Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Kritik

Fantastic Beasts and Where to Find Them

US/GB · 2016 · Laufzeit 132 Minuten · FSK 6 · Fantasyfilm, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Die schrulligen Charaktere sind alle echt Klasse . Die Tierwesen sind überwiegend schön anzusehen und nehmen einen mit auf eine fantastische Reise ( wenn auch manchmal nur in einem Koffer ) . Sehr abwechslungsreiche Fauna ! Das große Manko für mich war nur der eigentlich Hauptplot . Das mit den Obscura ist ein wenig ideenlos und macht außer großem CGI-Gewitter wenig her . Klar , ist ja auch eigentlich ein Kinderfilm , aber da fehlt mir etwas mehr Story . Freue mich auf weitere Teile , da bin ich schon gespannt worum es dann gehen mag !

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    • 6 .5
      Eixenxxl 12.08.2017, 20:40 Geändert 12.08.2017, 20:41

      Eine märchenhafte Story die im Allgemeinen nicht so düster ist, wie die von Harry Potter.
      Wer allerdings viele Parallelen zu Harry Potter sucht wird enttäuscht, denn es werden nur wenige Dinge von Hogwarts etc. erwähnt, da die Geschehnisse auch erst anfang des 20. Jahrhunderts und damit lange VOR Harry Potter stattfinden.
      Leider gab es auch viele Längen und eine nur mäßig interessante Story.
      Fazit: Ein schön gemachter Film, den man sich mal ganz gut anschauen kann, der aber nicht an frühere Werke von J.K Rowling heranreicht!

      • 6

        Der Film war gut. Hochwertige Effekte. Menschen & Zauberer. Ein Running-Gag-Tier. Tollpatsche. Verkannte Fähigkeiten. Happy End. Trotzdem, es fehlt die Philosophie oder Moral im Film, welche weiterlebt. Es bleibt nicht recht was hängen. Während des Schreibens habe ich den Film von 5 auf 6 gehoben (wegen dem Happy End und dem Running-Gag-Tier).

        • 8 .5

          SPOILERFREI

          Für einen Harry Potter Veteranen, wie ich es bin, hat Phantastische Tierwesen enorme Erwartungen zu erfüllen. Diese Erwartungen meistert das Abenteuer mit Bravour. Dennoch machen sich leichte filmische Schwächen bemerkbar.

          Phantastische Tierwesen schafft es nostalgische Momente zu erschaffen, indem man die Fabelwesen, die man schon aus Harry Potter kennt, wiedersieht und einige Hinweise zum Konflikt Dumbledore und Grindelwald liefert. Besonders Buchkenner werden hier die vielen Hinweise zu deuten wissen.

          Gleichzeitig eröffnet sich dem Zuschauer jedoch eine neue Welt. Zwar ist sie durch eben genannte Aspekte vertraut, doch sind die Zeit und der Schauplatz in New York anders, was das Interesse weckt.

          Mit diesem Gefühl wird man durch den Film getragen. Perfekt funktionieren dabei die neuen Figuren in dieser Welt. Nicht nur, dass jede Figur toll ausgearbeitet ist, sondern auch die Harmonie zwischen ihnen. Jeder Dialog und jede Szene lässt den Zuschauer mitfiebern und Sympathie empfinden.

          All diese Aspekte hat J.K.Rowling in ihrer ersten alleinigen Drehbucharbeit perfekt in den Film eingearbeitet. Jedoch merkt man ihr die fehlende Erfahrung durchaus etwas an. Während man sich in einem Buch in kleineren Szenen verlieren kann, so braucht ein Film mehr Struktur und muss mehr auf den Punkt gebracht sein. So kommt es, dass sich in Phantastische Tierwesen viele verschiedene Orte und kleinere Szenen aneinanderreihen. Dies schadet nun mal der Spannung und lässt den Film etwas länger wirken, als er ist.

          Angesichts der wundervollen Welt ist dieser Aspekt jedoch minimal. Denn verliert man sich nicht allzu gerne dort?

