To the Bone - Kritik

To the Bone

US · 2017 · Laufzeit 107 Minuten · Drama
Du
  • 8
    nightknight 14.08.2017, 17:04 Geändert 14.08.2017, 17:04

    Lily Collins hat da einen guten Job gemacht meines Erachtens nach. Der Film beschreibt ein Thema welches die Betroffenen beim "alltäglichen" Umgang mit Ihrer Krankheit zeigt. Und gleichzeitig die Hilflosigkeit, was die Menschen drumherum betrifft. Familie und Freunde....der potentielle Partner, der auch nicht über Umwege wie das Herz, an Ellen (Lily Collins) herankommt, um Sie umstimmen zu können.
    Habe mich in vielen Szenen an eigene Erfahrungen erinnert gefühlt.

    Und ich finde auch das offene Ende völlig in Ordnung. Denn es ist wohl wie beim Alkoholismus.
    Kann man wirklich "geheilt"sein?
    Es ging um das positive Gefühl welches Elli zum Schluss gefunden hat. Um den Optimismus und den Kampfgeist, die Dämonen im Kopf endlich zu vertreiben. Nicht direkt und auf einen Schlag. Aber Stück für Stück...
    Darum ging es. Den Mut finden und die Ausdauer.

    2
    • 9

      Lilly Collins spielt überragend.
      Sie hat für den Film ihre Erfahrungen, die Sie ja selbst mit dieser Krankheit gemacht hat, miteinbringen können.
      Deshalb wirkt sie in jeder Szene authentisch.
      Der andere grosse Pluspunkt ist der Film selbst, der nie reißerisch oder plakativ wird.
      Der behutsame, realistische und zutiefst menschliche Umgang mit diesem Krankheitsbild lässt einen noch umso tiefer in diese Welt eintauchen.
      Sehr empfehlenswert!!!!!!!!

      4
      • 7 .5
        Realizator 28.07.2017, 18:50 Geändert 28.07.2017, 18:50

        Schwierig heutzutage neue Filme zu finden, die gut sind und der hier gehört dazu.

        • 7

          Zu seicht für das harte Thema, Teeniefilm, aber Lily Collins und Keanu Reeves spielen super.

          2
          • 3 .5

            Ohne Keanu Reeves würde kein Hahn nach diesem Film krähen. Lily Collins Rolle hätte problemlos durch jede andere abgemagerte Schauspielerin ersetzt werden können. Schwach.

            • 8

              Filmisch ist "To The Bone" ein eher rudimentäres Drama, welches das Rad nicht neu erfindet. Dafür hat der Film andere Stärken:
              Lily Collins bietet eine starke Performance und man nimmt ihr den Zerfall durch die Krankheit ab. Hinzu kommt das Porträt von Magersucht im Film, welches mich verstörte und zum nachdenken anregte.

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              • 7 .5

                [...] To the Bone richtet sich eben weniger an Betroffene als vielmehr an all diejenigen, die die Magersucht missverstehen oder tabuisieren. Und damit liefert der Film einen guten und überaus wichtigen Beitrag [...]. [Nora Burgard-Arp]

                • 6

                  Mir hat der Film nicht so viel gegeben wie ich einst gedacht hatte. Er war zwar unterhaltend und interessant aufgebaut. Allerdings wurden mir einige Charaktere zu wenig beleuchtet und die Beweghintergründe der Hauptdarstellerin haben mir auch gefehlt. An Filme wie Rain-Man, die Maske usw die Krankheiten behandeln, kommt der Film nicht wirklich heran, aber schlecht ist er wiederum auch nicht.

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                  • 7
                    Andron 18.07.2017, 01:06 Geändert 18.07.2017, 01:59

                    Ich fand den Streifen ganz gut, irgendwo zwischen einer modernen Version von "Einer flog über das Kuckucksnest" und einem "Coming-of-age-Movie", welcher Bulimie zum Thema hat.

                    Die Ankündigungen von irgendwelchen verstörenden Bildern war allerdings völlig übertrieben und hat wohl bei dem ein oder anderen falsche Erwartungen auf eine "Freakshow" geweckt, diese sollten dann wohl besser gleichnamige Staffel von American Horror Story sichten.

                    Sicherlich eine der deutlich besseren Eigenproduktionen, hier ein Drama, von Netflix!

                    PS: Bulimie ist allerdings schwer nachzuvollziehen und hat wohl eher damit zu tun, dass man nicht leben möchte (was in dieser Welt auch nicht so schwer zu verstehen ist, da dieses neoliberale System darauf ausgelegt ist, 99,9% der Menschheit im Hamster Rad gefangen zu halten - siehe Noam Chomskys Requiem-for-the-american-dream - auch auf Netflix zu finden), als dass man tatsächlich nur schlank (hier pathologisch dünn) sein möchte. Zudem ist es wohl auch ein Luxusproblem unserer kranken Konsumgesellschaft! Außerdem denkt man sich beim Sichten des Films ständig, dass es kein Wunder bei diesen verblödeten Eltern und dem Drecksfraß ist, dass die Mädels nichts essen wollen. In der Einrichtung wird ihnen ja derselbe Müll wie zu Hause vorgesetzt, welcher bestenfalls aus pannierten Schnitzeln mit geschmacklosem Gemüse besteht...

