2001: Odyssee im Weltraum - Kritik

2001: A Space Odyssey

US · 1968 · Laufzeit 133 Minuten · FSK 12 · Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 8

    So oft man sich diesen Film auch anschaut - man wird nie wirklich Schlau daraus.
    Aber manchmal ist die Form eben wichtiger als die Funktion.

    • 5

      Da ich die ganzen Alien-Teile schon kannte, war dieser Film nicht mehr ganz so geil wie ich erwartet hatte. Musikalisch Geschmackssache, optisch jedoch ein echter Hingucker und HAl zieht zumindest gleich oder ist vielleicht sogar noch besser als alle Cyborgs aus den Alien Filmen.

      LIFE FUNCTIONS TERMINATED.

      • 9
        Niedlich89 07.12.2016, 23:29 Geändert 08.12.2016, 00:12

        Ich sah diesen Film schon früher einmal und habe irgendwie alles vergessen gehabt. Jetzt weiß ich wieso: Es gibt auch nichts, was dieser Film über seine Schauwerte hinaus vermittelt - dazu muss man erst den Roman gelesen haben.
        Da gerade alle Odyssee-Teile in einem Buch erschienen sind, griff ich mal zu und wurde nicht schlecht überrascht: Knallharter Scifi ist das, mit Gewichtung auf Science. Wunderbar. Und hat man den Roman dann gelesen, ist auch der Film um einiges sinnvoller. Da man ja nun endlich weiß, was das alles zu bedeuten hat, kann man sich wunderbar auf die Bilder und den etwas aufdringlich untermalenden Sound konzentrieren; dieser Film ist ein lebendiges Gemälde, das immer wieder langsame Bewegungen zeigt, aber selten seine Intentionen offenbart.

        Man wird zurückgeworfen in eine Zeit der Modelle, der echten Tricks, der Wow-Momente. Endlich sitzt man mal wieder im Sessel und denkt sich: Wie haben die das gemacht? Dazu würde ein Making-Off noch Spaß machen. Der einzige Computer am Werk ist HAL, ansonsten sehen wir perfektes Filmemachen. Sicherlich offenbaren sich hier und da ein paar perspektivische Schnitzer und Grobheiten, die die Illusion stören, aber im Ganzen gesehen leistet man hier solide Tricktechnik, die in manchen Momenten sogar atemberaubende Ästhetik bietet. Man zelebriert Schiffstechnik, Bedienelemente, Andockmanöver, Displays und andere filigrane Details genussvoll in langen Einstellungen. Es ist völlig egal, was passiert; wunderschön anzusehen ist aber, wie es passiert. Formen und Farben in Perfektion.
        Eigentlich vermittelt dieser Film mehr Vorfreude auf die Zukunft als viele Worst-of-CGI-Ballerfilme der 00er und 10er. Der Beweis dafür, dass echtes Filmhandwerk wieder Standard werden sollte.

        Fazit: Nichts für Ungeduldige, aber für alle, die sich einmal 2 Stunden loslösen, entspannen und eine perfekte Bilderpracht genießen möchten, die einfach surreal echt wirkt. Und schön, dass auf sinnfreies Romantik-Geschwafel und Quotenfrauen verzichtet wurde. Hier bekommen wir Erwachsenenunterhaltung,
        keine heruntergedummte Teenieweiberscheisse wie Interstellar oder Arrival.
        Danke, Kubrik!

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        • 5
          Dady 24.11.2016, 18:06 Geändert 24.11.2016, 18:06

          "2001: Odyssee im Weltraum" zählt für mich zu den größten filmischen Enttäuschungen die ich in den letzten Monaten gesehen habe. Gerade weil es sich hier um eine Arbeit vom Meister Stanley Kubrick handelt und dieses Werk wohl zu den bedeutendsten der Filmgeschichte zählt.
          Trotz eines einmaligen Soundtracks und großen Bildern fand ich das Ganze eher langweilig. Ich verstehe ja das der Film damals bahnbrechend war und gleichzeitig richtungsweisend für ein ganzes Genre. Doch umgehauen hat mich dieser Klassiker trotzdem nicht.
          Bin jetzt am überlegen ob ich mir den 2.Teil überhaupt noch anschauen sollte.

