Logan - The Wolverine - Kritik

Logan / AT: Untitled The Wolverine Sequel; Wolverine 3

US · 2017 · Laufzeit 138 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
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    2029. Mutanten gibt es nur noch sehr wenige und seit 25 Jahren wurde kein neuer mehr geboren. Die wenigen noch lebenden verstecken sich vor der Regierung und den Reaver genannten Spezialeinheiten, die unter der Führung von Donald Pearce gnadenlos Jagd auf sie machen. Auch Logan/Wolverine ist im mexikanischen Grenzland untergetaucht, schlägt sich als Limousinenfahrer durch, versorgt gleichzeitig den demenzkranken Prof. X und will sich nur noch den gemeinsamen Traum eines eigenen Bootes erfüllen, um auf dem Meer leben zu können. Als die junge Mutantin Laura eher unfreiwillig in seine Obhut gelangt, muss Logan widerwillig zu seinem abgelegten Alter Ego Wolverine zurück finden und den Kampf gegen Pearce und seine Reaver aufnehmen, die Laura unbedingt zurück haben wollen.

    Wenn ich mir einen Lieblings-Marvelhelden aussuchen müsste, dann wäre es wohl zweifellos Wolverine. Und das nicht nur wegen seiner Kräfte, sondern vielmehr wegen der faszinierenden Geschichte, die hinter dieser Figur steht. Der neueste filmische Beitrag dazu stammt von Regisseur James Mangold, der bis auf den durchaus verzichtbaren Knight & Day unter anderem die guten bis sehr guten Filme Cop Land, Identität, Walk the Line und Todeszug nach Yuma für sich zu verzeichnen hat, bis er 2013 die Regie für Wolverine: Weg des Kriegers antrat. Mit immer noch mäßigem Ergebnis aufgrund eines recht schwachen Drehbuches, wie sich herausstellen sollte, obwohl sein Film immer noch besser ist als der vollkommen vergessenswerte Vorgänger X-Men Origins: Wolverine. Umso erfreulicher also ist es nun, dass Mangold mit Logan in die Welt des Wolverine zurückkehrt und dieses Mal sowohl die Regie führte als auch das Drehbuch schrieb und sich vollkommen selbst verwirklichen konnte. Man spürt sofort seine Liebe zu der Figur des Wolverine. Eine Liebe, die Hugh Jackman als Darsteller ebenso teilt wie Ryan Reynolds zu Deadpool. Im Übrigen ist es nicht nur eine auf das Crossover-Marketing beschränkte Verbindung beider Projekte, eröffnete der Erfolg von Deadpool trotz seines R-Ratings doch überhaupt erst die Möglichkeit, Logan so zu realisieren, wie James Mangold es bedingungslos wollte. Dabei steht das R-Rating (welches sich Logan zweifellos redlich verdient hat) gar nicht mal so sehr im Vordergrund als vielmehr die Möglichkeit, kreative Entscheidungen treffen zu können, die dann vom Studio auch genauso abgesegnet werden.

