The Great Wall - Kritik

The Great Wall

US/CN · 2016 · Laufzeit 103 Minuten · FSK 12 · Fantasyfilm, Actionfilm, Abenteuerfilm, Thriller, Historienfilm · Kinostart
Du
  • 0
    Mr_Phil 16.06.2017, 11:55 Geändert 16.06.2017, 12:25

    Die chinesische Mauer gehört zweifelsfrei zu einer der beeindruckendsten Bauwerke, welche je von Menschenhand erschaffen wurde.
    Nicht zu Unrecht ist sie folglich von der UNESCO zum Weltkulturerbe berufen worden und darf sich inzwischen auch als einen Teil mit in die sieben Weltwunder einreihen.
    Wenn ich dürfte, würde ich das Durchhalten von "The Great Wall" auch als ein kleines Weltwunder ausrufen, denn ich muss schon mehr als eine halbe Ewigkeit zurückdenken, um einen vergleichbaren Film, der mich ähnlich verärgert hat, zu finden - und ich habe neulich erst "Suicide Squad" gesehen, was die Sachlage wohl umso verheerender erscheinen lässt.

    Dass ich mit falschen, ja fast schon naiven Erwartungen an den Film gegangen bin, kann Zhangs neuem Werk gewiss nicht vorgeworfen werden.
    Dass der Film allerdings diesen von mir mit wenig Begeisterung aufgenommenen Fantasy-Anteil bis zur letzten Minute ausdehnt und das gesamte Konstrukt des Filmes somit einzig und alleine hier herum aufgespannt wird, wodurch (k)eine Handlung entsteht, die den Umfang meiner Studienarbeit (ich habe noch nicht mit ihr begonnen) besitzt, darf dem Film hingegen gewiss vorgeworfen werden.

    Wenn hier dann gar die Effekte, die immerhin zwischendrin für gewisse Schauwerte sorgen könnten, teils unterdurchschnittlicher Natur sind, bleibt beinahe nichts mehr übrig, was dem Film zugute gehalten werden kann: Ich habe "The Great Wall" also vom ersten bis zum allerletzten Meter gehasst und verabscheut, da er leider all das vereint, was ich an der momentanen Kinokultur so verachte.
    Wer glaubt, dass das bereits ausreichen würde, einen katastrophalen Filmabend zu manifestieren, darf sich freuen, dass "The Great Wall" noch mindestens ein weiteres Ass im Ärmel hat, denn der Ton des Filmes ist stets bitterernst (das Schicksal der gesamten (!) Menschheit steht schließlich auf dem Spiel) und passt dadurch aber leider so gar nicht zum Gezeigten - der eigene Anspruch (irgendwo am Anfang) und die Realität (irgendwo ganz am Ende der Mauer) gehen leider zwei verschiedene Wege und treffen sich in keinem Punkt. In keinem einzigen (!) Punkt, was wahrscheinlich auch eine enorme Leistung darstellt.

    Ich habe die chinesische Mauer leider bis heute noch nicht besichtigen können.
    Dieser Umstand muss sich nun aber schnellstmöglich ändern, denn ich muss meine Gedanken, die ich seit "The Great Wall" mit dieser Mauer in Verbindung bringe, restlos überschreiben lassen.
    "The Great Wall" - ein Film, der seinem großen Namen leider in keinster Weise auch nur ansatzweise gerecht wird.

    37
    • 4

      Optisch gefällt mir der Film super.Knackig scharfes,buntes.Tolle Kulissen und eine famose Landschaft. Dazu ist der Film mit einem richtig guten Sound unterlegt.Es hätte also ein toller Film werden können. Ist er aber nicht.Eine ganz schwache Story und größtenteils ebendiese Dialoge.

      • 4

        Wo fange ich an? Ich dachte zuerst, als ich von dem Film erfuhr, dass es sich genau wie bei 47 Ronin, um eine asiatische Sage hält, die einen amerikanischen Helden bekommt und mit einer unrealistischen Story aufgemotzt wird. Und siehe da - ich hatte recht.
        Der Film wäre als Fantasyfilm, ohne bezug zu Chinas Geschichte ziemlich gut, jedoch ist er so eine Schande. Die Story ist schlecht, ergibt keinen Sinn und die Dialoge sind eher flach.
        Wenn man den Drang verspürt ihn zu sehen, dann nur zu. Doch ich kann ihn wirklich nicht empfehlen.