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          • 10
            Brisby 12.07.2017, 08:29 Geändert 13.07.2017, 06:01

            *・゜゚・*:.。..。.:*・¯\_(◕▽◕)_/¯ '・*:.。. .。.:*・゜゚・*

            Ulala, Art déco - äußerst schön anzusehen, auch wenn sich hier und da schon eine gewisse "moderne" Einfalt und Zweckmäßigkeit breitmacht, die dem raffinierten Kunsthandwerk partiell todesmutig die kalte Schulter zeigt. Von dieser anfänglichen Schlichtheit ist in der Eingangshalle der MACUSA (Magical Congress of the United States) zum Glück so rein gar nichts zu sehen. Die liebevollen Details warten an jeder Ecke, um von den Augen neugierig erforscht zu werden. Meinetwegen hätte J.K.R. jedoch ruhig noch ein klein wenig länger in die Pedale ihrer imaginären Zeitmaschine treten dürfen, denn dann wären wir möglicherweise in meiner Lieblings-Kunstepoche gelandet - dem virtuos verschnörkelten, lieblichen Jugendstil. Naja, das hat nicht sollen sein, aber man kann nicht alles haben. Gern hätte ich mir die Bude mit schwergerahmten, rowlingschen Fanpostern im Alfons-Mucha-Style zugehangen. ;) Natürlich müsst's ein wenig chaotisch und ungleichmäßig arrangiert sein, damit es eine britische Lässigkeit hätte. *träum*

            Ich kann erahnen, warum sie sich gerade 1926 für ihren ersten Stopp auserkoren hat. Der ganze Look und die Zeit wäre auch so schon glaubhaft genug gewesen. Das passt zu ihrer Message, die auch schon bei HP klar von Toleranz erzählte und sich in all ihren fein verstreuten Facetten im Grunde - falls registriert - zu einer antifaschistischen Mahnung manifestierte. Ob sie wohl bei dieser unterschwelligen und dennoch klar auslesbaren Botschaft bleiben wird. Historisch gesehen hätte sie sich keine idealere Zeit aussuchen können, um ihre kostbare, humanistische Botschaft erneut so effektiv wie möglich überbringen zu können. Das Thema Hexenverfolgung hat sie in diesem ersten Teil geschickt integriert.

            Diese Idee sorgt für allerlei zu hütende Geheimnisse und eine mysteriöse Grundatmosphäre. Der ein oder andere hat vielleicht schon etwas gelernt, ohne auch nur einmal den Anflug von nerviger Schulmeisterlichkeit gespürt zu haben. Chapeau! Schlagen wir also dieses neue Kapitel mutig auf und gönnen uns den spielerisch und mühelos herbeigezauberten Prequelspaß, auf den insbesondere die Potterheads weltweit ungeduldig gewartet haben. Dass ausgerechnet hogwartsche Pflichtlektüre für diese aufregende, weitere Erkundung der magischen Welt sorgt, empfinde ich als äußerst kreativ und clever gelöst. Was sich aus so einem kleinen Büchlein herausholen lässt, demonstriert wieder mal aufs Neue den schier grenzenlosen Erfindungsreichtum meiner absoluten Lieblingsautorin. So viel Fantasie. So viel beeindruckende Struktur. Sie kann es einfach.

            So beginnt alles mit einem Koffer, der es wahrlich in sich hat und einem jungen enthusiastischen Magier, dessen schrullige Verpeilt- und Verträumtheit eine gemütliche Identifikations- und Projektionsfläche anbietet, die ihresgleichen sucht. Ich will so tief in den Kaninchenbau fallen, wie nur irgend möglich. Wenn ich diesmal die Treppe nehmen muss, soll mir das auch recht sein. Zur Belohnung darf man nämlich über die ungeahnte Aussicht staunen und die Grenzen des verborgenen Raumes erforschen. So viele wundersame Tierwesen, die sich dem müden Muggelauge/No-Maj-Auge auf clevere Art und Weise entziehen. Wir Muggel/No-Majs schaffen es ja nicht mal fair mit ganz "gewöhnlichen" Tieren umzugehen. Zoologe Newt Scamander, der bescheidene und dennoch tapfere Hufflepuff-Held, hat schon seine Gründe, warum er die faszinierende Rasselbande bestmöglich vor neugierigen Augen verbirgt. Er meint es gut. Er liebt. Hat ein großes Herz. Er ist ein Guter. Denn auch die Würde der Tiere und im übertragenen Sinne der Tierwesen liegt J.K.R. deutlich am Herzen.

            Newt ist der gute Geist, der den guten Geist in uns wecken kann, wenn wir gewillt sind, richtig zuzuhören und hinzusehen. Wir dürfen zum Niffler werden und eine funkelnde Kostbarkeit stibitzen - die liebenswerte und universell funktionale Botschaft, mit der nun wirklich nicht jeder Unterhaltungsfilm aufwarten kann. Hier werden Werte vermittelt und es bleibt dabei erstaunlich kurzweilig und macht trotzdem ganz viel Spaß. Kostet gar keine Mühe. Also hochgradig muggelgeeignet. Zauberhaft.