    Und wie Regisseur James Mangold letztlich dann seinen Film inszeniert, das sucht innerhalb des Genre zweifellos seines Gleichen und hebt sich geradezu überdeutlich von den oftmals grellbunten und verhältnismäßig harmlosen Comicwelten aus dem Hause Marvel ab. Logan ist minimalistisch gehalten, staubig, dreckig, brutal und ausgesprochen grimmig in seinem Tenor und mehr Drama und Road Movie mit Western-Einschlag als Comic-Blockbuster. Erzählt wird eine eher kleine, geradezu intime Geschichte, die viel von der irgendwie postapokalyptischen Welt um sie herum einfach ausblendet und sich vielmehr sehr auf ihre Figuren und deren Konflikte konzentriert. Zudem haben Handlungen nun endlich auch direkte und sehr spürbare Konsequenzen und bereits die aller erste Szene macht sofort klar, wohin hier die Reise geht. Logan ist erstaunlich brutal geraten (die deutsche FSK 16 Freigabe darf an dieser Stelle ruhig mal hinterfragt werden, fliegen doch buchstäblich abgetrennte Köpfe und Gliedmaßen in rauen Mengen durch die Gegend), jedoch verkommt die Gewalt hier nie zum reinen Selbstzweck, ist nie bloßer Schauwert, sondern vielmehr immer handlungsgetrieben und ein wichtiges, erzählerisches Stilmittel, um sowohl diese dreckige wie raue Welt als auch Logan selbst zu charakterisieren. Er ist spürbar innerlich zerrissen zwischen seiner menschlichen und animalischen Seite. „Nature made me a freak, man made me a weapon and God made it last too long“ wird er an einer Stelle im Film sagen und das trifft den Kern sehr gut. Er trinkt zuviel und trägt Selbstmordgedanken in sich, sein Körper ist geschunden von unzähligen Kämpfen und Wunden, und seine Kräfte lassen spürbar nach. Darüber hinaus kümmert er sich zusammen mit dem Mutanten Caliban um den inzwischen über 90jährigen und an Demenz leidenden Prof. X, dessen sporadische Anfälle eine Gefahr für die Menschheit sind. Für jemanden, dem wie mir die filmischen Verkörperungen von Logan und Prof. X in den vergangenen siebzehn Jahren ans Herz gewachsen sind, ist es hart mit anzusehen, wie brutal und gnadenlos der Film mit seinen Figuren umgeht, doch gleichzeitig ist diese logische Konsequenz auch überaus faszinierend. Insgesamt verhandelt der Film viele Facetten der Themen Vergänglichkeit und Sterblichkeit, auch wird Logan in gleich zweifacher Hinsicht mit seiner eigenen Jugend konfrontiert und muss sich seine Schwächen eingestehen und sich ihnen stellen.

    Eine besonders große Stärke von Logan ist der Umstand, dass es sich dabei um einen stark Charakter getriebenen Film handelt und eben nicht um einen Action getriebenen Film, wie es sonst bei Comicverfilmungen der Fall ist. Phasenweise vergaß ich im Kino sogar, es eigentlich mit Superhelden zu tun zu haben. Es ist vielmehr ein Film über Charaktere mit einem Hauch von Superkräften und eben kein Film über Superkräfte mit einem Hauch von Charakter. In diesen Kontext passen dann auch die wirklich starken schauspielerischen Leistungen von Hugh Jackman, Patrick Stewart und vor allem auch von der elf jährige Dafne Keen als Laura. Jackman spielt seinen Logan unfassbar glaubwürdig als schwer gebrochenen Mann, verbittert und zerfressen von Schuldgefühlen, angeschlagen, traumatisiert von all seinen Erlebnissen und an den Grenzen seiner Kräfte angelangt. Ebenso ist Patrick Stewart großartig, ständig pendelnd zwischen völlig klaren Momenten und totaler Senilität, geplagt von seinen Anfällen, die ihn so unglaublich gefährlich machen für alle anderen Lebewesen, und der auch eine unglaublich erdrückende Schuld auf seinen gebrechlichen Schultern tragen muss. Die große Entdeckung aber ist zweifellos Dafne Keen, denn wie sie gerade zu Beginn des Filmes ihre rohe, geradezu animalische, gar nicht bis kaum sozialisierte Seite zum Ausdruck bringt, ist schlicht beeindruckend. Über weite Strecken im Film sagt sie nicht ein Wort, aber Körpersprache und Mimik reichen völlig aus und sprechen für sich, wenn sie sich mit geradezu unbegreiflicher Selbstverständlichkeit innerhalb dieses teils sehr brutalen Settings bewegt. Auf keinen Fall vergessen sollte man dabei, dass dieses kleine, elfjährige Mädchen annähernd keine Erfahrung vor der Kamera und schon gar keine in einer solch großen Produktion hat, aber eine verdammt gute Performance abliefert.

