Gold - Kritik

Gold / AT: Gold - Gier hat eine neue Farbe

US · 2016 · Laufzeit 121 Minuten · FSK 12 · Drama, Abenteuerfilm, Thriller · Kinostart
Du
  • 8
    Srics213 19.10.2017, 07:59 Geändert 19.10.2017, 09:30

    "Darf ich dich mal was fragen Wells."
    "Schieß los Mike."
    "Was bedeutet das Tattoo auf deinem Arm?"
    "Ah, das ist'n Vogel. Der stammt aus'nem Gedicht, das ich als Kind gelesen hatte. Ein Vogel ohne Beine. Er schläft im Wind."

    Im Bonusmaterial für GOLD findet sich ein kleines Special, das den Film treffend rundet. STAR IM FOKUS: MATTHEW MCCONAUGHEY ALS KENNY WELLS. Fertig. Mehr gibt es zu GOLD nicht zu sagen. McConaughey hat die letzten Jahre immer eine starke Hand hinsichtlich seiner Rollenauswahl gehabt und durchweg guten, sehenswerten Stoff gewählt. Seit nunmehr 6 Jahren taucht McConaughey immer in die richtigen Figuren, den richtigen Film ein, alles gerade so gut geschrieben uns inszeniert, dass nicht ein einziges Meisterwerk darunter weilt, er immer über den Film selbst hinaus ragt. DER MANDANT und KILLER JOE ( beide von 2011), MUD (2012) und einige andere Werke, darunter auch der straff überschätzte INTERSTELLAR (2014) oder FREE STATE OF JONES aus dem Jahr 2016. Die großartige erste Staffel von TRUE DETECTIVE, die mit der letzten Folge leider alles vorangegangene kippte. Ach, verdammt! Ich denke, McConaughey macht das mit Absicht, wählt gute Stoffe, über die er in jedem Fall mit seiner charismatischen Leichtigkeit spielt, ganz souverän der beste Stich in jeder Produktion ist. Den Oscar für DALLAS BUYERS CLUB gab's auch zurecht, nicht nur wegen seiner Macken und Gimmicks. Die hagere und krankhafte Selbstzerstörung, der Lohn in Form von zig Filmpreisen. Auch in GOLD spielt McConaughey alles an die Wand, brennt alle Facetten seine Könnens auf die Bühne, besteht mit Bierplauze, Halbglatze und einer versoffen manischen Aura. Keine Frage. Ohne McConaughey wäre GOLD bestenfalls Bronze, zumindest über weite Strecken des Films.

    Der restliche Cast wird in diesem Drama allerdings verschenkt. Sowohl Édgar Ramírez, als auch Bryce Dallas Howard kommen über galant besetzte Stichwortgeber nicht hinaus, was im Falle von Ramírez auch weniger schlimm ist. GOLD setzt ganz auf McConaughey. 2 Stunden habe ich mir diese Fragen gestellt;

    Was hätte Martin Scorsese wohl für ein Epos erschaffen?
    Was hätten Coppola, DePalma oder Michael Cimino zu ihren
    Glanzzeiten aus diesem goldenen Stoff gemacht?

    In gewisser Hinsicht spricht das für Regisseur, Autor und Oscarpreisträger Stephen Gaghan, der durch den ganzen Film hindurch in diesen Vorbildern badet, sie zitiert und alles gut genug zusammenhält, McConaughey von der Leine lässt. Leider verpasst Gaghan - gewollt oder ungewollt - ein großes Epos, lässt auf Seiten der willigen Zuschauer aber auch keine Langeweile aufkommen. Gaghan spielt seine vielen Zutaten meist nur an, nicht aus. Die treffend besetzten Stars, Kameramann Robert Elswitt (THERE WILL BE BLOOD) und eben sich selbst. Stephen Gaghan ist ein versierter Autor, hat mit den Drehbüchern zu TRAFFIC und SYRIANA bewiesen, dass er großes Talent hat, vielschichtige Zusammenhänge bindet und Film schafft. Richtigen Film. Mit GOLD verlässt er den übersättigten Pfad, kappt das komplexe Netz und gibt sich den Gefühlen etwas deutlich hin, entschlackt seine ausstaffierte Sachlichkeit, welche er in SYRIANA und TRAFFIC auffuhr.

