Girl on the Train - Kritik

The Girl on the Train

US · 2016 · Laufzeit 113 Minuten · FSK 16 · Thriller · Kinostart
Du
  • 7 .5

    Ich kenne das Buch dazu nicht.
    Für mich ist das ein gelungener Thriller mit schönen Twists. Auf jeden Fall sehenswert.

    • 5 .5

      Meine Freundin hat das Buch gelesen und war recht enttäuscht - Der Film ist nicht so gut, jedoch soll das Buch der Wahnsinn sein.

      Ich hab mit ihr halt den Film geschaut und war auch nicht so begeistert. Frau Blunt fand ich nicht gut, viel zu theatralisch in allem. Zudem fand ich alles irgendwie verwirrend. Ich mag Psychofilme die verschachtelt sind, jedoch war mir das hier zu viel. Ich sage das recht selten zu einem TOP-besetzten-Film ... diesen Film kann man sehen, muss man aber nicht.

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      • 10
        JensJenserJensen 17.07.2017, 19:39 Geändert 17.07.2017, 19:39

        Einer dieser Filme, die nicht viel brauchen - wenig Schauspieler, wenig Schauplätze - um etwas beeindruckendes daraus zu machen.

        Vom filmerischen Handwerk (Bild, Ton) war ich begeistert. Emily Blunt und Haley Bennett spielen super. Auch die Texte der Rolle "Megan" hatten es in sich. Die Handlungsstränge, die Story überhaupt. Ein Film, welchen ich damals im Kino 2x sehen musste.

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        • 8

          Einer der besten Psycho-Thriller in letzter Zeit. Auch eine sehr gute Leistung aller Schauspieler. Es landet in meiner Sammlung, keine Frage.

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          • 5 .5
            Frostfeuer 03.07.2017, 01:04 Geändert 03.07.2017, 01:07

            Schwere Kost... wird hier zwar als Thriller deklariert, aber über weite Strecken ist der Film ein beklemmendes Psycho-Drama über Gewalt in der Beziehung, Alkoholsucht und Ehebruch. Der Film ist zwar gut gemacht, aber meine Freundin und mich hat er eher konstant bedrückt als dass er sonderlich spannend gewesen wäre. Die Auflösung ist nach ca. der Hälfte des Films ohnehin für jeden vorhersehbar. Man fragt sich irgendwie, wieso man sich das ganze Drama antut, wenn's dann nicht wirklich spannend oder mitreißend inszeniert ist. Als Drama aufgrund der tollen schauspielerischen Leistung sicherlich interessant, aber als Thriller ist der Film leider eine Fehlbesetzung.

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            • 2 .5

              Filme die kein Mensch braucht.

              • 9

                YoUr LiFe Is A LiE

                Wer kennt es nicht. Das Gefühl, wenn die Wahrheit vergangener Tage, Wochen und Jahre plötzlich ins Gegenteil umschwenkt. Wenn plötzlich die Realität eine andere ist. Wenn die Erinnerung verschwommen ist, die Wahrheit schwer zu erkennen. Verschwommen, dunkel, düster und grau geht es in Girl on the Train zu. Einem Film, der von der ersten bis zur allerletzten Sekunde fesselt, sich dreht und wendet, sich in Traurig- und Trostlosigkeit suhlt, die eine Wahrheit ergründet, um die andere zu verwerfen, sie umzudrehen und aufzulösen.

                Wie schwer wiegt Wahrheit? Verändert sie ihre Farbe, ihr Gewand? Passt sie sich bloß an, wie ein Kameleon an seine Umgebung? Kann man ihr die Arme ausreißen, das Fleisch von ihr herunterkratzen, sie zertrümmern, zuschauen, wie sie ausläuft oder erneuert sie sich, wie eine Pest, die dich immer wieder neu befällt? Gibt es Grenzen? Womöglich die Grenze zur Lüge oder ist die Lüge auch eine Art der Wahrheit? Wo fängt Wahrheit an, wo hört sie auf? Kann man sie ergründen, Irrglaube oder nicht?

