehr ruhig erzählt SHOT CALLER eine äußerst gute Geschichte, die auf den ersten Blick ziemlich weit hergeholt erscheinen kann. Aber wenn man näher darüber nachdenkt, könnte es auch eine Geschichte sein, die das Leben geschrieben hat.
                            Denn das Leben schreibt die besten Geschichten.
                            Obwohl die Geschichte sehr ruhig erzählt wird, wirkte sie auf mich nie langatmig oder gar langweilig. Das liegt daran, dass die Geschichte nicht geradlinig erzählt wird, sondern in mehreren Zeitebenen eingeteilt ist, zwischen denen hin und her geswitcht wird.
                            Dennoch bleibt die Geschichte aufgrund des Tempos jederzeit überschaubar, auf Linie und furchtbar fesselnd wie interessant.
                            SHOT CALLER hat mich gepackt durch seine glaubwürdig gespielten, emotionalen, intensiven, authentisch wirkenden und überraschenden Momente. Dennoch wird nicht zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt.
                            SHOT CALLER ist ein unangenehm starkes Knast-Thriller-Drama, bei dem mir völlig egal ist, ob die Tattoos nur aufgemalt sind, der Muschilecker-Bart nur angeklebt ist und die Perücke mal nicht sitzt.
                            Wer auf Filme wie PRISONERS, AUGE UM AUGE, MAUERN DER GEWALT und AMERICAN HISTORY X steht, dem könnte auch SHOT CALLER zusagen. Denn irgendwie hat er mich hin und wieder an den, den oder den Film erinnert.

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                            • 7
                              dwaddy 09.09.2017, 22:43 Geändert 09.09.2017, 22:54

                              Interessanter Mix aus Drama, Thriller und Knastfilm. Gut und nie langweilig erzählt, Coster-Waldau kommt überzeugend rüber und dass die ganze Kiste nicht gut endet, sollte einem schon nach 10 Minuten klar sein. Auch positiv: da wird nicht auf die Tränendrüse gedrückt, nicht rumgeflennt und keine unsinnigen Fragen gestellt, die eh keiner beantworten könnte. Auch wenn ich den Film eher im Drama-Bereich sehe und er nicht mit großer Action, tollen CGI- und Pyro-Effekten aufwarten kann, wirds nie langweilig und bleibt über die Zeit sehr unterhaltsam.

                              Coster-Waldau sieht schon recht grenzwertig aus, bringt aber mit einer stoischen Ruhe den nötigen Ernst in die Rolle, so dass die riesige Rotzbremse und die hübschen Knast-Tattoos nicht völlig dämlich aussehen. Ok, gegen "Bronson" von Winding Refn verliert er klar, aber die Rolle des Jacob Harlon hat auch schon was.

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                              • 7

                                Oh ja der hat mir sehr gefallen, vor allem das Eintauchen in das Leben von Jacob, kommt beim Zuschauer sehr gut an. Das ist eher was, wo man sich erstmal bisschen warm laufen muss, beim schauen. Wer ist was und wer mit wem und warum, wieso, weshalb? Dann einige Zeitswitches. Aber je länger er läuft, umso mehr möchte man dann auch weiterschauen. Eine sehr gute Geschichte, die ich jedem empfehlen kann!

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                                • 5 .5

                                  Film Nr. 598, der davon handelt, wie ein Papi im Knast die Sau rauslässt, weil er muss. Geisel oder Mafiaboss? Mann oder Memme? Definitiv Mann ...mit Muschileckerbart. Weil, muss ja...Wie sieht dat denn aus, wenn Yolo mit Polofriese da ankäme?
                                  Der Film ist nicht schlecht, aber irgendwie kommt der auch wie ein Dejavue. Muss das sein? Scheinbar ist das heute die übliche Machart, sich an fremden Geschichten zu bedienen, ganz unverblümt und schamlos. Und hauptsächlich.
                                  Ich finds n bischen Kacke. Geben kann man sich Shot Caller. So richtig hab ich aber nicht mitgelitten. Weil kenn ich schon (Bsp. American History X,...).
                                  Klar, kann es so kommen, wie im Film, das ist es nicht. Aber wie gesagt. Film 599 der Art wird kommen. Der Rallemann vom Dienst macht auf Knasttattoos und Böser Watz die 598. Och joa. Nur halbhart, irgendwie. So abgeklatscht.