            Wir befinden uns diesmal in Amerika und dennoch liegt der typische, britische Zauber in der Luft. Lustigerweise wurde intensiv in England gedreht. Die Kulissenbildner hatten eine Menge zu tun. Newt schlittert in die belebte Hektik New Yorks hinein und schnell macht er neue Bekanntschaften, die sich im Verlauf der Handlung in glaubhafte Freundschaften wandeln. Wir treffen die ungleichen Schwestern (Porpen)tina und Queenie Goldstein und den netten Muggel von nebenan namens Jacob Kowalski. Es ist schon erstaunlich, wie sich sogar charmante Anbandelungsversuche zwischen den zentralen Charakteren in die Geschichte mischen und durch die Figur des Jacob der Identifikationswert für den Zuschauer nochmals vergrößert wird. In dieser Beziehung ist erstaunlich viel geboten, was in Konsequenz die Lust am Mitfiebern merklich intensiviert.

            Alles appetitlich garniert und von einem Weltendesign umspielt, das liebevoller nicht ausgestaltet werden könnte. Die Akribie strömt in jede Ecke. Das macht Eindruck. Das hält die Laune konstant oben. Wohlgemerkt landet diese Abenteuerlichkeit indirekt letztlich als lehrreiches Filtrat in einem kleinen feinen Schulbüchlein und darf von Harry und co. als beiläufige Selbstverständlichkeit aufgefasst werden. Ob dieser Tatsache kann ich mir ein wohliges Grinsen nicht verkneifen. Der Kreis schließt sich gedanklich sehr gut und macht erstaunlich viel Sinn. Über die Gelungenheit der Verknüpfung muss ich mir also keine weiteren Gedanken machen. Bin ferner wesentlich mehr dran interessiert, welche bekannten Charaktere noch den einen oder anderen Überrschungsauftritt im Verlauf der neuen Reihe erhalten werden. Es kribbelt mir durch Mark und Bein. Einfach aufregend.

            Nebenbei bin ich von den wundervollen Charakterdesigns der Tierwesen ganz hingerissen. Übrigens bin ich ähnlich verwundert wie Newt, wenn ich mir die Wesen so ansehe. Braucht sich keiner über Redmaynes Mimik zu wundern, wenn er doch völlig überzeugend darstellt, was seine Filmfigur vermitteln soll. Eine ungemein große Verwunderung über die Schönheit der Natur. Ich halte diesen immer etwas mitschwingenden Ausdruck für mehr als gekonnt. Außerdem ist der Ortswechsel fort von den geliebten Tierwesen hin ins erbarmungslos wuselige New York sicher ein richtiger Kulturschock. Da schaut man schonmal wie ein Mondkalb. :) Wer seine Schützlinge besser kennt als seine eigene Spezies, muss zwangsläufig eine gewisse Verwirrtheit ausstrahlen. Auf mich wirkt diese leicht trottelige Art ausgesprochen sympathisch. Alles richtig gemacht. Die Hauptfigur wurde emotional extrem effizient aufgeladen und man darf von der Strahlkraft zehren.

            Auch die neuen Freunde dürfen ihre individuellen Stärken und Schwächen taxieren. Man nimmt sich genügend Zeit, um interessant ineinandergreifende Charakterzeichnungen zu kreieren. Besonders gut gefällt mir hierbei die drollige Interaktion zwischen Gedankenleserin Queenie und dem gemütlichen, angehenden Feinbäcker Jacob. Gegensätze ziehen sich an. :D

            Um ein Gegengewicht zu dieser harmonischen Truppe zu bilden, gibt es natürlich Ärger mit der Obrigkeit und abrunded - neben all der wilden Szenen rund um das Einfangen der entkommenen Tierwesen - fügt sich noch die nicht unwichtige Thematik um den Obscurial in die interessant vermischte, subplotlastige Geschichte ein. Wieder landet J.K.R mit ihren messagelastigen Ideen diverse Volltreffer. So will sie begreifbar machen, dass es falsch ist, sich verstecken und sein wahres Wesen unterdrücken zu müssen. Außerdem lässt sie über die Todesstrafe sinnieren. Gar nicht mal so profane Themen für ein Fantasyfilmchen, das ja eigentlich nur mal eben ein wenig unterhalten soll. In meinen Augen steckt auch hier mal wieder viel zu viel drin, um den Film einfach müde abkanzeln zu können. Kann man machen, aber ich muss es ja nicht für voll nehmen. ;) Genauso wie meine Analyse niemand bierernst nehmen muss. :D

            Abschließend liste ich noch schnell auf, was mich besonders begeistert hat, denn ich gebe dem Film aus voller Überzeugung volle Punktzahl und ein fettes Herzchen, weil er es in meinen Augen völlig verdient hat.