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          • 9 .5

            Ich hab schon oft und lange ein Adjektiv für diesen Film gesucht.
            Jetzt habe ich eins gefunden: unverwüstlich.
            Empfohlen sei auch das Buch, das lohnt sich ebenfalls.

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            • 7

              Spoiler!
              Der Film hat ein paar Szenen, die für mich Legendär sind.

              - Die Szene mit den Affen und dem Monolythen. Brilliant.
              - Das Lied des Computers als er abgeschaltet wird. Der Wahnsinn.
              - Die Kuriosen Schnitte am Ende als David Bowman innerhalb von Sekunden sich selbst altern sieht. Wow!

              Allerdings ist der Film ziemlich anstrengend und dann fehlt ihm irgendwie eine konkrete Message.
              Es scheint als wolle Kubrick hier einfach einen draufmachen mit "Strangeness".

              Wenn alles zusammen noch einen erkennbaren Hintergrund gehabt hätte, wäre der Film wahrscheinlich eine Zehn und mit in meine Lieblings-Filmliste gegangen.

              So wie er ist kommt er bei mir allerdings nicht über die 7 und ein Schmunzeln hinaus.

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              • 4

                Ich gehöre zu denen, die verstehen, weshalb der Film so hohe Bewertungen hat und ihn trotzdem nicht leiden können. Das ist einfach nicht das, was ich als Film sehen will. Hätte ich diesen Streifen im Kino gesehen, hätte ich dem Kartenverkäufer kräftig den Marsch geblasen.

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                • 7
                  dreamtraveller 21.10.2016, 13:42 Geändert 28.10.2016, 23:11

                  Es war mal wieder an der Zeit eine cineastische Bildungslücke zu schliessen. Und was für eine! Als Sci-Fi-Enthusiast ist es schon fast, nein, nicht fast sodern es IST eine Frechheit, Kubrick's 2001 noch nicht gesehen zu haben. Jetzt, nach dem Abspann ist mir jedoch klar, weshalb ich diese Sichtung so lange hinausgezögert habe. Ich habe grundlegend Mühe mit Filmen, bei denen man im Anschluss in Foren, Youtube-Videos oder Fan-Seiten nach der Interpretation des Gesehenen herumwühlen muss. "2001" ist ein solcher Film. Ohne Auflösung ist es einem menschlichen Wesen wie mir, mit "normalen" geistigen Fähigkeiten und philosophischen Grundkenntnissen schier unmöglich, die Hintergründe dieses Films zu erahnen. Abgesehen davon bietet uns Stanley Kubrick mit seinem Mammut-Werk jedoch ein verblüffendes und stilistisches Meisterwerk. Eine Symbiose aus Musik, Perfektion bis ins Detail und psychadelischer Atmosphäre. Die Momente in den Weiten des Alls, in denen man nur den Atem des Astronauten hört, sind so ziemlich die intensivsten Szenen die ich jemals erleben durfte. Auch die Sequenzen mit HAL3000 sind erstaunlich fesselnd und verstörend. Alles in allem ist 2001 für mich tatsächlich ein Meilenstein der Filmgeschichte und ich verstehe jede Lobeshymmne auf dieses Werk. Ich kann halt einfach nicht sehr gut mit solchen Filmen umgehen wie scheinbar andere.

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                  • 5
                    Mr.Torrance 16.10.2016, 10:17 Geändert 16.10.2016, 18:00

                    2001: A Space Odyssey.
                    Kubricks geistigen Felsbrocken zu stemmen und nicht von seiner philosophischen Wucht erschlagen zu werden ist wahrlich nicht die leichteste Aufgabe.
                    Visuell ein psychedelischer Bilderrausch. Kubrick zauberte 1968 einen beeindruckenden Rausch für die Sinne aus seinem Regiehut.
                    Zeitweise vermutlich ein filmischer LSD-Trip kurz vor der Überdosis.