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                                  • 6

                                    Leichte Überlänge, schlecht aufgeklebte Bärte und ein Score, der quasi jede Szene erschlägt.
                                    Dazwischen ging die Chose allerdings klar. Habe innerhalb der geschätzten 120 Minuten nur 3x auf die Uhr geschaut.
                                    Jaime Lennister hat hier definitiv seine 15 Minuten, allerdings machen fake Bart, Perücke und ein leicht aufgesetzter grimey Blick, keinen besseren Schauspieler.

                                    Der Regisseur dreht scheinbar nur Knast Flicks. Traumabewältigung?
                                    Viel interessanter finde ich die Tatsache, dass es hier ähnlich wie in seinem "Felon" scheinbar nur 30 Inhaftierte gibt, die (schlecht) eine größere Ansammlung darstellen.

                                    Dennoch weit über sonstiger Plörre.

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                                    • 7

                                      In Ric Robert Waughns "Shot Caller" übernimmt Nikolaj Coster-Waldau (Bekannt als Jamie Lannister aus Game of Thrones) die Rolle des Hauptcharakters der durch einen Unfall in die Mitte eines Bandenkriegs gerät.

                                      Da die Story aus 2 verschiedenen Zeiten erzählt wird kommt sie insgesamt etwas komplizierter rüber als sie eigentlich ist. Aber das ist eigentlich auch ein Grund warum der Film umso spannender ist. Es ist stets ein Vorher-Nachher Vergleich dessen Änderungen man erst im Laufe des Films erklärt bekommt.
                                      Nikolaj Coster-Waldau trägt diese Story sehr souverän obwohl die Hauptrolle einiges abverlangt. Das zeigt, dass er nicht nur in seiner Serienrolle überzeugen kann, sondern auch in einer anspruchsvollen Filmrolle. Mit Jon Bernthal und Benjamin Bratt haben die Nebenrollen zwar auch bekannte Namen zu bieten, aber diese kommen insgesamt etwas kurz.

                                      "Shot Caller" ist ein ActionThriller der sich sowohl durch eine dichte Atmosphäre als auch einen starken Hauptdarsteller auszeichnet. Gelegentliche Schwächen in der Handlung werden durch gekonnte Inszenierung wieder wett gemacht.

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                                      • 5 .5

                                        Eigentlich total geil, wäre der nicht so umständlich und wirr gedreht worden.
                                        Der Film ist nicht schwer zu verstehen und wenn man aufpasst, kommt das Ende richtig gut. Trotzdem : Er ist langatmig, uninspiriert und auch vorhersehbar. Der Twist kommt mässig-gut rüber.

