Casino Royale - Kritik

Casino Royale

GB · 1967 · Laufzeit 131 Minuten · FSK 12 · Komödie · Kinostart
Du
  • 1

    [Bond-Parodie]
    Was war das denn bitte???
    Ich habe jetzt nicht viel erwartet. Aber das war wohl mit die schlechteste Parodie/Komödie die ich je gesehen hab.
    Erstmal habe ich nicht einmal gelacht. Die meisten Szene waren einfach zu lang! Und da waren die Sets und der Cast ziemlich beeindruckend.
    Die Story ist nicht so richtig nachvollziehbar und hangelt sich von Szene zu Szene.
    Fazit: Story unklar, nicht Lustig!

    Zusatz: wenn ich sowas bei Wikipedia lese ist mir so einiges klar: "Aus dem vorhandenen Material musste am Schneidetisch eine stimmige Handlung zusammengeschnitten werden."

    • 8

      Aberwitzig.

      • 2 .5
        RockyRambo 12.03.2018, 00:49 Geändert 13.03.2018, 17:47

        Völlig chaotisch, völlig ohne jeden Roten Faden oder einem
        Masterplan kommt Casino Royale leider bloss als zwar total überdrehte aber seltsamerweise zugleich auch als völlig Langweilige dermassen unlustige James Bond Parodie ohne jede Klasse oder auch nur einem wirklich treffsicheren lustigem Witz daher das es einfach nur noch zum schreien ist. Statt Unterhaltung gibt es 130 Minuten bei dem beim Zuschauer sehr oft bloss totales Fremdschämen aber keinerlei Unterhaltung angesagt ist. Der Cast ist zwar mit vielen großen Namen versehen doch lediglich die Szenen mit dem Ur Bond Girl Ursula Andress als Vesper Lynd haben hier eine gewisse Klasse und können dem Film den so dringend benötigten Unterhaltungswert durch ein wenig Niveau bieten. Wer mal versuchen will sich bei der verkorkst komplizierten Geschichte noch zurechtzufinden sollte mal die ausführliche Zusammenfassung der Handlung bei Wikipedia durchlesen. Dannach raucht euch sicherlich der Kopf. ;)

        2 Punkte gibt es für Vesper Lynd und 0,5 für das süße Bademädel mit dem schönem Namen Butterblümchen das wohl viele gerne bei sich als Helferlein zum schruben der Problemzonen in der Wanne hätten.

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        • 3

          der schwächste aller Bond-Filme

          • 5 .5
            ezemeze 07.08.2017, 13:27 Geändert 07.08.2017, 14:17

            Visuelle Spielerei gepaart mit komplett unvorhersehbarer Handlungsstränge und -wendungen. Erinnet stellenweise an Jodorowksy's MONTANA SACRA. Sollte man nicht allzu ernst nehmen. Da hätte mich sicherlich als Kind mehr geflasht, aber viele Ideen sind ganz gut. Für Leute, die sich gerne mal ein Tütchen rauchen und Filme gucken wahrscheinlich ein Geheimtip. An sich ist CASINO ROYALE der erste inoffizielle Mike Myersche AUSTIN POWERS.

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            • 7
              geroellheimer 03.06.2017, 19:46 Geändert 03.06.2017, 19:47

              Besetzungswünsche/gerüchte":

              Bond (David Niven):
              Stanley Baker
              Laurence Harvey
              William Holden
              Peter O'Toole
              Cary Grant
              Sean Connery

              Vesper Lynd (Ursula Andress):
              Capucine
              Joan Collins
              Elizabeth Taylor
              Shirley MacLaine

              Giovanna Goothighs (Jacqueline Bisset):
              Joan Collins

              M (John Huston):
              Robert Morley

              Mata Bond (Joanna Pettet):
              Brigitte Bardot

              ?:
              Frank Sinatra
              Sophia Loren
              Barbra Streisand

              3
              • 2

                ich mag ja viele darsteller und regiesseure diese films. der film ansich ist jedoch einfach unterirdisch.