    Der träumende Goldgräber (McConaughey) und der Geologe (Ramírez), der Wolf in der Goldstraße. Die Wehen, die Brüche und Wendungen. Alles gut, zumindest gut genug. McConaughey weilt Meilen über dem Plot. Schade, dass es für ihn hier keine Oscar Nominierung gab. Sein Bauch, seine Jahrhundertmimik und diese unvergleichliche Stimme, der Mut zur coolen Hässlichkeit. Per Off-Comment bleiben Gaghan und McConaughey immer am Ball und lassen keine Minute locker, schweben im Aufstieg, im Fall, steigen wieder auf und fallen erneut.

    "Lass mich nicht mit leeren Händen sterben, ja?!"
    "Ruh dich aus..."

    GOLD ist ein temporeicher, fiebernder, leidenschaftlicher und unterhaltsamer Film mit sauber akzentuierten Anstrichen aus den Fächern Abenteuer und Drama, überrascht einmal mehr als vermutet, wendet goldene Blätter und sackt genauso gut, wie er schmeckt. GOLD gewinnt in den letzten Minuten an Höhe, gleitet fast zum ausgedünnten Haupthaar seines Hauptdarstellers hinauf, besteht und schürft die 1/8 Unze pro Tonne im allerletzten Moment. 100 Minuten lang haderte ich. Sechs oder Sieben Zähler, die PIXIES und JOY DIVISION im Soundtrack, die angespielten, aber nicht vollends aus- und aufgespielten Chancen. Mir gefällt der Film, gerade weil er gut genug ist, mich nicht unnötig in Beschlag nimmt und keine überreizte Dekadenz a la THE WOLF OF WALL STREET als Antrieb nutzt, nicht in Gewalt badet. Ein guter Film. Und McConaughey thront darüber.

    ***

    Epilog

    "Was ist ein Goldgräber? Nein, nein. Im Ernst. Was, was ist ein Goldgräber? Das ist jemand, der daran glaubt, dass es da draußen ist. Der jeden Morgen aufwacht und wieder, und wieder, und wieder, und wieder daran glaubt...dass es da draußen ist. Und dann ist da nichts! Nicht wahr? Da ist nichts! Und er steht am Rande einer Wüste und starrt einem neuen Sonnenaufgang entgegen. Und er hört eine leise Stimme. Eine leise Stimme, die sagt; Na los, such weiter. Und die Sonne steigt höher und höher, scheint von oben auf ihn herunter und ist glühend heiß. Er hat kein Wasser zu trinken und alle die mit ihm kamen wollen umkehren und irgendwann drehen sie sich tatsächlich um. Und dann steht er dort. Und ist ganz allein. Er hat nur seinen Glauben, dass es draußen ist... Das ist ein Goldgräber." - Kenny Wells

    Gaghan hat doch voll aufgespielt. Der Vogel flog auch am Ende. Und dann noch einer...

    8
    • 7

      GOLD hat mich absolut überrascht. Dachte erst, das wäre einer dieser Filme, die man sich mal so nebenbei anschauen kann, aber Matthew McConaughey hat mich mit seiner Darbietung - inklusive Bierbauch und weißem Baumwoll-Schlüppi - Stück für Stück voll in seinen Bann gezogen. McConaughey spielt nicht Kenny Wells, er IST Kenny Wells! Allein wegen dieser schauspielerischen Glanzleistung lohnen sich die 120 Minuten, ein paar schicke Bilder und unerwartete Wendungen gibt's außerdem gratis obendrauf.

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      • 8 .5
        alex.ristic 11.10.2017, 23:17 Geändert 11.10.2017, 23:18

        Mich hat der Film mit seinen vielen Twists und seinem zugegebener Maßen etwas vorhersehbaren Ende gepackt und eine Unmenge an Emotionen ausgelöst. Und soll es am Ende nicht genau das sein, was die Kunst in ihrer ursprünglichen Sphäre zu tun hat? Bis in die Nebenrollen gut gespielt und wunderbar fotographiert. Empfehlenswert!

        • 8 .5

          Ohne Worte, genialer Film und Matthew McConaughey in Höchstform !