            • Wahnsinnsoptik
            • Geniale Charakterdesigns (Tierwesen)
            • Szenenbild und Ausstattung von aller erster Güte
            • Dynamische Kamerafahrten und interessante Perspektiven
            • Sehr gelungene und stimmungsvolle Musik (Spitzenmäßiger Score)
            • Schöne Charakterentwicklungen
            • Netter Twist
            • Niffler, Demiguise, Erumpent, Böser Sturzfalter, Fwooper
            • Murtlap, Mondkalb, Bowtruckle, Donnervogel, Billywig, Diricawl, Doxy

            ...

            Ich bin so irre gespannt, wie es wohl weiter gehen wird.

            Freue mich extrem auf mehr.

            *・゜゚・*:.。..。.:*・¯\_(◕▽◕)_/¯ '・*:.。. .。.:*・゜゚・*

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            • 6 .5

              Ganz OK, aber über weite strecken nicht ausgereift. Es fehlt der Fokus. Irgendwie gehts um die Namensgebenden tierwesen, um Newt, um die "polizei", um den Bösen und dann noch um so eine lebende Magierdepression.... alles gleichzeitig aber nie gesetzt und fokusiert. Da geht mehr!

              • 8
                Kenduskeag 02.07.2017, 12:28 Geändert 02.07.2017, 12:29

                "Phantastische Tierwesen..." fühlte sich für mich mit Ausnahme des Anfangs, als die Kamera wie schon bei den Potter Filmen, durch das Warner Bros. Logo fliegt, nie wirklich wie ein Potter Film an. Das allein muss aber nicht zwangsläufig etwas Schlechtes bedeuten. Dem Film gelingt es gut, etwas Eigenständiges in der von J.K. Rowling erdachten Welt zu erschaffen und hält sich mit Referenzen an die große Schwester-Filmreihe angenehm zurück.
                Die Spezialeffekte bewegen sich auf einem guten Niveau und die vielen Tierwesen, die den Film bevölkern, laden zum Staunen ein. Einzig die Szene mit dem Erumpentweibchen im Zoo war hierbei für meinen Geschmack etwas zu lang und albern.
                Die Darsteller machen einen guten Job, Redmayne gibt einen leicht weltfremden und verschrobenen Newt und besonders Dan Fogler als staunender Muggel hat mich überzeugt und einige Male zum Lachen gebracht. Auch Ezra Miller als Credence liefert eine überzeugende Performance.
                Nicht ganz klar wurde mir die Rolle der Familie Shaw für den Gesamtverlauf des Films. Zwischenzeitlich habe ich sogar vermutet, dass Langdon Shaw hinter Allem steckt, um möglicherweise seinen Bruder aus dem Weg zu räumen, aber irgendwie verlief dieser Teil der Handlung dann vollkommen im Sand.
                Ich habe auch nicht ganz verstanden, wieso ***Spoiler***

                Graves dann plötzlich Grindelwald war und woran Newt das gemerkt hat.

                Insgesamt aber ein sehr unterhaltsamer Film mit magischen Schaueffekten und gut aufgelegten Darstellern. Wie man daran allerdings nun vier(!) weitere Filme anschließen will, weiß ich beim besten Willen nicht.

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                • 7 .5

                  Erstsichtung: 17.06.2017
                  Vorhersage 7 --> Bewertung 7,5

                  "Phantastische Tierwesen ..." ist ein netter Film im Harry Potter Stil. Die Story ist zu Beginn ziemlich unzielgerichtet, wirda ber zum Ende hin besser und ist im geamten gesehen eine nette runde Happy End Gesichte. Auch die CGI-Effekte sind sehr gut gelungen.