                • 3

                  Leider einer der weniger guten Filme von / mit Peter Sellers. das Staraufgebot kann nicht über die eigenartige Dynamik der Story hinwegtäuschen, denn während sich in der einen Minute ein gag an den anderen reigt, folgen dann wieder spannungsENTladene Minuten langweiliger Leere. Eine Persiflage auf Bond - vielleicht 1967, heute würde ich eher zu Johnny English raten.

                  • 0

                    Lang, langweilig, alt, nicht mehr witzig... man kann mehr über die Umsetzung als über den Inhalt lachen.

                    • 3 .5

                      [...] „Casino Royale“ zählt auch nicht zu den Filmen, die dem Zuschauer in ihrem legendären Scheitern eine gewisse Faszination abringen können, im Gegenteil – Was hier auf die Welt losgelassen wurde, ist eine Katastrophe ohne Sinn und Verstand. Man muss „Casino Royale“ allerdings dann doch ein Stück weit in Schutz nehmen, hinter der Kulissen soll es von Beginn an nicht nach Maß verlaufen sein, künstlerische Diskrepanzen spannten das Arbeitsklima fortwährend an, Woody Allen und Peter Sellers zogen gar die Reißleine und verzogen sich vom Set, während man „Casino Royale“ ohnehin erst mal als ernsten James-Bond-Ableger aufziehen und Sean Connery für die Hauptrolle gewinnen wollte, um dann Plan B aufzurufen und auf die Parodie-Schiene auszuschlagen. „Casino Royale“ ist zur desorganisierten, zerschnittenen Nummernrevue verkommen; ein 130 Minuten strapazierendes Kuddelmuddel, ein einziges Chaos, welches stetig die Drehzahl erhöht und mit dementsprechenden Vollgas in das Verderben brettert. Da verkommt sogar die herausragende Besetzung (zum Beispiel: David Niven, Ursula Andress, Jean-Paul Belmondo, Orson Welles) nur noch zum müden Namedropping.

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                        "Casino Royale" ist ein Film, bei dem man sich fragt, wie man es überhaupt bewältigt hat, ihn zu einer letztlichen Veröffentlichung zu bringen. Er ist nicht einfach schlecht, er ist quasi unanschaubar. Es ist nur in den allerwenigsten Szenen überhaupt schemenhaft erkennbar, was man mit dem abstrusen Geschehen auf dem Bildschirm bezwecken wollte, und selbst die 3-4 eigentlich amüsanten Stellen sind ungenießbar, weil sie bar jeden Kontexts auftreten und sich jeder Logik entziehen.
                        "Casino Royale" funktioniert weder als Gesamtwerk, noch in seinen einzelnen Sequenzen, und spätestens wenn einem die beiden prominentesten Darsteller mitten im Dreh kündigen, und sich über das Chaos am Set aufregen, sollte man in Erwägung ziehen, den Filmdreh abzubrechen.

                        Was ist geschehen?
                        Die Geschichte von vorne: In den 50ern hat man sich die Filmrechte an Ian Flemings ersten James Bond-Roman gesichert, noch bevor es 1962 mit 'Dr. No' zur ersten offiziellen Kinoverfilmung der Reihe kam. Bis es letztendlich rund 10 Jahre später zum Start der Dreharbeiten kam, waren die 007-Filme bereits erfolgreich mit Sean Connery auf die Leinwand gebracht worden, und sind schon zum Begriff geworden. Nichtsdestotrotz beschloss man, den Stoff parallel dazu auch noch zu adaptieren, abwechselnd als Konkurrenz oder als Parodie (ehrlich gesagt, ich bin ratlos, was es letztlich geworden ist).
                        Insgesamt wurden 5 Regisseure, 11 Drehbuchautoren und eine Unzahl an prominenten Haupt(!)darstellern verpflichtet, einige kündigten, andere mussten ergänzen, man musste improvisieren, zusammenschneiden, doubeln, verfremden, etc.

