Okja - Kritik

Okja

KR/US · 2017 · Laufzeit 118 Minuten · Drama, Science Fiction-Film, Abenteuerfilm, Actionfilm
Du
  • 7 .5
    DaniBanani 13.10.2017, 00:47 Geändert 13.10.2017, 00:48

    Okja stellt durchaus den ein oder anderen Sachverhalt stark überzeichnet und klischeehaft dar, ist jedoch darüber hinaus ein sehneswerter Film! :)

    • 6 .5

      Das größte Problem was einem Okja bietet , ist das er meistens nicht aus dem Quark kommt . Es dauert oft sehr lange bis man wieder etwas interessantes zu sehen bekommt . Obwohl es auch lustige Momente gibt und auch etwas Action , funktioniert er als Tier-Mensch-Freundschaftsdrama am besten . Dafür sorgt das "Superschwein" mit seiner Drolligkeit höchstpersönlich .Gegen Ende ist der Film sehr herzzerreißend .Außerdem gibt es eine ziemliche Ansammlung von bekannten Darstellern .

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      • 10

        Gestern Abend gab es die dritte Sichtung und mir gefällt der Film immer noch hervorragend! Und jetzt fallen einem immer mehr kleine Details auf. Ganz toll! 10/10 und Lieblingsfilm! :)

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        • 1
          Daggiolone 01.10.2017, 08:11 Geändert 01.10.2017, 09:52

          Unfassbar langweiliger Käse für Vegetarier. Man nehme ein computeranimiertes Nilpferd, und baue darum eine Story die es in gleicher Weise schon bei E.T. gab. Das ganze bekommt dann einen Tierschutzstempel aufgedrückt, mit militanten Tierschützern, die ja sowas von pazifistisch sind, dass sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen, wenn sie in einem riesigen Gehege nach lediglich diesem einen Schwein suchen. Was diesem Film vor allem fehlt, ist eine adäquate Vermarktung als Kinderfilm. Hier hätte man sich vielleicht bei dieser Schweinefirma was abgucken können. Wenn man dann noch die FSK dazu bringt, diesen Film für alle bis 15 als unpassend zu deklarieren, nimmt man der Generation der heutigen Kinder die Möglichkeit ihren eigenen E.T. zu bekommen. Na wenigstens bleiben uns so die Okja Actionfiguren erspart...

          • 7 .5

            [...] Bereits bei der Ankündigung zu "Okja" war ich bereits Feuer und Flamme, denn nicht damit genug, dass der von Netflix produzierte Film, den es jüngst nun auch inklusive Schelte für den Streaming-Anbieter nach Cannes verschlagen hat, von niemand Geringerem als Joon-ho Bong inszeniert worden ist, der mich schon mit "Snowpiercer" ziemlich fasziniert hat, schart er ein regelrechtes Star-Ensemble um sich, das allerdings in diesem Fall angeführt wird von der jungen Seo-Hyun Ahn und einem computeranimierten Superschwein namens Okja, das so ziemlich jedem Hollywood-Star die Show stehlen dürfte. Aber man sollte sich nicht von der schieren, geballten Knuffigkeit des Superschweins in die Irre führen lassen, denn obwohl Joon-Ho gerade zu Beginn mit dem Familienfilm-Genre kokettiert, ist "Okja" sicherlich kein Film für Kinder und hat mich mehrfach schwer schlucken lassen, derweil selbst das "Happy End" nur mit viel gutem Willen als solches betrachtet werden kann, auch und gerade in Anbetracht dessen, was man bis dahin hat sehen und (mit)erleben müssen. [...]

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            • 8

              Schwierig, schwierig.
              Mit Okja traut sich Netflix was und das rechne ich dem Streamingdienst hoch an. Jedoch hat die Vergangenheit gezeigt, dass ihnen Serien besser liegen.
              Trotzdem haben sie sich an den Themen, Massentierhaltung, Kapitalismus, Fleischkonsum und der Vermittlung - Tier als Lebewesen - und eben nicht als Produkt zum Verzehr, versucht & das garnicht mal so schlecht.
              Okja ist mir ziemlich ans Herz gewachsen, Musik und Schauspieler haben mir zugesagt und ich habe aufjedenfall mitgefiebert.
              Persönlich finde ich aber, dass man noch mehr hätte draufhalten müssen.
              Auf den Schmerz und das Leid der Superschweine.
              Einer der letzten Szenen - Spoiler - die 'Kz' Szene, hat mir dann doch Tränen in die Augen schießen lassen. Denn das ist die traurige Wahrheit.
              Tiere leiden, werden gequält und landen auf Tellern.
              Obwohl, und da machen wir uns nichts vor, das schon lange nicht mehr sein muss.
              Wenn 'Okja auch nur bei einem Menschen, diesen Gedankengang hervorruft, hat er alles richtig gemacht.
              Aufjedenfall ein Film der zum nachdenken anregt aber nicht, wie vorher gedacht, an Earthling's Schockwirkung rankommt.