                  FAZIT: Sehenswerter Harry Potter Franchise

                  • 2
                    shortybuster 23.06.2017, 20:03 Geändert 23.06.2017, 20:05

                    "Phantastische Tierwesen..." von Harry-Potter-Stammregisseur David Yates ist der Versuch, der großen Fanschar noch etwas mehr magische Zauberwelt aus J. K. Rowlings Füllfederhalter zu schenken. Zunächst war "Phantastische Tierwesen & wo sie zu finden sind" noch ein fiktives Schulbuch des Potter-Universums. Doch die britische Autorin setzte sich in der Folge an eine reale Fassung, die 2001 erstmalig erschien. Während das Buch tatsächlich als eine Herzensangelegenheit daherkam, schließlich wurden die Erlöse in der ersten Auflage vollständig und in den Neuauflagen anteilig für wohltätige Zwecke gespendet, haftet dem Film, der noch vier Nachfolger bekommen soll, im Vorfeld schon der üble Geruch nach plumper Geldmache an.

                    Betrachtet man den fertigen Film, so kann sich diese vorgebildete Meinung auch nicht verflüchtigen. Eddie Redmayne als Newt Scamander stolpert mit autistischen Schüben und ansonsten leerem nichtssagenden Charakter durch ein grässlich künstlich bearbeitetes New York des frühen 20. Jahrhunderts und bildet dort ein unfreiwilliges Magier-Muggel-Buddygespann mit Dan Foglers Jacob Kowalski. Dass die Geschichte der beiden um entlaufene Tierwesen und deren Bedrohung für New York höchstens für Kinder genug Spannung bietet, scheint den Machern dabei selbst ansatzweise bewusst gewesen zu sein. Daher wurde diese Geschichte, die mit dem einstigen Lehrbuch natürlich nur ihren Fiktivautor und die Tierwesen gemeinsam haben kann, durch eine anscheinend ambitionierte aber eigentlich nur mehr als dümmliche Geschichte um die Sekte Second Salemers, den Oberbösewicht Grindelwald und ein zerstörerisches Magiewesen namens Obscurus ergänzt. Ob mit diesen die meiste Zeit unbefriedigend parallel laufenden Handlungssträngen schon einiges für die weiteren geplanten Teile vorbereitet werden sollte, ist dabei schwer zu sagen. Dieser Teil für sich betrachtet leidet jedenfalls für eine gute Stunde unter großer Handlungsarmut. Es ist erschreckend und beschämend, wie schlecht einen ein reiner Unterhaltungsblockbuster unterhalten kann. "Phantastische Tierwesen..." mäandert eine gute Stunde ohne Tempo vor sich hin, ohne dass einem die kleinste Möglichkeit gegeben wird, die Hauptfigur zu mögen, ohne prickelnde Konflikte aufzubauen oder ein lebendiges und vielseitiges Bild der Magierwelt in New York zu zeichnen. Spätestens mit der Inszenierung des Finales, das ebenso primitiv wie überstrapaziert daherkommt, weil man es derart schon unzählige Male gesehen hat, muss man sich fragen, wie viel J. K. Rowling tatsächlich zum Drehbuch beitragen durfte und ob das so eine gute Idee war.

                    "Phantastische Tierwesen..." verpasst auf ganzer Linie, ein Fundament zu legen, das ein Interesse für den Fortgang der Figuren schafft. Zu allem Übel sind auch Teile des Casts herzlich schlecht gewählt oder zumindest der stumpfen Charakterzeichnung hoffnungslos unterworfen. Selten sah man Colin Farrell so belanglos durch einen Film schreiten. Der bombastische Glanz des hohen Budgets versucht bestmöglich die Tatsache zu überstrahlen, dass Pappfiguren durch eine Pappwelt marschieren und dabei schrecklich künstliche Phantasiewesen streicheln. "Phantastische Tierwesen..." ist daher vor allem eins: seelenlos.

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                    • 8 .5

                      Ich schließe mich mal einigen meiner Vorrednern an - ich habe zwar noch KEINEN Harry Potter Film komplett gesehen aber dieses Machwerk hat mir direkt gut gefallen! :-)
                      Gerne mehr davon!

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                      • 9

                        Sehr guter und unterhaltsamer Film.
                        Meiner Meinung nach wurde sogar diese magische Welt
                        besser präsentiert als in den Harry Potter Filmen.
                        allerdings hätte ich gerne mehr von Grindewald gesehen :)

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                        • 6 .5

                          Zuerst mal, ich mochte den Film wirklich gerne. Man wird super unterhalten und es ist wirklich perfektes Popcorn-Kino. Selbst die Effekte fand ich nur manchmal eher mau, meistens aber echt gut. Und eigentlich bin ein großer Kritiker von übermäßigen Spezialeffekten.