                    Dagegen bietet mir die Story mit Ausnahme der Jupiter-Mission nichts greifbares oder handfestes. Eine gigantische Denksportaufgabe, etwas für Tüftler auf der Suche nach dem Schlüssel für Kubricks Rätselkasten. Da sind fast schon fundierte philosophische Kenntnisse nötig, um etwas tiefer in diese Weltraummaterie vorzudringen. Mir gibt die wirre Storyline mit penetranter Geräuschkulisse und oftmals ausgedehntem Stillstand in seiner Erzählweise einfach nicht viel. Zu viele wage Andeutungen, aber eben nichts konkretes.
                    Vielleicht bedarf es einer besonderen Affinität für diese Art Filme. Trotzdem schön das er auch nach so langer Zeit noch so viele Menschen begeistern kann. Mich begeistern da doch eher andere Werke aus der Zauberhand von Stanley Kubrick.

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                    • 10

                      Mittlerweile liegt die Community-Wertung schon bei 7.0, ein Fortschritt ist also zu sehen. Dann will ich nun auch meinen Teil dazu beitragen :-)

                      Ein Film, den man ob seiner Tiefschichtigkeit erstmal verdauen muss. Auf jeden Fall hat mich Kubrick mit seinem Konzept völlig aus den Socken gehauen. Denn was wusste ich vorher schon über den Film? Der Weltraum spielt eine große Rolle, es geht um ein Raumschiff mit einem rebellierenden Supercomputer, "Also sprach Zarathustra" als Musikhintergrund war mir bekannt und György Ligetis "Requiem" hatte ich dank Godzilla auch schon gehört. Aber ansonsten? Nichts.

                      Daher war ich ziemlich fasziniert von Kubricks vier Akten, die allesamt nicht unterschiedlicher hätten sein können. Thematisch geht der Film Fragen über menschliche und künstliche Intelligenz sowie über (außer)iridsches Leben auf den Grund und widmet sich dabei wissenschaftlich-philosophischen Überlegungen - Science Fiction par excellence! Hier kann man schön seine eigenen Interpretationen freien Lauf lassen. Eingebettet ist die Thematik in beeindruckenden Bildern, einem Rausch an Farben und klassischer (Film)Musik, welche je nach Szene eine völlig andere Wirkung entfaltet. Die Kamera-Einstellungen sind überragend, die Soundkulisse realistisch (kein Ton im Weltall außer dem Atmen, etc.) und die visuellen Effekte dürfen sich zu den besten der Filmgeschichte zählen. Des Weiteren war ich froh darüber, dass ich den Film entgegen meinen Befürchtungen überhaupt nicht als sperrig oder langweilig empfand.

                      Natürlich zählt dieses Werk zu den unkonventionellsten Filmen überhaupt (siehe z.B. das dreiminütige Intro ohne Bild), aber grade das hat mir sehr gefallen.
                      Stanley Kubrick hat mit "2001: A Space Odyssey" ein einmaliges Seh- und Hörerlebnis geschaffen, welches darüberhinaus den eigenen Geist zu eigenen Gedanken anregt. Diesen Film sollte sich niemand entgehen lassen!

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                      • 7 .5
                        RockyRambo 07.10.2016, 11:30 Geändert 07.10.2016, 12:19

                        Ich verstehe zwar nicht ganz auf was Kubrick im Finalkapitel Wiedergeburt (Jupiter and Beyond the Infinite) hinaus wollte (Das Ende ist erst der Anfang? Wer hierzu was hat bitte ab in die Kommentare damit.) und fand die Geschichte um den schwarzen Monolithen an sich irgendwie nicht richtig aufgelöst von der Stimmung her ist 2001: Odyssee im Weltraum allerdings was einmalig besonderes was dem Publikum und seinen sonstigen Sehgewonheiten sowohl damals als auch heute kein Stück entgegen kommt. Kubrick hat immer seine eigene Art Film durchgezogen allerdings ist auch dann 2001 ein eher schwer zugängliches Werk für viele Menschen da er Dialog nur wirklich dann einsetzt wenn es unbedingt nötig ist um Informationen mitzuteilen sondern sich immer lieber voll und ganz auf die Bilder und den Einsatz der klassischen Musik (auch gerne mal zu Anfang und Ende mitmehrminütigen völlig schwarzem Bild dazu) verlässt.