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              • 7

                Bei weitem nicht die Klasse, welche Bong Joon-ho mit seinen vorherigen Werken erreichte, aber dennoch ein vielschichtiger, in Wirkung und Ansatz herrlich skurriler Film. Auch wenn ich CGI-Tiere grundsätzlich ablehne ist das Riesenschwein "Okja" ein knuffiger Zeitgenosse, mit dem ich gern durch die Berge von Korea wanderte - der Rest der Figuren ist allerdings so dermaßen mit Anlauf auf schräg getrimmt, dass mir die Groteske ein wenig zu gewollt vorkam. Seltsam an OKJA ist aber vor allem der Nach"geschmack", denn die schwere Kritik an der aus dem Ruder gelaufenen Ernährungsindustrie und ganz generell dem menschlichen Umgang mit Leben funktionierte für mich weit effektiver, als es jegliche triefende Vegetarierer-Propaganda im Stil von EARTHLINGS, etc. je konnte. Für 'nen halben Tag hab ich echt mal überlebt, ob das so okay ist, was wir da tun - dann roch leider wieder der Wurst-Basar im Bahnhof zu gut. Aber hey, immerhin...

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                • 3 .5
                  GerritWuCha 27.08.2017, 01:07 Geändert 11.10.2017, 02:50

                  Okja oder der furzend-kackende Glücksdrache Fuchur als Nilpferd-Schweine-Remix...
                  Keine Frage, die Kritik am gierigen Kapitalismus und an der grausamen Massentierhaltung ist absolut berechtigt. Allerdings kann man diese Kritik auch in einem guten Film verpacken... und das ist Okja meiner Ansicht leider nun wirklich nicht. Klar, toller Cast und ein Darius Khondji als Kameramann... leider nützt das alles nix.
                  Um es kurz zu machen: Der Film ist nervig-überdreht und möchte viel mehr sein, als er leider letztendlich ist. Platte Gesellschaftskritik und ein paar alberne Charaktere machen leider noch keinen guten Film....zudem ist der Film gerade im Mittelteil extrem langweilig. Das war nun gar nix, Netflix! Verstehe die guten Kritiken nicht...

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                  • 7
                    necrotorian 23.08.2017, 01:11 Geändert 23.08.2017, 01:24

                    Ein weiterer Film aus der Netflix Produktion und diesmal widmet man sich wieder einem Thema über das man sich Gedanken machen soll und auch eine gewisse Botschaft will man hier verbreiten.

                    Dass die Fleischindustrie in manchen Teilen der Welt mittlerweile extrem schlecht mit dem Vieh umgeht ist bekannt und dass Kapitalisten in diesem Bereich eine Goldgrube gefunden weiß man ohnehin.
                    "Okja" stellt nun die Frage ob das Gleichgewicht zwischen "angemessenem Fleischkonsum" und "übertriebenem Fleischwahn" immer mehr Richtung letzterem gekippt ist. Es wird zwar die Lebensmittelindustrie stark kritisiert, aber auch manche Tierschützer die mit ihren Aktionen teilweise eher das Gegenteil bewirken als das wofür sie eigentlich in Aktion treten wollen.

                    Wie es die Macher von "Okja" beabsichtigt haben gibt es immer wieder Diskussionen um dieses Thema. Ich für meinen Teil bin zwar nicht Vegetarier oder Veganer aber wie es in manchen Schlachtereien in Europa zugeht kann ich auch wieder nicht gut heißen. Hin und wieder gönne ich mir auch gerne ein leckeres Rumpsteak oder einen Schweinebraten. Ein gesundes Gleichgewicht wäre optimal und das ist im Grunde auch das was die Macher des Films wohl auch sagen wollen.