                        Das Ergebnis ist... ehrlich gesagt noch schlimmer als es sich anhört.
                        "Casino Royale" ist eine einzige Katastrophe, ein Tiefpunkt der Filmgeschichte, eine überaus unangenehme Erfahrung. Ihn zu erleben ist so dermaßen nervtötend, dass selbst der hartgesottenste Filmfan mit dem Gedanken spielt, sich durch die Open-Taste des Players von dieser Tortur an Film zu befreien.
                        Ich würde die Handlung beschreiben, aber es gibt schlicht keine.
                        Es gibt eine Figur namens James Bond, gespielt von David Niven, der sich aus dem Agentenleben zurückgezogen hat, er wird von 4 internationalen Spionageabteilungsleitern aufgesucht, warum auch immer, dann fliegt plötzlich sein Haus in die Luft, auf einmal ist sein Vorgesetzter M tot, dessen Frau, die nicht dessen Frau ist, lädt Bond zu sich ein, ihre Adoptivtöchter versuchen Bond zu verführen, sie selbst ebenfalls, alle scheitern, auf einmal ruft sie 4 Männer, die mit Bond mit großen Steinen Ball spielen sollen (ihr habt richtig gelesen), alle verlieren in slapstickhafter Manier, die Frau verliebt sich in Bond, will aber plötzlich ins Kloster gehen, weshalb auch immer, sagt ihm aber zuvor noch, wer sie angeheuert hat, ihn zu töten.
                        In diesen ersten 20 Minuten (wenn überhaupt) drängen sich bereits mehr Fragen auf als in einer Quizsendung.
                        Achja, und Bond nimmt Ms Platz bei MI6 ein, und gibt an, alle Agenten in James Bond 007 umzubenennen. Häh? Hääääähhhhhh??? Wieso?

                        Aber es geht munter weiter.
                        Ein brillanter Kartenspieler, der alle Tricks kennt, gespielt von Peter Sellers, soll, ebenfalls unter dem Namen James Bond dem Gauner Le Shiffre (dessen Verbindung zu der Organisation um den versuchten Mord an Bond erst wesentlich später festgestellt wird), gespielt von Orson Welles (ja, ihr habt richtig gelesen), das Geld aus der Tasche ziehen - die einzige Parallele zum "echten" 'Casino Royale'. Wie kommen sie gerade auf ihn? Und wie kommen sie auf Le Shiffre, dessen Namen bis dato garnicht genannt wird. Ach ja, und eine Agentin namens Vespa taucht irgendwo dazwischen auf und gibt Sellers die Instruktionen.
                        Als nächstes soll Bonds uneheliche Tochter mit Mata Hari, namens Mata Bond, verkörpert von Joanna Pettet, undercover an eine Spionageschule gehen, und dort selbst spionieren.
                        Dort erfahren die Figuren eigentlich erstmals von Le Shiffre, aber bei näherer Betrachtung versteigert er dort auch nur sexuell anzügliche Bildchen, und macht keine krummen Geschäfte.

                        Und so geht es immer weiter.
                        Ich lehne mich einmal weit aus dem Fenster und vermute folgendes Szenario:
                        Die 11 Autoren saßen nicht gemeinsam an einem Drehbuch, sondern an 11 verschiedenen, und durch einen Schreibfehler wurde von den eingereichten Büchern nicht nur eines, sondern gleich 11 akzeptiert. Der Produzent wollte sich seinen Irrtum nicht eingestehen, und riss somit wahllos ein paar Seiten aus allen Werken heraus und legte sie in zufälliger Reihenfolge auf einen Stapel als das fertige Skript.
                        Anders ist diese konfuse und gänzlich unverständliche Mischung nicht erklärbar.
                        Dann hat man den 5 Regisseuren nur einen Stuhl hingestellt, und alle haben sich darum gestritten und - sich um den Posten prügelnd - den Schauspielern wild Regieanweisungen entgegengebrüllt. Leider wusste man nicht, wen sie damit meinten, da sie zu beschäftigt damit waren, darum zu kämpfen, wer nun mit dem Drehen dran ist, weshalb Niven, Sellers und Pettet unter sich ausknobelten, wer nun die Szene spielen darf.
                        Sellers, und den nur sehr spärlich eingesetzten Woody Allen (als Bonds Neffe Jimmy Bond!) wurde das dann zu bunt und sie kündigten.
                        Das Traurige ist, dass mir diese zunächst scherzhafte Theorie durch die Kommentare diverser Beteiligter beinahe komplett bestätigt wurde. Es herrscht Anarchie, hinter und vor der Kamera.
                        Wer in den letzten 10 Minuten noch irgendwie mitkommt, dem gehört der Nobelpreis verliehen - es springen z.B. Indianer mit Zelten als Fallschirme ohne irgendeinen Zusammenhang zum Geschehen ins Gebäude, und das ist nur eine von 1000 Kuriositäten, die hier im 2-Sekunden-Takt auftreten. Unübertrieben. Der Schnitt ist so schnell, und das Gezeigte so merkwürdig und sinnentleert, dass eine Analyse und eine Einordnung unmöglich wird.