        • 7 .5

          Gute Unterhaltung mit viel Action und Famtasy. Sehenswert auf alle Fälle.

          • 4

            Quietschbunte CGI-Orgie ohne Sinn und Verstand. Die Qualität der Animationen ist allerdings gerade in den Massenszenen teilweise grottig, so dass ich mich mehrfach in einem älteren Computerspiel wähnte. Weniger ist halt manchmal mehr.

            • 2 .5

              Man sollte eine riesen Mauer um dieses Machwerk bauen damit dieses Elend jedem erspart bleibt!

              #TrumpsNo1Film

              1
              • 3 .5

                Vorab: Der Film ist durchgehend spannend, aber.....

                ...dennoch ist der Film viel schlechter als erwartet. Nicht nur weil es einfach mal eine schlechte Handlung hat, sondern weil es einfach ohne Sinn ist. Millionen Viecher schaffen es nicht in großen Massen auf die Mauer zu gelangen wobei sie ja so schlau sind, dann diese mega große Armee, die zum Ende nur noch aus 30 Mann besteht die es in die Stadt schaffen und Millionen Viecher die alle sterben, weil die Königin stirbt.... dazu brauchten sie den Ami der wie ein Muttersöhnchen daher kommt?

                Was ich aber schlimmer fand waren die grafischen Arbeiten, die teilweise so schlecht umgesetzt waren, das es einfach nur mega billig wirkte und das für solch eine große Produktion :/

                So kann man sich den antun, aber man darf nicht viel erwarten!

                • 7

                  Überdurchschnittlich unterhaltsame pseudo history Schlachtplatter. Die Story ist mehr oder weniger existent und such nicht gerade allzu frisch, twists gibt's keine und sehr leicht vorherzusehen wars auch. Es passierten auch einfach viel zu viele Dinge off screen, besonders einige der Szenen die Willem und Pascal enthielten. Die schauspielerische Leistung war angemessen, und genau dass was man von hirnlosem popcorn Kino erwartet. Die Optik war richtig ansprechend, die VX waren mehr als sehenswert und der Sound gab einem das Gefühl mittendrin statt nur dabei zu sein. Größter Kritikpunkt für mich ist dass der Kampf gegen Menschen wohl etwas mehr epische Wucht gehabt hätte. The great Wall hat wenige kleine und das ein oder andere größere Probleme, die den Film davon abhalten ähnlich gut abzuschneiden wie 300 oder 47 Ronin, und dennoch ist The great Wall extrem unterhaltsam und über die gesamte Spieldauer nicht langweilig.

                  • 1

                    Bei dem Film stimmt einfach gar nichts. Nicht mal die Action ist besonders Sehenswert. Selten hat mich ein Film so aufgeregt.

                    • 3 .5

                      Grelle Powerranger-Plastekostüme, schlecht programmierte Monster, Wirrwarr aus chinesischer und amerikanischer Ästhetik und Erzählweise. Dämliches Makup (Haare), falsche besetzte Schauspieler, Matt Damon fehl am Platz, schlechte Effekte, usw. Ärgerlich!

                      1
                      • 4

                        Mr. Damon sieht cool aus mit Bart.

                        1
                        • 5 .5

                          Die Idee, der Chinesischen Mauer eine mystisch sinnvolle Bedeutung zu geben ist toll. Allerdings hätte man sich mit der Geschichte doch ein wenig mehr Mühe geben können. Monster kommen alle 60 Jahre because of reasons, um China zu überfallen, ein Fremder wird zur großen Hoffnung und im großen Showdown wird heldenhaft der Schlange der Kopf abgeschlagen ist nicht besonders originell. Da würde nur noch die große Lovestory fehlen, auf die hier zum Glück weitestgehend verzichtet wurde. Außerdem wurden ein bisschen zu viele Schlachten geschlagen, aber wenigstens schlagen sich Matt Damon und seine Kumpel recht wacker in ihren Rollen.
                          Die Stunts und Effekte gingen in Ordnung und mit dem CGI-Overkill könnte ich gerade noch so leben, aber musste alles so bunt sein? Die Gummibärenbande auf Extasy würde daneben echt blass aussehen.
                          Fazit: Bestimmt wird die große Mauer einige Fans finden, doch ich werde nicht darunter sein, denn für mich war das nichts.

                          4
                          • 8
                            Laserdance 27.05.2017, 00:19 Geändert 27.05.2017, 00:22

                            Der Film wird stellenweise echt etwas unterbewertet.