                        Bewertung der einzelnen Teile des Films wäre bei mir wohl

                        Aufbruch der Menschheit (The Dawn of Man) 10/10
                        Bildgewaltig, Verstörend, Einfach aber dennoch irgendwie Faszinierend.

                        Mondstation Clavius (Tycho Magnetic Anomaly-1) 7/10
                        So sieht sie aus die Raumfahrt der Zukunft dann allerdings ohne
                        Pan American World Airways. Vielleicht wird das Essen dann besser wie
                        das was im Film gezeigt wurde. ;)

                        Die Reise zum Jupiter (Jupiter Mission 18 Months Later) 8,5/10
                        Packend, Intensiv, Philosophie Kernstück des Films dank
                        Supercomputer HAL 9000.

                        Wiedergeburt (Jupiter and Beyond the Infinite) ?/10
                        Die Bilder sehen richtig stark aus allerdings konnte mich das Ende nicht
                        wirklich überzeugen da ich nicht wirklich verstanden habe auf was Kubrick damit hinaus wollte und wie der Teil zum Rest der Story passt.

                        Trotz oder vielleicht auch gerade wegen des untypischen Seherlebnises ein Klassiker der Filmgeschichte auch wenn ich ihn stellenweise wenn ich ehrlich bin auch etwas langatmig fand. Einmal im Leben sollte jeder Filmfan den Film allerdings gesehen haben. Ob er ihn Mehrfach braucht sollte dann jeder selbst entscheiden. Vorher allerdings klar Pflicht.

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                        • 7 .5

                          Der Film hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Natürlich sieht man, dass die Affen von Menschen gespielt werden, aber gemessen an der Zeit, in der 2001 entstanden ist, kann man das verzeihen. Die Kameraführung und die Special Effects, für die es auch einen Oscar gab, sind wirklich klasse. Zudem nimmt er technische Errungenschaften wie z.B. die Videotelefonie vorweg.

                          • 9

                            Endlich gesehen. 35mm, OV, alles andere macht keinen Sinn. Großes Kino.

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                            • 4
                              Liszt 20.09.2016, 18:31 Geändert 20.09.2016, 20:09

                              In weißem Schlafanzug und Kopfwindel serviert man ihnen den Getreidebrei, den Sternenreisenden in Kubricks erhabener Weltraumoper. Fleischige Plastikmöbel in kunterbunten Farben und fette, surrende Kathodenröhren-Bildschirme komplettieren gelegentlich die naive Zukunftsvision aus den späten 60ern, deren Konflikte eigentlich nur dort Verortetes logisch extrapolieren, anstatt es Ausgangslage für die stets nur behaupteten Explorationen in das große Dunkel werden zu lassen. Die Eröffnung mit dem Fund eines weiteren Monolithen wirkt vielversprechend, versandet aber wie die Hauptfiguren im schwarzen Nichts.
                              Ansonsten kaum Weltbewegendes: Wie immer ein bisschen Kritik und Parabel über ausgelutschte Themen, stellenweise nervtötend-penetrante Geräuschkulissen oder prätentiös gedehnte Nichtszenen (oft auch in Kombination) und ab und zu ein bisschen sinnbefreites Bildschirmflimmern. Über weite Strecken also sperrig und gerade im Kontext anderer Science-Fiction-Filme doch eher uninteressant in seinem Konzept, unfruchtbare Fragen aufzuwerfen und Themenkomplexe zu öffnen, deren Diskussion zu nichts führt, einfach weil sie - in den überbordenden Ambitionen Kubricks möglichst sphärisch zu bleiben - zu allgemein und schemenhaft gehalten werden. Es geht um alles ein bisschen und um nichts ganz viel.

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                              • ?

