Green Room - Kritik

Green Room

US · 2015 · Laufzeit 96 Minuten · FSK 18 · Thriller, Kriminalfilm, Horrorfilm, Drama · Kinostart
Du
  • 5 .5

    Durchschnittlicher Grindhose-Streifen. Für Genre-Fans.

    • 7
      Fontanus 09.12.2018, 13:06 Geändert 09.12.2018, 13:09

      Die Stimmung des Film hat mich sehrvereinnahmt, was auch an der existentialistischen Erzählweise lag: Es gibt im Grunde nicht wirklich Helden, auch wenn manche Charakter gezwungen sind, über sich hinauszuwachsen. Gleichzeitig verschwimmt die Grenze zwischen Gut und Böse, was auch Patrick Stuart zu verdanken ist, der in psychologischer Hinsicht und in seiner Präsenz seinem Antagonisten ein recht menschliches Antlitz verleiht. Es geht letztlich allein ums Überleben, dessen Sinn in letzter Konsequenz aber auch zumindest in Frage gestellt scheint. Ein guter philosophischer Twist in einem recht harten und ganz gut gemachtenThriller.

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      • 6 .5

        Ganz okay, aber noch Luft nach oben.

        • 6 .5
          FrankSlade 08.12.2018, 23:27 Geändert 08.12.2018, 23:30

          Ein ziemlich spannender, wenn auch auf verschiedenen Ebenen krasser und beklemmender Film. Das Ende hätte aus meiner Sicht etwas realistischer und einfallsreicher ausfallen können

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          • 8
            MCsebi 01.12.2018, 23:55 Geändert 01.12.2018, 23:56


            Hundsgemeiner, auf Realismus gedrillter und trotz seiner dreckigen Prämisse sehr stilvoller Schocker, dessen Handlung über den Teufelskreislauf der Gewalt ohne jeglichen Ballast erzählt wird und der in seinen spannendsten Momenten den gesamten Körper zum Beben bringt.

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            • 8

              Die Umstände bei „Green Room“ sind Nebensache, sobald es zu dem ungeplanten Duell zwischen einer Punkband und Neonazis kommt, bedeutet das Hochspannung bis zum Schluss. Dabei sind es sowohl der klaustrophobische Schauplatz, die realistischen Gewaltdarstellungen wie auch die Unvorhersehbarkeit des Duells, welche die Nerven strapazieren.

              • 6
                BenAffenleck 29.09.2018, 18:00 Geändert 01.10.2018, 21:34

                You still think swastikas look cool
                The real Nazis run your schools
                They're coaches, businessmen and cops
                In a real fourth Reich you'll be the first to go

                Nazi punks
                Nazi punks
                Nazi punks, fuck off!
                Nazi punks
                Nazi punks
                Nazi punks, fuck off!

                -Dead Kennedys-

                Oh shit! Gnadenloser und völlig unbarmherziger Thrill mit stimmigen Charakteren in einem äußerst authentisch wirkenden Setting. Nach 95 Minuten weiß ich gar nicht, ob ich mehr Angst vor einem abgerichteten Kampfhund oder Professor X in der nächsten Sichtung der X-MEN Reihe haben muss.

                “Explosiver Film-Rock ‘N’ Roll” ??? Passt, obwohl der ganz große Hit gefehlt hat . . .

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                • 7 .5

                  Harter Film, der weniger Patrick Stewart hat als ich dachte. Trotzdem ist seine Rolle überaus ungewohnt. Obwohl das Gefühl der Klaustrophobie bzw. des Gefangenseins echt fies hergestellt wird und die Panik ganz gut rüberkommt und dann in krasser Gewalt und einem spannenden Terror-Thriller kulminiert, kann der Film nicht so vollends begeistern, wie ich es mir nach den Lobeshymnen erhofft hatte. Yelchin und Poots gefallen gut und auch die Gewaltspitzen schocken echt und der Film vermeidet typische Tropes und wirkt ziemlich authentisch. Nach hinten raus minimal langatmig und weil man sich nicht so 1000% in die Situation fühlen kann, bin ich leicht enttäuscht nach dem Hype, aber insgesamt immer noch überaus zufrieden mit dem Film an sich.

