2001: Odyssee im Weltraum - Kritik

2001: A Space Odyssey

US · 1968 · Laufzeit 133 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
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    Kubricks überwältigendes, filmtechnisch wunderbares Kunststück ist ebenso eine Reise in das Innerste des Menschen, wie eine Reise in das Äußerste der er-fahrbar-en Welt. In an Ausdruck kaum zu überbietenden Szenen wird die Entwicklung des Be-greifens von der Entstehung bis zur scheinbaren Krone – die Raumfahrt mit dessen Rechenungeheuer „Hell“ – inszeniert, um später schlagartig zur Bedrohung zu werden. So läuft die vom Menschen konstruierte Welt Gefahr, dem Menschen aus der Hand zu gleiten. In „2001“ jongliert Kubrick förmlich auf der Reise ins Innere mit Komplementaritäten wie Angst/Vertrauen, Panik/Kontrolle, Vernunft/Intuition und Bewusstes/Unbewusstes, übt wie im Vorbeigehen scharfe Kritik am westlich-naturwissenschaftlichen Lebensmodell und würzt die ganze Sache mit einer unter die Haut gehenden Klangwelt. Ein wahrlich holotroper, schier erschlagender Schöpfungsakt, der an Intensität seines gleichen sucht. Thanks for having you, Stanley!

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      martin.keller.9022 23.12.2015, 21:55 Geändert 27.02.2017, 20:09

      Ich wusste bis jetzt gar nicht, dass es 2001 eine Jupitermission gab.
      Spass beiseite, dass Kubricks Film ein Meisterwerk ist, dürfte allgemein bekannt sein, ich habe sonst eher weniger das Verlangen lange Kommentare zu Filmen zu schreiben aber hier tu ich jetzt mal. Mein erster Kontakt mit Stanley Kubrick war Spartacus. Da war ich etwa zehn, ich hatte keine Ahnung wer Kubrick war und der Film wirkte auf mich etwas antiquiert und ging rasch vergessen. Mein zweiter prägender Kontakt mit Kubricks Werken war dann mit 16 als wir im Englisch Unterricht Clockwork Orange lasen und dann auch ansahen. Hier vermochte mich Kubrick zu begeistern (Über CO sollte ich auch mal noch einen längeren Kommentar schreiben). In den folgenden Jahren kamen Barry Lyndon, Wege zum Ruhm, Shinning und Full Metal Jacket zu meiner DVD respektive BR Sammlung hinzu nur bei einem Werk zögerte ich immer es mir anzusehen und zwar ausgerechnet dem wohl berühmtesten und kanonischsten von Kubricks Filmen: 2001. Ich habe die DVD nun schon seit zwei Jahren, aber irgendwie traute ich mich nicht so recht an den Film heran wohl mit der unterschwelligen Befürchtung, meine sehr hohen Erwartungen könnten enttäuscht werden. Ausserdem wollte ich den Film auch nicht einfach mal so nebenbei quasi im Hintergrund laufen haben, sondern mich voll auf den Film fokussieren. Das hab ich also heute gemacht und damit einen der grossen Weissen Flecken auf meiner Film-Karte gefüllt.

      Damit nun zur Einzelkritik:

      Über den Soundtrack muss wohl nicht mehr viel gesagt werden, wahrscheinlich das berühmteste Element des Films. Die Eingangssequenz mit Strauss Musik gehört wohl zu den bekanntesten und meistkopierten Filmszenen überhaupt. Kubrick setzt wie auch in Clockwork Orange keine eigene Filmmusik ein sondern greift vor allem auf Orchesterstücke zurück setzt diese aber sehr sparsam und in der zweiten Hälfte des Films kaum noch ein. Wo er sie einsetzt passt sie aber auf den Punkt genau, besser kann man dass kaum machen.

      Optisch ist der Film einfach der Knaller, besonders wenn man bedenkt wie viele Jahre der Film mittlerweile auf dem Buckel hat, er erschien nota bene 23 Jahre vor meiner Geburt. Da will ich jetzt auch gar nicht zuviel Worte verschwenden, dass wären ohnehin nur Superlativen aneinandergereiht. Der Film erschuf eine ganz neue Ästhetik. Optisch ganz klar 10/10 Punkten.

      Vor dieser Optik bleiben die meisten Schauspieler relativ Blass und austauschbar, aber wahrscheinlich will der Film ja genau das vermitteln, die Belanglosigkeit des Menschen im Hinblick auf die Weiten des Weltalls. (Jetzt werd ich noch philosophisch.)