                    Dieses ernste Thema, in dem der Zuschauer ständig aufgerufen wird sich Gedanken über die Fleischproduktion und dem eigenen Konsum zu machen, wird dem Zuschauer zur Auflockerung mit einer Brise asiatischem Humor und auch einem hochkarätigen Cast in den Nebenrollen serviert.

                    Man merkt zwar, dass es sich hier nicht um eine zig Millionen Dollar teure Produktion handelt wenn man die animierten Tiere anschaut, aber das muss er auch nicht. Man bekommt auch so wunderschöne Landschaftsbilder und starke Emotionen geboten.

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                    • 9

                      Sehr emotionaler Film über die Gier und Konsum der Menschheit. Achtung! Kein Kinderfilm. Trailer täuscht sehr. Die letzten 20 min gehen durch Mark und Bein.

                      • 5 .5

                        Ich spoilere mal wieder heftig, also bitte nicht weiter lesen, falls noch nicht gesehen.

                        Der Fairness wegen muss man sagen, dass der Film wohl primär für den koreanischen Markt produziert wurde - vielleicht komme ich da mit einer falschen Sicht dran.

                        So, die Story ist schnell erzählt: Bauernkind bekommt ein essbares Nilpferd zur Obhut, zieht es 10 Jahre lang auf und erfährt dann, dass es abgeholt wird, auf eine Parade darf und dann in die Wurst muss. Während der Rettungsaktion zieht der Film oft Parallelen zur Fleischindustrie.

                        Und genau da sind wir am Punkt, der mich stört.

                        Wenn ich belehrt werden will, welchem Leid die Tiere in der Verarbeitung der Fleischindustrie ausgesetzt sind, schaue ich mir eine Doku an. Davon gibt es genug. Es gibt Gründe, warum ich aktuell mein Fleisch nur noch beim Metzger vor Ort, der ausschließlich selber Tiere aus den Nachbardörfern schlachtet, kaufe.

                        Aber wenn mir ein Märchen / Drama versprochen wird und ich sehe dann Andeutungen, wie ein Tierarzt sich betrunken beinahe sexuell an dem Tier vegehen würde, werde ich garstig.

                        • 7 .5
                          RingoRockstar 05.08.2017, 14:34 Geändert 05.08.2017, 14:35

                          Vielen Dank, kein Kitschiger Kinderfilm sondern mit Tiefgang wird über
                          Maß und Herzlosigkeit berichtet. Und über Zuneigung und Vertrauen
                          und über die Liebe. Kann man auch blöd und Lächerlich finden, ich weiß.
                          Aber wie heißt es so schön, Nur wer aufgibt hat verloren. doch dazu ist es viel zu spät, also weitrermachen weiterschauen und die Hoffnung nicht aufgeben.
                          Es gibt Ihn den ultimativen Film. Für jeden, also Weitersuchen....

                          • 7

                            Das schockierende Video, von dem dir dein veganer bester Freund immer erzählt, einmal durch den Fleischwolf asiatischen Irrsinns gedreht. Plakative Satire, Disneyfilm, alberner Slapstick und schrilles Öko-Rührstück zugleich, aber selten gleichzeitig. Bong Joon-ho tischt diesen Salat unbekümmert darüber, wie all das zusammenpassen soll, aber mit einer solch offensichtlichen Fabulierfreude auf, dass man (als toleranter Zuschauer) irgendwie trotzdem mitgehen will, auch wenn es manchmal schwerfällt. Dabei scheint ihm Netflix, allen Skandalen zum Trotz, neben einem ordentlichen Budget tatsächlich beachtliche künstlerische Freiheiten gewährt zu haben, deren schamlose Ausnutzung allein zu loben ist - die dialogarmen ersten 20 Minuten sind dann auch rundum gelungen. Danach wird es unsubtil, ein bisschen trampelig, aber irgendwie liebenswert - wie eine gigantische Nilpferd-Supersau.