                                Ich werde es wohl nochmal ausgeschlafen versuchen müssen, aber weiter als eine Stunde hab ich es jetzt erstmal nicht geschafft. Es ist ja absolut in Ordnung Bilder sprechen zu lassen und viel mit Musik zu arbeiten, aber der Regisseur dieses Werkes scheint keinerlei Sinn für Dosierung zu haben. Durch endlos lange Szenen, die einfach nur fliegende Objekte im Weltraum darstellen macht man hier das "Pacing" vollkommen zunichte. Wenn man sowas ein paar Mal im Film macht ist das ja in Ordnung, aber jede Flugszene zu einer 5 Minuten Szene zu machen ist doch nun wirklich zu viel des Guten. In der ersten Stunde kommt es gefühlt zu knapp 10 Minuten Handlung und 50 Minuten Landschafts/Weltraumfahrten einschließlich 20 Minuten Affentheater am Anfang, das man auch ruhig in 5 Minuten hätte abhandeln können. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele dieser Szenen in kürzerer Fassung sehr viel besser funktionieren würden, so sind sie aber bald schon eine Zumutung und machen den Film dröge. Ich möchte diesen Film unbedingt zu Ende sehen, weil ich so viel Gutes über ihn gehört und gelesen habe, aber diese erste Stunde hat mich dermaßen eingeschläfert, dass ich doch erstmal enttäuscht bin.

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                                • Im Podcast besprochen:

                                  Ihr habt für diese Folge den besten Film aus dem Jahr 1968 ausgesucht und uns wohl eines der faszinierendsten und kompliziertesten Sci-Fi-Epen aller Zeiten aufgehalst. Daniel, Jan und Michi stellen sich der Herausforderung und stürzen sich in wilde Spekulationen, Interpretationen und Diskussionen. In dem etwas längerem Podcast kommen die verschiedensten Perspektiven und Lesarten zum Vorschein, bei der noch jede seine Berechtigung findet. So etwas passiert eben, wenn man versucht, Kubrick zu analysieren. Außerdem sprechen wir viel über die historische Einordnung von und unsere persönlichen Seherfahrungen mit 2001: A SPACE ODYSSEY. Dabei ist natürlich auch ganz wichtig, welche Bedeutung der Film für das Sci-Fi Genre ausweist.

                                  • 6

                                    Nicht an Pest zu sterben war im Mittelalter wahrscheinlich mal total hip. Heutzutage ist es zwar auch ganz nett, aber leider gar nichts besonderes mehr.

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                                    • 6
                                      edelrost 06.09.2016, 04:29 Geändert 06.09.2016, 04:30

                                      Ich habe mir nun mit fast 30 Jahren Kubricks legendären Streifen angesehen.
                                      Visuell muss man echt sagen: Hut ab! 1968 solche Bilder abzuliefern, das spricht für ganz großes Können.

                                      Ich mag klassische Musik und somit konnte ich mit dem meisten was klanglich geboten wurde auch was anfangen. Bis auf diesen grauenvollen, grauenvollen! Chor. Das gejaule ging mir nach 5 Minuten dermaßen auf den Senkel, dass ich gewillt war abzubrechen. Aber ich bin sitzen geblieben. Ich wollte sehen was noch kommt.

                                      Es war auch alles ganz gut, auch das minutenlange geatme hat mich nicht gestört. Ich fragte mich nur warum HAL die Typen tötet, die noch im Schlaf waren. Was war eigentlich nun der genaue Nutzen der Mission?

                                      Beim Ende als der Astronaut durchs Farbenmeer flog erinnerte mich an Interstellar, da sieht man wieviel das Genre 2001 verdankt.

                                      Wären die fuchtbaren Chöre nicht bzw. manche Szenen nicht ganz so arg lang gezogen, hätte mir das besser gefallen. Ich dachte danach dass ich zum Glück nicht den Director´s Cut gesehen hab, der ungefähr 30 Minuten länger gewesen wäre als die Version die ich sah. Was wäre da gewesen? 30 Minuten längeres gejaule, den RÜCKWEG von der Antenne zur Kapsel mit dem geatme?