      Die Handlung wurde hier häufiger als konfus oder verwirrend beschrieben, ich finde das nicht. Klar der Film erzählt nur bedingt eine logisch zusammenhängende Geschichte und klar die letzten zwanzig Minuten sind ein reiner Mindfuck an Farben, Formen und Tönen, aber dennoch würde ich sagen, dass die Handlung besser ist als in so manchem anderen Film. Die Handlung sit nicht weniger als die Visualisierung von zahlreichen philosophischen Theorien, soziologischen Debatten und zeitgenössischen Diskursen. Ganz Gesamtkunstwerk will der Film alles Erzählen. Es geht um die Grundlegende Frage was der Mensch ist und die Antwort darauf lautet: Nichts!

      Fazit:
      Der Film leitete für das gesamte Medium eine neue Entwicklungsstufe ein und hob es auf ein neues Niveau. Ich verwende wirklich selten Superlative aber möglicherweise ist dies der beste Film aller Zeiten ganz sicher der beste Science Fiction Film.

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      • 7 .5

        Sehr schwierig zu beurteilen..

        • 9 .5
          2gay2play 15.12.2015, 15:13 Geändert 15.12.2015, 15:14

          Ein Film, wie er bild- und tongewaltiger nicht sein könnte. Er lässt nicht nur großen Spielraum für Interpretationen, sondern knüpft auch an entstehungsphilosophische Grundfragen an.
          Es kommt ja nicht von Ungefähr, dass Kubrick als einer der genialsten Regisseure des letzten Jahrhunderts gilt.

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            HeartOnFire 02.12.2015, 16:39 Geändert 02.12.2015, 16:39

            Hab den Film am Wochenende gesehen und trau mich immer noch nicht ihn zu bewerten. Der hat mich irgendwie total Verwirrt :D
            Ich denke die nächsten Tage steht dann gleich mal eine Zweitsichtung an.

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            • Die meisten Filme von Kubrick sind Visionen,zeigen nicht die Realität,sondern eine mögliche Eventulialität.So auch das Meisterwek 2001.Neben den Grundfragen der Menschen stellt er die Frage:Kann man sich so eine perfekte und harmonische Welt
              zukünftig vorstellen,nicht nur im Weltraumbereich.Die Technik wird traumhaft(friedlich) eingesetzt,alles verläuft auf dieser Ebene ideal.Es steht konträr
              dazu,wie diese heute eingesetzt wird.Kubrick hat hier eine völlig neue Welt erschaffen,an die wir nur stellenweise herankommen.Diese Innovation und Kraft der Bilder verdient schon eine 10,auch wenn ein paar Minuten Längen enthalten sind.

              • 9 .5

                Zugegeben, als ich diesen Film das erste Mal sah, war ich verwirrt und an vielen Stellen eher gelangweilt als gespannt. Doch nachdem ich mich mehr mit seinen Hintergründen beschäftigt und ihn mir ein zweites Mal angesehen hatte, erkannte ich erst, was für ein Meisterwerk dahintersteckt.
                Für heutige Verhältnisse sind die Effekte natürlich lausig, doch zur damaligen Zeit war der Film ein Meilenstein in der Filmindustrie.
                Musik und Bild könnten besser nicht zusammen passen, und selbst, wenn sich der Film unbestreitbar in die Länge zieht und sich jede Menge Zeit lässt, so muss man doch erkennen, dass es kein Action Film ist. Es ist weder Star Wars noch Alien.
                Dieser Film ist ein Meisterwerk. Entweder man liebt ihn, oder man stößt ihn gelangweilt von sich. Und verständlich ist beides.

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                  was soll da bitte ein Meisterwerk sein?? selten so ein schlechten Film gesehn..
                  die 1-30min schau ich wie affen herumtanzen... die musik total unpassend..
                  nichts gegen klassische musik aber in einem weltraum scifi hat das nichts zu suchen.
                  keine action einfach langsam und total langweilig..

                  Vielleicht ist der film besser wen man LSD nimmt echt keine Ahnung warum der Film
                  als Meisterwerk bezeichnet wird.