                Die eine Wahrheit, kann die andere zerstören. Wie ein Stein, mit dem man den Kopf eines Menschen zertrümmert. Wir haben uns alle schon mal so gefühlt. Wenn jemand deine Gutmütigkeit ausgenutzt hat, du mit deiner eigenen Wahrheit nicht weiter gekommen bist, oder wenn sie dir, besonders in den dunklen Stunden der Nacht, der Dunkelheit, die Träume und Wünsche genommen haben. Wenn du stundenlang wach gelegen hast, weil die Wahrheit dir jede Möglichkeit zum Atmen nehmen wollte. Ein Gefühl, als würde sich der Brustkorb zusammenquetschen, das Blut verdicken, die Zufuhr zum Gehirn verstopfen. Jeder war mindestens einmal in seinem Leben an dem Punkt, an dem die Wahrheit, die wohl oft Gutes bedeuten und nach der man streben soll, nur noch Leid und Schmerz anzurichten vermag.

                Was ist Vertrauen? Wem kann ich vertrauen? Freunden, Kollegen, Mitarbeiter, dem heuchlerischen Chef..wem? Der Mensch ist ein Egoist, also was kümmert mich diese irreführende Frage. Wenn er einen Vorteil erkennt, dann wird er ihn ausnutzen. Nicht alle Menschen, aber die Menschlichkeit. Man braucht es nicht leugnen. Selbstwohl, Selbstzweck und Egoismus. Ob nun passend oder nicht ein einfaches Beispiel. Wenn meine Geschwister einen Film gucken wollen, dann kommen für gewöhnlich fast alle Vorschläge von mir, damit ich sehen kann, was ich will. Ich bin ein Egoist, du bist ein Egoist, wir sind alle verrückte Egoisten. Wären wir das nicht, würde uns unser eigenes Interesse an uns selbst wohl irgendwie verloren gehen. Wir Denken oft genug nur an uns. Das muss aufhören.

                Wann schlägt so ein Film am Besten ein? Vermutlich in einem Moment, der sich so ähnlich anfühlt, wie in Absatz drei dieses Kommentars. Oder bei trübem Wetter, drückender Luft und erdrückenden Gedanken. Dann entfaltet Girl on the Train seine Ganze Wirkung. Beängstigend, unehrlich, dreckig, menschlich und mit einem Hang zur Grässlichkeit. Emily Blunt steckt überall in diesem Film. Jedes Gefühl, dass der Zuschauer empfindet, empfindet er wegen ihr. Sie spielt grandios, vielleicht sogar Oscarreif. Sie muss beinahe den ganzen Film selbst tragen und über die volle Laufzeit labil, krank und doch die Jenige spielen, die nicht aufgibt und Teile ihrer Seele opfert, weil sie nichts mehr zu verlieren hat. Sie wird gehasst, von jedem, keiner glaubt ihr und sie selbst zweifelt an sich genauso. Wo ist die Wahrheit, wenn man sie braucht?.. Rachel Watson darf lange nach ihr suchen, aber sie entschließt sich einfach nicht dazu, sich ihr zu offenbaren. Ein verdammt hartes und atmosphärisches Stück. Schon beinahe ein bedrückendes Monster, dass durch das Schauspiel aller Darsteller immer widerlicher, dreckiger und psychotischer wird.

                Ein stimmiges Stück, dass hier und da nicht erkannt wird. Traurig, aber ich sage einfach mal, was den Geschmack angeht, hat wohl jeder seine plausibelste Wahrheit. Girl on the Train ist grandios. Angsteinflößend, voller Erniedriung, Intensität und Charakteren, die von Twist zu Twist immer erbärmlicher werden. Bis zur Auflösung lässt Tate Taylor bzw. die Buchvorlage uns alle im Dunkeln um immer mehr Wahrheit, langsam, aber kontinuierlich eine Karte nach der anderen aufzudecken….

                Ist Rachel Watsons Leben eine Lüge?

                YoUr LiFe Is A LiE

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                • 8
                  sachsenkrieger 12.06.2017, 20:41 Geändert 12.06.2017, 20:42


                  Da steht dieser Mann im Vorgarten, der Laub zusammenharkt und auf einmal ist man er, obwohl man nie er war, nicht er ist und niemals er sein wird. Da ist dieses kleine Häuschen am Waldrand, in dem man auf einmal lebt, obwohl man nie darin gewohnt hat, wohnt oder wohnen wird. Da ist dieser Ort, irgendwo im Nirgendwo, eine Blumenwiese im Sommer, ein Aussichtsplätzchen in eine schöne Landschaft und man will hier und jetzt sofort bleiben, will verweilen, für immer. Für immer an diesem Ort, nichts mehr sehen, nichts mehr hören, nichts mehr sagen...