                          Aber anders als in der Harry Potter Reihe, welche durch seine von der Außenwelt eher Isolierte Handlungsebene in seiner eigenen kleinen Welt spielte, kann ich spätestens hier nicht mehr einfach so die Probleme von Rowlings Welt ignorieren. Denn diese ist zutiefst menschenverachtend. Menschen werden per Erbgut in 2 Klassen eingeteilt, wobei die eine deutlich über der Anderen steht. Mit Magie könnte jedes humanitäre Problem der Welt gelöst werden, sie stellt die gesamte Wissenschaft auf den Kopf und durch sie könnte neue fundamentale Erkenntnisse in der Wissenschaft gewonnen werden. Stattdessen isolieren sich die Magier als eine Parallelgesellschaft, welche in diesem Film (und auch schon in Harry Potter) auch noch gut geheißen wird. Warum sollte man auch "niederen" Menschen helfen, wenn man stattdessen fancy-Blitze machen kann? Warum stehen Zauberer so weit über dem Gesetz, über den Menschenrechten, dass sie ihr eigenes Recht haben?Wenn dann im Happy End alle "niederen" Menschen New Yorks die Geschehnisse vergessen, dann kann ich nur fassungslos da sitzen, und an Orwell denken. Die menschliche Vernunft wird mit Füßen getreten. Und das soll ein Happy End sein?

                          Jetzt werden einige sagen, dass das ja nur ein seichter Blockbuster ist, was ja auch stimmt. Aber ich beziehe mich auf das gesamte Potter-Universum, und dabei wird dieser Umstand nun mal völlig ignoriert. Ich habe nirgends eine Arbeit über dieses Thema gefunden. Klärt mich bitte auf, wenn ich da falsch liege.
                          Letztendlich ist alles was ich sagen will, dass bei aller Fanliebe zum Trotz doch der gesunde Menschenverstand nicht außer Acht gelassen werden sollte. Allerdings könnte dieses Thema in folgenden Filmen angesprochen werden, ich bin auf jeden Fall gespannt. Denn, wie gesagt, unterhaltsam sind die Potter-Filme allemal.

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                          • 6 .5

                            Noch mal um einen halben Punkt runtergewertet. Hat bei mir retrospektiv fast nichts zurückgelassen.

                            • 8

                              Harry Potter - fand ich schrecklich und da war mir klar, das Fantasy-Streifen nichts für mich sind. Nun wurde ich jedoch überredet, diesen Film zu schauen und war hellauf begeistert. Echt gelungen, super mitreißend und Eddie Redmayne spielt seine Rolle einfach perfekt sowie alle anderen Charaktere auch!

                              Auch die Effekte sind sehr gut umgesetzt und wirken somit auch realistisch passend in die jeweilige Szene.

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                              • 8

                                Phantastische Tierwesen kann faszinierend sein wenn man es zulässt. Auf jeden Fall hat die neue Rowling Reihe einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
                                Eddie Redmayne ist eine sehr gute Besetzung als Hauptactor.
                                Doch auch Waterston, Farrell oder Fogler machen den Streifen richtig Klasse.
                                Die Story kommt schön rüber. Liebevoll umgesetzt. Vielleicht etwas zuviel CGI für so manche Fans, doch für mich im grünen Bereich.
                                Natürlich kein Harry Poster- doch trotzdem eine Bereicherung für uns Muggel.

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                                • 6

                                  Okay, auch wenn mich J.K. Rowling mit ihrem Auftakt zu ihrer neuen Fantasy-Reihe nicht vollends bedient, da „Phantastische Tierwesen“ nun einmal vorrangig für Kids und Erwachsene mit einem hohen Kindheitsanteil konzipiert ist, muss ich dennoch einräumen, dass mich der Kinokassenschlager angenehm überrascht und überwiegend recht gut unterhalten hat. Selbst die zuhauf vertretenden CGI-Effekte, die mich nicht selten bei solchen Filmen abschrecken, sind von hoher Qualität und wissen zu gefallen. Der zweite Teil darf somit, sobald abgedreht, in meine heimischen vier Wänden gerne Einzug halten!

