Oute dich!

Welche Serie würdest du nochmal schauen, wenn du Zeit hättest?

Buffy - Im Bann der Dämonen
© 20th Century Fox
Buffy - Im Bann der Dämonen
moviepilot Team
sciencefiction Andrea Wöger
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Zwar gibt es zuhauf sehenswerte Miniserien, die wir an einem Wochenende bingen können, doch die meisten anderen Serien nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Buffy - Im Bann der Dämonen mal eben gucken? Da müsstest du über 100 Stunden investieren. The Sopranos und The Wire ein zweites Mal genießen? Dafür gehen 80 bzw. 60 Stunden drauf, die in deinem sicherlich vollgestopften Terminkalender einfach keinen Platz finden. Kaum jemand hat die Zeit, eine Serie mit mehreren Staffeln mehrmals zu gucken. Welche Serie würdest du dir als erste nochmal vornehmen, wenn du alle Zeit der Welt hättest?

Auch wir sind in uns gegangen:

Maximilian findet beim dritten Durchlauf von Breaking Bad sicher genau so viel Freude
Kaum ein Serie aus letzten Jahren hat eine so starke Kult-Bewegung ausgelöst wie Breaking Bad. Die Geschichte des an Krebs leidenden Walter White (Bryan Cranston), der begleitet von einem ehemaligen Schüler (Aaron Paul) eine imposante Reise durch die kriminelle Drogenwelt Amerikas macht und zum gefürchteten Heisenberg umgewandelt wird, wurde von Fans und Kritikern gepriesen und war ein solcher Hit, dass das Gesicht der Hauptfigur heute noch überall auf T-Shirts zu sehen ist. Das Spin-off Better Call Saul läuft zwar noch, enthält nur leider nicht das gleiche Gefühl eines Neo-Westerns. Wenn alle Zeit der Welt zur Verfügung stünde, wäre ein weiterer Durchlauf von Breaking Bad alles andere als Zeitverschwendung.

Max möchte noch einmal an die Sunnydale High
Joss Whedons Serienoffenbarung Buffy - Im Bann der Dämonen hat nicht nur die Popkultur, sondern auch meine Jugend maßgeblich geprägt. Wie gerne möchte ich noch einmal gemeinsam mit der Scooby Gang sieben Staffeln lang Vampire, Dämonen und die typischen Probleme des Erwachsenwerdens bekämpfen. Doch für das volle Programm des Buffyverse inklusive dem Spin-off Angel - Jäger der Finsternis müssten über 250 Episoden noch einmal geschaut werden. Das sind volle 7 Tage und 18 Stunden Drama, Horror und Kult, für die erstmal Zeit freigeräumt werden müsste. Aber für die clever geschriebenen Dialoge und Storylines des Autorenstabs um Joss Whedon allein würde sich ein erneuter Ausflug nach Sunnydale und Los Angeles schon lohnen.

Joana würde gerne mal wieder nach West Hollywood
Bevor es queere Figuren auch in die Drehbücher einiger Mainstream-Serien geschafft haben, sah die Repräsentation der LGBTQ-Community noch vor ein paar Jahren diesbezüglich eher mau aus. Die Dramaserie The L Word - Wenn Frauen Frauen lieben um eine Gruppe lesbischer Frauen in West Hollywood war eine der ersten intensiven Fernsehdarstellungen queerer Frauen überhaupt und ebenfalls eine der ersten Serien, die ich in meinem Leben von Anfang bis Ende verfolgt habe. Die Serie galt damals als Antwort auf die ebenfalls von Showtime produzierte Serie Queer as Folk, die vom Leben schwuler Männer in Pittsburgh handelt. Anders als Queer as Folk bemühte sich The L Word jedoch, einen weltoffenen Blick auf die queere Szene zu werfen, indem neben der vielen, vielen (vielen) lesbischen Frauen z.B. Transgender-Figuren beleuchtet oder Themen wie Rassismus und Feminismus auch abseits homosexueller Identitäten angesprochen wurden. Somit war The L Word für seine Entstehungszeit Mitte der 2000er nicht nur fortschrittlich, sondern ein Meilenstein queerer Darstellung in den Medien. Vor kurzem hat die Schöpferin Ilene Chaiken ein Sequel zu der ikonischen Serie angekündigt. Bis es damit losgeht, würde ich mich gerne noch einmal den rund 65 Stunden des Originals widmen.