          • 8 .5
            smartbo 22.09.2017, 22:33 Geändert 23.09.2017, 10:17

            Ein genialer Matthew McConaughey in einem spannenden Abenteuerfilm, der mit einem guten Plot, guten Score und überraschenden Twist aufwartet. Ich kann die Meckerei über diesen Film und die relativ schlechten Bewertungen hier auf MP nicht nachvollziehen. Jedenfalls habe ich den Film vom Anfang bis zum Ende genossen. Von Langeweile keine Spur. Ich fand den Film richtig, richtig gut.
            Daumen hoch: absolut sehens- und empfehlenswert.

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            • 6

              Dieser Film war extrem langweilig.

              • 6

                Ein Glück denen, die die Geschichte hinter dem Film nicht kennen - und sich während des Filmes wundern und ärgern, wie alles den Bach runter geht. Und dann doch nicht.

                Der Film zwingt förmlich dazu, sich mit den "wahren Begebenheiten" hinter dem Film zu beschäftigen. Schon verrückt, was früher alles so passiert war und wie schwer sich die Rechtsprechung tut.

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                • 7

                  In 30 Jahren kommt sicher Gold 2 und Mattew McConaughey spielt Mark Zuckerberg. Statt Bohrungen in Südamerika, wird man dann Menschen sehen, die auf ihre Telefone klicken und Mark Zuckerberg snifft nonstop Koks .... "Waaaas meine Kinder kriegen keinen Cent." Aber Mister Zuckerberg, sie verdienen Millionen durch das klicken, Shit drauf ich will die alleinigen Klicksrechte auf dieser Welt, wo ist mein Koks!!!

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                  • 8

                    Der amerikanische Traum verpackt in einer netten Abenteuergeschichte und einem gewohnt souveränen aufspielenden McConaughey.

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                    • 6

                      Ein Möchte-Gern "Wolf of Wallstreet"

                      ...kommt an Scorseses Meisterwerk aber nicht einmal im Ansatz ran. Teilweise langweilige Passagen und ein völlig von der Wahrheit abweichender Handlungsstrang. Wieder einmal wurde die Handlung Hollywood-technisch schön-retuschierter und dann als "auf wahren Begebenheiten" verkauft. Heraus kommt ein eher durchschnittlicher Film mit einem für seine Verhältnisse bescheidenen McConaughey.

                      Guter Durchschnitt

                      • 6
                        Heckenritter 25.05.2017, 13:31 Geändert 25.05.2017, 13:31

                        Ohne McConaughey wäre der Film kaum der Rede wert.
                        Im Gegensatz zu Lord of War, Thank you for smoking oder
                        dem Wolf von Scorsese schlägt Gold sehr seichte Töne an,
                        ein paar Seitenhiebe gegen die Goldgier und Mechanismen
                        dahinter auszuteilen. Ist ja kein Problem, wenn es wenigstens
                        stimmig wäre. Ein bißchen persiflieren, ein bißchen grotesk,
                        mit Halbglatze ähnelt McCounaughey stark Bale in American
                        Hustle. Man soll den Monetenfreak einerseits irrwitzig finden und
                        dann wieder mitleiderregend, Gold findet einfach keine Linie und
                        springt ständig in seiner Stimmung zwischen Abenteuerreise,
                        Ehedrama und halbseidener Satire. Am Ende wusste ich leider nicht,
                        welche Geschichte mir der Film eigentlich erzählen wollte, es passt
                        durch die wechselnden Stimmungen einfach nicht zusammen.
                        Von allem etwas, nur nirgendwo wirklich besonders.
                        McConaughey wird zu einer tragischen Figur dessen Enthusiasmus
                        und Scheitern glaubwürdig rübergebracht und über den gesamten Film
                        einen tragischen Charakter entwickelt, was keine genügende
                        Schnittmenge mit der Überspitzung einer Abenteursause mit reichlich Schwierigkeiten generieren will.
                        Am Ende heißt es "der arme Goldfuchs Cooper", was dann auch den
                        Rest satirischer Ambitionen die Gier bloßzustellen, äußerst laubackig
                        und nichtssagend macht. Nö, keineswegs hätte Gold lustiger oder
                        überdrehter in seiner Darstellung sein müssen, um mir zu gefallen.
                        Steven Gaghan springt mit Gold auf einen Zug der Unterhaltungsfilme
                        auf, ohne einen roten Faden die angestrebte Vielseitigkeit zu verknüpfen
                        und dramatische Highlights außen vor lässt. Viel zu seicht und belanglos, da sich Gold zu 50% klar zu einem Drama bekennt, das will einfach nicht richtig passen. Ohne McCounaghey könnte die Figur nur schwerlich ziehen, er ist mal wieder spitze. Eine elegant bebilderte Nichtigkeit die ich (Achtung Todestoß) ganz nett finde.