                    PPS: Wenn man von der Wurzel des Problem einmal absieht, wie wärs mit Krafttraining und vernünftigen Essen, dann hätten die Mädels jene schlanke Figur die sie immer gerne möchten (wären allerdings nicht skinny fat, sondern durch die Muskulatur wohl geformt), könnten ohne schlechtes Gewissen Essen und hätten jene Aufmerksamkeit, allerdings im positiven Sinne, nach welcher sie sich scheinbar so sehnen...! - Siehe z.B. Sophia Thiel auf YouTube (als sie noch richtiges Krafttraining mit Ercan gemacht hat - nicht ihr "Kaufprogramm")!

                    • 3

                      Moah, war das ein mieser Film. Es werden kaum Therapieansätze gezeigt oder so richtig gezeigt, was das Mädchen dazu gebracht hat, magersüchtig zu werden. Man sieht weder so richtig in das Innere der Darsteller, noch wird das Drumherum richtig gezeigt. Klar, ein bisschen Familienleben gibt es zu sehen, aber mir war das wirklich zuw enig.
                      Diese esoterischen Fütter-Ansätze, die die Mutter dann zeigt, haben mir dann den Rest gegeben und ich war völlig raus.
                      Lily Colling spielt toll, das will ich nicht abstreiten, aber der Film war so oberflächlich, dass man weder unangenehm berührt wurde, noch richtig mitgefühlt hätte.
                      Schockierende Bilder einer abgemagerten Schauspielerin reichen mir einfach nicht für einen guten Film.

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                      • Als Betroffene kann ich sagen, dass der Film überaus triggernd ist und eine Anorexie nur weiter fördert, statt über die Folgen und Symptome der Krankheit aufzuklären. Zwar warnt der Film darüber, dass es triggernde Szenen geben kann, aber dennoch finde ich es unverantwortlich solche Filme zu produzieren, da Essstörungen sowieso schon durch allerlei Casting Shows à la Germany's next Topmodel gefördert werden. Allerdings sind die darin vorkommenden Fakten alle wahr. Enttäuschend ist jedoch, dass das Ende des Films weitestgehend offen ist.

                        • 4

                          [...] Die Regisseurin setzt mit ihrer Darstellung der Magersüchtigen von Beginn an auf eindringliche Bilder, für die sie Hintergründe der Erkrankung vielfältig andeutet, aber nie konkret bestimmt. Ellen kann die Kalorienzahl jeder einzelnen Mahlzeit genau aufsagen, doch eine panische Angst in ihr hindert sie daran, auch nur eines der Gerichte in sich aufzunehmen. [...] Unter der Leitung von Dr. William Beckham, dessen Behandlungsmethoden als eher unkonventionell gelten, begibt sich Ellen zunächst widerwillig in ein Wohnheim mitsamt Selbsthilfegruppe, das als eine Art letzter Rettungsanker fungieren soll. Ellens Ankunft in dem Wohnheim führt allerdings dazu, dass To the Bone als Film plötzlich zu kippen beginnt. Was zuvor recht ernsthaft begonnen und nur durch einige schwarzhumorige Kommentare seitens der Hauptfigur minimal aufgelockert wurde, wandelt sich zu einem ebenso manipulativen wie klischeehaft gestrickten Rührstück. Da sich Regisseurin und Hauptdarstellerin eigentlich so nahe an der Thematik befinden wie nur möglich, verwundert es umso mehr, dass Noxon beispielsweise nebenbei eine vorhersehbare, simpel gestrickte Liebesgeschichte inszeniert, die für den Verlauf von Ellens Schicksal emotional ebenso effektiv ist wie sie grob an der glaubwürdigen Realität vorbeischrammt. Neben gelungenen Momenten wie die Familientherapiesitzung, bei der die Regisseurin womöglich eigene Erfahrungen verarbeitet und sich auf gleichermaßen bewegende wie urkomische Weise den Spannungen innerhalb Ellens ohnehin zerrütteter Familie annähert, wirkt To the Bone als Gesamtwerk viel zu sehr auf naive Publikumsverträglichkeit getrimmt. Zwischen gefühlvollen Songs, die möglichst effektiv platziert werden, unpassend eingefügten Einschüben von Optimismus, der das schwere Leiden der Figuren ausgleichen soll und einem übereilten Ende, das auf unglaubwürdige Weise geradezu bahnbrechende Entwicklungen erzwingt, lässt sich der Film letztlich kaum noch als ernstzunehmende sowie authentische Auseinandersetzung mit einer oftmals tabuisierten Krankheit auffassen. To the Bone kommt am Ende viel mehr einer gut gemeinten, stellenweise eindringlichen, aber unnötig manipulativen sowie unglaubwürdig beschönigten Fiktion gleich, bei der eine Regisseurin, die selbst mit Magersucht zu kämpfen hatte, ihren eigenen Erfahrungen nicht gerecht werden kann. [...]

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                          • 5

                            hab mir da doch etwas mehr erhofft...thema ist wichtig und das die das ansprechen ist gut punkt.

                            • 7

                              Obwohl To the Bone nicht angenehm zu schauen ist, bleibt er gut geschauspielert und ist, in seiner Darstellung dieser alles-durchdringenden Krankheit, essentiell. [April Wolfe]

                              • 7

                                To the Bone ist gelegentlich eklig, aber auch überraschend warm und lustig. [Boyd van Hoeij]

                                • 6

                                  Es macht keinen Spaß sich To the Bone anzusehen, trotzdem könnte der Film Leben retten, da er einen ehrlichen Blick auf Magersucht wirft. [Peter Debruge]

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