                        "Casino Royale" ist ein Film, der nicht einmal so schlecht ist, dass es Spaß macht. Auch Ed Wood macht hundsabsurde Filme, aber es ist ein richtiges Vergnügen, sich diese anzusehen. Dieser Pseudo-Bond verdient es nicht, im selben Satz mit der Vorsilbe hunds- erwähnz zu werden. Er geht 2 Stunden lang kontinuierlich auf die Nerven und dehnt diese ins Unermessliche; wer einen roten Faden sucht, ist hier nicht nur Fehl am Platz, er wird seinen Glauben an die Filmwelt niedergeschmettert sehen.
                        Ich glaube, rote Fäden waren am Set strikt verboten und wurden umgehend verbrannt, sobald sie entdeckt wurden.
                        Die Witze und Gags sind unverständlich, oftmals fragt man sich, wie man überhaupt auf die Idee käme, es sei lustig. Flache, niveaulose Gags sind immer noch als solche erkennbar - man lacht nicht darüber, aber man versteht zumindest, was daran die Pointe sein soll - das kann ich von "Casino Royale" nicht behaupten. Bis auf etwa 5 Szenen war mir oft garnicht bewusst, inwiefern das, was ich gerade sehe, überhaupt witzig oder ernst sein sollte, denn im Endeffekt ist der Film weder noch. Er ist nur eine ausgesprochen negative, niederschmetternde Erfahrung. Und wurde Gott sei Dank nicht offiziell in die 007-Reihe aufgenommen.

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                          Martin Canine 03.05.2015, 17:40 Geändert 03.05.2015, 18:25

                          Das ist noch nicht der echte Kommentar, aber ich muss es einfach anmerken:
                          Ich habe das letzte halbe Jahr sehr viele negative Superlative verwendet.
                          Ich mache das nicht extra, und ich will das eigentlich auch garnicht... wirklich nicht...
                          ...aber manche Filme, die ich eben zufällig in dieser Zeitspanne gehäuft gesehen habe, machen es mir einfach unmöglich, mich auch nur in irgendeiner Weise positiv zu äußern, weil sie mich einfach zur Verzweiflung bringen...
                          ...Filme wie "Casino Royale"... wuäh...
                          ...nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, brillanten Daniel Craig-Film.

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                          • 3 .5

                            Richtig schlecht und eine unglaubliche Verschwendung von Stars und Talenten. Positiv zu vermerken allerdings, dass Woody Allen durch Casino Royale zu folgender Einsicht gelang: "I never bothered to see Casino Royale. I knew it would be horrible. The set was a madhouse. I knew then that the only way to make a film is to control it completely." Auch filmische Katastrophen wie diese hier können also ihr Gutes haben.

                            Eine Anregung: Die mehr als chaotische Entstehungsgeschichte von Casino Royale könnte allerdings wirklich verfilmenswert sein. Mehr Pfauenhafitigkeit, mehr Neurosen und mehr Missgunst dürften kaum je an einem Set versammelt gewesen sein.