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                        • 7
                          mad.failed 07.05.2017, 20:27 Geändert 08.05.2017, 15:06

                          McConaughey als Johnny-Depp-Raoul-Duke-Kopie, hier allerdings als latent naiver Geologen-Einfallspinsel mit halbwegs erfolgreichem Family-Business und im Gold- und Whisky- anstatt MeskalinRausch, der seine letzten Kröten in die Hoffnung, das Talent seines Kumpels Acosta und einfach in das pure Glück investiert.
                          Zwischen Malariafieber-Wahnsinn, dem größten Goldfund der letzten Jahrzehnte, Vertrauen und Eifersucht zwischen Freunden und Frauen, Knebelverträgen, echtem Erfolg und gewollter Dickköpfigkeit taumelt und strauchelt Kenny Wells in einer klassischen Rise and Fall and Rise Geschichte zwischen indonesischem Dschungel und Wall Street hin und her und hält mit seiner sympathisch-dauerbesoffenen-goldigen Art die gesamte Geschäftswelt zum Narren. Und das gefällt uns doch immer.

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                          • 6 .5

                            Verkaufst du deinen Traum? Was bleibt dir dann noch? Wer 300 Million Dollar ausschlägt, der muss einen großen Plan vom Leben haben, so scheint es, den das Gefühl GOLD zu finden, ist wohl mit nichts vergleichbar außer mit Drogen. So sieht es Kenny Wells, ein Dirt Digger und Visionärer Goldgräber, der Buddler im Schmutz. Seine Firma. Sein Name. Alles Selfmade. McConaughey ist wie immer ganz in der Rolle. Das Setting und die Nebendarsteller passen ebenso ins Bild wie der Rest. Es ist eine Geschichte, die trotz allem Bemühen nicht ins Schwarze trifft. Das liegt nicht an den Darstellern, sondern am Story Aufbau, der schon teils an Scorsese Ähnliche Visuelle Schnittmengen erinnert, die Bilder sind perfekt schmutzig oder High Glossy. Der Funke will dann doch nicht überspringen. So belanglos und langweilig wie das Leben selbst wird das Geschäft um die Grabungen dargestellt mit all den Höhen und Tiefen, und trotzdem will sich nicht so recht Spannung oder Interesse aufbauen. Zu wenig packt einen der Film, der gut gemacht ist, keine Frage, jedoch bei dieser Lauflänge dank vieler Dialoge nicht ganz zu überzeugen weiß. Bryce Dallas Howard hätte ich fast nicht wiedererkannt, unglaublich. Da war nix mehr von ihrer alten jungen Strahlkraft. Edgar Ramirez hingegen, stiehlt fast allen die Show mit seiner Präsenz. Auch wenn McConaugheys Fratzen einfach unbezahlbar sind. Seine Face, der Hammer.
                            Damit schafft es Stephen Gaghan, der es bei Syriana noch geschafft hat ein kleines Meisterwerk zu liefern, leider nicht eine ganz so gute Geschichte zu erzählen, wie es nötig wäre, sonst wäre fast eine WOLF OF WALL STREET Stimmung aufgekommen. So versendet sich die gesamte Geschichte leider im Äther und nichts bleibt übrig, außer einem Matthew McConaughey der sich selbst gerne spielen sieht und in seiner Rolle des Goldgräbers fassettenreich aufblüht. Dieser Akteur gibt sich keine Blöße und spielt alles frei raus. Wie immer Hut ab für diesen talentierten immer gerne gesehenen Schauspieler, der es einfach aus dem Bauch raus kann. Der Diesmal wieder schön fett über den Gürtel hängt. Das ist Darstellung in Perfektion, und das weiß der Bastard auch. Ein guter Film, nicht mehr oder weniger, leicht unterhaltend, doch für dieses Kaliber von Geschichte nicht ausreichend. Auch wenn es immer der Self Made Man ist der fasziniert, wie oft ist man einem Betrug aufgesessen? Dass es diese Geschichten in der Historie zu Hauf gibt, weiß man. Ein Auf und ab wie das Leben selbst. Betrügen oder Betrogen werden, das ist das Bild des Self Made Man, mit einem Göttlicher Schluss.