    Zudem besticht Logan durch eine Intertextualität, die weit über das sonst für das Genre der Superheldenfilme so übliche, selbstreferenzielle Gebaren hinaus geht. Mangold geht mit seinem Film über den eigenen Kosmos hinaus und bezieht auch zahlreiche Verweise außerhalb der Comicwelt stark mit ein, wenn beispielsweise der Western Shane (1953) von George Stevens eine nicht gerade unbedeutende Rolle spielt, indem nicht nur zentrale Themen und Motive übernommen werden, sondern sich auch dramaturgische Elemente in Logan wiederfinden und spiegeln. Im gleichen Kontext stehen die sehr geschickt platzierten X-Men-Comics im Film, wodurch plötzlich eine Metaebene aufgemacht wird, die sogar Deadpool in den Schatten stellt, denn anhand dieser Comics verhandelt der Film die Frage, wie Superhelden grundsätzlich dargestellt werden. An diesem Punkt zieht Logan ganz klar eine Trennung zwischen der bunten Welt dieser Comics und der düsteren Realität und hinterfragt die Glorifizierung von Heldentum. Menschen sterben und das ist endgültig. Töten ist und bleibt Töten, Mord ist und bleibt Mord, auch wenn die Opfer vermeintlich böse Menschen sind. Eine bittere Erkenntnis, welche ich mir so immer wieder mal innerhalb des Genre gewünscht, aber nie bekommen habe. Zudem erinnert nicht nur Logans Look oftmals stark an das Videospiel Last of Us, auch das postapokalyptische Setting – wenn auch bei weitem nicht so ausgeprägt – wie vor allem die Vater-Tochter-Dynamik und das treibende Handlungselement der langen Reise unter widrigen Umständen mit konkretem Endpunkt lassen sich wiederfinden. Und das ist nur ein Teil all der Verweise und Bezüge, die auch einen Reiz des Filmes ausüben, und es lässt sich noch viel mehr entdecken.

    Lange Rede, kurzer Sinn, denn ich könnte noch ewig so weitermachen: Logan ist ein grandioses Stück Film geworden, das nicht nur meine ohnehin schon hohen Erwartungen zu übertreffen vermochte, sondern darüber hinaus sein enges Genrekorsett gekonnt aufbricht und uns die wohl erste, wirklich erwachsene Comicverfilmung beschert. Die teils brutale Konsequenz des Filmes hat mich tatsächlich getroffen, berührt und mitgenommen. Vermutlich wird mich Logan in meinem Kopf noch eine ganze Weile begleiten. Ein wahrlich gelungener und würdevoller Schlussstrich unter siebzehn gemeinsame Jahre. Danke dafür.

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      Vier Punkte und die sind schon wirklich wohlwollend gemeint.

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      • 8 .5

        Düsterer, dreckiger und ernster statt bunt und lustig.
        Fand ich besser als die vorhergegangenen X-Men.
        Vielleicht etablieren sich ja langsam mehr Comicverfilmungen dieser Art.
        - Give me more, more, more!

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          derblonde 03.09.2017, 11:26 Geändert 03.09.2017, 22:45

          Meine Bewertung ziehlt auf die Logan Noir Version (Hab im heimischen Mediamarkt das letzte, völlig überteuerte Steelbook ergattert). Die Farbfassung wird zu einem späteren Zeitpunkt geschaut.

          Logan ist ein trauriges, pessimistisches, rabiates und vor allem sehenswertes Roadmovie mit dem besten und beliebtesten aller Mutanten, Wolverine. Gleichzeitig erwachsen, gesellschaftskritisch und mit Westernanleihen.

          Spoiler: Ein würdiger "Abgang" für Hugh Jackman alias Logan. Möge er endlich seine Ruhe finden. Zitat: "So fühlt es sich also an".

          Hoffentlich kommt da keiner bei der Fox auf den Frevel Gedanken einen anderen Darsteller für Wolverine zu finden und die Reihe neu zu starten.