                                        Aber ich muß sagen : Jeffrey Donovan ist der absolute Oberhammer ;-D

                                        • 9

                                          - Form Life til Fate -

                                          Nachdem man Jacob Money Harlon und sein blühendes Familienglück erlebt hat, durch einen Unfall seine tragische Knastkarriere sehen und das Schicksal seines Geistes geschmeckt hat, bleibt der süß-bittere, rostige Geschmack einer oscarwürdigen Darbietung im Mund kleben, wie Blombenzieher an den Zähnen. Shot Caller ist nicht weniger als eine monströs-genial-durchdachte Geschichte eines Mannes, der wenige Sekunden nicht aufgepasst hat, einen Unfall verursachte und erst im Gefängnis zum kriminellen Anführer einer Gang wird. Ric Roman Waugh, der mir bis Dato nicht bekannt war, liefert hier einen der besten Knast-Filme ab, die es wohl bis heute gibt. Zumindest für mich. Von einem Drehbuch, dass feinstes Platin darstellt, bis hin zu den wunderbaren Schauspielern, allen voran Nikolaj Coster-Waldau, der endlich auch in einem Spielfilm eine ernstzunehmende Rolle verkörpern darf. Grandios. Sein Schicksal packt, seine Entscheidungen widern stellenweise genau so an, wie sie auch Respekt hervorrufen. Durch die Gangs im Knast ist er gezwungen sich einen Namen zu machen, bevor er wegen mangelndem Respekt, zu kleinen Eiern und mangelnder Kraft schon ganz zu Anfang ausgelöscht wird. Er hinterlässt seine Familie, die von den Knastinternen Angelegenheiten nichts erfährt und tut, was getan werden muss, um selbst zu überleben und den Schaden von seiner Familie abzuwenden. Gleichzeitig wird er aber auch zu einem repektablen Mann, der geschätzt und geachtet wird. Es ist wie im echten Leben auch. Man steht vor Wänden und noch mehr Wänden und muss sich entscheiden. Man steht in seiner winzig, kleinen Zelle und muss wählen was man als nächstes Tut oder wie man die Fesseln aufbrechen und ausbrechen kann. Nirgendwo könnte das schlimmer sein, als im Knast. Folglich ist auch seine Macht und sind auch seine Qualitäten aus dem Gefängnis neu und mit grellem Adrenalin geladen. Irgendwo, hinter einer gebrochenen Fassade, wenigen Worten, launischem und zerschmettertem Wesen, verbirgt sich dennoch die ganze Zeit über ein liebender Vater, der durch einen tragischen Unfall im Gefängnis landet und zu einem anderen Menschen wird, ohne seine Familie zu vergessen, aber wohl in dem Bewusstsein, dass er seine Familie, nachdem, was er getan und gesehen hat, nicht mehr gegenüber treten kann. Aus ihm ist ein Monster geworden, dass der Knast aus ihm gemacht hat. Und selten wurde das genannte so stark und glaubwürdig auf den Bildschirm gebannt, wie in Shot Caller.

                                          Shot Caller ist ein kühler, leiser und brutaler Beitrag, der fesselt, überrascht, hängen bleibt und mit einigen bodenständigen Twists aufwartet, die daraus ein einzigartiges und atemberaubendes Gesamtwerk werden lassen. Und trotzdem so ruhig und unangenehm, dass ich gerne auch noch weitere 2 Stunden zugesehen hätte. Er ist zum richtigen Maß ernst, launisch, wenig witzig und düster. Ein Tuch, getränkt in Benzin, so gefährlich, wie eine Flasche Whiskey, getränkt mit einem Tuch, dass angezündet und mit Wucht vor die Wand geschmissen wird. Shot Caller hat mich beeindruckt und ist ein waschechtes Drama, dass es verdient gehabt hätte im Kino zu erscheinen, statt sofort auf DVD. Ein Manko, denn undeutendere Filme schaffen es dieser Tage und auch so zumeist schnell ins Kino.

                                          Eine bittertraurige und eisig-rostige Melodie an den Knast und das Leben.

                                          - From Life til Fate -

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                                          • 0 .5

                                            Zeitvergeudung

                                            • 7

                                              Der Knastfilm für den netten Sonntag...
                                              Alles sehr simpel, alles sehr schnell. Aber wenn man nicht völlig bekloppt ist und jeden Scheiß hinterfragt...
                                              Nette Unterhaltung für Zwischendurch, sogar mit nem ordentlichen Twist.
                                              Passt schon.