                            • 7

                              McConaughy ist wie ein guter Wein, je älter er ist, desto besser wird er. Ich empfand seine Darbietung wirklich herausragend. Er hat die Rolle des Kenny Wells wahrhaftig gelebt und ging voll und ganz in ihr auf. Die Geschichte entfaltet sich allerdings etwas langsamer und platziert sich erst im zweiten drittel als kleine Spannungsperle. Eine gute Story und eine sehenswerte Darbietung haben mit 7 Punkten ihre Berechtigung erlangt.

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                              • 4 .5

                                ?????????

                                Film, der in den 80ern spielt und "GOLD" heißt und NIRGENDS taucht der verschissene "Gold"-Song von Spandau Ballet auf.

                                EPIC FAIL!

                                Der Film war ganz unterhaltsam, auf oberflächliche Weise, und McConaughey, den ich nicht ausstehen kann, (auch wegen seiner Religiotie) der war ganz passend hier.

                                Ansonsten hat man das alles schon einmal gesehen, wenn man so viele Filme sah wie solche Spinner wie ich.

                                • 7

                                  Jaja...der Matthew...das hat er mal wieder richtig, richtig gut gespielt! Der Film ist auch super besetzt, schön aufwendig bebildert und hat auch eine interessante Geschichte. Dazu kommt noch ein erstklassiger Soundtrack und die Pornofrise von McConaughey. Aber eines fehlt dann doch: Humor oder zumindest Ironie und ein Schuss Zynismus...denn: solch eine Geschichte kann man nicht so ernst und mit so wenig Augenzwinkern erzählen.

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                                  • 8

                                    Gold is nicht gleich Gold, aber verdammt nah dran.

                                    • 6

                                      Ich hatte große Hoffnungen auf den Film gesetzt. Selbst dann noch als er es wie schon The Founder nicht ins Oscar-Rennen geschafft hat. Den Trailer fand ich ebenfalls toll. Leider war ich dann vom Gold nicht so angefixt wie es Matthew war *hoehoe*. Das liegt einfach daran dass Vieles und meiner Meinung nach Wichtiges viel zu schnell abgearbeitet wird. In den ersten 20 Minuten dachte ich schon ich waere fuer einige Minuten eingeschlafen und haette somit einiges verpasst. Dem war aber nicht so. Der Film laesst sich in der Ersten Haelfte viel zu wenig Zeit. Matthew geht ueberstuerzt auf Goldsuche. Matthew erkrannt an Malaria ! und dies wird nur wenige Sekunden ! im Film geschenkt. Den Rest der 2 Stunden verbringt der Film dann in einer vorsichtigen Wolf Of Wall Street-Kopie. Ohne jedoch seine Qualitaet zu erreichen. Wurde halt ein weiterer Drittbrettfahrer wie es schon War Dogs war. Warum ich dann trotzdem noch 6 Punkte gebe ? Ganz einfach : Matthew ! Er kann dann doch den ganzen Film auf seinen Schultern tragen und weiß auch zu ueberzeugen. Isngesamt lenken auch die ganz guten Performances der anderen Darsteller von einem vielleicht nicht ganz so perfekten Drehbuch ab.

                                      • 8
                                        Der Siegemund 03.05.2017, 17:24 Geändert 03.05.2017, 20:59

                                        "Gold" einen Abenteuerfilm zu nennen kann schnell missverstanden werden, denn man stellt sich da irgendwie eine beschwerlich Reise mit Survivalaspekt vor, doch am Ende war es eine große Unternehmung mit vielen Wendungen bis zur letzten Sekunde.