                  Rachel Watson ist eine notorische Alkoholikerin, die von ihrem Mann, vor nicht allzu langer Zeit, deswegen verlassen wurde. Jetzt fährt sie jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit, mit dem Zug an ihrem alten Heim vorbei und beobachtet im Vorbeifahren, die Menschen in ihrer ehemaligen Nachbarschaft. Eines Tages steigt sie aus, tut anscheinend etwas Dummes, hat einen Blackout, erwacht in ihrer Wohnung ... und am nächsten Tag wird jemand vermisst.
                  GIRL ON THE TRAIN hat mich ja gleich am Anfang erfolgreich befruchtet, auch wenn sich die anfangs recht gemächliche Zugfahrt, letztendlich zu einer in den Vorhof der Hölle des Lebens entwickelt. Errare humanum est ... sagt man ja nicht umsonst. Das ist wieder mal alles nicht neu ... wie auch, bei mittlerweile tausenden solcher Filme. Aber trotzdem hat Tate Taylor, unter Zuhilfenahme von Emily Blunt, Luke Evans, Edgar Ramirez, Haley Bennett und anderen, es geschafft, das ich die ganze Zeit am Sofa klebte, wie eine Fliege an der Scheibe. Die Inszenierung in Rückblenden ist logisch wasserdicht, durchgehend spannend inszeniert und bis zur Endsequenz, ist hier alles möglich. Ein wirklich ganzheitlich hervorragender Driller...

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                    "Besetzungswünsche/gerüchte":

                    Rachel (Emily Blunt):
                    Michelle Williams

                    Megan (Haley Bennet):
                    Margot Robbie
                    Kate Mara

                    Tom (Justin Theroux):
                    Chris Evans

                    Scott (Luke Evans):
                    Jared Leto

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                    • 6 .5

                      Als ich den Trailer zu diesem Film sah, war ich irgendwie hin und weg.
                      Ich nahm mir vor, das Buch zu lesen, packte es auf meine Amazon-Wunschliste... und tat es nie. Ich bin kein Fan dieser Thriller, besonders der gehypten, aber irgendwie hatte ich Bock drauf. Und Emily Blunt mag ich, deshalb hatte der Film noch einen Grund mehr, gesehen zu werden.
                      Irgendwie verging seitdem einige Zeit, und nun, da ich den Film gesehen habe, muss ich sagen, dass ich viel mehr erwartet habe.
                      Nicht, dass er wirklich schlecht gewesen wäre - er hatte nur unglaubliche Längen, ohne dass sich irgendwas bewegte. Spannungsaufbau war gleich Null und gegen Ende hin war die überraschende Wendung dann auch irgendwie total egal, weil man sich durch den Film gequält hat und froh war, dass er endlich das Ende erreicht hat.
                      Ja... was soll ich sagen?
                      Dieser Film ist einer der Sorte, die einen sauer machen, weil man nicht das gekriegt hat, was man erwartet. Nämlich einen spannenden düsteren Thriller, der gute Twists hat und eine etwas tiefgängigere Thematik besitzt. Nicht mal das war zu ausreichenden Teilen gegeben. Irgendwie war die Alkoholikerstory recht flach.

                      Lohnt sich nicht so wirklich, es sei denn... ach irgendwie lohnt er sich einfach nicht.