                                              • 5

                                                der regisseur kann was aber der hier hat mich kalt gelassen...na mal sehen ob der noch ne chance bekommt

                                                • 8
                                                  Heckenritter 29.08.2017, 07:03 Geändert 29.08.2017, 11:38

                                                  Irgendwann waren wir alle für jemanden ein kleiner Engel.
                                                  https://www.youtube.com/watch?v=yuMVTptzCuI

                                                  Krieger oder Opfer, mit Wüstensand Kaliforniens und dem
                                                  metalligen Geschmack vom eigenen Blut im Mund lässt der
                                                  Knacki-Gang-Kosmos immerhin noch eine Wahl. Shot Caller ist
                                                  eine Bereicherung mit der Leidenswilligkeit des emotional
                                                  ausgestalteten "Money", ein menschlicher Fremdkörper
                                                  zwischen Backenschnauzern und Rasierklingen an der Halsschlagader
                                                  der in eine neue Form gegossen wurde und damit irgendwie leben
                                                  muss. Eine echte Überraschung und nicht lediglich packend
                                                  verfilmter Mittagstisch. Zudem ist die Tragödie von Jamie
                                                  Lannister im Brotherhood ein erzählerischer Kontrast zu
                                                  Thrillerkonventionen, der Weg ist das Ziel, nicht mal deftige
                                                  Shootouts oder ein befriedigendes "Beat the bad ass good guy!". Der
                                                  voreilige Verdacht in Michael Mannscher Manier werden die
                                                  Schwarz/Weiß Gegenpole mit Grautönen und Gefühlen ausgekleistert,
                                                  obwohl die Story dann doch sehr gewöhnlich ist mit den zu erwartenden Höhepunkten aus Tempo und Knallereien, verfolgt Shot Caller beharrlich
                                                  einen ruhigen und sehr packenden Pfad. Starke Bilder, nachvollziehbare Entscheidungen, viele Close-ups, ein Drehbuch das eine Geschichte
                                                  garantiert und keine Standards befriedigen will, Tränen, Tätowierungen,
                                                  die Details werden wirkungsvoll ausgekostet, minimalistisch und
                                                  kraftvoll. Atmosphärisch sehr dicht ohne Ausreißer. Empathisch.
                                                  Tragisch. Blutig. Bis in die kleinen Rollen stark besetzt.

                                                  Man muss "Snitch" nicht kennen, er ist aber doch bisher der
                                                  ansehnlichste und am besten umgesetzte Dwayne Johnson Film. Potential war deutlich zu sehen, Ric Roman Waugh hat sich nochmal ganz kräftig gesteigert und die wichtigste aller Regielektionen
                                                  beherzigt. Erst ein gutes Drehbuch, dann die Umsetzung. Waugh hat anscheinend noch Großes vor. Nur kleine Kompromisse auf Befindlichkeiten dies oder das müsse doch in so einen Film hinein, die zum Teil brillant fürs Auge umgesetzt wurden. Das scheint immer nur
                                                  bis zu einer gewissen Budgetgröße machbar zu sein. Der Trailer lügt
                                                  und will Shot Caller als Actionfilm für Anfeuerer von der Bühne
                                                  verkaufen. Insgesamt vielleicht eine etwas zu gewöhnliche Grundlage
                                                  für die Geschichte, auf der anderen Seite enttäuschende Reaktionen,
                                                  die immer das gleiche Blech begehren und filigrane Regiearbeit nicht
                                                  zu schätzen wissen. In diese Ritzen schwieriger Vermarktung purzeln eigentümliche Perlen. Die auch noch stolz darauf sind. Weil sie Charakter haben und bis zur letzten Szene überzeugen. Shot Caller
                                                  kam völlig unerwartet. Antonio Pinto (City of God) gibt den tragischen Ton vor für die selbstauferlegte Konsequenz alles nur mögliche zu tun, um das Verbliebene zu verteidigen. Wie hoch der Preis auch ausfallen mag, er wird ganz sicher bezahlt werden. Er weiß es ,"Money" ist kein Idiot. Er hat den Willen. Vater. Liebender. Beschützer. Pechvogel. Opferlamm?
                                                  Opportunist. Realist. Mitläufer. Brother. Alphatier. Human Animal.

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