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          • 8 .5

            Dass ich an Superheldenfilme (ganz besonders an die immer gleichen Marvelverfilmungen) schon lange nicht mehr ran komme, daraus mache ich ja kein Geheimnis, zu selten gibt es Filme aus dem Genre die mich im Vorfeld wirklich interessieren.
            Klar, dadurch entgehen mir natürlich auch hoch gelobte Filme wie "Wonder Woman", "Captain America" oder "Dr.Strange".
            Dieses Risiko, etwas verpaßt zu haben muß ich aber halt eingehen, ich habe aber einfach keinen Bock mehr auf die x-te Zerstörungsorgie und das immer gleiche Krawallactionbombastkino.
            Nicht verpassen wollte ich allerdings den letzten Wolverine Film "Logan"!
            Schon allein deswegen weil er sich optisch vom ganzen anderen Einheitsbrei bei dem schon im Trailer ganze Städte verwüstet und zerstört werden abhebt.
            Hier war schon auf den ersten Bildern alles dreckig, staubig und knackig trocken. Und dann hat man auch hier und da noch Vergleiche zu berühmten Spätwestern gezogen...
            Also ganz klar, Logan mußte ich sehen.
            Und er hat mich trotz der hohen Erwartungen nicht enttäuscht.
            Und ja, Logan erinnert optisch wirklich eher an einen staubigen Western als an eine typische Comicverfilmung.
            Das macht uns Regisseur Mangold schon in den ersten Minuten klar, in denen ein paar halbstarke auf einen ziemlich herunter gekommenden Wolverine treffen und ziemlich schnell merken dass es keine gute Idee war ausgerechnet dessen Auto klauen zu wollen.
            Action gibt es in Logan wirklich nicht wenig, aber diese Action ist einfach fies, böse und brutal.
            Hier werden keine Städte zerstört, sondern gute "altmodische" Mann gegen Mann/Männer Kämpfe gezeigt. Und die sind verdammt blutig.
            Etwas was im "Marveluniversum" leider viel zu selten ist. Da wird lieber auf eine niedrige Altersfreigabe geschielt um eine Blockbustertaugliche Altersfreigabe zu erreichen. Dass aber auch Actionfilme für Erwachsene funktionieren wird hier wirklich toll demonstriert.
            Hugh Jackmann liefert zum Abschluß wirklich die beste Leistung seiner X-Men Karriere ab und erinnert hier eher an eine Mischung aus Clint Eastwood und Joel aus "The Last of Us" als an seinen Charakter aus früheren X-Men Filmen.
            Toll ist auch Dafne Keen die es auch ohne Worte versteht ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
            Schade dass man diese Richtung erst am Ende der "Wolverine" Marke eingesetzt hat. Denn davon hätte ich jetzt wirklich gerne mehr gesehen!

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            • 8

              Nach dem ersten Wolverine-Prequel, welches wohl nur mir gefallen hat und einem ebenfalls sehenswerten Ausflug nach Japan schliesst "Logan" die Trilogie um den kralligen Antihelden ab. Der Look erinnert ein wenig an "Mad Max: Fury Road" und die Endzeitstimmung an "The Road". Dazu gibts eine Art neue X-Men-Generation und eine der besten Comicverfilmungen seit langem ist Tatsache. Der Film ist kompromisslos, brutal und mutig. Die depressive Stimmung versetzt über die gesamte Laufzeit hinweg permanent Schläge in die Magengegend. Ein Qualitätsleuchtturm, der hier aus dem Superhelden-Einheitsbrei herausragt!

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              • 10

                Der Film hatte mich seit seinem ersten Trailer in den Bann gezogen. Bin einfach ein Fan von düsteren Darstellungen und Endzeitstimmung. Jackman hat nochmal alles rausgeholt und die Filmreihe mit würde zuende gebracht. Keen überzeugt ohne viele Worte (Then I'll be fine).

                • 7 .5
                  smartbo 20.08.2017, 15:05 Geändert 20.08.2017, 20:51

                  Normalerweise ist das Genre nicht mein Fall. So bin ich nur zufällig in den Film "reingestolpert" und kann, -um das vorwegzunehmen-, Positives berichten. Na ja, die Handlung selbst ist nicht gerade orginell und nach einem simplen Muster gestrickt: die Guten kämpfen gegen die Bösen. Was mir jedoch besonders gut gefallen hat, ist das exzellente Setting und die dreckige Atmosphäre, die von Anfang an den Zuschauer fesseln. Auffällig ist vor allem auch die glänzende schauspielerische Leistung von Hugh Jackman.
                  Fazit: ein guter Film, den ich empfehlen kann.

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                  • 9

                    Was für ein Brett!

