Spider-Man: Homecoming - Das sagen die Kritiker zum Marvel-Abenteuer

Spider-Man: Homecoming
© Sony Pictures Releasing GmbH
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Mit Spider-Man: Homecoming (Kinostart: 13.07.2017) erhält der Spinnenmann nun seinen ersten eigenen Film im Marvel Cinematic Universe. Er bildet den Auftakt zur Neuauflage mit der jüngsten Version Peter Parkers, gespielt von Tom Holland.

Spider-Man: Homecoming knüpft direkt an die Ereignisse des Vorgängerfilms The First Avenger: Civil War an, in dem Spider-Man bereits einen kleinen Auftritt hatte. Während Peter Parker versucht, sich auf die Schule zu konzentrieren, lenken ihn seine vergangenen Abenteuer mit den Avengers ständig von dieser Mission ab. Als der Bösewicht Vulture beginnt, sein Unwesen in New York City zu treiben, sieht der junge Mann seine Chance gekommen und stürzt sich hinein ins Abenteuer.

In unserem exklusiven Live-Interview mit Hauptdarsteller Tom Holland beschrieb er seine Version des Spider-Man als Mischung aus Andrew Garfields und Toby Maguires Interpretationen aus den früheren Spider-Man-Filmen.

Zunächst die harten Fakten zu Spider-Man: Homecoming:

  • 16 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 7,2
  • 47 Community-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 7,1
  • 13 Kritiken und 39 Kommentare
  • 762 Vormerkungen

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Spider-Man: Homecoming:

Außerordentlich positiv bewertete Nick De Semlyen von Empire Online das Marvel-Abenteuer und geht dabei besonders auf die neue Herangehensweise der Filmemacher ein:

Dies ist eine erfrischende neue Herangehensweise der gewohnten Comic-Vorgaben. Es ist schön, einen so großen Film zu sehen, der keine Angst davor hat, die Dinge auch mal klein angehen zu lassen.

Nicht besonders begeistert zeigte sich Owen Gleiberman von der Variety. Der Film sei in Ordnung, gewinne allerdings im selben Maße durch die neue Spider-Man-Interpretation, wie er dadurch verliere:

Die Neuheit des Films ist, dass Spider-Man [...] kaum damit zurechtkommt, seine eigenen Fähigkeiten unter Kontrolle zu halten oder nicht weiß, wie er sie einsetzen soll. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert das, allerdings nur bedingt: Dieser Peter ist so ein normaler, ungeschickter Typ, dass er fast schon harmlos wirkt [...].

John DeFore von The Hollywood Reporter sieht die Schwachstelle des Films nicht in der Darstellung Peter Parkers, sondern in dem krankhaften Versuch des Studios, die Figur des Spider-Man ihrem großen Gesamtkonzept unterzuordnen:

Auch wenn [Spider-Man: Homecoming] nicht an die Abscheulichkeiten der letzten DC-Filme heranreicht [...], ist er ein kreativer Fehlschlag für das Studio. Dieser manchmal spannende, aber oft frustrierende Film denkt anscheinend, dass der ikonische Charakter, erschaffen von Stan Lee und Steve Ditko, mehr bei den technikverrückten Teenagern ankommt, wenn sein Anzug mit genauso vielen Extras ausgestattet wird wie der von Iron Man.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Spider-Man: Homecoming:

Rundum zufrieden zeigt sich Dani Mauer von der schweizerischen Website Outnow, der nur wenig an Spider-Man: Homecoming auszusetzen hat:

Spider-Man: Homecoming ist ein stimmungsvoller und actionreicher Sommerfilm, der die Bezeichnung Blockbuster absolut verdient. Wer nach einem Haar in der Suppe sucht, dürfte sicherlich fündig werden, aber das Gesamtpaket bietet hervorragende Comic-Unterhaltung mit viel Witz und einigen prominenten Gastauftritten. Viel Spass!

Lida Bach ist weniger begeistert von dem Konzept des familienfreundlichen Blockbusters und wirft den sechs Drehbuchautoren in ihrem Artikel für Filmrezension.de eine Verwässerung des Ausgangsmaterials vor:

Inwiefern der soziale Status die naive Weltsicht des Hauptcharakters prägt, interessierte offenbar keinen der sechs Drehbuchautoren. Sie wollen nur den netten Unterhaltungsfilm für die Familie von nebenan liefern – obwohl mehr Kantigkeit der Inszenierung sehr gut getan hätte.

Sehr amüsant und frisch empfindet Timea Sternkopf den Actionfilm, wie sie in ihrer Rezension für Radio Köln schreibt:

Das Comic-Abenteuer ist ein riesengroßer Spaß, der durchgehend genügend Lacher bietet, um selbst zu lang geratene Actionszenen wieder aufzulockern. Doch so amüsant der neue Spider-Man auch geworden ist, so fehlt ihm doch die Tiefe, die Sam Raimis Interpretation damals lieferte. Spider-Man: Homecoming berührt nicht die Seele - bietet jedoch unterhaltsames Popcorn-Kino, die Lust auf ein Sequel macht.

Fazit zu Spider-Man: Homecoming:

Viele Kritiker bewerteten die Darstellung des neuen Peter Parker als positiv und waren sich weitestgehend einig, dass dieser neuen Wind in die ewige Reihe an Spider-Man-Filmen bringe. Alle waren neugierig auf Tom Hollands Interpretation von Peter Parker und die ersten Kritiken, sowohl hierzulande als auch in den USA, sind ihm wohlgesonnen.

An dieser Stelle endet bereits die Einigkeit, denn wo einige die Messlatte höher ansetzen, wollen andere nur einen unterhaltsamen Film sehen. Die US-amerikanischen Kritiker bewerten den neuesten Spider-Man auffallend streng und lassen ihrem Unmut freien Lauf, indem sie sich über die große Anzahl an Drehbuchautoren oder die Geldgier der Marvel-Studios aufregen.

Die deutschen Kritiker legen ihr Augenmerk vor allem auf den charismatischen Darsteller und auf den Film als Gesamtpaket. Für die meisten von ihnen konnte der Film gut abliefern, auch wenn er dies nur in der Liga der Superhelden-Filme wirklich leisten kann.

Freut ihr euch auf Spider-Man: Homecoming?

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