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Fairy Tail - Eine Welt voller Magie

Anime-Serien im Kino - Mein Abend mit Magiern auf Reise

Fairy Tails stärkstes Team
© Hiro Mashima, Kodansha, Fairy Tail Guild, TV Tokyo, All Rights Reserved.
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One of the key characteristics of the comic book medium is that it is not brought to life by just one voice.

KAZÉ Anime Nights Runde 8: Nachdem wir den Magiern von Fairy Tail bereits vor zwei Monaten einen Besuch abstatteten und sie bei ihrem zweiten Kino-Abenteuer begleiteten, zu dem ihr hier meine Meinung findet, gehen wir heute zurück an den Anfang dieser Reise und diesmal können wir uns sogar erstmals mit deutschen Sprechern unseren Helden dabei anschließen, wie sie ihre ersten Aufträge annehmen!


Worum geht es in Fairy Tail?

Willkommen bei Fairy Tail!


Im Königreich Fiore ist Magie etwas völlig Alltägliches, sie wird sogar als Ware angeboten, denn viele Magier schließen sich in sogenannten Gilden zusammen, um Aufträge anzunehmen und so den Menschen zu helfen. Die berüchtigste Gilde in Fiore ist Fairy Tail, der sich ebenfalls die junge Lucy anschließen möchte. Eine schicksalhafte Begegnung mit einem Magier namens Natsu sowie seinem Katzen-Begleiter Happy später, schließt sich Lucy, wie es ihr großer Wunsch war, Fairy Tail an und erlebt fortan gemeinsam mit ihren neuen Freunden viele spannende Abenteuer. Dabei müssen sie sich nicht nur gegen andere Gilden behaupten, sondern sich ebenfalls mit Monstern und Drachen herumschlagen.

Bei einem Bummel durch einen Buchladen bin ich vor einigen Jahren eher zufällig über Fairy Tail gestolpert, denn das Cover des ersten Manga-Bandes lachte mir entgegen und nachdem ich darin ein bisschen herumgeblättert hatte, beschloss ich, den Band zu kaufen. Speziell die Charaktere, allen voran Natsu und seinen kleinen Katzen-Begleiter Happy, fand ich auf Anhieb sympathisch und schloss sie mit jeder Geschichte mehr ins Herz, weshalb ich mich zusehends in dieser Welt verlor. Die Abenteuer sind spannend, die Action super und auch der Humor sowie die Emotionen kommen bei all dem Krawall nicht zu kurz. Die Anime-Adaption habe ich mir zwischenzeitlich ebenfalls angesehen, sowohl im japanischen O-Ton als auch auf englisch; ein großer Fan bin ich besonders vom ersten Kino-Abenteuer, Fairy Tail: The Phoenix Priestess, in welchem Natsu und seine Freunde nicht nur Bekanntschaft mit einer mysteriösen jungen Frau machen, sondern ebenfalls ein besonders mächtiges magisches Artefakt vernichten müssen. Den Film fand ich sogar so toll, dass ich ihn mir extra aus Großbritannien importiert habe - ihr merkt also sicherlich: Ich bin ein großer Fan von Fairy Tail, weshalb meine Freude riesig groß war, als es vergangenen Dienstag mit einem Kumpel wieder ins CinemaxX Bremen ging, wo wir uns die ersten drei Folgen mit deutscher Synchronisation ansehen konnten und soviel bereits vorweg: Wir hatten eine Menge Spaß mit dem Beginn von Natsus sowie Lucys gemeinsamer Reise :)


Mein Abend mit Fairy Tail (Episode 1-3)

Der Gilde, der ich beitreten will, gehören so viele coole Magier an!