Tim würde gerne The Walking Dead weiterschauen, müsste dafür aber nochmal neu starten
Ich gebe zu, ich habe The Walking Dead einfach aus den Augen verloren. Irgendwann in Staffel fünf hatte ich nicht viel Zeit, habe den Sehfluss unterbrochen und bin nie wieder eingestiegen. Dabei mochte ich die Serie eigentlich, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt - wenn ich mich richtig erinnere - etwas zäh wurde. Aber ich steh auf Existentialismus und Zombies, hatte vor der Serie auch schon einige Bände der Comics gelesen und vor allem die Stimmung und die facettenreichen Charaktere wurden gut übernommen. Anscheinend gibt es mittlerweile auch einen charismatischen, schön bösen Antagonisten, was mir prinzipiell immer zusagt und mich des Öfteren verführt hat, nochmal neu in die Zombieapokalypse einzusteigen. Dafür sollte ich aber erstmal die ganze Vorgeschichte rekapitulieren, wofür mir aber bei der Staffel- und Folgenmenge keine Zeit bleibt. Man hat ja noch anderes zu schauen...

Julian könnte jährlich mit den Charakteren aus Looking in San Francisco abhängen
Es gibt Serien, für die man keinen Grund braucht, um sie sich erneut anzuschauen. Eine davon ist für mich Looking, die über zwei Staffeln bei HBO lief. Looking folgt dem Alltag dreier schwuler Männer in San Francisco und ihren engen Freunden und Freundinnen. Ich habe die knapp 9 Stunden an Sendezeit bereits bestimmt schon dreimal geschaut, hätte aber kein Problem, damit gleich heute nochmal zu starten. Positive schwule Identifikationsfiguren gibt es in Film und Serie ja nicht unbedingt zuhauf und insbesondere Looking gelingt eine Darstellung frei von Stereotypen. Andrew Haigh, der auch die Indie-Perle Weekend drehte, beweist sich als Profi im Erzählen authentischer Geschichten. Eine Folge der 1. Staffel, die sich ausschließlich um einen gemeinsam verbrachten Tag eines frischen Paares dreht, ist vermutlich eine der perfektesten Episoden aller Zeiten und sollte auch heterosexuellen Zuschauenden eine Prise Nostalgie an erste Dates bescheren.

Anna würde sich nochmal an Sabrina - total verhext! heranwagen
Mit der flippigen High School-Hexe Sabrina habe ich so einige Stunden meiner Kindheit verbracht. Interessanterweise kann ich mich kaum an die Handlung erinnern, obwohl ich damals wie besessen (oder verzaubert?) vor dem Fernseher saß. Die Hexe, die ständig ihre übernatürlichen Fähigkeiten verbergen muss und mit diesen Fähigkeiten nebenbei die Schule, ihre Freunde oder Familie vor Gefahren rettet, hat mich schlichtweg fasziniert. Die Serie, die bis 2003 im Fernsehen lief, war sogar so beliebt, dass sie einen eigenen Film-Ableger bekam. Mich würde bei einem erneuten Sichten der sage und schreibe sieben Staffeln mit je mindestens 20 Folgen interessieren, wie sich meine Sichtweise auf die Serie verändert hat. Schließlich habe ich Sabrina das letzte Mal Anfang der 2000er hexen sehen. Um ehrlich zu sein, traue ich dem Urteil meines jüngeren Ichs relativ wenig. Zeit, mal wieder in die Teenie-Serie hineinzulinsen - um dann wahrscheinlich kreischend wieder davonzulaufen.

Welche Serie würdest du endlich nochmal schauen, wenn du Zeit hättest?

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