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                            • 9 .5

                              Verstehe nicht daß den keiner mag oder auch kennt. Ein absolutes 60s Swinging London Produkt. Klar geht hier einiges drunter und drüber (klar bei 5 Regiseuren) aber genau das macht den Charme aus. Die Hasser können nur eingefleischte Bond Fans der frühen Stunde sein die die Persiflage nicht verstehen können (oder wollen).Oder Leute mit dem 60s Style nix anfangen können. ich bin auch Bond Fan der 60er und 70er aber das ist so genial (wenn auch vielleicht unfreiwillig) gemacht dass es eine Freude ist.
                              Egal ob David Niven oder Peter Sellers, ob Woody Allen oder Orson Welles, ob Ursula Andress oder Deborah Kerr, Belmondo, William Holden, und und und....
                              Hier gibt sich alles ein skuriles Stelldichein.
                              Und der Soundtrack von Burt Bacharach krönt alles.
                              Woody Allen (als Jimmy Bond) erzählt der nackten gefesselten Daliah Lavi dass der 20.April (!) auch sein Geburtstag sei. Und von nun an alle Männer unter 1,52 vernichtet werden !!! Und danach........ach man muss es einfach selbst sehen.
                              Und LE CHIFFRE heisst hier Orson Welles und nicht Mats Wilander...oder nee Mats Mickelsen, oder ne...mom...is auch sowieso egal.

                              P.S. wenn ich irgendwo was von CASINO ROYAL lese denke ich sofort an diesen, und nicht an etwas Langweiliges was sich vor ein paar Jahren den gleichen Namen gestohlen hat !!!

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                              • 9 .5

                                Wenn ich an CASINO ROYALE denke, dann an diesen. Unbeschreiblich tolle 60s Persiflage mit Stars ohne Ende. Tollem Soundtrack von Burt Bacharach. Wer diesen Film nicht mag ist bestimmt nach 1990 geboren.
                                Klar erzeugen die 6 Regisseure etwas wirrniss. Aber das finde ich gerade hier absolut passend. David Niven als James Bond, Peter Sellers als James Bond, Orson Welles als Le Chiffre, und Ursula Andress als Bond Girl twice. Woody Allen als "Jimmy" Bond. Plus "Catweezel" als Q, Daliah Lavi als "Wunderwaffe", und und und...
                                Sorry, aber wenn ich Casino Royal höre , denke ich nicht an einen 08/15 Action Film mit Daniel Craig, der verzweifelt versucht die geniale James Bond Historie aufrecht zu erhalten, und dabei kostenlos Schlaftabletten an die übersättigte Popcorn Gesellschaft zu verteilen.
                                Dieser ist der wahre Casino Royal. Wahre Filmische Zeitgeschichte der 60er.
                                "In der Tat"

                                • 3

                                  Filme die ich mir zum ansehen aussuche schalte ich selten ab aber hier ging es nach 60min einfach nicht anders! Selbst die guten Gags die der Film hat werden durch den Klamauk der früher anscheinend lustig war in den Boden gestampft, man muss einfach (zumindestens ich) wegschalten. SCHADE.

                                  • 4 .5

                                    Kasperletheater, Psychokabinett, Wunderland, gemeinsam vereint auf einem Festmahl der Überspitzung und Überdrehung; einzustufende Qualität der Mission: unmöglich, ungenießbar, unverhältnismäßig. Fünf Regisseure bastelten am Schneidetisch dieses schleppende Kaleidoskop zusammen, es riecht nach Betriebsunfall, nach Klapsmühle und befördert sowohl den bulligen Orson Welles als auch den quirligen Woody Allen in das Kostüm der Superzocker. Einer gewinnt unfair per Spielkartenbrille und okkulten Zaubertricks, einer leidet an "sexuellen Minderwertigkeitskomplexen" und einer auf Aspirin basierenden Atombombe, gefährlich für alle hochgewachsenen Männer, nützlich für alle hässlichen Frauen. Dem Film gelingt es, minderbemittelsten Humor ohne Rücksicht auf ein Grundfundament an Niveau zu vermischen (groß: die deutsche Mauerexplosion; nervig: das Dialogstottern), um im Showdown die sowieso lockeren Zügel an die Wand zu schleudern: Indianer, Cowboys und die Studiokavallerie meucheln sich schließlich gegenseitig im Casino Royale, als ob es einen Kreativitätsmeuchelrekord zu brechen gelte. Anarchisch wird auch James Bond gemaßregelt – der Technik abgeneigt, kein Sexprotz, keine Laster, ein Klavierfan, altmodisch und schnöselig. Wirr erzählt und hinsichtlich jener femininen, homoerotischen Liebesverzückung gar ungemein ausgewalzt, weiß "Casino Royale" zwar nie seine bausteinartige Struktur von schwunglosen Kurzgeschichten aufzubrechen, streift aber immerhin die Kunstkultur hierbei querfeldein. Es flirten expressionistische, dadaistische, surrealistische Einflüsse miteinander. Popart, Streetart, Cabarét. Der Himmel ruft sie (und die Hölle).

