Gute Zeiten, schlechte Zeiten will mit härteren, relevanteren Themen punkten

21.09.2017 - 18:30 Uhr
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© RTL
Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Gute Zeiten, schlechte Zeiten ist eine der erfolgreichsten deutsche Fernsehserien im Vorabendprogramm. Nun will die RTL-Soap GZSZ mit dem Thema Häusliche Gewalt Zuschauer vor die Bildschirme locken.

Gute Zeiten, schlechte Zeiten will sich eines schweren Themas annehmen, wie DWDL  berichtet. Häusliche Gewalt soll in den kommenden Episoden eine besondere Rolle spielen. Produzentin Petra Kolle antwortete im Interview mit dem Medienmagazin auf die Frage, ob es einen konkreten Anlass für dieses Thema gäbe:

Aber es ist relevant. Und wir greifen alle relevanten Themen auf, die in unserer Gesellschaft Konflikte zwischen Menschen befeuern.

Die RTL-Soap hat schon mehrfach gesellschaftliche Probleme aufgegriffen, unter anderem ging es bereits um die Folterskandale bei der Bundeswehr, um Drogenkonsum unter Jugendlichen, Sterbehilfe, Korruption, Inzest und Suizid. Das täuscht natürlich nicht über häufig auftauchende realitätsferne Themen hinweg. Trotzdem ist die seit 1992 auf RTL gezeigte Soap über die Höhen und Tiefen einiger Menschen, ihre Beziehungen und Intrigen sowie harten Schicksalsschläge eine der erfolgreichsten Fernsehserien im deutschen Vorabendprogramm.

Häusliche Gewalt ist in Deutschland kein Einzelfall. Tausende Frauen wie Männer werden pro Jahr Opfer von Gewalt in der Partnerschaft. Meist sind es Frauen (82 %), die von Gewalt in einer Beziehung betroffen sind, das betrifft unter anderem Mord und Totschlag, Sexualdelikte, Körperverletzungen und Stalking (via BKA ). Allerdings lassen sich die Fälle schlecht in eine Statistik packen, da zahlreiche emotionale Faktoren beim Melden bzw. Nichtmelden der Gewalttat eine Rolle spielen. Die Dunkelziffer dürfte also um einiges höher sein.

GZSZ mit Oliver Franck (rechts)

Schauspieler Oliver Franck, der in GZSZ die Rolle eines gewalttätigen Familienvaters übernommen hat, sprach im Interview bei RTL  über das Thema.

Vielleicht hilft es ja zu sehen, dass es hinter geschlossenen Türen jedem passieren könnte. Vielleicht fühlen sich einige Opfer dann nicht mehr nur allein und hilflos, sondern unternehmen Schritte, um ihre Situation zu ändern. Das wäre wünschenswert.

Unter dem Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" - 08000 116 016 - wird betroffenen Frauen seit 2013 eine bundesweite 24 Stunden-Beratung angeboten, die kostenlos eine anonyme und niedrigschwellige Erstberatung in 15 Sprachen ermöglicht.

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