Orange Is the New Black - Das sagen die moviepiloten zur Netflix-Serie

Orange is the New Black
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Orange is the New Black
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Am heutigen Freitag veröffentlichte Netflix die gesamte 5. Staffel seiner tragikomischen Serienproduktion Orange Is the New Black. Nachdem schon ihre Vorgänger überwiegend lobende Worte bei der Kritik fanden, dürfte sich der US-Streamingdienst auch über die ersten, zum großen Teil positiven Reaktionen auf die neuste Staffel freuen.

Seit ihrer Premiere im Juli 2013 habt auch ihr euch ausführlich über die Serie geäußert. Um euch einen kurzen Überblick zu verschaffen, haben wir an dieser Stelle einige Kommentare zu Orange Is the New Black zusammengetragen. Wenn ihr also unsicher seid, ob sich die Serie lohnt, dann findet ihr hier eine Entscheidungshilfe.

Das hat euch an Orange Is the New Black gefallen:

Mr. Samson (9,0) bescheinigt der Serie Empathie und hebt besonders die Authentizität der Charaktere hervor:

Von Empathen für Empathen. Diese Serie zeigt wie Menschen ticken können, wie verschieden sie sind und doch so gleich und dass die Definition von Menschlichkeit sehr subjektiv sein kann.[...] Dank authentisch geschriebener Persönlichkeiten deren Gedankengänge man meistens sehr gut verfolgen kann und Entwicklungen selbiger die innerhalb von 4 Staffeln stattfanden, ist es dem Zuschauer möglich mit etwas Empathie zu verstehen und zu empfinden was in den Figuren vorgeht; man versteht wieso Entscheidungen getroffen werden, ob gut oder schlecht, man versteht wieso Jemand nicht mehr so ist wie er vorher war und wie manch einer sogar einen ganz anderen Weg ging.

JonesTexx (8,5) hebt besonders die Nebendarsteller als wichtiges funktionierendes Element hervor:

Orange is the New Black funktioniert deshalb so gut, weil es keine wirklichen Hauptcharaktere gibt, die Serie lebt quasi durch ihre Nebendarsteller.
Sei es "Crazy Eyes" oder "Pennsatucky" (Meine zwei Lieblinge) oder Nicky, Taystee, Cindy, die Meth Junkies, Boo, "Stalker"-Morello (Von der bekomme ich langsam Angst), Red usw..Ich finde alle haben eine gute Charakterzeichnung und sind auf ihre Art besonders und witzig.

Für Theo.K (8,0) ist es eine mit Herz geschriebene Serie, die einen selbst mit eigenen Vorurteilen konfrontiere:

Die Serie wurde einfach gut und mit Herz geschrieben, ohne kitschig oder belehrend zu werden. Die Dialoge und Dramen wirken authentisch, die Flashbacks ins frühere Leben der Insassen puzzeln langsam die Charaktere zusammen und machen sie nachvollziehbar. Wenn OITNB nicht gerade lustig ist, dann ist es ernst, traurig oder clever. Es ist eine Achterbahnfahrt durch allerlei Vorurteile und man wird selbst vor den Spiegel gestellt, wenn man jemandem alles schlechte wünscht nur um einige Folgen später wieder Mitgefühl zu haben, weil das Gesamtbild der Situation deutlicher geworden ist.

Das hat euch an Orange Is the New Black gestört:

Graeca (6,5) störte sich unter anderem an der zu heiteren Atmosphäre und war genervt von sexuellen Anspielungen sowie der harschen Sprache:

Beim Gedanken an Gefängnis , erwartete ich eine deutlich ungemütlichere Atmosphäre, Korruption, fiese Wärter und ernsthafte Auseinandersetzungen zwischen den Gefangenen, Verzweiflung, Leid. Stattdessen bot sich eine Art Jugendherbergsasmosphäre. Gefangene die sich beliebig im Gebäude bewegen können, die den Wärtern, die weich wie Wattebällchen sind, teilweise auf der Nase herumtanzen, die Drogen und Alkohol konsumieren ohne das es jemandem aufzufallen scheint oder sogar von Wärtern bei der Beschaffung unterstützt werden. Wirkliche Auseinandersetzungen untereinander gibt es wenig bis gar nicht - die meiste Zeit mögen sich alle oder akzeptieren einander zumindest.
Ich habe nichts gegen sexuelle Anspielungen oder entsprechende Szenen, auch stört mich eine etwas derbere Wortwahl normalerweise nicht, aber wenn gefühlt jedes zweite Wort 'ficken' ist, nutzt sich das in meinen Augen sehr schnell ab.
Ich war zumindest im Verlaufe der ersten Folgen ziemlich genervt davon, dass das Thema Sex so stark im Vordergrund stand.

Wind-prinzessin (5,0) sieht nach Sichtung der 1. Staffel keinen sich aufbauenden Spannungsbogen und tadelt die Geschichten der Hauptfiguren:

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht wie ich diese Serie bewerten soll. Für mich baut sich in den Folgen kein Spannungsbogen auf und generell sind die Geschichten der Protagonisten eher langweilig. Es passiert am Ende einer Folge nicht wirklich etwas, was mich sagen lässt: "Boah, ich muss jetzt unbedingt die nächste Folge gucken." Da fand ich z.B. die deutsche Serie "Block B" viel interesannter. Ich weiß das in dieser Serie nicht die Gewalt im Fokus steht, jedoch war es irgendwie das was ich mir erhofft hatte. Wie meine Vorredner denke ich das man die Serie entweder mag oder eben nicht. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass die erste Staffel die ich bisher gesehen habe wirklich nur ausreichend gewesen ist.

Für tiktok (4,0) kommt die Serie nicht über Seifenoper-Niveau heraus:

Das war sie also, die zweite US-Knast-Serie, die ich mir angetan habe.
Furchtbare Seifenoper. 1000 tragische Missverständnisse führen zu 10.000 tragischen Problemen und Jeder intrigiert jeden Tag mal gegen jemand anderes. Ein platter Mini-Plot jagt den nächsten.

Das moviepilot-Fazit zu Orange is the New Black:
Insgesamt zeigt sich der internationale Erfolg von Orange Is the New Black auch in euren Meinungen. Positiv sehen viele von euch vor allem die authentischen Figuren und die Geschichte, die einen selbst vor dem mit Vorurteilen behafteten Spiegel stelle. Andere sehen in der Netflix-Serie dagegen eher das Niveau einer Seifenoper und stoßen sich an einer unpassenden Atmosphäre, welche das Gefängnisleben nicht adäquat einfange sowie schwachen Hauptfiguren. Dennoch überwiegt der Anteil wohlgesonnener Meinungen deutlich.

Was ist eure Meinung zu Orange Is the New Black?

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