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                                    • 1

                                      Dieser Film ist der sinnfreieste, lustloseste, albernste Klamauk seit "Unterm Dirndl wird gejodelt". Eventuell gab es kein Drehbuch - wenn man Gerüchten glauben schenken kann, war der Film zunächst auch als "ernster" Bond konzipiert und wurde erst kurz vor Ende der Dreharbeiten uminterpretiert. Könnte hinkommen, da kein einziger der Gags zündet und der Handlungsablauf (welche Handlung?) so gut wie sinnfrei ist. Nichtmal der alte Cineastentrost "so schlecht, dass er schon wieder gut ist" funktioniert hier (wie z.B. bei "Bad Taste" oder "Planet 9...").

                                      Einige Highlights:
                                      - Orson Welles spielt einen französischen Gangster mit amerikanischem Akzent
                                      - Woody Allen will per Droge? Bombe? alle Frauen verhübschen und alle Männder über 127cm töten, um freies Spiel zu haben.
                                      - Er stößt insgesamt 399 Wölkchen aus, nachdem er versehentlich diese Droge zu sich nahm.
                                      - Ein Nachtclub, der im Nachkriegsberlin angesiedelt sein soll, wird von London aus mit dem Taxi angefahren; er heisst "Zur sexy Raserei". No comment.
                                      - Mata Bond, die Tochter von Mata Hari und James Bond(!), entsorgt ihren bösen ostdeutschen Erzieher durch Ziehen der Kabel seiner Herzbatterie, die Jener natürlich sichtbar über dem Hemd trägt.
                                      - Cowboys und Indianer tauchen aus Wald und Ufo(!) auf, um die finale Schlacht zu entscheiden.
                                      - Alle kommen in den Himmel, nur Woody in die Hölle.

                                      Der Film ist leider genau so schräg und uninspiriert wie diese Aufzählung. Eigentlich ein "Hassfilm", aber das wäre noch zuviel der Ehre.
                                      Ich habe ihn am Wochenende nach ca. 15 Jahren zum 2. Mal gesehen; seitdem stoße ich blauweiße Wölkchen aus. ;-)

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                                        Natürlich kann man so einen Film in keiner Weise ernst nehmen. Hier wird wirklich alles durch den Kakao gezogen was den Doppelnullagent ausmacht. Zündende Lacher bleiben aber doch aus. Eine große Starriege kann das Ganze auch nicht retten. Die Musik hätte mich das ein oder andere mal fast zum abschalten gezwungen. Wirklich sehr nervend.

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                                          James Bond 00WTF wäre der bessere Titel. Eine absurde, skurrile Szene jagt die Nächste. Richtig witzig ist das zwar nicht, aber gerade so gut wie 90 Minuten Blödeleien auf Youtube anschauen.

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                                            Das ist der Beste!!!! Ich könnte ihn mir hundert mal anschauen.Sehr lustig!

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                                            • 1

                                              Es gibt auf dieser Welt bessere Parodien auf ein Genre, die mitunter wirklich gut sind und an die Güte des Originals heranreichen. Bei „Casino Royale“ verstehe ich größtenteils den Humor gar nicht und will mich weder mit der Erzählweise noch der Handlung anfreunden. All das wirkt aufgesetzt und war 1967 wahrscheinlich witzig, ist für mich aber belangloses Aneinanderreihen von stumpfem Gerede ohne Sinn.

