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Nur einmal die Welt retten

Nur einmal in einen Farbtopf springen

Valerian and the City of a Thousand Planets
© Universum Film (UFA)
Valerian and the City of a Thousand Planets
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Wenn man ihn in einem kleinen Glas hält bleibt der Goldfisch klein. Hat er mehr Platz, wird der Fisch doppelt, dreimal oder viermal so groß.

Was vor Valerian war…

Da gab’s so einiges. Zum Beispiel diesen Das fünfte Element, ebenfalls von Luc Besson, der mir, zumindest bisher, immer Over the top erschien. Der konnte mich nirgends abholen, was ich sehr schade finde, weil ich mich immer leicht auf etwas einlassen kann und sehr wohlwollend und Fair mit meiner Wertung herumschieße. Dann gab’s da noch so einen Profi. Léon - Der Profi. Konnte mich leider ebenfalls nicht abholen. Meine Erinnerung sagt mir, dass er mir ebenfalls Over the top war und wenig überzeugend daherkam. Dazu nicht mehr, denn das ist nur meine bescheidene Meinung. Mir haben sie nicht gefallen und seit dem lockt mich (eigentlich) kein Produkt mehr, auf dem Luc Besson draufsteht. So ehrlich darf man ruhig mal sein. Mag nicht heißen, dass ich es nicht nochmal mit genannten Werken versuchen möchte, aber vorerst halte ich mich an seinen neuen Film. Valerian - Die Stadt der tausend Planeten. Ein Augenschmaus mit Charme, Charakter und zwei harmonierenden Hauptdarstellern, die beide auf ihre eigenen Art und Weise das Potential ausgeschöpft haben, zu überraschen und was ganz neues zu wagen. Neu Wege, neues Glück. Die Rede ist von Dane DeHaan und Cara Delevingne.

Dane Dehaan

Zuletzt gesehen in A Cure for Wellness. Irgendwo anders hab ich auch schon mal gesehen. Hängengeblieben sind mir seine stark ausgeprägten Augenringe und der depressive Blick, die zumindest in A Cure for Wellness dominierten. In Valerian hat er nun etwas mehr Farbe, was wortwörtlich auf den Haut Ton, wie auch auf seine Rolle bezogen werden kann. Er spielt sogar den obercoolen Macker in der Rolle des Valerian und macht Cara Delevingne’s Laureline permanent den Hof. Er vesucht es zumindest. Es ist also eine lustige, kleine Liebesgeschichte, in einer schier unendlichen Mischung aus Farben, Handlungssträngen und Innovationen. Was wir aus Star Wars, Star Trek und sämtlichen anderen Weltraumfilmen kennen, findet selbstverständlich auch irgendwie in Valerian Platz.

SPOILER Müllschlucker? *Hust*

So zumindest mein Eindruck, was aber definitiv auch an der grandiosen Beteiligung des Industrial light and Magic liegen muss, die auch an den atemberaubenden Bildern einiger Star Wars Filme und den Spezialeffekten beteiligt waren. Valerian ist allerdings eine europäische Produktion und die vermutlich bisher teuerste dieser Art.

Rund um Dane Dehann überschneiden sich allerdings die Meinungen bzw. da spalten sich die Geister. Den einen ist er zu jung und naiv, dem anderen passt möglicherweise sein Gesicht nicht und ich muss gestehen, ich war etwas skeptisch, gab ihm eine eine faire Chance und er hat bestanden. Er kann also auch cool, lässig und lustig sein, verliert dabei aber auch nicht an Charme und dem genialen umherschlagenden Sarkasmus. Der Witz in Valerian ist ohnehin breit gestreut, aber nie unpassend und perfekt verteilt. Ja, genau, wie Nutella auf einer Scheibe Brot. Da verteilt man die Schokolade schön gleichmäßig, weil? Richtig, weil das Auge und in dem Fall auch das Ohr mitisst. Der Witz hat mir gut geschmeckt und ist maßgeblich an den 8 Punkten beteligt, die ich Valerian reindrücken werde. Aber da ist noch eine ganz umwerfende Frau, über die man ein paar Worte verlieren muss…Moment, die Macht ist mit mir..

Genau, Cara Delevingne

Bereits in Suicide Squad war abzusehen, dass ihr Können nicht lange unentdeckt bleiben wird. Klar spielt irgendwo auch ihre Model-Figur eine Rolle, die sie auch eindrucksvoll in Valerian präsentieren darf, aber sie kann noch so einiges mehr. Ein schönes Zeichen an die Außenwelt, dass vielleicht auch mitteilen möchte, dass nicht alle Models nur Stroh in der Birne haben. Gefällt mir. Als Laureline zieht sie am liebsten mit knapper Bekleidung durch das Univerum, wie es schon Margot Robbie’s Harley Quinn in Suicide Squad getan hat. Wenn ich ihr Gesicht sehe, dann muss ich immer an ihren Charme, ihren Biss und ihre lustigen Grimassen denken, die auch aus dem Fernsehen kenne. Und sie wirkt in der Rolle der Laureline genauso fesch und knackig, wie man sie auch aus den Medien kennt. Verrückt, aber doch auf dem Teppich geblieben und jetzt sogar in einem Mega Blockbuster zu sehen. Ihr Sarkasmus und ihre Sprüche sitzen so gut, dass Dane Dehaan’s Valerian nahezu unter geht. Das wird gerade dann noch auf den Höhepunkt getrieben, wenn Laureline ihm eine Lektion in Sachen Menschlichkeit und Humanismus erteilt. Sie erscheint um Einiges reifer, als Valerian und irgendwie auch, als Dane Dehaan. Aber ich möchte hier nicht urteilen. Die beiden funktionieren so toll, man könnte meinen, sie wären im echten Leben auch ineinander verfallen. Das wäre doch mal ein tolles Paar und eine neue Sensation für die Klatschpresse, nicht?

Die Geschichte ist mir indes etwas in den Hintergrund gerückt, was aber nichts bedeuten muss. Das Haupt“Augen“merk lag eben..nunja…auf dem Auge. Und hier trifft Luc Besson alles und fängt eine Welt nach der anderen ein, samt allen nur irgendwie möglichen Details und Geschöpfen. Es ist eine Vielfalt an neuen Ideen und eine Hommage an das Science-Fiction-Kino. Ob nun gewollt oder nicht, so sah ich in dem Raumschiff von Laureline und Valerian Parallelen zum Millenium-Falken aus Star Wars. Das fiel mir bereits im Trailer auf und wenn es solche Easter Eggs sind und sie beabsichtig waren, dann ist das einfach wundervoll, denn es bedeutet nichts mehr, als das Luc Besson vor allen anderen seinen Hut zieht, sich aber nicht nur verneigen muss, sondern mit der Nase nach oben, etwas vollkommen anderes, vielfältiges und Besonderes geschaffen hat.

Wie könnte ich da Nein sagen? Luc Besson’s Valerian – Stadt der tausend Planeten ist ein kunterbuntes, prächtiges und einnehmendes Spektakel geworden, dass genau das liefert, was aus dem Trailer erahnen konnte. Außerdem zeichnet sich der Humor für ein én großteil an Vergnügen verantwortlich und ist überraschend gut gelungen. Alle Oneliner sitzen und Valerian und Laureline sind ein traumhaftes Paar.

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Wenn man ihn in einem kleinen Glas hält bleibt der Goldfisch klein. Hat er mehr Platz, wird der Fisch doppelt, dreimal oder viermal so groß.

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