Avanti, avanti! - Kritik

Avanti!

US/IT · 1972 · Laufzeit 140 Minuten · FSK 12 · Komödie, Drama
Du
  • 6

    flotte Komödie
    Jack Lemmon in Bestform ! Was soll man da noch groß schreiben ? Ansehen muß man sich das ! Über zwei herrliche Stunden sind garantiert !

    • 6 .5

      Zwei Mal innerhalb zwei Wochen gesehen. Einfach eine tolle Screwball-Comedy.

      Kann es sein das Peter Falk alias Colombo eine kleine Rolle im Film hat???

      2
      • 6

        Ach doch, der war jetzt mal genau richtig für mich. Inmitten dieser Wintersdepression, diesem nicht enden wollenden grauen Wetter, dieser Kälte. Dieses Frühlingsgefühl habe ich fast greifbar. Ich weiß, wie es sich anfühlt, aber „künstlich“ aufrufen kann es ich nicht. Aber bald ist es ja wieder so weit. Und bis dahin ist es schön, wenn es Menschen wie Billy Wilder gibt, die mit einem Film wie diesem ins Schwarze treffen.

        „Italy is not a country. It’s an emotion.“
        Wilder zelebriert die Drehorte in Italien. Er zelebriert die das Hotel, das Wasser, das Wetter, die Einwohner, die Kultur. Und das mit einem Kultur-Clash vom Feinsten. Jack Lemmon ist schließlich ein amerikanisches Arbeitstier, das zwar von seinem Vater übernimmt, aber nicht faul und ohne Initiative lebt. Und so trifft er und später auch Landsmänner auf die etwas verträumte, im besten Fall aber lebensphile Einwohnerschaft, die Mittagspause von 12 bis 16 Uhr haben.
        Auffallend ist hier, wie gefühlvoll Wilder die Kulturen aufeinandertreffen lässt. Die Amerikaner regen sich über die Italiener auf und kriegen dabei den Spiegel vor die Nase gehalten. Die Italiener kommen insgesamt besser weg, dennoch kommentiert Wilder auch hier ein paar Angelegenheiten. Selbst Mussolini kommt noch einmal zum Vorschein. Natürlich Wilder-typisch locker-luftig-leicht.

        Angesichts dessen kann man verstehen, wieso der Film in Amerika nicht der große Erfolg war. Und AVANTI! ist auch bei Weitem nicht Wilders bester Film. Aber er schafft das oben genannte Zitat auf den Film zu übertragen. Der Film atmet nämlich förmlich die gutmütige Lebensart, die hier dargestellt wird. Freiheit, Optimismus und persönliche Nähe. Und damit trifft der Film bei mir auf einen Nerv, den ich mal wieder gebraucht habe. Ein schönes Erlebnis mit einem tollen Lemmon und hach, einem richtig schönen Italien.

        https://www.youtube.com/watch?v=GWJytcGiSJg

        _Smooli

        11
        • 8

          Billy Wilder verpackt, Charme / Romanze / Screwball wieder mal sehr unterhaltsam in ein Paket für einen Cocktail in Capri oder am Gardasee.

          Immer noch sehr toller Film und auch für mich unverständlich das der gefloppt ist.

          2
          • 8

            Ist mir eigentlich ein Rätsel,warum der als eher schlechter Film von Wilder gilt,denn schlecht ist eigentlich nur die ins Gegenteil gekehrte deutsche Titelgebung.
            "Avanti!" ist eine stimmige Ferien-Romanze,luftig und leicht,in der Wilder mit rausgenommenen Tempo und vielen Außenaufnahmen mal in eine etwas andere Richtung geht;was den Biss und Beobachtungsgabe angeht,ist seine Handschrift jedoch unverkennbar.
            Der Kulturzusammenstoß ist amüsant und warmherzig,bietet einen herrausragenden Clive Revill als stoischen Hotelmanager,eine bezaubernde Juliet Mills und nicht zuletzt einen lediglich mit schwarzen Socken bekleideten Jack Lemmon.