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                            • 1

                              Okja erzählt in dringlichen Bildern vom Kampf einer visionären Ernährungswissenschaftlerin gegen eine Gruppe liberaler Links-Aktivisten, die mit drastischen Mitteln zur Kriminalität greifen und den Fortschritt der Menschheit zugunsten eines Nilpferds retardieren. Angeführt von einer minderjährigen und bildungresistenten Landpomeranze, steigert sich die Terroristengruppe immer weiter in ihrer Zerstörungswut und macht auch schon bald vor Industriespionage und Vandalismus nicht mehr halt. So erkauft sich Bong seine manipulative Öko-Propaganda auf Kosten von Pioniergeist, Selbstjustiz und blinder Anarchie, dämonisiert unschuldige Konzerne und erhebt ein furzendes Rüsseltier zur Galionsfigur, die dem finalen Moment der Schlachtung leider entrinnt.

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                              • 9 .5

                                ein einfühlsamer und wirkungsvoller Film der mich emotional gepackt hat und zudem musste ich oft lachen, irrwitzig genial! Der wohl tierliebste Film. Hier hat alles gepasst, nicht nur die Message, auch in Bild und Dialog detailreich!

                                • 9

                                  Heutzutage leben wir in einer Zeit der Nachhaltigkeit. Unternehmen und Hersteller von Waren und Dienstleistungen sind politisch angehalten "nachhaltig" zu produzieren. Das heißt, es soll ökologisch, ökonomisch und sozial vernünftig umgesetzt werden. Ein schwieriges Vorhaben - definitiv, aber allemal ein schönes Ziel. Nun kommt das ja in der Realität oft genug vor, dass Unternehmer an diesem Ziel ordentlich vorbeischießen. Glücklicherweise gibt es kreative Marketingleute, die auf diversen Kanälen - von TV über Printmedien und sozialen Netzwerken - zumindest so tun können, als wäre das, was da aus der Firma kommt, ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit. Und wir - die verzauberten Konsumenten - glauben das, denn wir haben ein gutes Gefühl beim Einkauf und wollen in unserer Wohlfühlwelt ungern das schlechte auf diesem Erdball an uns heranlassen. Denn Dinge zu verbessern, erfordert Veränderung, die oft unangenehm ist.
                                  Genau das Thema bringt "Okja" hier auf den Bildschirm und dürfte damit sicher den ein oder anderen Denkanstoß mit sich bringen. Getragen wird das Ganze von einer wunderbaren Freundschaft zwischen einem Superschwein (Okja) und einem koreanischen Mädchen, das alles daran setzt, ihren Freund aus den Klauen der fleischverarbeitenden Industrie zu retten. Ein bewegendes Öko-Drama, das ein Bewusstsein schaffen kann, das Nachhaltigkeit oft propagiert, aber selten umgesetzt wird. Manchmal weil man der Ökonomie und dem Geld Vorzug gibt, manchmal aber auch weil es sehr schwierig ist dem Konzept gerecht zu werden.

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                                  • 7

                                    "Okja" ist ein Netflix-Exlusivfilm, der sich vor seinen Konkurrenten aus dem Kino in keiner Hinsicht zu verstecken hat. Der Film ist, nachdem er den Zuschauer mit einem eher simpel erscheinenden Plot ködert, eine Kritik am Fleischkonsum und Grossunternehmen an sich und als solche durchaus gelungen. Die Mischung aus Action-Komödie und Drama ist aber nicht rundherum sondern nur weitgehend gelungen. Einige Szenen wirken überflüssig und an anderer Stelle hätte ein bisschen mehr Ausführung gut getan. Das CGI fällt zumindest nicht negativ auf und das Tempo ist eher hoch. Der Cast wartet gleichsam mit grossen Namen und einer tollen Nachwuchsschauspielerin auf und der Soundtrack ist klasse.

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                                    • Im Podcast besprochen:

                                      "Ist Netflix der Erretter des Independent-Films? Mit OKJA von Bong Joon-ho jedenfalls hat der Streaminganbieter einen ganz heißen Kandidaten im Köcher, Premiere (mitsamt Buhrufen) in Cannes und vor wenigen Wochen die weltweite Veröffentlichung im Internet für Netflix-Kunden. Jan, Niels und der zurückgekehrte Paul haben sich den Film angesehen, vom TV bis zum Smartphone bilden wir alle Möglichkeiten des heutigen Filmkonsums via Internet ab. Was steckt hinter dem Film über das süße Superschwein Okja? Haben wir im Kino eines der Film-Highlights dieses Jahres damit verpasst? Oder ist die Diskussion um den Film doch bloß heiße Luft?"

