The Lesson - Kritik

The Lesson

GB · 2016 · Laufzeit 93 Minuten · FSK 18 · Thriller, Horrorfilm
Du
  • 2 .5

    Krude Low-Budget-Mixtur aus Torture-Thriller und Milieu-Studie, mit verkümmerten Meta-Versuchen die ans Lächerliche grenzen. Einem mehr als nur desillusionierten Pädagogen brennt nach 20 Jahren das Oberstübchen durch. Die beiden schlimmsten Klassen-Rowdies werden kurzerhand entführt, um ihnen im Hobbykeller drakonische Nachhilfestunden in Literatur, Geschichte und Sozialkunde zu erteilen. Da wird der Stoff von Herr der Fliegen im wahrsten Sinne des Wortes eingehämmert und irgendwie soll der Schmu wohl tatsächlich eine Art Allegorie (ja, auch solche Fremdworte werden dort gepaukt, gut aufgepasst) auf die drastisch vermittelten Inhalte darstellen, wofür man allerdings verdammt viel schlechte Fantasie benötigt. Als simpler Genre-Film völlig unbrauchbar, da extrem geschwätzig, aufdringlich pseudo-intellektuell und wahnsinnig spannungsarm, der wohl angepeilte höhere Anspruch würde niemals die Versetzung schaffen. Brutaler Folter-Sadismus belesen clever gequatscht, mehr als nur unglaubwürdig konstruiert und an vielen Stellen mit absolut sinnlosen Szenen gerade so auf die üblichen 90 Minuten gestreckt. Da haben nicht nur die blöden Schüler einen Nagel im Kopp.

    17
    • 6 .5

      Hat mir gefallen.
      Intensives Erlebnis mit faszinierenden Dialogen.

      Ende war ok. Nicht sonderlich gut aber auch nicht schlecht.

      • 7

        Kleiner, gemeiner und sehr spanndender Torture Porn, der seine Gewalteruptionen in einem überschaubaren aber intensiven Rahmen hält. Mit der Ausgangssituation verhebt sich der Film leider etwas, weil der Lehrer zu oft zwischen purem Sadismus und pädagogischem Auftrag hin und herpendelt, um komplett für voll genommen werden zu können, trotzdem durchzieht dieses Kammerspiel ein schöner Spannungsbogen.
        Das heißt nicht, dass er nicht auch offensichtliche Schwächen hat, wenn er immer wieder an völlig unpassenden Stellen durch ziemlich egale und langweilige Backgroundstories unterbrochen wird, die weder der Geschichte noch den Figuren irgendwie weiterhelfen. Und trotzdem hat mich THE LESSON gut unterhalten, hatte einige Badass-Effekte und der Bruderstreit rundete das ganze menschlich ab, auch wenn der Sprung der jungen Dame von einem Bruder zum anderen nicht ganz glaubwürdig gemacht werden konnte.
        Vor allem das herrlich absurde Ende reißt vieles raus, wenn das jungverliebte Paar sich erst an der Bibliothek ihres Peinigers bereichern (und damit seiner verqueren, blutigen pädagogischen auf merkwürdige Weise recht geben und sich dann auf dessen Bett zum ersten gemeinsamen Sex hinwirft. Schön. :)

        3
        • 7 .5

          Im ruhigen Stil der Serie Dates gehalten, geht es im Horrorthriller langsam voran und findet sein Highlight im Klassenzimmer einer Garage. Der Hauptproganist, eine Reinkarnation des jungen Ronaldos, findet sich dort wieder, seine scheinbare Liebe folgt. Ein grandioser
          Robert Hands als Mr. Gale kundschaftet den Wahnsinn aus. Der Film erzählt trotzdem eine klassische Geschichte des Lebens Jugendlicher und junger Erwachsener in England. Untermalt mit sphärischer schöner Musik Richtung Elektro.

          • 5

            [... Regie-Neuling RUTH PLATT versucht im ersten Spielfilm die Ursachen dafür zu ergründen, was Schüler dazu treibt Lehrer zu schikanieren und wie es dazu kommen kann, dass Lehrer plötzlich rot sehen. Einige Interpretationsansätze sind ganz interessant; dennoch stiert THE LESSON zu angestrengt Richtung Torture-Genre und zeigt schmerzhafte Quälerei von Minderjährigen. Im Geschrei der Opfer verliert die anfänglich aufgegriffene Gesellschaftskritik ihre Wichtigkeit. Das macht THE LESSON austauschbar ....]

            Eine komplette Kritik gibt es auf dem Horrorblog FILMCHECKER.

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