Zu sehen bekamen wir und die übrigen Kinobesucher also die ersten drei Fairy Tail-Episoden "Feenschweif", "Feuerdrache, Affe und Stier" sowie "Wir dringen in Everlues Villa ein!", die, mit Ausnahme der letzten Episode, mehr oder weniger für sich stehen und kleinere Geschichten erzählen. In der ersten Folge lernen wir natürlich unsere Helden Natsu, Lucy und Happy kennen, die sich mit einem Magier konfrontiert sehen, welcher sich selbst Salamander nennt und insgeheim dunkle Absichten verfolgt. In der zweiten Folge wird Lucy bei Fairy Tail aufgenommen und macht sich gemeinsam mit ihren beiden neuen Freunden auf den Weg in die Berge, wo ein Mitglied der Gilde vermisst wird. Die dritte Folge bildet den Auftakt zu einer Doppelepisode, in welcher Natsu, Lucy und Happy ein spezielles Buch vernichten sollen, wofür ihnen der Auftraggeber eine horrende Summe bezahlen will.

Wie es sich für den Beginn einer Serie gehört, lernt man nicht nur die Charaktere kennen, sondern erfährt ebenfalls so einiges über die Welt, in der sie leben. Nahe gebracht wird uns dies von einem Erzähler, der uns nicht nur in einem kleinen Intro vor jeder Episode ins Geschehen einführt, sondern uns beispielsweise ebenfalls erklärt, was es mit Aufträgen auf sich hat, welche Magier annehmen können, oder welche Typen von Magiern es gibt. Die ersten Geschichten sind noch nicht unbedingt komplex, sondern haben einen eher intimen Charakter, doch dies finde ich keinesfalls schlecht, denn in solchen eher kleinen Storys lernt man die einzelnen Figuren, ihre Stärken und Schwächen oftmals besser kennen als in einem überdimensionalen Handlungsstrang. Was wir bei Natsu zum Beispiel sehr schnell erkennen ist, dass er zwar ungeheuer stark ist, doch mit Fahrzeugen so seine liebe Mühe hat, was immer wieder in herrlich witzigen Szenen resultiert :D Happy auf der anderen Seite, gewissermaßen Natsus "Sidekick", denkt vornehmlich ans Futtern und würde sogar Lucys Stellargeister (Lucys Magie beziehungsweise ihre magischen Helfer/Vertragspartner) auffuttern, wenn diese ihn nicht daran hindern würde. Lucy wiederum legt viel Wert auf ihre Privatsphäre, doch da ist sie bei Natsu und Happy leider an der falschen Adresse, denn diese fühlen sich in Lucys Wohnung sichtlich wohl.

Uoh... nicht schon wieder...


Zu der Geschichte, den noch kommenden Ereignisse sowie den Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren könnte ich jetzt zwar noch einiges schreiben, doch ich möchte niemandem, der Fairy Tail bisher noch nicht gesehen haben sollte, die eine oder andere Überraschung versauen, darum nur soviel: Dranbleiben lohnt sich, denn auf Natsu und seine Freunde warten noch einige aberwitzige Abenteuer :) Stattdessen möchte ich nun ein paar Worte zu den, meiner Meinung nach, größten Stärken der ersten Episoden schreiben: Den Charakteren und dem Humor. Gerade eben habe ich euch bereits das Helden-Trio etwas näher gebracht, doch natürlich gibt es noch viel mehr Figuren, die ihr in Fairy Tail sehen werdet und die ebenso noch eine große Rolle im weiteren Verlauf der Geschichte spielen werden. Jeder einzelne von ihnen hat dabei sein ganz eigenes Päckchen zu tragen, besitzt eigene Stärken sowie Schwächen, was die Charaktere in meinen Augen allesamt sehr sympathisch macht, denn erst durch Ecken und Kanten, kleine Fehler und Macken fühlt man sich einer Figur erst verbunden, fiebert mit ihnen mit, lacht und weint gemeinsam mit ihnen. Hiro Mashima macht seine Sache in dieser Beziehung wirklich toll und schafft es, dass man sich selbst mit einigen Nebenfiguren verbunden fühlt, was bei einer Serie, die so viele verschiedene Charaktere wie Fairy Tail einführt, keine Selbstverständlichkeit ist.