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                  • 5 .5
                    RoboMaus 12.10.2015, 08:49 Geändert 12.10.2015, 16:19

                    1968: LSD und andere 'bewusstseinserweiternde' Drogen waren angesagt, überall wurden Joints gedreht, und Jimi Hendrix lieferte dazu die Musik. Nachdem die vier Seiten von 'Electric Ladyland' durchgehört waren und die nächste Dröhnung eingeworfen war, ging man ins Kino, denn es lief '2001: A Space Odyssey'. Zugegeben, habe ich frei erfunden, weil ich damals nicht dabei war, aber wie sonst könnte ich diesen Film gut finden? Visuell, in perfektem Zusammenspiel mit dem Score, ist er wirklich ansprechend und hat neue Maßstäbe gesetzt (dafür die Punkte), aber die Story ist sehr dünn, aufbereitet in einem Plot, der gleichsam in Zeitlupe abläuft. Anstatt Spannung gibt es philosophische Unterhaltungen mit einem Computer. Dazu viele Anspielungen oder Andeutungen, die in die eine oder andere Richtung interpretiert werden können, kaum etwas Konkretes. Das macht mich wahnsinnig. Gepaart mit der sphärischen Atmo und dem Score scheint das für Andere wiederum der Nährboden zu sein, auf dem 10er-Kommis gedeihen. Es sei allen gegönnt. Ich gönne mir einstweilen wieder die Fortsetzung '2010: The Year We Made Contact' (1984), denn die hat deutlich mehr von dem, was für mich einen guten SF-Film ausmacht.

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                    • Es ist für mich einfach unglaublich schwierig diesen Film zu bewerten,da er zwar Kunstwerk und Meilenstein zu gleich ist,andererseits aber auch an vielen Stellen zu langatmig ist und für meinen Geschmack zu viel verheimlicht.
                      Verfügt etwas das jegliche Aussage verschleiert überhaupt über eine?
                      Dieser Gedanke lässt sich ganz schnell mit dem Wort Kunst beantworten.
                      Denn die Kunst lässt den Beschauer selbst eine Aussage finden.
                      Was tue ich jedoch,wenn ich diese noch nicht gefunden habe?
                      Dann habe ich ein unvollendetes Werk vor mir und genau das ist es,was mich davon abhält eine Bewertung für dieses Kunstwerk zu finden.
                      Möglicherweise würde eine zweit Sichtung diese Beschaffenheit bereinigen,dies jedoch würde dazu führen dass ich mich erneut durch die schwächeren Stellen des Kunstwerks plagen muss und dazu fühle ich mich derzeit nicht in der Lage.
                      Führ ein derartiges Werk muss wohl genug Zeit und Geduld vorhanden sein,damit es seine volle Wirkung zu entfalten vermag.

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                        Strackymandias 11.10.2015, 18:48 Geändert 11.10.2015, 18:48

                        In der Zweitsichtung nochmal aufgewertet. Schlichtweg der bestaussehendste Film aller Zeiten. Die Story um HAL ist außerdem zeitlos relevant, äußerst gruselig und spannend. Schade, dass der Film so extrem slow ist. Wären ein paar Szenen (v.a. die Light-Tunnel-Sequenz am Ende) etwas gestrafft, würde ich "2001" ohne Umschweife in meine Lieblingsfilmliste aufnehmen.

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                        • 9

                          Mit '2001' kreierte Stanley Kubrick im Jahre 1968 (!) ein Kunstwerk in bewegten Bildern. Diesen Film zu beschreiben, fällt mir nicht leicht. Eine kunstvolle Reise durch die Entwicklung und Errungenschaft der Menschheit mit tollen Bildern. Ohne große Worte und untermalt mit berühmten und zeitlosen Stücken der klassischen Musik schuf Kubrick den wohl wichtigsten Grundstein für alle noch kommende Science-Fiction Filme. Nur was das Ende ausdrücken möchte, weiß ich bis heute nicht...

                          • 10

                            Da dies mein 2001. Kommentar ist, dachte ich mir:
                            Na, warum nicht? ;D
                            Bin schon gespannt auf dieses Meisterwerk!

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                              TobivanTobsen 04.10.2015, 20:49 Geändert 04.10.2015, 20:56

                              Kultstatus. Eine komplette Bildsinfonie. Quasi ein Konzeptfilm für die Optik. Leider leider relativ schwer zugänglich für mich gewesen. Dennoch ein wirklich wichtiger Film für die Filmgeschichte.