            11
            • 8

              Einer der persönlichen Herzensangelegenheiten von Billy Wilder.... Zu unrecht damals ein Flop... Senza Fine .... lalalalalalala ;-)

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              • 3 .5

                Sicherlich eines der schwächsten Werke Billy Wilders.
                Krampfhaft aufgesetzte Komik, dazu ein Drehbuch, dass zwar irgendwie niedlich ist, aber leider unnötig in die Länge gezogen wird, so dass man am Ende einfach nur noch genervt ist.
                Auch die Akteure spielen hier nur mit halber Kraft, was man ihnen aber nur schwer verübeln kann.
                Fazit: Kaum zu glauben, dass solch unterdurchschnittlicher langweiliger Kram tatsächlich von Billy Wlder stammt... kann ich nur von abraten

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                • 6

                  Avanti! ist ein späterer Wilder Film, der einige Wilder-üblichen Vorzüge enthält, allerdings auch viel schon zuvor gesehenes zeigt. Wilders Komödien arbeiten fast immer nach dem selben Prinzip, ihm daraus einen Strick zu drehen wäre falsch, da seine Komödien in 90% der Fälle einwandfrei funktionieren. Avanti! hat jedoch einige Mängel. Zunächst einmal ist der Film gut und gerne 30-40 Minuten zu lang. Die Story hätte genug Material für eine pfiffige Komödie von 90-110 Minuten geboten, Wilder zieht dies aber auf 140 Minuten und schafft so viel Leerlauf, wo wir auch schon beim zweiten großen Kritikpunkt wären. Avanti! zeigt ein viel zu gemächliches Tempo, wo andere Wilder Filme (1,2,3 ist da ganz stark) eine Dialogsalve nach der anderen bieten und der Zuschauer kaum Zeit zum Luftholen hat, so bietet Avanti! viel zu wenig auf diesem Sektor. Die Dialoge haben durchaus ihre Komik, doch kommt diese viel zu selten durch. Das ganze wäre nicht schlimm, wenn im Ausgleich eine fesselnde Geschichte geboten würde, da dies jedoch nicht geschieht wird der Zuschauer enttäuscht. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten stimmt und vor allem Jack Lemmon bietet eine gewohnt gute Leistung. Interessant ist, dass während Wilder in den 60ern zwar schon immer viele Anspielungen auf Sex und Frivolitäten in seinen Filmen bot, er hier die durch die Jugendbewegung erkämpfte neue Freiheit nutzt und viel Haut und direkte Anspielungen auf Sex zeigt. Es soll hier kein Spießertum glorifiziert werden, jedoch erschienen die Anspielungen aus den 50er und 60er Jahren gekonnter als das platte zeigen von Haut das Wilderi n Avanti! ausübt. Insgesamt eine routinisierte Komödie, die jedoch noch etwas Pfiff vertragen könnte.

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                  • 8

                    "Ach, klingt das nicht wie Musik"
                    Billy Wilder, auch in den 70er Jahren noch ganz groß. Hier mit einer wunderbar leichten Komödie, die wie Martini auf Capri schmeckt. Köstlich.

                    • 9

                      Permesso?... Avanti! Grunzotti! Si, das ist ein Billy-Wilder-Film! Er beobachtet so gut, schreibt herrlich kurze, geschliffene Dialoge und hatte auch hier den Finger am Puls des Jahres 1972. Eine schöne Romanze in bella Italia und für amerikanische Verhältnisse, mit einem nacktärschigen Jack Lemon, erstaunlich freizügig! Ich sollte auch wenigsten die Socken beim Schwimmen anlassen! xD! Mit einer liebenswert verführerischen Juliet Mills, die den guten Jack fast schon in den Schatten Ischias spielt! Im Gegensatz zu vielen heutigen Filmromanzen, treffen hier keine gestylten "Supertypen" aufeinander, sondern zwei Menschen, mit Ecken, Kanten, Neurosen und ein paar Speckröllchen. Und genau das macht diese Komödie immer noch zu einem Klassiker... wie die meisten Filme von Billy Wilder. Hinzu kommen noch Nebenrollen, so genial komisch, wie glaubhaft gespielt: der Concierge, die Trottas, ein bisschen Mafia, ein bisschen Inzucht..., der Staatsmann und der Fugplatzwärter... der den Staatsmann bittet, später nochmal zu kommen (mit dem Hubschrauber), weil jetzt Mittag ist... von 1 bis 4! Juhu und Grazie! Eine schöne und schlaue Komödie, mit einer Leidenschaft und Sex! So, die Koffer sind gepackt, auf nach Ischia... ich hab was zu erledigen! (Allerdings: Sicher komme ich 30 Jahre zu spät, denn heute ist es dort unbezahlbar und wie überall... viel zu voll! Grunz!)