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                  • 4 .5
                    EudoraFletcher68 12.08.2018, 07:43 Geändert 13.08.2018, 14:53

                    Ein grünlich eingefärbter Film, passend zum Titel.
                    Mich würde mal interessieren, was einer aus der Original-Punkszene dazu sagen würde. Ich war in den 1980ern immerhin in München häufig im „Normal“ kannte ein paar aus der Szene. So ca. 1984/85 war ich mit auf einer Demo vor Stadelheim (Untersuchungsgefängnis), als ein stadtbekannter Punk namens Lepra dort einsaß. Wir waren ungefähr 50-100 Personen und skandierten „Freiheit für Lepra“ und solche Sachen. War ziemlich lustig, aber verboten und natürlich wurden auch einige verhaftet. Ich nicht, weil ich harmlos aussah – das war schon immer meine Tarnung ;-). Auch war ich in den 1980ern auf ein paar Punktkonzerten und neben den „Sex Pistols“ und „The Cure“ hab ich auch „Slime“ gehört. Auf diesem Hintergrund kann ich nur sagen, dass die Protagonisten und vor allem der Sänger mich nicht überzeugen. Ansonsten hübsche Bilder. Dass die Skinheads so organisiert und geordnet sein sollen, wundert mich, überhaupt die ganze Handlung – mei. Ich hab dann irgendwann nicht mehr so genau aufgepasst, weil mir das Geschehen doch sehr abstrus vorkam.
                    Ein Freund hatte mir die DVD mitgegeben, das ist nicht so meine Art von Film, aber manchmal wird man ja positiv überrascht...

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                    • 8

                      Hart, Härter, Green Room.

                      Der Film ist nichts für schwache Nerven (Gerade in Bezug auf Hunde). Innerhalb des Horror-Genres eine wirkliche Perle.

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                      • 6 .5

                        Fieser kleiner Film inklusive bösem Patrick Stewart! Aber so richtig neu erfindet er das Genre letztlich leider auch nicht und an manchen Stellen zu zäh. Schade. An den Bestwertungen m. E. vorbei. Kann man aber gucken.

                        • 5 .5

                          Ist mit Sicherheit DER (Punk-)Band-Film. Hat mir trotzdem nur mittelmäßig gut gefallen. Die Idee ist zwar ganz witzig, das Potenzial wird aber nie so richtig ausgenutzt und das halbwegs kurzweilige (leider weniger spannende) Kammerspiel glänzt zwar mit fiesen Gewaltspitzen und so kleinen Darstellerboni wie Patrick Stewart, Anton Yelchin oder von mir aus auch Imogen Poots, hat aber sonst nicht viel. Aus der Handlung warfen mich zudem so einige herzlich dämliche Aktionen der Protagonisten, die ich nicht nachvollziehen wollte. Guckbar und teilweise nicht ganz witzlos ist 'Green Room' aber allemal.

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                          • 7 .5
                            elmnope 13.02.2018, 21:04 Geändert 13.02.2018, 23:00

                            Nachdem Saulnier mit "Blue Ruin" sorgsam die Mechanismen des Rachethrillers seziert hat, folgt "Green Room" einem ähnlichen Prinzip. Auf erzählerischer Ebene kaum mehr als eine Slasher/Survival-Variation, erweist sich der Film – dank Setting, Darstellern und Gewaltdarstellungen, für die das Wort "unappetitlich" erfunden wurde –als wesentlich bärbeißiger. Nicht auf die herkömmliche Art spannungsgeladen, eher eindrücklich und kantig.

                            "So machen wir das jetzt also?"
                            "Dafür sind wir doch hergekommen."

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                            • 8

                              [...] Lange Zeit dümpelte "Green Room" auf meinem persönlichen Wunschzettel, bevor es die blaue Scheibe zu mir nach Hause schaffte, doch hat sich das Warten immerhin gelohnt, denn Jeremy Saulnier inszeniert in den gerade einmal anderthalb Stunden Laufzeit einen ungemein effektiven Schocker und verbreitet nach dem noch sehr gefälligen, aber angenehm kurz ausfallendem Intro gehörigen Terror, der ganz in der Tradition der Exploitationfilme steht und in seinen heftigsten Momenten mit schockierenden Gewaltspitzen aufwartet, während es insbesondere der alles überlagernde Fatalismus der Figuren und ihrer Situation ist, der alsbald ein beklemmendes Gefühl erzeugt, denn Hoffnung auf ein unumwundenes Happy-End braucht man sich hier im Grunde ab dem ersten Moment nicht mehr machen, als die Dinge aus dem Ruder zu laufen beginnen. Dabei ist es zunächst einmal eine recht klassische Patt-Situation, als sich die bunt zusammengewürfelte Truppe der Punk-Band 'The Aint‘ Rights' in dem namensgebenden Raum wiederfindet und durch eine Gruppe Neo-Nazis vor der Tür festgesetzt wird, um das Eintreffen ihres Anführers abzuwarten, der die Dinge dann schon zu regeln wissen wird. [...]