                    Der einzige für mich relevante Wolverine Film und gleichzeitig auch einer der besten, wenn nicht sogar, der beste X-Men Film.
                    Brutal, dreckig und trotzdem im richtigen Maße emotional. So muss das sein! Da verzeihe ich sogar die grottenschlechten Vorgänger.

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                    • 8

                      Einfach nur WOW...hätte mir niemals gedacht, dass es einen X-Men bzw. Wolverine geben wird, welcher an den Ersten anknüpfen kann. Dieser schafft es...Von Anfang an spannend, brutal, emotional und erst das Ende...Krallen hoch!

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                      • 7

                        I hurt myself today...

                        Der Soundtrack passt einfach perfekt zu diesem Film und erzählt auch Wolverines Geschicht nahezu passend wieder.

                        • 6 .5

                          War nicht schlecht, aber ich brauche mal eure Hilfe: Ich blicke im Marvel-Universum einfach nicht mehr durch....

                          Die ersten 3 X-Men-Filme habe ich ja gesehen, dann X-Men Origins Wolverine und Wolverine Weg des Kriegers. X-Men Zukunft ist Vergangenheit habe ich leider noch nicht ganz gesehen und alle anderen X-Men-Filme die es dann zwischenzeitlich gab gar nicht.

                          Meine Frage nun, hängen ALLE X-Men und Wolverine-Filme vom Verlauf der Geschichte her zusammen?? Wenn ja, in welcher Reihenfolge müsste man die Filme schauen, damit man den roten Faden hat und der Geschichte wirklich folgen kann?

                          Beim Film "Logan" hatte ich nämlich irgendwie das Gefühl, viel verpasst zu haben.... Ich weiss z.B. nämlich nicht, wie es dazu kam, dass Charles Xavier in diesem Tank hockt... und was es mit "Caliban" auf sich hat...

                          Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe!

                          • 9

                            Logan ist wohl das perfekte Gegenstück zu den meisten Marvel Filmen. Düster, dreckig, brutal, deprimierend und keine brachiale Action, sodass gleich die ganze Stadt einstürzt, sondern viel pointiertere Kampfszenen. Genau das macht Logan so besonders und einzigartig.

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                            • 6 .5

                              Logan als gealterter, von Schmerzen geplagter Alkoholiker. Auch gute Actionszenen - und hier die sinnvolle FSK 16 Freigabe,d.h. auch Actionszenen, die diesen Namen verdienen. - Aber irgendwie hatte ich mir am Ende mehr von dem Film (die guten Kritiken las ich) erwartet. War gut und auch besser als andere Wolverine-Verfilmungen. Aber immerhin sehenswert.

                              • 8

                                Tatsächlich überzeugt. Denn die Wolverines davor hatten eine schwache, eine beliebige Story. Ganz anders das konsequente Logan-Finale, wo sogar die guten Aktionszenen der Handlung folgen; form follows function. Und es hat funktioniert, also gibt es im Comic Adaptions Genre noch Luft bzw. Hirn nach oben.
                                Lobenswert auch die Jungschauspielerin Dafne Keen, von der zukünftig sicher noch mehr zu sehen sein wird. Hugh Jackman spielt seine beste Wolverine-Rolle und Patrick Stewart ist auch wieder klasse.
                                Das untypische Ende, nicht der immergleiche Siegerhelden-Quatsch, ist das originelle Sahnehäubchen.

                                • 7

                                  also den Film kann man sich anschauen erfüllt aber nicht meine erwartungen.
                                  Wolverine 1 war sehr gut. wolverine 2 fand ich als splatter film fan auch sehr gut mit samurai roboter endgegener (gefällt nicht jedem). aber wolverine 3 ist irgendwie thema verfehlt.
                                  ab hier SPOILER*
                                  ich verstehe die idee mit dem alten versoffenen antriebslosen wolverine aber emotional dringt er nicht zu mir druch. die geschichte mit der tochter und der suche nach den anderen letzten überlebenden x-men wirkt konstruiert man könnte wetten es kommt dann bald ein verschissener X-men film mit den "neuen" jungen talenten die genau die gleichen fähigkeiten haben wie die alten na super auf so ne recycling kacke hab ich kein bock. typische marvel verflimungsfehler der unterschiedlichen kräfteverhältnise in unterschiedlichen szenen. einerseitz sind die neuen mutanten kids super krass in anderen scenen stehen sie nur hilfebdürftig daneben und könnten einfach die bösen mal eben ausschalten wie sie es in anderen scenen tun. also alles in allem anschauen und danach aus der sammlung löschen.