                                      Keine Ahnung.
                                      Trotzdem gibts von mir versöhnliche 6 Punkte. Es war nicht so wirklich meins, aber ich habe gesehen, dass dieser Film wichtig war, für alle, die danach kamen.

                                      • 9 .5

                                        Ein Film der wegweisend war, für alles was nach ihm kam. Zugegeben der Film ist keine leichte Kost, man hockt am Ende da und muss aufkommende Gedanken + Theorien erstmal mit dem Gesehenen in Einklang bringen. Aber für alle die Filme mögen in denen man ein wenig selbst mitdenken muss und die nur als Anschubser für eigene Mutmaßungen usw. dienen, kann ich eine klare Empfehlung ausprechen. Allein die Stimmung, die der Film erzeugt, ist Grund genug ihm eine Chance zu geben. Künstlerisch ein Meisterwek !!!

                                        • 10

                                          Bahnbrechendes Werk von Stanley Kubrick. Mit unglaublichen Regieeinfällen und Kameratricks wird die Schwerelosigkeit des Alls perfekt inszeniert. Man glaubt nicht, dass der Film von 1968 ist. Kubrick war hier seiner Zeit weit voraus.
                                          Aber es tut auch gut, dass Kubrick die Geräuschlosigkeit im All ernst nimmt, im Gegensatz zu dem Schwachsinnslärm bei Starwars und Startrek, wo es mit Photonentorpedos und Lasergeschützen nur so rummst und scheppert im All. Und genau hier besteht der wesentliche Unterschied. Das Eine ist reines verdummendes Popcornkino, das andere astreine Kunst. Kubrick lässt seinen Astronauten Bowman z.B. unerträglich lange atmen, und es ist das Einzige, was wir hören. Weil es realistisch ist !

                                          Wie Kubrick „Atmosphères“ von Ligeti visualisiert hat, ist ein Meilenstein der Filmkunst. Allerdings geht das auch ans Eingemachte, ist schon fast unerträglicher Psychoterror. Denn die Musik allein ist ja schon fast unerträglich. Aber auch die Gesangscluster von „Lux Aaterna“ von Ligeti in Verbindung mit den unfassbaren und verstörenden Bildsequenzen, die auf Astronaut Bowman einwirken, gehen an die Grenze des Erträglichen. Raum und Zeit scheinen sich wirr zu verschieben, der Mensch selbst sich aufzulösen. Nur ein flackerndes Auge zittert in die Kamera. Dazwischen der entsetzte Gesichtsaudruck eines verstörten Astronauten. Und schliesslich die Aufhebung der Zeit, das schnelle Altern eines Menschen.

                                          Bereits der Einstieg mit „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss ist grandios. Und es ist nur logisch, dass Kubrick mit diesem Thema auch endet. Aber auch der Einsatz des „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauss, als Stilmittel, die leichtfüssigen schwerelosen Bewegungen im All zu symbolisieren, sucht seinesgleichen. Nur ein drei-viertel-Takt vermag das.

                                          Was uns Kubrick mit seinem Monolithen sagen will oder der Endsequenz in der hallenden barocken Suite, bleibt sein Geheimnis. Hier darf wirklich endlos frei interpretiert und spekuliert werden. Ein unfassbar gewagtes Ende bar jeglicher Logik oder Erwartungshaltung. Der Einstieg in Verbindung mit dem Monolithen, der offenbar Intelligenz unter den Vormenschen und Affen bewirkt, ist dagegen ziemlich eindeutig. Damit sagt uns Kubrick, dass wir alle Sternenkinder sind, und von den Geschehnissen im All durchaus stark beeinflusst. Die heutige Theorie von Physikern und Astronomen bestätigt das.