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                      • 4

                        Achtung Spoiler enthalten!
                        Ich fand das Buch schon nicht so berauschend, aber neugierig, wie der Film es umsetzen würde, war ich natürlich trotzdem. Im Nachhinein weiß ich nicht wirklich, was ich weniger dämlich fand.
                        Der Film hat dem Buch meiner Meinung nach jedoch keinen Gefallen getan. Die auf den ersten Blick interessante Handlung wurde im Film keinesfalls auch nur annähernd unterhaltend umgesetzt.
                        Casting technisch haben mich nur wirklich Emily Blunt überzeugt, die ich wirklich super fand und Luke Evans, der aber mal sowas von viel zu kurz kam.
                        Mal ganz davon abgesehen, dass mir von Anfang an, als ich das Buch gelesen hab, klar war, wer der Mörder war, hat der Film ja nicht mal versucht den Verdacht auf beispielsweise Scott zu lenken, so dass Luke Evans in diesem Film keinen größeren Job hatte, als seinen heißen Body in die Kamera zu halten, was ich echt schade fand.
                        Ansonsten fand ich die restlichen Schauspieler gänzlich fehlbesetzt, vor allendingen aber Justin Theroux. Der hatte für mich nicht nur null Ausstrahlung, nein ich hab ihm den "eiskalten Killer" den er zumindest im Film darstellen sollte überhaupt nicht abgenommen.
                        Das war für mich ein Reinfall auf ganzer Linie. Kann mir überhaupt nicht erklären wie man den Film unterhaltend finden kann und und was ich auch überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist, das für einige die Auflösung doch tatsächlich überraschend kommt!
                        Punkte gibt es nur für Emily Blunt und Luke Evans.

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                        • 7
                          horro 15.05.2017, 21:47 Geändert 15.05.2017, 21:49

                          Würdiger Mystery-Thriller. Immer packend und fesselnd. Die netten Twists sind nicht unbedingt undurchschaubar aber sehr klassisch. Scheinbar wird die Buchvorlage hier zu recht gelobt und die filmische Umsetzung ist dank gutem Drehbuch und ausgezeichneter Besetzung sicherlich gelungen.

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                          • 0 .5

                            Schlechtes Buch, schlechte Adaption, schlechte Regie, schlechte Schauspieler, dumm-unreife Gedankenmonologe, dumme Dialoge (so wie Menschen NICHT miteinander reden), nervige Musik und Atmosphäre. 0% Spannung, weils 0 interessiert.
                            Dennoch werden ständig ausgelutschte Klischees bedient und so getan, als wäre das alles hoch intellektuell. Dabei ist die Zielgruppe klar: junge, naive Frauen und Hausmütterchen die gerne träumen.

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                            • 6

                              Es lohnt sich den Film bis zum Ende anzuschauen!

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                                hallidalli 29.04.2017, 18:13 Geändert 29.04.2017, 18:54

                                Hausmannskost! Girl on the Train oder Girl"S" on the Train ??? Die ähnlich gut aussehenden Damen lassen die leicht verworrene Story noch konfuser wirken. Schade nur um das enttäuschende Ende.

                                • 5

                                  Leidlich spannender Thriller mit gutem Cast, der allerdings bei einer solch schlechten Regiearbeit/Drehbuch(?) auch nichts mehr reißen kann. Im Übrigen kommt die titelgebende Location "Zug" fast gar nicht vor und hat keinerlei Bedeutung für die Story.

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                                  • 8

                                    Rundum gelungener Thriller, der schön langsam in die Gänge kommt aber immer intensiver wird. Die Damen spielen die Herren an die Wand - allen voran Emily Blunt. Hat das Zeug zum Klassiker.

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                                    • 6 .5

                                      Manchmal ist es auch gut, ein Buch nicht gelesen zu haben. Zwar machte mir dies den Einstieg in den Film schwerer, da ich anfangs nicht gleich alle Personen zuordnen konnte. (Hier hat meine Freundin, welche das Buch gelesen hat, nachgeholfen). Jedoch hatte ich dadurch keinerlei Erwartungen oder Vorstellungen, welche mir der Film zerstört hat. Summa Summarum ist „The Girl on the Train“ ein mittelmäßiger Thriller mit einer sehr gut spielenden Emily Blunt, welcher wohl der Geschichte des Buches nicht gerecht wird, jedoch mich bis zum Ende unterhalten hat.