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                                  • 8 .5

                                    Deprimierend, verstörend, schmutzig und desilusionierend.
                                    Dies war ja mehr ein Drama über das Altern, über Schuld und Sühne und die Realität.
                                    Ich war schockiert, was aus Professor X und Wolverine geworden ist, sie waren keine Helden mehr sondern mitleiderregende Figuren, deren gesamtes Lebenswerk völlig umsonst war und die ohne jegliche Hoffnung vor sich hin darben.

                                    Als X-Men Film taugt er gar nicht mal so viel, entfernt er sich doch visuell und inhaltlich sehr von seinen Vorgängern. Erschwerend kommt der fehlende Handlungsstrang um

                                    [SPOILER]
                                    die Auslöschung aller X-Men durch Logan selbst
                                    [SPOILER ENDE]

                                    hinzu, die im Film nur in einem Nebensatz Erwähnung findet und somit nur Comic-Kennern ein Begriff sein dürfte.

                                    Abseits der bekannten Marvelpfade erwartet den Seher jedoch eine Dystopie, wie man sie lange nicht mehr auf der großen Leinwand bewundern durfte.

                                    Ja, es bricht einem das Herz, seine strahlenden Helden so erleben zu müssen, jedoch ist dies mitreissend und stimmig in Szene gesetzt.
                                    Und mit der neuen Weapon X wurde zugleich ein neuer Charakter etabliert, der seinesgleichen sucht und für die Abwesenheit anderer X-Men mehr als genug entschädigt.

                                    • Ick finde den Film gut gemacht die Action ist super er ist spannend und net langweilig ick hätte nur gerne gewusst wie es nun weiter geht mit seiner Tochter die durch ein Experiment entstanden ist und wo die bitteschön das andamantium oder wie das heißt her hatten und ob es noch ein weiteren Film gibt oder ob es hier geendet hat das ende war halt traurig aber auch irgendwie abzusehen sag ick mal er war ja auch nicht mehr der jüngste und seine Wunden heilten auch nicht mehr so schnell wie früher.
                                      Aber trotzdem gut gemacht.

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                                        Ich habs echt versucht. Den eigenen Horziont erweitern und so. Aber ich sehe einfach den Sinn hinter solchen Filmen nich. Außer gähnende Langeweile kam bei mir rein gar nichts auf.

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                                          Dramatik, Brutalität und einen alten Wolverine machen den Film, zum besten Wolverine-Solofilm.

                                          Erfrischend war das der Film nicht wie ein X-Men/Superheldenfilm wirkte, kann man jetzt gut oder Schlecht halten.

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                                            Moviegoer 24.07.2017, 18:31 Geändert 24.07.2017, 18:53

                                            In Logan - The Wolverine brilliert Hugh Jackman ein allerletztes mal in seiner Paraderolle des Wolverine. Er zeigt hier seine bis dahin beste schauspielerische Leistung und bietet einen würdevollen Abschluss der Comicfigur Wolverine. Logan - The Wolverine ist der beste Teil der Trilogie und gehört nicht nur zu den besten X-Men/Marvel Filmen sondern ist auch eines der besten Comicverfilmungen überhaupt. Patrick Stewart der ebenfalls ein letztes Mal Charles Xavier mimt zeigt als alter kränkelnder Professor X eine ebenso hervorragende Leistung und bringt auch ein wenig Humor in den Film der durchweg düster daherkommt, aber er lässt nie seinen Charakter ins lächerliche driften. Auch der Jungstar Dafne Keen die als Laura das ein oder andere Mal austeilt spielt sehr gut. Der Film kann ebenfalls mit einem realistischen Setting punkten auf übermäßige CGI Effekte wurde weitesgehend verzichtet. Man merkt das sich die Filmemacher von Filmklassikern wie Erbarmungslos oder The Wrestler inspirieren ließen, aber der Film behält immer seine ganz eigenene Note. Auch wenn der Film das Ende einer Trilogie ist steht er komplett eigenständig da und man braucht auch kein großes Vorwissen bzw. muss sich nicht unbedingt die vorherigen Teile anschauen um die Figuren zu kennen. Es sei noch gesagt das der Film auch als sehenswerte Schwarz/Weiß Fassung auf BluRay erhältlich ist. Logan - The Wolverine gehört dank der tollen Darsteller Jackman/Stewart und einer mitreißenden Geschichte zu den Highlights des Kinojahrs 2017.