                                          Und natürlich absolut bahnbrechend: HAL 9000 – der Computer, der sich plötzlich wie ein Mensch verhält und trotzig reagiert. Und die Macht über ein riesiges Raumschiff hat, und den ausgerückten Astronauten Bowman nicht mehr an Bord lässt. Und dies stets mit einer sanften Stimme in absoluter Endgültigkeit begründet. Der perfekte Computer - sagenhaft gut synchronisiert von Peter Schiff. Kubrick versteht es meisterhaft, dass man vor HAL 9000 echte Angst bekommt, obwohl er nur durch ein rotes Auge repräsentiert wird. Aber ein Computer, der sich selbständig macht vor seinem Herrn, weckt in uns die Urängste, dass sich Maschinen über uns erheben – wie in Terminator.

                                          Arthur C. Clarke schrieb 1951 die Vorlage zu dem Film („The Sentinel of Eternity“), und das ist wirklich visionär, wenn man Techniken voraussieht, die es zu der Zeit noch gar nicht gab.

                                          Fazit: Unglaublich bildgewaltige Reise zu den Ursprüngen des Seins. Wie konnte Kubrick das nur 1968 drehen ? Mit den damaligen technischen Mitteln ? Noch heute wirken die Raumschiffsequenzen und Ausstiege im All glaubhaft und spektakulär. Einzig und allein die Scheinwerfer der Raumkapsel erinnern doch ein wenig an einen VW-Käfer. Sie wirken etwas billig. Das ist aber so ein winziger Kritikpunkt, dass dieser die 10 Punkte nicht im Geringsten erschüttern kann.

                                          Dass es hier Leute gibt, die NULL Punkte vergeben, ist dem schwierigen Thema geschuldet. Kubrick verlangt viel von seinem Zuschauer, und erfüllt nicht im Geringsten dessen Erwartung von einem Science-Fiction Film im herkömmlichen Sinne. Wer mit Kubrick nicht eintaucht in seine gewollte philosophisch tiefe Ebene, kann logischerweise mit dem Werk nicht das Geringste anfangen.

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                                            2001: Odyssee im Weltraum stand schon lange auf meiner Liste, gestern lief der Film zufällig auf ARTE.

                                            Ich verstehe diese tollen Bewertungen einfach nicht, der Film war eine einzige Qual. Ich wollte nach den ersten 15 Minuten schon fast abschalten, die Einführung mit den Affen war ja mal mehr als lächerlich und nervig. Der Sound war allgemein das was mich am meisten gestört hat. Hier und da ein paar belanglose Blabla Szenen und dann wieder minutenlang nerviger Sound in Form von klassischer Musik, unerträglichen Geräuschen oder einfach nur minutenlanges Atmen.

                                            Ich glaube Stanley Kubrick hat einfach zu viel LSD eingebaut als er den Film gedreht hat und weiß nicht mal selber warum er diesen Schwachsinn fabriziert hat.

                                            Wie es bei Pseudo Kunst eben immer ist, ein paar Leute glauben sie sehen einen tieferen Sinn dahinter, ich glaube dem ist aber nicht so.

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                                            • 0
                                              Teezy123 16.08.2016, 08:40 Geändert 21.08.2016, 18:40

                                              Na Mahlzeit...
                                              Und um den Fans dieses Film vorzugreifen...:
                                              Kann gut sein, daß mir hier der Intellekt fehtl...
                                              Kann auch gut sein, daß ich nicht feinfühlig genug für diesen Film bin...
                                              Ok, ich bin zu blöd, von mir aus...

                                              Dennoch hat dieser Film sich seine 0 Punkte bei mir regelrecht erbettelt.
                                              Die Darsteller zu bewerten, fällt schwer, weil sie eigentlich kaum etwas bringen, was einer Bewertung lohnt...
                                              Die Story ist in der Tat zwar interessant.... wird aber durch die Umsetzung regelrecht zerfetzt und zerstört.
                                              Der Soundtrack ist schlicht und einfach nicht zu ertragen (Die Klassikelemente mal ausgenommen).
                                              Als I-Punkt bekommt man eine grauenhafte Synchronisation präsentiert, die ihresgleichen sucht.
                                              Fazit: Ein Film, der das Nervensystem arg strapeziert... leider im negativen Sinne.
                                              Hier bekommt das Wort Langeweile eine neue Dimension.
                                              Eher lass ich mir meine Zehennägel mit ner rostigen Kneifzange rausziehen, bevor ich mir dieses Meisterwerk in Sachen Langeweile und Nervigkeit jemals noch ein Mal antue, denn dieser Film ist in der Tat eine Odyssee....