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                                  • 7

                                    2te sichtung:
                                    Erreicht einfach nicht den magischen Charme der hp-Reihe.... ansonsten gelungenes popcornkino

                                    • 7

                                      Die "Phantastische(n) Tierwesen..." sind tatsächlich phantastisch anzusehen. Passend dazu die Schauspieler.
                                      Eddie Redmayne ist ein würdiger "Harry Potter"-Ersatz. Das relativ unbekannte Gesicht von Dan Fogler bringt auch angenehm frischen Wind in die magische Welt.
                                      Die Dramaturgie hält den Unterhaltungs- und Spannungsbogen meist auf
                                      gutem Niveau.
                                      Leider bleibt alles im Blockbuster-üblichen Ablauf-Rahmen. Zuerst Kennenlernen, dann Komplikationen, dann der finale Bombast-Kampf und dann ein, na was wohl, Ende.

                                      • 7 .5

                                        Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn nicht zu 100% mit den phantastischen Tierwesen warm werden konnte. Das lag wohl nicht zuletzt daran, dass ich viel zu sehr versucht habe einen direkten Vergleich mit der Potter Reihe zu ziehen.
                                        Doch ab dem Mittelteil konnte mich diese teils zugegebenermaßen buntere und (auf eine andere Art) magische "Welt" komplett für sich einnehmen.
                                        Gerade die 3 Hauptakteure gespielt von Eddie Redmayne, Katherine Waterston und Dan Fogler, werden sehr schön eingeführt und erhalten auf ihre eigene Art Sympathiepunkte. Gerade letzterer als Muggel (ja ich bleibe lieber bei dem Begriff) Jacob Kowalski überzeugt besonders u.a. durch tolles Mimikspiel.
                                        Daneben fasziniert erneut Rowlings erstklassige Phantasie: Was sie sich hier erneut für interessante und vielfältige Wesen aus dem Hut gezaubert hat ist wirklich phänomenal!

                                        Der hat im Endeffekt echt Lust auf mehr gemacht, weswegen ich wirklich auf die Fortsetzung gespannt bin!

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                                        • 6 .5

                                          Newt Scamander ist mit einem Lederkoffer in New York 1926 angekommen um neue Tierwesen zu erkunden. Doch in der Stadt passieren seltsame Unfälle, die die Muggel verunsichern. Und dazu kommt auch noch, dass einige von Scamanders Tieren aus seinem Koffer entfleuchen. Nun gilt es die Tiere einzufangen und herauszufinden was die Unfälle verursacht.

                                          Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind spielt zwar im selben Universum wie Harry Potter, allerdings in einer anderen Zeitlinie und auf einem anderen Kontinent. Man kann den Film also komplett ohne Vorwissen zu den anderen Potter Teilen gucken. Ich kenne die Potter Filme und die Bücher, allerdings nicht die anderen Bücher des Universums.
                                          Phantastische Tierwesen ist eigentlich ein ganz netter Film. Die Schauspieler sind ganz in Ordnung, dabei gefiel mir Eddie Redmayne am besten. Er hat den etwas seltsamen Newt ganz gut umgesetzt. Auch Ezra Miller als schüchterner, verstörter Credence fand ich super, vor allem, weil ich Miller zuerst nicht erkannt hatte. Dazu kommt ein dickes Lob an die Kostümbildner. Die Klamotten sahen umwerfend aus und brachten das Flair der 20er Jahre authentisch rüber. Ich liebe den Mantel von Newt.
                                          Ein großes Plus und auch Namensgeber für den Film sind die Tierwesen. Die Szene im Koffer von Newt war einfach unglaublich bezaubernd. Es wurden viele verschiedene Arten gezeigt, die alle fantasievoll kreiert wurden. Doch leider ist der Film nur so zugestopft mit CGI. An vielen Stellen ist es sehr gutes CGI, wie z.B. der Obscurus. Doch auch oft sieht es falsch und unecht aus, wie wenn Newt den Greifen streichelt. Der Film ist ein riesiges Effektspektakel.