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                              • 9

                                Kleine Überlegungen zu 2001 und zu meine mp-Freunde:

                                Dies sagt doch schon ziemlich viel über diesen Film aus:
                                Ich habe zurzeit auf Moviepilot 30 Freunde, 16 (!) davon haben den Film 10 Punkte gegeben. Das macht in Prozent ausgerechnet ca. 53%.
                                Aber wenn man auf den Durchschnitt der Community schaut, steht dort nur 7,0.
                                Aus Interesse habe ich nun den Durchschnitt meiner mp-Freunde berechnet (22 Bewertungen): Ich komme auf den unglaublichen Schnitt von 9,2!
                                Nebenei zähle ich noch 5 Herzen am Rand.
                                4 meiner Freund haben sich den Film vorgemerkt, Einer hat auf “kein Interesse“ geklickt.
                                Ich sage da nur: WOW!

                                Und irgendwie fühle ich mich mit meinen 9 Punkten wie ein Außenseiter ;-)

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                                  Langweilig!!!!!!!!

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                                    Ich habe den Film kürzlich auf einem großen Bildschirm nach Jahrzehnten wieder gesehen - einer der großartigsten Filme der Filmgeschichte: Die Hervorragende Umsetzung des Buchs von Arthur Clarke, das erste Kapitel eher Fantasy, das zweite und dritte konsequente Science! Fiction, das letzte Kapitel zwischen Surealismus und Psychedelik. Dann die Filmeffekte - zur Zeit von Raumpatroullie Orion - ohne Computeranimation: Ein Meilenstein und Muss. Für den würde ich gerne noch mal ins Kino gehen - am liebsten in 70 mm, dem Ursprungsformat.

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                                      Unfassbar geile Optik. Bin jedesmal über alle Maßen beeindruckt bis das Ende einsetzt, welches für mich das Gesamterlebnis leider deutlich abschwächt.

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                                        Ein Meisterwerk
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                                        Tolle Kameraführung, super Schwerelosigkeitsaufnahmen, schönes 70er Jahre Design.
                                        Dazu noch die Herausforderung zu verstehen warum der Menolit existiert und der Bordcomputer die Macht übernimmt.
                                        Der 2.Teil, 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen ist eine gelungene Auflösung für alle Fragen die offen geblieben sind, fast alle

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                                          "How could we possibly appreciate the Mona Lisa if Leonardo ['Leonardo Da Vinci'] had written at the bottom of the canvas, 'The lady is smiling because she is hiding a secret from her lover'? This would shackle the viewer to reality, and I don't want this to happen to 2001." (Stanley Kubrick)

                                          Kino, das die Grenzen der Rationalität und des Intellektes sprengt. Es geht in der Kunst nicht darum, etwas zu zerstückeln und zu rationalisieren, es geht darum, etwas zu erfahren, etwas zu erleben und im Endeffekt darum, etwas aus der Erfahrung _für sich selbst_ mitzunehmen. '2001: Odyssee im Weltraum' ist Kino, das die Grenzen des Interpretierbaren sprengt und es somit dem Zuschauer schwer macht. Denn jetzt mal ehrlich: Wir alle sehnen uns danach, die Welt greifbar, fassbar zu machen. Wir lesen Bücher, um die Welt zu verstehen, studieren wissenschaftliche Fächer, um sie zu rationalisieren oder wir klammern uns an irgendwelche philosophischen Ideologien, um sie zu vereinfachen. Wenn '2001:Odyssee im Weltraum' aber etwas deutlich macht, dann ist es die Tatsache, dass wir Menschen es schlicht und ergreifend nicht können. Zu begrenzt unser Wissen, komme was wolle.
                                          Und wer weiß, vielleicht ist dieses ambivalente Ende irgendwo humanistisch und macht uns darauf aufmerksam, dass die Erkenntnis im Menschlichen an sich liegt, vielleicht aber gehe ich dem Film auf den Leim, indem ich ihn zu rationalisieren versuche. Nichtsdestotrotz: '2001: Odyssee im Weltraum' führt an Grenzen. An emotionale und intellektuelle. Und das ist gut so. Denn nur durch solche Filme können wir wachsen.
                                          Nach wie vor ein Monolith der Filmgeschichte.

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                                              Nach der Zweitsichtung ist die 10 dann doch fällig. Überfällig. Längst überfällig.
                                              Der wahrscheinlich größte Film aller Zeiten. Punkt. Aus. Fertig.
                                              Und der Community-Schnitt MUSS einfach auf einen Fehler im System zurückzuführen sein....bitte, bitte liebes moviepilot-Team , kümmert euch darum und behebt ihn schnellstmöglich! Danke.