                                      • 10

                                        Gerade das zweite Mal gesichtet und ich bin so sehr von dem Film berührt, dass ich ihn nochmal um 0,5 Punkte hochziehe. Ich habe die letzten 15 Minuten vom Film einfach nur geheult. Da weiss ich wieder warum ich schon lange kein Fleisch mehr esse und es auch nie wieder tun werde.

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                                        • 6

                                          Rennschwein Rudi Rüssel für Erwachsene. Mag man meinen. Während Regisseur Bong Joon-ho die erste halbe Stunde des Films prima vorbereitet und die emotionale Bindung zwischen Superschwein Okja und Mija mit Ruhe, Sorgfalt, manchmal feinen und manchmal plumpen Witz entwickelt, saust und stolpert die südkoreanische Produktion fortan durch verschiedene Genres.

                                          Wie schon in „the Host“ lässt Joon-ho auch hier seinen Hang zu karikativen Figuren und übertriebener Gefühlsduseligkeit klar erkennen. Das ist mutig, nur funktioniert dies nicht immer. Die übertriebenen Charkaterzeichnungen, die die sonst so herausragend agierenden Tilda Swinton und Jake Gyllenhall einnehmen müssen, sind am Rande der Lächerlichkeit und treiben einen Keil in die durchaus spannende und mitunter sogar famos inszenierte Verfolgungshatz von Superschwein Okja und der im Grunde mitreißenden Beziehung zu dem ebenfalls überzeugend dargestellten Mädchen Mija. Um wirklich nachhaltige Kritik an Kapitalismus und Fleischkonsum zu üben, ist „Okja“ einfach nicht bissig genug und zu unentschlossen, ob er nun ernst genommen werden will oder nicht.

                                          Dennoch überzeugt „Okja“ tatsächlich immer dann wenn man sich unmittelbar auf die Beziehung zwischen dem Mädchen und dem vortrefflich animierten Superschwein konzentriert. Wirklich grandios, mit wieviel Liebe, Herz und Eigenwillen „Okja“ ausgestattet und zum Leben erweckt wurde.

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                                          • 8

                                            Toller Film . Man fiebert mit , die Figuren sind toll und authentisch gezeichnet und es wird einem nie langweilig . Man kann sich jetzt daran hochziehen das die Massentierhaltung kritisch hinterfragt wird etc. pp aber unterm Strich bleibt ein schönen Film über Freundschaft und Verantwortung füreinander .( SPOILER) Die Doppelrolle von der Swinton fand ich seltsam .... erst die "Visionärin" die die Welt retten will und dann klappt das Vorhaben nicht und der Böse Zwilling übernimmt ... das hätte man glaub ich auch irgendwie anders lösen können ...

                                            • 7 .5

                                              Joon-ho Bongs bester bisher, will ich meinen. Von den vieren, die ich kenne.
                                              Und was ein Cast.

                                              • 7 .5

                                                Sehr schöner Film der mit Netflix genau die richtige Plattform gefunden hat. Im Kino wäre er wahrscheinlich untergegangen. Hat mich die 2 Stunden lang gut unterhalten. Kann ich empfehlen. Netflix Glückwunsch, manchmal könnt ihr doch Filme.

                                                • 2

                                                  Tja. Und nun hat es mich voll erwischt. Vorhersage 7,5, der kann ja nur interessant sein. Das Endergebnis fällt dann schlichtweg ernüchternd aus. Der Film ist leider völlig an mir vorbei gezogen. Was will mir der Film sagen? Was ist seine Message? Und wenn er eine hat, warum ist sie so Klischee behaftet? Warum sieht ein Schwein, wie ein Nilpferd aus? Warum sind asiatische Regisseure teilweise nicht in der Lage eine solche Thematik vernünftig umzusetzen? Warum muss immer der Holzhammer herhalten? Warum muss die Gewaltspirale so weit getrieben werden? Kann man das nicht subtiler darstellen? Diese ewigen Vergewaltigungsorgien und KZ Anleihen gehen mir tierisch auf den Sack. Das Ganze dann als Film zu verkaufen, der uns zum nachdenken bringen soll ist eine bodenlose Frechheit. Das Alles dann auch noch an einem (fiktiven) Tier auszulassen bringt das Fass zum überlaufen. Diesem Planeten wäre geholfen, wenn für diesen Schwachsinn keine Plastikhüllen hergestellt werden, um den Film kommerziell zu vertreiben. Warum der Film hier gefeiert wird entschliesst sich mir leider gar nicht, denn er ist nicht anderes als Salo. Ein provokanter Scheißfilm.
                                                  Die Thematik ist zu wichtig, um so mit Ihr zu umgehen. Ich hoffe es nimmt sich jemand dieses Themas an, der Ihm gewachsen ist.
                                                  Die Punkte gibt es für das Nilpferdschwein und für Tilda Swintons Zahnspange.