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                                        Girl on the Train ist ein durchaus gut gemachtes Beziehungsdrama / Thriller, in dem Emily Blunt schauspielerisch wirklich Einiges bietet.
                                        Man fragt sich den ganzen Film selbst, was jetzt genau eigentlich geschehen ist. Durch Rückblenden wird dieses Geheimnis nach und nach gelüftet, was zwar teilweise anstrengend zu verfolgen ist, aber man will doch immer wissen, was als nächstes offenbart wird. Auch wenn man die Geschichte mit Spannung verfolgt, konnte der Film mich aber doch nur schwer wirklich fesseln, was an der teilweise etwas schleppenden Erzählstruktur liegen dürfte. Gegen Ende gewinnt der Film aber nochmal an Fahrt.
                                        Insgesamt kein gute-Laune-Kino, sondern sehrwohl etwas schwere Kost mit einigen Szenen, die einen emotional auf jeden Fall mitnehmen. Auch die erotischen Szenen schaffen es gekonnt, einen gleichermaßen anzuziehen und abzustoßen. Trotz der kleineren Schwächen im Erzähltempo und der anfangs etwas verworren erscheinenden Erzählweise macht das Miträtseln durchaus Spaß und die Lösung am Ende hat mich gepackt und überrascht. Wer sich damit anfreunden kann und darauf Lust hat, macht mit Girl on the Train sicher nichts falsch.

                                        • 7 .5
                                          YupYum 15.04.2017, 00:23 Geändert 15.04.2017, 22:47

                                          Lassen Sie sich nicht durch Zeitschriften wie z.B "TV Spielfilm" ("unausgegoren erzählt") oder durch etwelche Kommentare hier die Vorfreude auf diese vorallem durch Frauenhand erzählte Reminiszenz an Hitchcock nehmen.

                                          Denn das harte Psycho-Drama hat gewaltige Plus-Punkte: Da ist zum ersten mal Emily Blunts' wiederum klasse Schauspiel, das keine Wünsche offen lässt und trotz aller gegebenen Ausgangslage der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit glaubwürdig und nie over-geacted ist, die verschachtelte Story voller Wendungen, die Fokussierung auf die drei ineinander verwoben Frauenschicksale, die man oft in langen stummen Stills sieht ("Interiors" von Woody Allen lässt grüssen), der (sexuellen) Frustrationen von unausgefüllt designten westlichen Lebensinhalten, die sich wiederholenden Symbolik der leeren Zugfahrten (um irgendeinen Sinn im Leben zu finden), sowie der tief in Moll gehaltenen Grundstimmung mit der zurückhaltenden Musik von Danny Elfman. Gerade in den hier bemängelten Passagagen der personifizierten Leere, kommen die latenten Mankos aller Beteiligten erst recht zum tragen. Schlüsselszene: Bei den Anonymen Alkis erzählt einer voller Stolz, dass er schon 22 Tage trocken sei - darauf Emily: "Bei mir ist es der erste Abend heute."

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                                          • 5 .5

                                            Vorweg war meine Vorfreude auf "Girl on the Train" nicht unerheblich, ist bei mir doch eine gewisse Genre-Affinität spürbar, sobald sich düstere Thriller mit ungewöhnlich konstruierten Prämissen für ein möglichst spannenden Filmabend ankündigen. Hinzu kommt in diesem Fall eine ansprechende Besetzung mit der in vorderster Front immer gern gesehenen Emily Blunt als verzweifelte Alkoholikerin, die sich in diesem Fall innerlich und äußerlich mehr als alle anderen verausgaben muss. Es gilt für den Blick der Hauptdarstellerin aus dem Zugfenster wie auch für uns Beobachter, nicht alles gleich zu glauben, was man zu sehen bekommt.

                                            Die Zutaten sind also dagewesen, jedoch - wie so oft - entspricht das Ergebnis nicht ganz den erhöhten Erwartungen. In Sachen Spannung und Intensität bleibt einiges an Potential liegen, was sich in den ersten zwei Dritteln manchmal mit langwierigen Momenten bemerkbar macht. Es ist zeitweise in seiner Aufmachung auffallend, dass es sich hier um eine Buchverfilmung handelt. In Sachen Figurenzeichnungen fallen Leerstellen auf, die man gerne näher erläutert bekommen hätte. Die Geschichte sollte verständlicherweise nicht den üblichen Rahmen sprengen, die perfekte Symbiose wurden aber leider nicht gefunden.