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                                "Wen interessiert denn so `n Scheiss", wahre letzte Worte. Wer, wie, was?? hab` ich denn da gerade gekuckt? Linke Punks, rechte Hillbillys und dann immer feste druff. Ausser das Imogen Poots mit der Frisur scheisse aussieht hat sich mir hier nichts erschlossen.

                                • 8
                                  Dr.Hasenbein 04.01.2018, 19:59 Geändert 04.01.2018, 20:16

                                  Leck mich am Arsch war das ein kleiner, feiner, dreckiger Terrorstreifen!
                                  Die Ausgangslage, dass eine abgebrannte Punkband mitten im Wald in einer Nazi/Drogenhöhle (hölle) einen Gig spielt ist so skurril wie genial.
                                  Aber natürlich ist dies nur der Aufhänger zu einem actionreichen und blutigem "Splatterfest" (übertrieben gesagt) dass trotz seiner drastischen Art doch irgendwie Spaß macht.
                                  Dass der Film fast nur an einem Ort, und zu großen Teilen sogar nur in einem Raum im Backstagebereich spielt ist für den Zuschauer genauso bedrückend wie für die Protagonisten (die armen Schweine).
                                  Man fühlt von der ersten Sekunde mit ihnen mit, und die Bedrohung die vor der Tür auf sie wartet und sich nicht einfach so in Luft auflöst ist in jeder einzelnen Einstellung greifbar.
                                  Da es bei mir auch ruhig immer etwas derber zur Sache gehen darf hat mir der relativ hohe Bodycount und der im laufe des Films immer anziehendere Härtegrad wirklich gut gefallen.
                                  Dass man zwar keine weiteren Einblicke in die Machenschaften der Nazis oder deren Hintergründe erfährt mag vielleicht etwas schade sein,
                                  aber eigendlich ist es genau richtig so.
                                  Denn so erfahren wir im Grunde nur das was auch die Hauptdarsteller erfahren.
                                  Und genau deswegen kann man sich auch viel besser in diese hineinversetzen und mit ihnen leiden.
                                  Patrick Stewart als Chef der Glatzenbande ist toll besetzt, bleibt aber auch etwas hinter den Möglichkeiten zurück. Hier muß man sagen wäre schauspielerisch, hätte man ihm etwas mehr Raum und Screentime gegeben deutlich mehr drin gewesen.
                                  Und auch bei der eingeschlossenen Punkband können die Darsteller bis auf wenige Ausnahmen nur selten glänzen.
                                  Hier geht es aber auch nicht so richtig um die Figuren, diese sind nur Mittel zum Zweck um uns, den Zuschauer in genau diese Lage zu bringen, um mitzuleiden und zu überlegen "was wäre wenn ich das jetzt wäre".
                                  Und das funktioniert wirklich sehr gut.
                                  Green Room hat mir morbide gesagt wirklich verdammt viel Spaß gemacht.
                                  Ein Gefühl dass es früher, bei den härteren Horror, Splatter oder Terrorstreifen aus den 70ern und 80ern häufiger gab.
                                  Selten habe ich in letzter Zeit bei einem Genrefilm so mitgefiebert.
                                  Absolut empfehlenswert. WENN man mit solchen Streifen insgesamt etwas anfangen kann.
                                  Ich werde mir jetzt auf jedenfall erstmal "Blue Ruin" vormerken!

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                                    YupYum 23.12.2017, 00:57 Geändert 12.08.2018, 02:15

                                    Jeremy Saulnier ist der neue (schnell-lebige) Hype-Regisseur einiger Push-Indie-Journalisten - und wie so viele von denen zuvor schon, absolut grandios überschätzt! Wer schon von "Blue Ruin" (2013) enttäuscht wurde, wird es auch bei dem farben-verwandten "Green Room" wieder sein. Denn was noch eine interessante Ausgangslage darstellt ("linke Punkband spielt ohne ihr Wissen in einem U.S.-Nest rechtsradikaler Idioten"), ist nur ein billiges Splatter-Happening ohne jegliche psychologischen Untertöne oder Abhandlungen. Stattdessen geht es ohne Storyboard ziemlich unverhofft zu fast 75 Minuten Brutalo-Szenen, denen man selten folgen kann, findet das Grossgeschehen vor allem im Dunkeln der Kamera statt. Die Logik bleibt meistens ganz auf der Strecke - vergl. gerade z.B. in der Investigation der kurz auftauchenden Polizei. Die Namen der Beteiligten kann man (dank schlechter Dramaturgie) kaum zuordnen oder sich merken.