                                        Kenny Wells hat ein marodes Goldsucher-Unternehmen geerbt. Er will es irgendwann seinem Vater gleich tun und gibt seinen letzten Cent für ein finanzielles Abenteuer im indonesischen Dschungel aus. Aufstieg und Fall kommen gleich mehrmals und dabei spielt Matthew McConaughey nahezu "manisch" den nach Erfolg und leider auch nach Alkohol dürstenden Kenny. Edgar Ramirez, sein Partner, sieht Gerard Butler evt. auch Bradley Cooper verwechselnd ähnlich und spielt auf gleichem Niveau. Hätte ich ich hier nicht in den Cast geschaut, wäre es mir gar nicht aufgefallen, dass es gar nicht Butler/Cooper ist. Verdammt ich schau mir gerade die Bilder von den Dreien an. Ich kann sie nicht auseinanderhalten. McConaughey hat Spielfreude, was man von vielen Hollywoodgrößen, die schon länger im Geschäft sind nicht behaupten kann und er sieht auch nicht so aus wie jemand anderes. Deshalb ist er auch momentan zurecht so gefragt. Hier in "Gold" muss man sich erst einmal an seine Halbglatze gewöhnen. Ich finde es unsexy.

                                        Tatsächlich ist ein gewisse Ähnlichkeit mit "Wolf of Wallstreet" vorhanden, denn es spielt in den 80ern, mit viel Banker- und Managergesindel, das versucht andere auszubeuten und an der Wallstreet reich zu werden. Auch leidet der erfolgreiche Held ganz stereotypisch unter Sucht und Hybris, doch letztlich ist es eine interessante Geschichte über den letzten großen amerikanischen Traum nach einem neuen Goldrausch.

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                                        • 5 .5

                                          die story unterhält zwar aber doch bleibt er hinter meinen erwartungen...erinnert an wolf of wallstreet abenteuer

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                                          • 6
                                            doenef 25.04.2017, 23:30 Geändert 25.04.2017, 23:36

                                            Ich weiß ja auch nicht, aber mich hat das, sicherlich glänzend inszenierte Abenteuerdrama an vielen Stellen einfach an den genialen "Wolf of Wallstreet" erinnert, da dieser eben, wenn nicht sogar an entscheidenden Passagen wirklich ähnlich, d.h. vielleicht sogar 'austauschbar' inszeniert wirkt.
                                            Die Handlungspassage über die brillant dargestellte Erfolgswelle, die schonbar unaufhaltsam ins Unglück steuert mag zwar durchaus recht innovativ sein,
                                            nur leider ist dieses 'Platzen der Erfolgsblase', wobei allerdings auch noch die, scheinbar gewünschte Kernaussage "Geld regiert die Welt" sicherlich nicht unmaßgeblich beteiligt ist, spätestens nach der Warnung der immer unglücklicher werdenden Freundin Kay (Bryce Dallas Howard) zu vorhersehbar.
                                            => "ganz gut",...mehr aber auch nicht. (6,0)

                                            • 6

                                              'Gold' ist hervorragend inszeniert und gut gespielt, krankt aber an seinem Drehbuch, das leider nur an der Oberfläche kratzt. Ähnlich wie in 'The Founder' kommen einzelne Personen (und hier auch Institutionen) enorm schlecht weg, das System an sich wird aber nicht wirklich in Frage gestellt. Natürlich kann und muss es nicht die Aufgabe eines Abenteuer-Dramas sein, immer wieder Missstände zu benennen und zu thematisieren, aber allzu blauäugig sollte man vielleicht auch nicht an die Sache herangehen. Aber immerhin wird auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie gezielt blinde Flecken von diversen Akteuren ausgenutzt werden. Das hat schon was.

                                              [ACHTUNG, massiver SPOILER!!]
                                              Wenn man sieht, wie in den letzten Jahren und Jahrzehnten von Rohstoffexporteuren im indonesischen Regenwald gewütet wurde, muss man fast schon froh sein über den Ausgang der Geschichte...

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                                              • 7
                                                mercedes-jan: Jans Filmwelt 21.04.2017, 15:50 Geändert 21.04.2017, 15:51

                                                [...] Der von Stephen Gaghan ("Syriana") inszenierte Film lebt indes von seiner außergewöhnlichen Story, die auf wahren Begebenheiten basiert und den Hauptcharakter durch ein Wechselbad der Gefühle treibt. Besonders sehenswert wird "Gold" vor allem dann, wenn man die wahre Geschichte hinter dem Film noch nicht kennt. Denn für alle Unwissenden hält der Film eine nette Wendung bereit, die das ohnehin unterhaltsame Drama, erst recht sehenswert macht. [...]