                                            Letztlich entpuppt sich Tate Taylors Film weniger als höchst clever konstruierter Psychothriller, wie es die Werbung suggerieren könnte, sondern eher als chronologisch verschachtelter Beziehungskrimi mit einem handelsüblichen Whodunit-Handlungskern und einer im Grunde bekannten, hier allerdings etwas abgewandelten Amnesie-Idee. Entweder ist es die Offensichtlichkeit des Figurengeflechts oder meine jahrelang mittels diverser Tatort-Sichtungen antrainierte Schnüffelnase für den typischen Täterkandidaten, was den Film trotz der vielen Zeitsprünge durchschaubarer macht als offenbar beabsichtigt. Immerhin: Die genauen Umstände im letzten Drittel zu beobachten, wirkt nicht unspektakulär, doch bleibt ein eher durchschnittlicher Eindruck im Nachhinein zurück. Da muss ich wohl doch wieder zu meinen favorisierten Spaniern greifen. Die haben ja fast immer den Dreh raus, wenn es um dieses Genre geht.

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                                              BobJones23 12.04.2017, 11:14 Geändert 12.04.2017, 11:14

                                              Wenn man das Buch kennt, dann kann man schon davon sprechen, dass diese Adaption vom Stil her sehr ähnlich aufgebaut wird. Es ist auch alles sehr verworren und undurchsichtig, was auch daran liegt, dass die Story aus Sicht der Frauen gezeigt wird, die alle einen mehr oder weniger großen psychischen Knacks haben.
                                              Die Besetzung fand ich super, gerade Emily Blunt passt wunderbar in die Rolle und es war ein leichtes, sich in die Lage reinzuversetzen. Insgesamt hat man vielleicht etwas wenig über die einzelnen Protagonisten erfahren und was man dem Film auch leider ankreiden muss, ist die etwas konstruierter Situation. Der Zug fährt eben ein ganz schön weites Stück von den Häusern entfernt und warum die Leute ihr komplettes Leben im Vorgarten verbringen oder ständig auf der Verranda stellen ist auch nicht ganz schlüssig. Im Buch spielen sich die Ereignisse ja auf der Strecke eines Vorortes von London ab und wer schon einmal dort war, wird bestätigen können, dass sich dort die Szenerie schon einfacher vorzustellen lässt, da die Häuser natürlich im Durchschnitt enger sind und so auch die Straßen und Entfernungen zu einer Bahn usw. Deswegen ist der Wechsel in die USA aus dramaturgischen Gründen eher nicht nachvollziehbar.
                                              Am Ende wird es dann hochspannend und der Film zieht einen schon gut ins Geschehen ein.

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                                                Ich habe das Buch nicht gelesen, kannte aber die Auflösung schon. Leider zog sich der Film ziemlich hin. Alles wurde wenig spannend inszeniert und mich konnte der Film nicht so richtig packend. Erst gegen Ende wurde es etwas spannend. Emily Blunt spielte allerdings echt stark. Ich nahm ihr die Alkoholikerin total ab. Auch Haley Bennett war überzeugend. Aber ich hätte gerne mehr von Luke Evans gesehen. Ich habe gehört, dass sein Charakter im Buch viel besser ausgearbeitet wurde, das hätte dem Film auch gut getan.
                                                Justin Theroux und Rebecca Ferguson fand ich dagegen eher blass und langweilig.
                                                Man hätte deutlich mehr aus der Idee machen können, so blieb der Film nichts weiter als solide Thrillerkost mit einer großartigen Emily Blunt.

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                                                  LowDesert 08.04.2017, 20:11 Geändert 08.04.2017, 20:16

                                                  Cool, anders als bei Nocturnal Animals, passiert hier ja wirklich was ;) einziger Kritikpunkt, man hätte die Erzählweise, spannender, psychischer gestalten können

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                                                    Irgendwie bereue ich vorher das Buch gelesen zu haben, hätte ich dies nicht getan würde mir der Film wohl besser gefallen. Das Buch war sehr gut, mega spannend und die Charaktere haben überzeugt. Alles dies trifft für mich auf den Film überhaupt nicht zu. Mir gefällt nicht wie die Charaktere im Film dargestellt werden und die Stimmung passte mir auch nicht. Mein Fazit : einfach keine Bücher mehr lesen. :D

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