                                              • 6

                                                Nummernrevue aus Klamauk, Slapstick und intelligenten Humor. Die schwierige Produktionsgeschichte und die ständig wechselnden Regisseure tun dem Film nicht gut, zu aneinandergereiht stehen die unterschiedlichen Niveaus der Gags nebeneinander. Viel Geld ist in diese Suppe geflossen ohne das eine wirklich schmackhafte Kost entstanden ist. Der 60er Flair ist nostalgisch-schräg, die äußerst prominenten Schauspiele haben ihren Spaß aber selbst für eine James Bond -Parodie ist der Film ziemlich blöd-doof geworden. Macht trotzdem Spaß....

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                                                • 6

                                                  Rosa roter Phanter trifft auf 007 - so blöde wie das klingt ist der Film auch. und Woody Allen als Dr NO(AH). OMG
                                                  Peter Sellers als 007 James Bond, man sollte sicher aus heutiger Sicht, keinen Streifen erwarten wie der mit Daniel Craig, aber könnte man sagen unter dem 60er Jahre typischen Drogenkonsum ein erträglicher Film, und für Bond Fans siche rlic pflicht programm , nur der Titelsong nervt total.

                                                  • 4 .5

                                                    "'Casino Royale' is too much for one James Bond" - für mich ebenfalls...

                                                    Es gibt Filme, die sich nur durch Drogenkonsum erklären lassen. Es gibt Filme die sich nur durch Unvermögen gepaart mit Größenwahn erklären lassen. Es gibt Filme, die sich nur durch extrem unglückliche Produktionsumstände erklären lassen. "Casino Royale '67" (ich setze die Jahreszahl bewusst in den Titel, um Verwechslungen vorzubeugen) allerdings kann man nur durch diese drei Faktoren kombiniert erklären - und das auch nur sehr bedingt. Ursprünglich als ernste James-Bond-Verfilmung geplant, dann als James-Bond-Persiflage gedreht, aber herausgekommen ist ein großes chaotisches Etwas, das mit Ian Flemings Vorlage nicht sonderlich viel zu tun hat und sich nur sehr schwer beschreiben lässt. Um dies zu tun muß ich schon so schöne aber selten benutzte Worte wie 'hanebüchen' oder 'Tohuwabohu' bemühen. Zig Handlungsstränge und Personen werden eingeführt und verlaufen dann doch meistens im Sand - die "Pirates of the Caribbean"-Fortsetzungen sind nichts dagegen. Sechs Regisseure wurden für diesen Film verschlissen und das Peter Sellers irgendwann den Dreharbeiten fernblieb fällt da auch nicht mehr weiter auf. Apropos Sellers: Große und bekannte Namen gibt es bei "Casino Royale '67" zuhauf, was diesen Film noch seltsamer macht. Das war übrigens das bisher einzige Mal, dass mir Woody Allen auf die Nerven ging und toll, dass Orson Welles mal einen Bondschurken gespielt hat, aber warum ausgerechnet in DIESEM Film?

                                                    Für einen passenden Ausdruck für das Finale, bei dem wohl alles und jeder auf dem Studiogelände eingesetzt wurde der nicht bei drei auf den Bäumen war, muß man schon eine Formel wie hanebüchen*(Chaos+Tohuwabohu)² bemühen. Eine Bewertung von 4,5 bekommt "Casino Royale '67" nicht deswegen, weil ich ein verbitterter Bond-Fan ohne Humor wäre, sondern weil sich der Film trotz all dem absurden Treiben, trotz Sixties-Style und schönen Frauen über seine Länge von über 2 Stunden unglaublich zieht und ich nur selten Spaß dabei hatte. Ironie der Bondgeschichte, dass Hauptdarsteller David Niven die Wunschbesetzung von Ian Fleming für James Bond war und sogar in zwei Romanen erwähnt wurde.

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