                            Im ggs zu einigen Aussagen hat der Film doch eine Handlung. Die ist nicht komplex, muss Sie aber auch nicht sein.

                            Ich sage ja immer
                            „Es kommt nicht darauf an was man erzählt sondern wie man etwas erzählt“

                            Und da ist der Film gradlinig und einfach aber unterhaltsam. Und erinnert mich an Warcraft Der Film. Ich denke dehnen, wo Warcraft gefällt wird diesen hier auch gefallen.

                            Sicher sind die Charaktere nicht sehr tief, aber Sie werden erst mal eingeführt. Es beginnt also nicht gleich das Spektakel. Man gibt sich da also schon mühe etwas Substanz zu erzeugen.

                            Dazu kommt der ein oder andere Kalauer, was die Stimmung lockert und das Ganze nicht so Bier ernst macht. Gab durchaus ein paar Lacher.

                            Die Action Szenen sind gut umgesetzt. Keine Wackelkamera alles sauber gefilmt. Die Ausstattung mit Statisten und Kostümen usw ist wirklich toll.

                            Schwächen hat der Film, wie ich finde im Creaturen Design. Zu deutlich sind die Creaturen CGI und wirken doch sehr künstlich. Offenbar hat man das Geld bei den Kostümen usw verbraten und für die CGI war dann nicht mehr genug Geld da.

                            Letztendlich ist wie ich finde, der Film besser als sein Ruf. Weil man durchaus auch auf eine einfache Geschichte gesetzt hat. Und eben nicht die Spielzeit nur mit CGIs gefüllt hat. Also parallelen zu Warcraft.

                            • 7
                              derwiep 26.05.2017, 17:56 Geändert 26.05.2017, 18:07

                              Einfach ein guter Film. Spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Keine Ahnung was andere erwarten... Eine Doku vielleicht? Dann husch ins Museum, Geschichte pauken!
                              Ernstahft jetzt im Vergleich zum "Drei-Schauspieler-Langweiler" Passengers ist dieser Film ne Actionrakete... Es ist ein Fantasyfilm, da muss die Physik nicht stimmen, sonst wär's ne Doku...

                              • 5 .5

                                boah war der Film bunt! Die hätten die statt der komischen Monster lieber Einhörner nehmen sollen, dann hätte das schon wieder gepasst :-)

                                Man hat irgendwie die ganze Zeit das Gefühl, das Intro von einem Computerspiel zu gucken.

                                • 5

                                  Bei "The Great Wall" bezieht man sich auf alten chinesischen Sagen und vermischt sie mit einer sehr schwachen Handlung präsentiert in opulenten Bildern und einem wuchtigen Sound.
                                  Dabei werden auch eine Menge physikalische Gesetze außer Acht gelassen und auch die Logik scheint die Macher wenig zu interessieren.

                                  Was mit an diesem Film am besten gefallen hat, ist das asiatische Ambiente was sehr schön anzuschauen und auch anzuhören ist. Die größtenteils computergenerierte Kulisse ist teilweise richtig schön und detailreich.
                                  Aber Matt Damon passt irgendwie nicht in die Rolle eines kaltblütigen Söldners der plötzlich eine gute Seite an sich entdeckt.

                                  Hätte man sich etwas mehr um die Handlung bemüht, könnte aus "The Great Wall" ein sehr guter Film geworden sein. Aber so ist es dann doch nur ein hübsch eingepacktes FantasyAction Spektakel mit viel Lärm um nichts.

                                  • 4 .5

                                    Der Film macht zu keiner Zeit einen Hehl daraus, dass es sich hierbei um ein plumpes actionfeuerwerk ohne story handelt.

                                    2
                                    • 5
                                      horro 22.05.2017, 19:33 Geändert 22.05.2017, 20:48

                                      Hier werden tatsächlich Folklore und Heldenepos aus zwei sehr unterschiedlichen Kulturkreisen kräftig vermischt. Ein Anglosachse und ein Hispano in Mitten der chinesischen Grossmacht über Asien. Da fehlen eigentlich nur noch ein Araber und ein Afrikaner und der Weltreigen wäre komplett. Mit viel Hochglanz-CGI Getrommel und Gebrüll wird die neutrale Alien-Rasse bekämpft. Rein fürs Auge sicher recht attraktiv, aber so richtig gute Stimmung will nie aufkommen.