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                                                  2001: A Space Odyssey, Nr. 3 (Stand 1.7.15): (Ssspoilersss...)
                                                  "Open the pod bay doors, HAL."
                                                  "I'm sorry, Dave. I'm afraid I can't do that."
                                                  Baaaaaaaaa! Baaaaaaaaa! Baaaaaaaaaaaa! DAADAAAAAA! bumm bumm bumm bumm bumm bumm Baaaaaa! Baaaaaaaaa! Baaaaaaaa! DAAADAAAAAAAAA! usw.

                                                  Hat sich der geneigte Moviepilot-Nutzer schon mal gefragt, wie ein Film aussehen würde, der diesen Titel auch WIRKLICH verdient? Was es noch geben könnte, außer Chris-Nolan-Filme, die zum Naaaaaachdenken anregen? Gibt es Filme, die jeden Zweifel über die Existenz von Filmen als Kunstform aus der Welt fegen können?
                                                  Man sagt, es gäbe einen solchen Film.
                                                  Ein Film wie flüssiger Regenbogen. Ein Film wie vergoldeter Schnee. Perfektion auf wenigen Quadratzentimetern. Jeder Shot ein Gedicht. Jeder Effekt ein Schmauß.
                                                  Über welchen Film könnte ich hier nur reden? Der aufmerksame Leser dürfte es bereits erraten haben:
                                                  Ich rede natürlich von Ghoulies 3.
                                                  Dieser Film ist so perfekt, so wunderbar konstruiert und fließend geschnitten, dass er die Form "Film" transzendiert. In seiner nach herkömmlichen Filmrezensions-Vorstellungen nicht mehr messbaren Qualität steckt so viel mehr, als ein Film überhaupt ertragen kann, geschweige denn ein gemeiner Zuschauer. Brilliant, fehlerlos, vollkommen, perfekt, usw usw.

                                                  Spaß beiseite, dieser Film ist schließlich ernster Stoff.
                                                  2001 erzählt gewissermaßen eine geraffte Geschichte der Menschheit, mithilfe dieses berühmtesten aller Filmschnitte, den ja mittlerweile jeder kennt. Ein in die Luft geworfener Knochen wird mithilfe von Movie-Magic zu einem futuristischen Raumschiff, Millionen von Jahren werden innerhalb eines einzigen Frames überbrückt. Keine andere narrative Kunstform vermag das zu erreichen, der Regisseur Stanley Kubrick nutzt die Form also zu ihrem vollen Potential aus, wie es bislang noch niemand geschafft hat. Orson Welles hat Citizen Kane gedreht, um den Weg für Filmemacher zu ebnen, die dann letzten Endes den Meister noch übertreffen, Kubrick hat 2001 gedreht, um allen anderen dann amüsiert dabei zuzusehen, wie sie kläglich daran scheitern, auch nur in die ungefähre Nachbarschaft dieses Films zu kommen. Mit HAL hat er dann auch noch nebenbei den wahrscheinlich besten Antagonisten und den besten A.I.-Charakter eines Films geschaffen. No big deal.
                                                  Aufgrund seiner kuriosen Kritiken beim ersten Release (viele Kritiker fanden ihn anfangs scheiße, aber haben ihre Meinungen Jahre später öffentlich geändert) stellt 2001 auch die Frage, wie man denn Filme überhaupt bewerten soll. Gerade die Kommentare hier auf Moviepilot zeigen das schön, da scheiden sich die Geister. Verliert der Durchschnittsmann die Geduld, wenn ein Shot länger als fünf Sekunden dauert? Ich möchte dem Kinogänger von heute mehr Credit geben. Hier passt vielleicht ein Zitat aus dem zweitbesten Film aller Zeiten, Men in Black:

                                                  "A person is smart. People are dumb, panicky dangerous animals and you know it."

                                                  Ich liebe diesen Film. Ich kann ihn gar nicht oft genug schauen, und jeder sollte ihn mal gesehen haben, auch wenn er auf manch einen langweilig wirken kann.
                                                  Watch this movie! Or watch whatever!

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                                                    Dank Rob Ager weiß ich jetzt was der Monolith ist. Die Meta-Ebene wurde mir geöffnet. Danke !
                                                    https://www.youtube.com/watch?v=MSo6s_xrj4c

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