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Das Internationale Trickfilm Festival und Batman - Tag 4

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Kurzfilme

Um ganz ehrlich zu sein: ich hab acht Kurzfilme gesehen und keine Lust, viel darüber zu schreiben. Vier von denen fand ich richtig doof, einen durchschnittlich und de Rest gut. Das ist keine Quote, die mir gefällt, um ehrlich zu sein. Auf der anderen Seite sind die doofen Filme aber nicht doof genug, als das man denen irgendwelche Worte widmen müsste und die guten Filme sind nicht gut genug, als das man über diese große Worte verlieren müsste.

Meaningful Games

Nach den Kurzfilmen auf der Gamezone den Vortrag "Meaningful Games - Games & Politics" gehört. Da wurden diverse politisch motivierte Spiele vorgestellt und drei Entwickler haben ein bisschen über ihre Projekte gesprochen. Der Vortrag hat ganz schön gezeigt, wie Games eine politische Message vermitteln können und wo eigentlich die Möglichkeiten des Genres liegen.

Big Fish & Begonia

Was für ein wunderschöner Film! "Big Fish & Begonia" erzählt die Geschichte von einem Mädchen, dass aus der Welt über der Welt der Menschen kommt, die Welt der Menschen irgendwann besucht, dort in eine Falle tappt und von einem Fischer gerettet wird. Dieser stirbt allerdings dabei. Das Mädchen erweckt in bei der Rückkehr in ihre Welt wieder zum Leben und dort erwacht er dann in der Gestalt eines kleinen Delfins. Das Mädchen muss sich von nun an um ihn kümmern, bis er groß genug ist, um zur Welt der Menschen zu schwimmen. Steine in den Weg gelegt werden ich dabei von den anderen Bewohnern der Himmelwelt, die die Wiedererweckung eines Menschen als unheilbringend betrachten. Der Film ist wunderschön gezeichnet, bietet große Bilder untermalt von größer Musik, Schönheit und Traurigkeit und vollendeter Eintracht und eine wunderbare Geschichte über Verantwortung, Verlust und zweite Chancen. Ein Film, der tatsächlich zu Tränen rührt. Gestört wurde der Genuss des Films dadurch, dass jemand auf die großartige (not really) kam, diesen, damit er auch für jüngere Zuschauer verständlich ist (der Filme wurde im chinesischen O-Ton mit englischen Untertiteln gezeigt) live auf Deutsch synchronisieren zu lassen. Von einer einzigen Sprecherin. Das resultierte dann darin, dass im Endeffekt jede Figur auf Deutsch die gleiche Stimme hatte, man aber im Endeffekt vom gesprochenen eh kaum was verstanden hat, weil Originalsynchro und die deutsche Livesynchro genau die gleiche Lautstärke hatten und die deutsche Sprecherin sich redlich bemühte, genau synchron zum Film zu sprechen (und das auch schaffte). Nichtsdestotrotz, ein großartiger Film.

North of Blue

Nach "Big Fish & Begonia" bin ich dann gleich weiter, zur Weltpremiere von "North of Blue". "North of Blue" ist ein experimenteller Animationsfilm, bei dem man 60 Minuten lang Objekte und Farben, die sich zum Takt von elektronischer Musik bewegen und verändern, betrachtet. "North of Blue" ist die Visualisierung davon, wie ich mir einen Drogentrip vorstelle. Es gefällt schon gut, ist aber sehr speziell und man muss sich definitiv auf die Erfahrung einlassen und die Bereitschaft zeigen, Bilder zu sehen, die wirklich nur Bilder sind und keine Geschichten.

Birds Like Us

Schon wieder Weltpremiere. "Bird Like Us" ist ein Film über vier Vögel, die sich aus Versehen auf eine Reise durch Raum und Zeit begeben, dabei eine Fledermaus treffen, für diese nach der Sonne suchen und am Ende erkennen, zu was sie im Stande sind, wenn sie wirklich frei sind. "Birds Like Us" ist kein schlechter Film, aber auch kein schöner Film. Die Animationen sind ehr klobig, erinnern eher an ein Videospiel. Teilweise kompensiert wird die fehlenden visuelle Stärke durch den fantastischen Soundtrack, an dem unter anderem Peter Gabriel beteiligt war. Die Charaktere des Films würden ohne ihre fantastischen Synchronsprecher wohl auch ziemlich leblos wirken, da die Animationen recht steif daherkommen. Zum Glück hat man aber den, gerade bereits erwähnten, fantastischen Synchroncast, der unter anderem aus Jeremy Irons und Alicia Vikander besteht. Inhaltlich ist "Birds Like Us" ein zweischneidiges Schwert. Die Hauptstory ist irgendwie zu sehr auf ihre Abenteuerelemente fixiert und vergisst dabei teilweise die deepere Message, die in ihr steckt, dann gibt es aber auch die Fledermaus, die gut die Hälfte des Films Geschichten aus ihrem Leben erzählt, die sehr philosophisch sind und von einer interessanten Frage zur nächsten führen. Es fällt mir schwer, ein Fazit zu "Birds Like Us" zu finden, weil mir der Film für einen Verriss zu Sympathisch ist, für ein Loblied zu viele Fehler und um als durchschnittlich zu gelten doch zu besonders ist.

Meeting mit...

Wo wir gerade schon bei Fledermäusen waren. Ich habe mich nach dem Kino zur Herberge begeben und auf dem Weg dahin jemanden getroffen. Jemand ganz besonderes. Ich stand so an der Haltestelle, als er sich plötzlich aus den Schatten schälte, langsamen, aber entschlossen Schrittes auf mich zukam. Ich wusste gar nicht, wie mir geschah, als er sich plötzlich vor mir manifestierte, aber mir war klar, dass dies der beste Tag meines Lebens sein musste. Denn: ich habe IHN getroffen. Ich habe... Batman getroffen! Oder zumindest jemanden, der ein ziemlich authentisches und aufwendig geschaffenes Kostüm trug, dass sehr stark an das aus der "Dark Knight" Trilogie angelehnt war. Tatsächlich hat dieser Straßenbatman aber seine Rolle auch ziemlich perfekt ausgefüllt, er besaß zumindest ein Batman-Kinn und auch wenn er nicht jetzt ein Monster der Marke Ben Affleck war, so wirkte er doch relativ muskulös und hatte eine angenehm tiefe Stimme. Nice Sache!

Fazit Tag 4

Ich hab Batman getroffen.

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