                                      13
                                      • 6

                                        Farbenfroher Fantasy-Quatsch, der bei einer Nettolaufzeit von gut 90 Minuten kaum Längen aufweist und stellenweise überraschend ruppige Menschen-gegen-Monster-Szenen bietet.

                                        • 0 .5

                                          Nach dem Versuch diesen Film zu geniessen, kann ich nur sagen: WTF.
                                          Man merkt ihm an, dass ein paar talentierte menschen viel Einsatz zeigten ihm Niveau zu verleihen.
                                          Die Leute vom Licht. Die Kulissenbauer. Die Maske zum Beispiel. Die Leute, die die Türen designed haben. Es war fast so, als hätte der beschriebene Kampf zwischen ihnen und dem Regisseur, dem Schreiber und dem Schnitt stattgefunden.
                                          Das Talent und das Können hatte keine Chance, die Allmacht der klischeehaften, oberflächlichen Soldaten der Idiotie war einfach zu stark. Matt Damon hielt sich da leider ganz diplomatisch raus, vielleicht hätten sie es sonst eher überleben können #ichbrauchemeinenbogen #aufdersuchenachderhandlung

                                          • 5 .5
                                            999CINEASTOR666 19.05.2017, 17:28 Geändert 19.05.2017, 17:35

                                            The Great Wall / US/CN/HK/AU/CA / 2016

                                            >>> mit Vorsicht zu genießen /// enthält möglicherweise Spuren von leichten Spoilern <<<

                                            THE GREAT WALL ist anspruchsloses, oberflächliches und klischeebeladenes Popcorn-CGI-Bombast-Kino mit Publikumsmagnet und Quotenweißbrot MATT DAMON in der Hauptrolle, das aber durch ein paar imposante Schauwerte beim monströsen Schlachtengetümmel an, um und auf der Chinesischen Mauer einmalig kurzweilig unterhalten kann. Zumindest, wenn man sein Anspruch und sein Auge für den offensichtlichen Einsatz von CGI bei diesem Fantasy-Action-Abenteuer dementsprechend anpassen kann.

                                            20
                                            • 3

                                              Eine chinesisch/amerikanische Co-Produktion ist The Great Wall, bei der der dahergelaufene weiße Amerikaner nicht nur zeigt wie ordentlich mit Pfeil und Bogen umgeht. Nein er steppt einfach aus der Wüste und rettet ohne große Spannung ein gesamtes Volk. Wem das nun schon zu blöd ist, sollte direkt auf einen anderen Film umsteigen, denn auch Matt damon Fans werden enttäuscht. Zwar mimt er den Dynastie-Legolas mit solidem Niveau, doch gibt es nichts, dass seine Präsenz ausmacht. Diesen Charakter hätte wirklich jeder andere Schauspieler ebenfalls darstellen können, ist The Great Wall ohnehin verdammt dünnes Eis wenn es um Figuren geht. Von merkwürdigen Entscheidungen und Wandlungen abgesehen gibt es hier überhaupt niemanden, mit dem man mitfiebern darf.

                                              Reihenweise werden Menschen und Echsen ohne Eigenschaften zum puren vergnügen weggeschnetzelt, nur liegt das Vergnügen leider nicht auf der Seite des Zuschauers. Nach dem ersten großen Angriff hat man sich bereit satt gesehen und verbringt die Restzeit mit plattem Malen nach Zahlen Vorgang. Dabei geht The Great Wall nur knapp über 90 Minuten und hätte eine ganz doofe Schlachteplatte werden können. Dass das Endergebnis nun aber wirklich so strunzdoof und langweilig ausfällt, hätte man beim besten Willen nicht erwartet. Jeder, der möchte soll ruhig einen Blick riskieren. Im Gegenzug sollte man jedoch nicht erbost reagieren, wenn man mehr als enttäuscht in den Abspann blickt. Denn davor haben bereits zum Kinostart etliche Leute gewarnt und wir werden es zum Heimkinorelease erneut machen.

                                              8
                                              • 5 .5

                                                SPOILER

                                                Sorry, aber die Stelle, wo sie ernsthaft denken, er hätte sie bestohlen, war dann doch zu bescheuert.

                                                SPOILER

                                                1
                                                • 1
                                                  BrittaLeuchner 18.05.2017, 03:43 Geändert 18.05.2017, 03:58

                                                  Schade, dass wohl heute nur noch "Knall Boom Bang" und schillernde Farben ausschlaggebend dafür zu sein scheinen, ob man (hier) einen Film mag oder nicht. Ich bitte euch: 6 oder gar 8 von 10? Ist das euer Ernst?