                                          Wo bei den Effekten nicht gespart wurde, fehlt leider ein Haufen von anderen wichtigen Sachen. Die Story ist für die etwas über 2 Stunden länge leider zu dünn und man hat oft das Gefühl von Hängern. Nach einer Stunde hatte ich schon das Gefühl, dass der Film bald vorbei sein müsste. Was zu Anfang nach einem netten Spaß klang, wurde dann schnell zu einer Kaugummistory. Zudem waren einige Passagen sehr vorhersehbar und einfach gestrickt. Oft sah man schon fünf Szenen vorher was passiert oder wer wie was macht. Das hat dem ganzen den Wind aus den Segeln genommen.
                                          Auch die Charaktere blieben auf der Strecke und Gurkten einfach herum. Keiner der Protagonisten oder Nebencharaktere macht irgendeine Entwicklung durch. Sie blieben oft blass und ohne weitere Erklärung.
                                          Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist kein wirklich schlechter Film, geht aber auch eher mehr in Richtung Blockbusterunterhaltung. Man kann ihn sich anschauen, wenn man die Harry Potter Filme/Bücher nicht kennt, da sie abgesehen von dem Universum nichts gemein haben. Die Effekte und Tierwesen sind ziemlich klasse und liebevoll gestaltet. Wer auf einen tiefgründigen Film hofft, ist hier falsch, allerdings wird man auch so sehr gut unterhalten. Ich hatte meinen Spaß trotz Netagivpunkte meinerseits.

                                          Fazit:
                                          Netter Film im Harry Potter Universum mit schicken Effekten und süßen Tierchen. Für einen Abend jedenfalls guckbar. Teilweise sogar recht düster.
                                          6 1/2 Pfotenabdrücke für Ron Perlman als hässlicher Gnarlack mit gruseligen Händen!

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                                          • 7

                                            Das ist kein richtiger Film, für jemanden, der HP nicht weiter kennt, absolut unverständlich, es scheint so etwas wie ein neues Genre zu entstehen - die Kinoserie...
                                            Als HP-Bekenner für mich trotzdem überwiegend gut

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                                              Markbln 29.04.2017, 11:14 Geändert 29.04.2017, 11:17

                                              So viel fantastische Tierwesen und so wenig fantasievolle Geschichte. Die ganze Zeit dröhnt ein stressiger Soundtrack und eine Figur löst die nächste ab. Um etwas interessantes zu sagen, bleibt aber 132 Minuten keine Zeit. Am Ende ist das total leer. Sowas stößt mich immer mehr ab.

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                                              • 8

                                                Ich bin weiß Gott kein Harry Potter Fan, ich konnte mit dieser Film Serie nix anfangen. Es fällt mir einfach sehr schwer zu akzeptieren, das die "Zauberer" nur mit ihrem abgebrochenen Ast in der Hand Magisch sein können.

                                                Nur was Miss Rowling hier geschrieben hat, geht weit über den kleinen Ast hinaus.

                                                Phantastische Tierwesen, nie war ein Filmtitel passender, denn die Tierwesen hier sind alle einfach nur phantastisch einmalig.

                                                Visuell ist das hier oberstes Regal, es verzaubert einen.

                                                Die Cast ist fein nuanciert besetzt und fabelhaft. Nur Colin Farrell wirkt doch arg unterfordert.

                                                Großartiger Film, der ein fest für die Augen ist!

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                                                • 6 .5

                                                  Vielleicht muss ich aufhören, ständig Parallelen zu Harry Potter zu suchen, dann klappt das mit dem Film bestimmt noch besser. Lieder konnte mich der Charme nicht so packen wie es bei den Potter Filmen ab Teil 3 der Fall war.. ....allerdings mag ich seit dem Streifen Eddie Redmayne, denn den konnte ich bis gestern GARNICHT leiden. Der Film hat zwischen drin seine Längen ein bisschen kürzer hätte er schon sein können. Die Performance von Redmayne ist wirklich überzeugend und auch Dan Fogler alias Kowalski hat mich sehr zum schmunzeln gebracht. Ein bisschen mehr düstere Atmosphäre hätte ich mir gewünscht, ist bei einer FSK 6 aber wohl nicht möglich. Unter Strich war ich 2 Stunden ganz gut unterhalten und ein Wiedersehen mit Newt Scamander und seinen Tierwesen kann ich mir gut vorstellen. Achja und der Cameo Auftritt von .........hat mich recht überrascht.

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                                                    Marzellus 24.04.2017, 11:22 Geändert 24.04.2017, 11:29

                                                    Big-Budget-Effektschau mit durchaus interessanten (Neben-)Figuren, die zumindest szenenweise überraschend düstere Inhalte bietet. Kenne weder die Harry-Potter-Bücher und -Filme, noch die literarische Vorlage dieses Prequels, hatte aber nur selten das Gefühl, deshalb inhaltliches nicht richtig zuordnen zu können - obwohl mir sicher diverse Anspielungen/Verweise entgingen. Kann man gucken.

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