                                    Fazit: "Green Room" ist weder packend, noch spannend, noch gibt es hier irgendwelche erhellenden Einblicke in die rechtsextreme Szene von Amerika, die gerade kürzlich mit den Progromen von Charlottesville (2017) nach Antworten und Erklärungsbedarf geradezu sucht (die der Zuschauer eher in "Imperium" (2016) findet - mit Daniel Radcliffe).

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                                    • 7 .5

                                      Ganz wie in seinem vorherigen Werk arbeitet sich Jeremy Saulniers "Green Room" mit stoischer Ruhe von Minute zu Minute tiefer unter die Haut und verbreitet dabei viel Unbehagen. Generell geht es eher weniger um die drastische Darstellung des Geschehens und die daraus resultierenden Konsequenzen, sondern mehr um die besonders kühl kalkulierte Art und Weise.

                                      • 7 .5

                                        Wie schon mit Blue Ruin liefert Jeremy Saulnier einen weiteren starken Beitrag zum amerikanischen Genre-Kino und dürfte nun wohl aus der Nische des Geheimtipps langsam aber sicher hinaus wachsen. Green Room ist straff und schnörkellos inszeniert, dreckig und brachial, sehr spannend und er nutzt gekonnt sein begrenztes Setting. Seine sparsamen, aber dafür umso intensiveren Gewaltspitzen gehen abermals durch Mark und Bein, brechen vollkommen unberechenbar über die Figuren des Filmes hinein und verschwinden so schnell wie sie passieren. Leider ist die Zeichnung der Protagonisten nicht mehr so ganz gelungen wie noch in Blue Ruin, aber die der Antagonisten umso besser. Letztlich ist Green Room ein fieser kleiner Bastard im Genre der Belagerungsthriller und ich bin jetzt schon gespannt, was Jeremy Saulnier als nächstes machen wird. Seine beiden letzten Filme waren wirklich gutes Genre-Kino abseits ausgetretener Pfade und sehr mutig in ihrer Inszenierung und von derartigen Filmen kann es nicht genug geben. Ein deutlicher Mittelfinger in Richtung der glattpolierten, weichgezeichneten Filmindustrie ohne Ecken, Kanten und Mut zu Experimenten. Danke dafür!

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                                        • 5

                                          Nöh.
                                          Ne dünne Story und n paar Schockszenen.
                                          War mir insgesamt zu öde.
                                          Hätte ich mir sparen sollen.

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                                            Goodspeed06 04.11.2017, 10:29 Geändert 04.11.2017, 10:34

                                            Nach dem ganzen Hype im Vorfeld habe ich mir von dem Film denn letztendlich doch etwas mehr versprochen, da der Film, wie ich finde, hinter seinen Möglichkeiten bleibt und etwas mehr aus diesem Szenario und der Figurenkonstellation hätte herausholen können. Der größte Schwachpunkt des Films ist für mich aber das teilweise absolut konfuse und unglaubwürdige agieren einiger Protagonisten. Ansonsten ist der Film technisch gut, spannend und atmosphärisch umgesetzt.

                                            • 6

                                              Idee gut, Schauspieler gut. Drehbuch in der 2. Hälfte leider ziemlich unsinnig. Schade.

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                                                Dieser Gewalt / Belagerungs - Thriller macht fast alles richtig was man nur richtig machen kann. Top Spannung, Top Schauspieler, schöne Geschichte bzw. gute Ausgangssituation und dann hat der Film einen Gewaltgrad den ich so nicht erwartet habe. Definitiv ist Green Room ein Film den man mehr als nur 1/2 mal schauen kann! Und das zeigt von Qualität.

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                                                • 7 .5

                                                  "Ich kann hier nicht sterben...!"
                                                  "Dann lass es." :-)

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                                                    Bei "Green Room" waren schon recht explizite Goreszenen dabei. Hatte ich anfangs gar nicht erwartet. War auch recht unterhaltsam der Film, aber wirklich mitgefiebert habe ich dennoch nicht, da die meisten Charaktere nicht unbedingt sympathisch waren.