                                                  Ich weiß nicht, ich kann und will bei aller Sympathie für Damon und die asiatische Filmästhetik einem Film mit platten Sprüchen und dünnen Handlingssträngen (mal von einer fehlenden tieferen Ebene abgesehen) einfach nicht den Korridor bieten, damit was hier mit ein bisschen 0815-CGI dargeboten wurde durchzukommen. Es tut richtig weh Dafoe hier verbraten zu sehen. Das ist billigstes Popkorn-Kino unterster Kajüte und der Trailer dazu ist pure Hochstaplerei. Selbst als reiner Unterhaltungsfilm allemal drittklassig...

                                                  Was man glaubt hier vorzufinden wird für jene zumindest enttäuschend sein, die nicht völlig emotional abgestumpft und völlig von Farben verblendet durchs Leben laufen und ein bisschen mehr für die Sinne brauchen als Feuerpfeile und blaue Plastikhelme mit Flügeln dran (*Kopfschüttel*). Da wurde eine Menge Schwarzpulver verschossen ohne Sinn und Verstand.

                                                  Ich habe immer gesagt, dass ich Filmen, die sich sofort und aufrichtig als flaches Popkorn-Kino zu erkennen geben, nicht mit falschen Bewertungsgrundlagen kommen will, aber hier wurden eindeutig größere Hoffnungen geschürt. Der Trailer wollte einen davon überzeugen, hier neue Obergrenzen für großes Kino kennenzulernen, aber das war nicht einmal ansatzweise der Fall. Dabei ist die Grundlage mit der chinesischen Mauer gar nicht mal wo unpotentionell.

                                                  Vor allem wundert es mich, dass (hier auf MP) mit so großer Verblüffung von Damons Schauspielleistung gesprochen wird. Hat hier denn niemand Talented Mr. Ripley gesehen? Da war der damals noch junge Mann groß! Aber hier war er einfach nur ein Wortgeber für dünne Slepstik.

                                                  Dieser Film ist keine 3 Sterne wert und ich muss mich stark wundern, dass man ihn so gnädig behandelt. Gerade von den zynischen Popkorn-Kino Gängern (zu denen ich eigentlich nicht gehöre) hätte ich hier einen größeren Verriss erwartet wegen der billigen CGI. Denn schon die schlecht animierte Eingangssequenz mit der plastisch wirkenden Mauer lies Schlimmes erahnen.

                                                  Für mich selbst als billiges Unterhaltungskino leider nicht mehr als eine 1 von 10. Und das nur für ein paar ausgefeilte Kamera fade-in/fade-out Fahrten zwischen CGI und realen Greenbox Stunts (fliegende Kämpfer), die wirklich schwer zu meistern sind. An legendäre asiatische Filme letzter Jahrzehnte reicht dieser B-Movie aber um Längen nicht heran, falls das jemand vom Trailer her denken sollte. Da fehlt auch einfach ein bisschen Tiefe im Drehbuch und Raum für Schauspiel und emotionale Anknüpfungspunkte.

                                                  1
                                                  • 10
                                                    Bruno Morbitzer 17.05.2017, 20:13 Geändert 17.05.2017, 20:14

                                                    Mich hatte bereits der Trailer voll erwischt, aber ich versuchte trotzdem, meine Erwartungshaltung zu zügeln, denn wie oft hat ein Film bereits im Trailer sein ganzes Pulver verschossen. Aber nicht dieser hier! Wunderbare Bilder, herrlich leuchtende Farben, ästhetische Kampfszenen, fiese Viecher und ganz wundervoll passende Darsteller. Matt Damon verblüffte mich nach seiner beeindruckenden Bourne-Verkörperung erneut, diesmal als martialischer Kämpe, der sein Herz und die Ehre entdeckt. Und Andy Lau ("Infernal Affairs") als Alchimist sowie Willem Dafoe wieder einmal als verschlagener Typ, - sehr, sehr gut.
                                                    Mir gefiel auch die Atmosphäre zwischen Damons Figur und der schönen und toughen Generälin, da knisterte es doch im Kamin. Als unheilbarer Romantiker hätte ich mir allerdings zum guten Schluss eine rauschende Hochzeit der beiden verhinderten Turteltäubchen gewünscht, und den spanischen Hasardeur hätten sie dann adoptiert.
                                                    Echt jetzt?

                                                    2
                                                    ▲ Top