David Fincher & World War Z 2 - Geht das zusammen?

World War Z mit Brad Pitt
© Paramount Pictures
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"Was die Oberflächen zeigen ist nur ein Teil der Wahrheit. Darunter steckt das, was mich am Leben interessiert: die Dunkelheit, das Ungewisse, das Erschreckende, die Krankheiten." (David Lynch)

Seit Kurzem ist es offiziell: David Fincher inszeniert World War Z 2 und einigen Liebhabern von Zombiefilmen sowie Fans des Regisseurs wird das Herz höherschlagen. Der Vorgänger World War Z aus dem Jahr 2013 wurde von Marc Forster in Szene gesetzt und war mit knapp 540 Millionen Dollar weltweitem Einspielergebnis ein Erfolg an den Kinokassen. Lange Zeit war unklar, wie es mit einem Nachfolger der Zombie-Apokalypse steht. Umso besser, dass Paramounts Chef Jim Gianopulos sich im Interview mit dem Hollywood Reporter nun dazu geäußert hat. Noch besser, dass David Fincher und Brad Pitt mit an Bord sind. Oder? Wir haben überlegt, was wir davon halten, und das sind unsere Ergebnisse.

Ines glaubt, es wird noch düsterer
Ich steh nicht so auf Zombies, sie sind mir zu dreckig und unsexy. Aber World War Z war für mich damals eine große Überraschung. Besonders die ersten 20 Minuten faszinierten mich wegen ihrer Dynamik und Inszenierung. Das war Kino pur. Von David Fincher erwarte ich Ähnliches, wenn nicht noch mehr, denn er wird die Apokalypse hoffentlich noch düsterer und unheimlicher machen.

Christoph harrt der Dinge, die da kommen
Ich hab zwar weder World War Z gesehen noch bin ich großer David Fincher-Fan, die Kombination klingt aber nicht uninteressant. Vielleicht wählt Fincher für die Fortsetzung ja einen ähnlich ungewöhnlichen Ansatz wie die Romanvorlage des Erstlings (die ich auch nicht gelesen habe).

Philipp glaubt, das David Fincher alles halbwegs interessant machen kann
An sich kann ich mir nicht vorstellen, dass World War Z 2 ein wirklich guter Film wird. Das Zombiethema fühlt sich totgetreten an und egal welchen Zombiefilm ich gesehen habe, so richtig interessant fand ich die Geschichten selten. Aber klar, für Schreckmomente und Grauen sorgen die Biester natürlich immer. David Fincher ist fähig, jede Art von Stoff zu verbessern. Selbst eine so durchschaubare Angelegenheit wie Gone Girl wirkte bei ihm schon beinahe anziehend. Insofern trau ich ihm zu, dass er aus dem Material wieder mehr macht, als es eigentlich hergibt.

Felix zeigt verhaltene Begeisterung für einen Zombie-Film der Marke Fincher
Meine Erwartungen an World War Z waren nicht besonders groß, ich fand den Zombie-Film dann aber gar nicht mal so schlecht. Das ist nicht unbedingt ein Qualitätssiegel für einen Film, weswegen mich die Ankündigung einer Fortsetzung nicht so richtig begeistert. Auch David Finchers Verpflichtung als Regisseur reißt mich nicht vom Hocker. Ich finde den Großteil seiner Filme ganz gut, ob er sich mit dieser Fortsetzung einen Gefallen tut, ist eine schwierige Frage. Das Verblendung-Remake wäre aus meiner Sicht nicht nötig gewesen, sodass der Regisseur bei originalen Stoffen sicher besser aufgehoben ist. Die Kombination Fincher und Zombies weckt dennoch mein Interesse, weil ich mir vorstellen kann, dass er aus dem Stoff noch was rausholen kann.

Julian sieht dem Film mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen
David Fincher ist einer meiner liebsten Regisseure des 21. Jahrhunderts. Seine Adaption von Verblendung war ein absoluter Genuss, rundum. Daher hatte ich die letzten Jahre stets die Daumen gedrückt, dass er sich doch nochmal mit Rooney Mara und Daniel Craig zusammentut, um auch die weiteren zwei Bücher von Stieg Larsson zu adaptieren. Nun erscheint dies noch unrealistischer als schon zuvor. World War Z war für mich eine unrunde Sache. Der Anfang war stark, aber zum Ende hin verlor er die Qualität der ersten Hälfte. Zombies gehen aber immer, und insbesondere die aus der Adaption des Romans von Max Brooks stellten eine angenehme Abwechslung zu den üblichen dar. Daher bin ich positiv gespannt, aber auch etwas wehmütig, dass es nicht mit der Millennium-Trilogie made by David Fincher weitergeht.

Esther ist überrascht, dass es überhaupt weitergeht ... egal mit welchem Regisseur
Nachdem der Kinostart von World War Z 2 eigentlich für dieses Jahr angesetzt worden war, sich aber lange nichts tat, hatte ich das Zombie-Sequel in meinem Kopf längst unter "Na-ob-das-noch-was-wird" abgelegt ... zumal, seien wir ehrlich, World War Z ja nicht wirklich eine Fortsetzung braucht. Dass die Pitt-Fincher-Wiedervereinigung dem Projekt den dringend nötigen Aufwind verleiht, hat sich vermutlich auch Paramount gedacht. Ich bleibe hingegen skeptisch, zumal der Herr Fincher meiner Meinung nach so viel ansprechendere eigenständige Projekte drehen könnte.

Julia hat das Projekt jetzt wieder auf dem Schirm
Mich überrascht diese Meldung. Spontan wäre mir David Fincher nicht in den Sinn gekommen. Die filmische Umsetzung von Max Brooks' Roman wurde seiner Vorlage meiner Meinung nach nicht gerecht und ich hätte auf ein Sequel verzichten können. Jetzt, wo Fincher als Regisseur dabei ist und erneut mit Brad Pitt zusammenarbeiten wird, werde ich World War Z 2 eine Chance geben. Aber nur, wenn er sich beim nächsten Mal wieder einem originären Stoff widmet, bitte.

Was haltet ihr davon, dass David Fincher zum vierten Mal mit Brad Pitt zusammenarbeiten wird und sie gemeinsam World War Z 2 machen werden?

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