                                                • 8

                                                  Kurz:
                                                  Abgebrannter Goldjunge tut sich mit erfahrenem Goldschürfer zusammen, um mitten im indonesischen Dschungel den grossen, goldenen Fund zu machen.

                                                  Lang:
                                                  1981 ist Kenny Wells (Matthew McConaughey) noch ein smarter, gewiefter Verkäufer. Einige Jahre später hat er zwar das Bergbauunternehmen seines Vaters geerbt, dummerweise jedoch nicht dessen Geschick und Erfahrung. Lieber lechzt er nach der goldenen Abkürzung zum Reichtum. So versucht Kenny den Gerüchten über Goldfunde in Indonesien nachzugehen und tut sich dafür mit dem lokalen Goldschürfer Mike Acosta (Edgar Ramírez) zusammen. Dank dessen erfahrenen Spürnase werden sie nach ersten Fehlschlägen im Dschungel bald belohnt. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Oder so.

                                                  „Jesses, der Bub hat zugenommen!“ ist beim Anblick von McConaughey noch gelinde ausgedrückt, denn der gute Matthew ist schlicht und einfach FETT geworden! Anscheinend hat er sich die Kilos durch „Anti-Diäten“ mit Bier und Frühstücks-Burger angefuttert und ja, die Halbglatze rundet sein Aussehen „gekonnt ab“. (Hatte seine Frau wohl ihren Spass an seinem Method-Acting?) Nach einigen locker/flockigen Romanzen oder seichten Komödien mit dem Tiefgang eines abgebrochenen Bohrkopfes, scheint McConaughey mit dieser Rolle seine McConauhessance fort zu setzen. Die Rolle ist ein weiterer Treffer auf dem aktuellen CVs des Amerikaners. Die Darstellung von Kenny Wells ist eine emotionale Achterbahnfahrt und verlangt entsprechend viel von McConaughey ab: Kenny Wells ganz oben, Kenny Wells ganz unten. Verschwitzt und goldsüchtig im Dschungel, verwöhnt und whiskey-süchtig in NYC. Und wiedermal schafft es der McConaughey, dass er den Charakter authentisch porträtiert. Die Zuschauer können einfach nicht anders, als mit ihm mitzufiebern und mitzuleiden. Hut ab! – trotz Glatze.

                                                  Ein paar wenige Abstriche gibt es dennoch zu verzeichnen. Wer bei den Büroszenen genau hinsieht, wird bemerken, dass gewisse Gegenstände nicht aus den 80er Jahren stammen, sondern viel eher aus den späten 90ern. Doch dieses Detail ist aufgrund der sonst soliden und einwandfreien Machart des Films locker zu verschmerzen. Schön auch, wurde grösstenteils an den Original-Schauplätzen mit echtem Equipment gedreht. Zudem wäre es dem Film sehr gut gestanden, wenn noch weitere Schauspieler mit tiefer schürfenden Rollen gesegnet worden wären. Schade, stellt Regisseur Stephen Gaghan (Syriana) McConaughey in den Vordergrund und fertigt Mike Acosta trotz nicht minder tragendem Auftritt mit einer Sidekick-Nebenrolle ab. So bleibt „Gold“ vorallem wieder eine (weitere) McC-Show.

                                                  Für seine knapp 2 Stunden Laufzeit ist der Film überraschend kurzweilig, switcht gleichmässig zwischen den Schauplätzen hin und her und bleibt schön im Fluss.

                                                  Fazit:
                                                  Dieser Film lässt mich mit seinen goldgierigen Hauptfiguren mitfiebern, trotz deren unedler Motive. Stark auch, dass die wahre Begebenheit spannend und originalgetreu erzählt wird, ohne den Moralapostel zu geben.

                                                  • 5

                                                    Im Gegensatz zu den Figuren von The Wolf of Wall Street, zu denen auch Matthew McConaughey eine beisteuerte, hat dieser naive, saufende Gold-Sucher außer verblassendem Charme nichts Fesselndes. [Günter H. Jekubzik]

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