Clara Immerwahr - Kritik

Clara Immerwahr

AT/DE · 2014 · Laufzeit 90 Minuten · Drama
Du
  • 8
    Sternenkind68 08.11.2018, 05:41 Geändert 08.11.2018, 05:50

    Wenn ich alles bislang richtig nachvollziehe, ist dieser auf wahren Ereignissen beruhende Streifen nahe dran, alles richtig wiederzugeben.
    Ich habe bei Wikipedia nachgeschaut, wer Fritz Haber und vor allem Clara Immerwahr waren. Da wird zum Beispiel der Vergleich zu Marie und Pierre Curie gezogen.
    So oft hat man das ja nicht, dass zwei Wissenschaftler den Bund fürs Leben eingehen. Und die Romanze von Pierre und Marie wurde auch schon mal verfilmt
    ( in Hollywood mit Greer Garson in der Titelrolle ).
    Nun also eine Geschichte aus Deutschland.
    Die Erfindung des Giftgas ist es wert, mal im Film beleuchtet zu werden.
    Dass im Krieg chemische Waffen eingesetzt wurden, ist sicher bekannt.
    Hier nun geht es aber auch darum, wer der Mensch dazu war: Fritz Haber, ein Jude aus Breslau, das seit 1945 zu Polen gehört.
    Maximilian Brückner spielt diese anfangs noch sympathische Figur sehr überzeugend.
    Aber auch Katharina Schüttler als um Emanzipation bemühte Chemikerin Clara Immerwahr ist überzeugend, weil authentisch.
    Der Film zeichnet die Jahre zwischen dem Kennenlernen bis zum tragischen Ende Clara´s nach. Fast alle Berufe waren damals eine Männerdomäne, zu klug durften Frauen nicht sein. Nun war aber diese Clara sehr klug, was ihr noch zum Nachteil gereichen soll.
    Nachdem ihr Mann und sie sich immer mehr entzweit haben, sieht sie nur einen Ausweg, derweil inzwischen der Erste Weltkrieg ausgebrochen ist...
    Mein Fazit:
    Es hat sich für mich gelohnt, diesen Film zu gucken, was ich ursprünglich gar nicht wollte.
    Da sage noch mal einer, im Fernsehen gibt es nichts Lohnenswertes mehr zu sehen.
    Kommt wohl auch immer darauf an, wen man fragt...

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