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                                                emmaranza 16.08.2016, 02:08 Geändert 16.08.2016, 02:12

                                                Nach 1 1/2 Jahren hab ich mich mal wieder an Stanley Kubricks Hard-SciFi herangewagt in der Hoffnung endlich diesen Film von Vorne bis Hinten zu verstehen. Zwar hab ich dieses Mal Passage 1-3 sehr gut verstanden, jedoch hat mich die 4 Passage erneut ohne "Ergebnis" zurückgelassen.
                                                Daraufhin hab ich mir Hilfe im Internet gesucht und auch eine sehr schöne Theorie gefunden: http://scireview.de/2001/interpretation.html
                                                Und danach war mir endlich klar, was Kubrick mit diesem Filmende erreichen wollte und dies lässt sich am besten mit dem eben schon ggenanntenWort zusammenfassen: "Theorie!"
                                                Es gibt bestimmt ein von Kubrick gedachtes "richtiges Ende", jedoch kann jeder Zuschauer sich, durch diese große Menge an unzuordnungsfähigen Bildern, eine eigene Geschichte und Theorie zusammenbasteln.
                                                Wer dies nicht kann, will oder möchte wird mit diesem Film auch nie richtig warm werden!
                                                Mir persönlich hat Dies, bevor ich die Interpretation im Internet gelesen hatte, auch gefehlt und somit war für mich der Film auch nichts Halbes und nichts Ganzes.

                                                Wenn ihr Probleme mit dem Ende dieses Meisterwerkes habt, dann schenkt dieser Interpretation vielleicht ein Gehör! Bei mir hat es sich gelohnt :)

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                                                • 4 .5

                                                  Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass 2016 ist oder daran, dass dieser Film ein ganz bestimmtes Thema aufgreift. Dieses wird mir nicht ganz bewusst, und ich habe schon ein paar ältere Filme gesehen (für mich, die 1999 geboren wurde, sind Filme wie Terminator oder Die Mumie älter, ja). Bin auch niemand, der nur Action oder Romanzen schaut, habe schon verschiedenes gesehen und gemocht. Jedoch folge ich mehr oder weniger dem Prinzip, dass der Film mich nach einer halben Stunde irgendwie überzeugen müsste. Ich meine, ich schaue mir z.B. von einem Anime auch nicht die ersten 20 Folgen an, weil er ab xy gut wird ... dafür gibt es zu vieles zum sehen.

                                                  Die ersten 20 Minuten lang sieht man einfach nur (Menschen)Affen, wie sie sich anbrüllen (oder begrüßen?), umher laufen, Wasser trinken und eine Wand finden, etwas zerstören und leben. Würde ich eine Dokumentation sehen wollen, wüsste ich schon, was ich mir holen würde. Danach sah man wieder viel vom Weltall, Musik und dies des öfteren für ein paar Minuten. Ich bin geduldig, aber bei so etwas hab ich auch meine Grenzen. Danach folgen ein paar Gespräche, sie wirken etwas stumpf und sind alles andere als unterhaltend ... nach ungefähr einer halben Stunde habe ich dann aufgehört. Vielleicht kommt der "spannende" Teil erst danach? Oder in der letzten halben Stunde? Mich hat es bis dahin leider nur gelangweilt.

                                                  Nichts gegen diejenigen, die es mit einer 9 oder 10 bewertet haben, jeder hat seinen eignen Geschmack und für einige war dieser Film doch etwas besonderes, denen gönne ich es natürlich.

                                                  • 7 .5

                                                    Ich hab es so oft versucht, ich konnte nie mit 2001 warm werden. Ihm auch nicht nah kommen. Nichts desto trotz trage ich sein Bilder und Töne in mir.

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