                      6
                      • 8

                        Eine sehr niedliche Beziehungskömodie mit dem gewissen Billy Wilder Charme. Der perfekte (Urlaubs)-Film für verregnete Sonntagnachmittage. Einziges Manko ist die Filmlänge (140 min), man hätte diese Geschichte auch in 90 Minuten erzählen können.

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                        • 6

                          [...] Ungeachtet des kommerziellen Misserfolgs und der in Relation zu anderen Werken Billy Wilders bestehenden Unbekanntheit, repräsentiert "Avanti, Avanti!" in gewisser Hinsicht den perfekten Urlaubsfilm, lediglich in geistreicher Verpackung präsentiert. Betörende Bilder voller Sonne, Wasser und Softdrinks, so ausgefeilt geschrieben wie sympathisch altmodisch inszeniert: Das ist sie, Wilders Ode an die Liebe und gegenseitiges Verstehen. Das ist es, das vollkommen unterschiedliche Verhältnis gesellschaftlicher und kultureller Natur zwischen zwei aufeinanderprallenden Ländern sowie des Regisseurs augenzwinkernde, mancherorts gar satirische Abrechnung mit der amerikanischen Gier nach Größe, die sich schnell in latente Arroganz verwandelt.

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                          • 7 .5

                            Wie brillant beobachtet und wiedergegeben die Szenen im Film sind weiß man erst, wenn man mal auf der italienischen Botschaft versucht hat, ein Dokument beglaubigen zu lassen. Der italienische Beamte, der im Film Minutenlang die Sterbedokumente abstempelt, könnte nicht näher an der Wahrheit sein.

                            Eine schöne, humorige Romanze.

                            • 9 .5

                              Ganz und gar wundervoll. Wie der Zuschauer immer wieder in neue Situationen mit jeweils ganz umwerfenden Nebendarstellern geführt wird, ist schon die Große Alte Schule. Obwohl mit über zwei Stunden nicht eben kurz, wird man doch in jeder Minute auf das Edelste unterhalten. Und dann baut der Meister auch noch nackte Brüste in den Film! Das ist aber nur auf den ersten Blick ein Skandal - schreiben wir doch immerhin das Jahr 1972. Da waren die Zuschauer ganz andere Sachen gewöhnt. Und dann wirkt dieses Werk in seiner zarten Entrücktheit schon fast wieder sympatisch altmodisch, obschon Wilder es hier (wie vorher eigentlich immer schon)mit der Moral nicht so ernst nimmt. Das ist herzerfrischend. Danke, Meister.

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                              • 7 .5

                                Erstmal: DICK??? Die reizende Juliet Mills? Die in diesend Film mehr Erotik versprüht als manche superknochige Keira Knightley???
                                Hoffe doch sehr, das das zum schrägen Humor von Billy WIlder gehört???
                                Ansonsten war der Film sehr zauberhaft...
                                Er hatte alles was zu einem gemütlichen Sonntagsnachmittagsfilm gehört:
                                Wort und Situationswitz, ein sich mit Leidenschaft streitendes Pärchen,
                                welches am Anfang Gift und Galle spuckt und eigentlich gar kein Pärchen sein will,wunderbares Urlaubsfeeling a'la Italia, ein wenig knisternde Erotik nach der alten Schule und zum Schluss gaaanz viel Romantik!
                                Positiv fand ich noch zu vermerken, wie erwachsen doch der Film mit dem Thema "Seitensprung" umging...und die paar Nacktszenen, waren sicher damals doch ein kleiner Skandal oder?
                                Ein Filmchen, der vorzüglich unterhält, einen zum Lachen bringt und zu seiner Zeit mal richtig den Spiegel vorgehalten hat! :-)

                                P.S: Ich kannte Jack Lemmon vorher nur, an der Seite von Walter Matthau! Hihihihi!

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                                • 8

                                  Eine tolle Komödie mit viel Wortwitz und Situationskomik.
                                  -"Finden Sie einen Sarg, Sie werden ja wohl noch irgendwo einen ausgraben können."
                                  -"Sie wollen einen gebraicuchten Sarg?!"

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                                  • 7 .5

                                    Typischer billy wilder Film.
                                    Gilt als der europäischste film von ihm. Mir leider etwas zu amerikanische Satire. Trotzdem, hochkarätig besetzt, tolle figuren!

                                    • 8 .5

                                      Eine ganz grossartige Billy Wilder Komödie alten Schlages - schöner Stoff für den Sonntag nachmittag...

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