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                                                  • 4 .5

                                                    In Cannes aufgrund des „Netflix“-Logos ausgebuht, im Internet letztlich doch abgefeiert. Joon-ho Bong („Snowpiercer“) scheint wohl ganz in Amerika angekommen zu sein. Nach dem genialen „Snowpiercer“ kommt nun also die zweite US-amerikanische Zusammenarbeit des koreanischen Regisseurs. Enstprechend gespannt bin ich.

                                                    „Okja“ ist nicht nur der Name des Films, sondern auch der Name eines sogenannten Superschweins. In den bergigen Regionen Koreas aufgewachsen, geht Okja durch dick und dünn mit ihrer Besitzerin Mija (Seo-Hyun Ahn). Als Okja, die ursprünglich Teil eines Wettbewerbs war, von großindustriellen Metzgern nach Seoul gebracht wird, beschließt Mija ihr Superschwein vor dem Transport nach Amerika zu bewahren.

                                                    Grelle Satire, platte Kapitalismuskritik und vegetarische Propaganda. Alles Begriffe, die man „Okja“ auf das digitale Fleisch brennen könnte. Joon-ho Bong will in den knapp 2 Stunden Laufzeit fast alles erreichen. So wird „Okja“ zu einer äußerst rumpeligen Erfahrung.
                                                    In seinen stärksten Momenten fokussiert sich „Okja“ ganz auf seine durchaus starken und originellen Ideen und Charaktere. Die Öko-Terroristen um Paul Dano sind zwar seit „12 Monkeys“ nichts neues, überzeugen aber durch leidenschaftlich agierende Akteure und so einige witzige Einfälle. Die gesamte Schauspielriege weiß eigentlich zu überzeugen. Tilda Swinton als bösartige Konzernchefin, Giancarlo Esposito als rechte Hand des Teufels und das alles mit einer angenehmen Ambivalenz. Lediglich Jake Gyllenhaal scheint sich hier etwas zu sehr in den exaltierten Art seines Charakters Johnny Wilcox verlaufen zu haben.

                                                    Wenn zu treibender Balkan-Musik die irrsten Rettungsaktionen gestartet werden und „Okja“ seine skurrilen Charaktere sich selbst überlässt, dann hat der Film nämlich durchaus seine liebenswerten und auch sehr gut funktionierenden Momente. Bis der Film in der zweiten Hälfte eine folgenschwere Fehlentscheidung trifft.

                                                    „Okja“ möchte uns über schlechte Behandlung von Tieren aufklären, uns unsere eigene Grausamkeit spüren lassen. Statt sich aber auf originelle Weise dem Thema zu nähern, wird er zum bloßen Schockervideo. Wäre das der Ton des ganzen Films, dann wäre das kein Problem, denn manchmal kann nur durch Schock auch aufgeklärt werden, in diesem Falle aber bricht „Okja“ komplett im Ton. Joon-ho Bong lässt sämtliche Charakterentwicklung fallen, um auf den letzten Metern ordentlich mit platter Symbolik zu schocken und dabei nichts Neues zu erzählen. Die überzeichnete aber funktionierende Satire wird zur brutalen Nummernrevue und fährt sogar mit finsteren KZ-Anleihen auf. Manipulativ, unbeholfen und weit weg vom kreativen Charme der ersten Hälfte. Ich war nicht geschockt, ich war verärgert aufgrund der platten Handhabung eines eigentlich hochinteressanten Themas. Nicht weil ich mich als Fleischfresser ertappt fühlte, sondern weil ich „Okja“ mehr als Schocker-Plattitüden zugetraut hätte.

                                                    „Fuck off! We're extremely proud of our achievements. We're very hardworking business-people. We do deals, and these are the deals we do. This is the tenderloin for the sophisticated restaurants. The Mexicans love the feet. I know. Go figure! We all love the face and the anus, as American as apple pie! Hot dogs. It's all edible. All edible, except the squeal.“

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