Der Humor ergibt sich oftmals ebenfalls aus diesen Schwächen der Charaktere sowie natürlich aus ihren Beziehungen untereinander; generell ist der Humor in Fairy Tail wirklich grandios gelungen und nicht nur mein Kumpel und ich, sondern ebenso alle übrigen Kinobesucher hatten eine Menge Spaß dabei, Natsu und Lucy auf ihren ersten Abenteuern zu begleiten. Wenn Natsu etwa in der ersten Episode aufgeregt in eine Gruppe hysterischer Frauen platzt, die einen bekannten Magier anhimmeln, und unser Held merkt, von diesem Typen hat er noch nie zuvor etwas gehört, weshalb er frustriert wieder abdreht, so den Unmut der anwesenden Damen auf sich zieht und unweigerlich Schläge für sein despektierliches Verhalten kassiert, dann konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen :D Natsus Reisekrankheit entwickelt sich dagegen im Laufe der Serie zu einem Running Gag, der bereits in den ersten Episoden mehrfach aufgegriffen wird und ebenfalls für den einen oder anderen Lacher sorgte. Fairy Tail findet eine sehr angenehme Mischung aus ernsten, herzzerreißenden sowie humoristischen Momenten; keiner dieser Bereiche nimmt zuviel Raum ein, weshalb sie sich schön ergänzen, was wiederum in einem angenehmen Flow der einzelnen Geschichten resultiert.

Gut, ich hab mich entschieden: Wir werden zusammen ein Team bilden.


Nun zu dem Punkt, der sicherlich viele brennend interessiert: Die deutschen Sprecher. Vor zwei Monaten lief Dragon Cry noch im Originalton mit deutschen Untertiteln in unseren Kinos, doch nun konnte man erstmals die hiesigen Synchronschauspieler in Aktion hören, weshalb ich euch mein kleines, vorläufiges Fazit in dieser Sache natürlich nicht vorenthalten möchte. Ausgehend von den ersten drei Episoden macht die Synchro insgesamt einen überaus wertigen Eindruck, da die Sprecher allesamt passend für ihre jeweiligen Charaktere gecastet wurden und man förmlich spürt, mit wie viel Energie alle Beteiligten bei der Sache sind. Die erste Stimme, welche man zu hören bekommt, ist Jürgen Kluckert, den man unter anderem als Mister Krabs aus SpongeBob Schwammkopf kennt und der bei Fairy Tail den Part des Erzählers einnimmt, als welcher er uns verschiedene Facetten der Welt erklärt und uns, wie in einem Märchen, etwas an die Hand nimmt. Seine Sache macht er sehr gut, obgleich an ihn natürlich nicht ähnliche Anforderungen gestellt werden wie beispielsweise an Julius Jellinek, der Natsu seine Stimme leiht. Anime-Fans werden Jellinek sicherlich noch als Jaden Yuki (Yu-Gi-Oh! GX) oder Marcus Damon (Digimon Data Squad) in Erinnerung haben; seit einigen Jahren spricht er zudem Barry Allen alias The Flash in der gleichnamigen Serie. Julius Jellinek höre ich generell sehr gerne, weshalb ich mich riesig gefreut habe, als ich seine Stimme im ersten veröffentlichten Fairy Tail-Trailer gehört habe; er gibt wiedermal alles und leistet sowohl in den ruhigen als auch den ernsten oder humoristischen Momenten der ersten Episoden tolle Arbeit. Synchronsprecherin Lina Rabea Mohr spricht indes Lucy und steht ihrem Kollegen Jellinek in Nichts nach, denn auch sie zeigt vollen Einsatz, schießt dabei jedoch ab und an übers Ziel hinaus. In einigen Szenen muss sie mit ihrer Stimme sehr hoch gehen, was sich leider sehr schrill und unschön anhörte, nicht nur für mich und meinen Kumpel, sondern, ausgehend von ihren Reaktionen, ebenfalls für die anderen Leute im Saal. Ihre Stimme passt ansonsten, meiner Auffassung nach, durchaus gut zu Lucy, doch an manchen Stellen wäre weniger definitiv mehr gewesen. Da ich ähnliche Anmerkungen in den vergangenen Tagen ebenfalls schon andernorts gelesen habe, sollten die Verantwortlichen beim Synchronstudio diesbezüglich vielleicht nochmal in den kommenden Episoden etwas nachjustieren. Happy ist der nächste prominent vertretende Charakter zu Beginn der Serie und wird von Charlotte Uhlig gesprochen, die ebenfalls gute Arbeit leistet; stellenweise fühlte ich mich sogar dezent an Tia Ballard, die englische Sprecherin von Happy, erinnert, was ich doch ziemlich cool fand, da ich ihre Darstellung von Natsus bestem Freund sehr mag. Zu den übrigen Charakteren, darunter beispielsweise Grey oder Makarov (der Meister von Fairy Tail), möchte ich indes noch kein Urteil abgeben, da man von ihnen bisher nur recht wenig gehört hat, doch die ersten paar Sätze machten durchaus Lust auf die noch kommenden Auftritte der Figuren ;)

Abschließend noch ein paar Worte zu den Zeichnungen, Animationen sowie zur Musik der Serie: Für die Umsetzung des Manga zeichnet unter anderem das renommierte Studio A-1 Pictures verantwortlich, das, gemeinsam mit dem Studio Satelight, wirklich gute Arbeit leisten. Die Charaktere und Hintergründe sind schön gezeichnet, speziell in einigen Stills, also Standbildern, die ab und an durch den Einsatz von Filtern einen leichten Aquarell-Look verpasst bekommen, wie ihr unter anderem an dem Bild oberhalb dieser Zeilen sehen könnt. Die Animationen sind ebenfalls gut, obgleich auffällt, dass einige Animationen, beispielsweise für Natsus Angriffe, mehrfach genutzt werden, doch dies ist bei solchen Serien nicht ungewöhnlich, denn ein ähnliches Vorgehen kennt man ebenfalls aus One Piece oder aktuell auch Dragon Ball Super. Ein wahres Highlight ist hingegen der Soundtrack, welches zu meinen absoluten Favoriten im Anime-Bereich gehört und einige Melodien beinhaltet, die definitiv Ohrwurm-Qualitäten besitzen. In den ersten drei Episoden gibt es lediglich einen kurzen Vorgeschmack darauf, doch glaubt mir, alleine für den Soundtrack, welcher einen schönen Mix aus modernen sowie folkloristischen Klängen bietet, und die einzelnen Situationen jedesmal gekonnt untermalt, lohnt es sich, die Serie weiter zu verfolgen.

https://www.youtube.com/watch?v=mU1yER7VEZA

Nach gut 75 Minuten war der ganze Spaß dann auch schon wieder vorbei und ein weiterer schöner Kinoabend neigte sich seinem Ende entgegen. Was blieb war die Gewissheit, Fairy Tail in Zukunft definitiv auch auf deutsch genauer verfolgen zu wollen und sich noch einmal von Beginn an diese magische Welt mit all ihren sympathischen Helden sowie fantastischen Abenteuern zu stürzen. Die ersten drei Episoden waren ein tolles Erlebnis und sogar etwas Nostalgie schwang bei diesem Kinobesuch mit, denn es ist schon wirklich lange her, seit ich diese Folgen zuletzt gesehen habe; auf die weiteren Anime-Abenteuer mit Natsu und seinen Freunden von Fairy Tail freue ich mich jedenfalls schon sehr :)

Am 26. September gehen die KAZÉ Anime Nights dieses Jahr bereits in ihre neunte Runde und dann wird sich alles um den Film A Silent Voice drehen.

Habt ihr euch Fairy Tail ebenfalls angesehen und falls ja, was sagt ihr zu den deutschen Sprechern?

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