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                                            • 6 .5
                                              spatzili 24.07.2017, 13:39 Geändert 24.07.2017, 15:17

                                              Irgendwie fällt es mir schwer den Film zu bewerten. Logan ist ein guter Film. Brutal, staubig, reduziert, schwer in der Stimmung fast melanchonisch und drückend. Mit den XMen hat er rein gar nichts zu tun außer vielleicht der gemeinsamen Vergangenheit (was widerum schwer zu beurteilen ist, weil ich mittlerweile vor den Zeilinien kapituliert habe).

                                              Wolverine ist alt geworden und humpelt hustend durch den Film. Das alleine ist als Fan schon schwer zu ertragen. Als er dann auch noch vor dem halben Hemd mit dem bionischen Arm kuscht, enttäuscht es, wie sehr er sich verändert hat. Es macht keinen Spaß ihn so zu sehen. Und so schleppt man sich mit ihm gemeinsam mental vom Sofa aus und dem greifbaren Damokles Schwert durch die ganze Handlung. Das Ende tut es dann fast gar nicht mehr weh, weil man sich in nahezu 2 Stunden damit abgefunden hat.

                                              Bleibt nur der fade Beigeschmack, dass es bei XMen nie ein 100%iges Ende eines Charakters oder einer Realität gibt und man mit allen Eventualitäten und Zeitlienien rechnen muss.

                                              • 9 .5

                                                Hatte mit die beiden ersten Teile letzten Monat angeschaut und vor ein paar Tagen endlich die Blu Ray zu Logan bekommen - gestern dann die Sichtung. Sowas von spannender und anders als die beiden vorrigen. Endlich gibt es die Härte die absolut realistisch ist. Der hätte auch gut ab 18 sein können.Ich sags kurz: guckt euch den Film an und freut euch auf den vermutlich besten Film des Jahres.

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                                                  magterie 23.07.2017, 18:03 Geändert 23.07.2017, 18:05

                                                  Mann, mann Hugh, brauchst du so dringend Dollars? Der schlechteste X Film ever.
                                                  Tut mir echt leid, only three points

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                                                    Watsonkeeper 23.07.2017, 17:16 Geändert 23.07.2017, 17:26

                                                    Ich mag X-Men nicht. Ich mag die Comics nicht und die bisherigen Filme schon gar nicht. Die kostümierten Mutanten finde ich bis heute eher unfreiwillig komisch. Dann kam Logan und bereits die Trailer haben mir Gänsehaut verpasst, wie ich sie selten gespürt habe. Marvel Filme haben mich aber gelernt, dass ich den Trailer nicht vertrauen darf, da mich im Kino zu oft ein Standard Heldenfilm mit schwachen Charakteren, Action für Epileptiker und generischen Humor erwartet.

                                                    Dann war ich im Kino und ich hatte am Ende des Filmes Tränen in den Augen. Ich weinte, obwohl ich mit den Figuren zuvor nie etwas habe anfangen können. Endlich habe ich mal wieder etwas bei einem Film gespürt. Das kann ich Logan nicht hoch genug anrechnen. Dieser Film hat kapiert, dass ein Film auch unterhalten kann, wenn eben nicht alle 10 Minuten etwas explodiert. Er konzentriert sich auf die Charaktere, so dass es einen emotionalen Impact hat, wenn den Charakteren etwas zustößt und verdammt war der Impact groß. Das lag auch an der Gewaltdarstellung (danke Deadpool), die endlich mal der Figur gerecht wurde, die mit Klingen in den Händen rumläuft.

                                                    Mich hat eine einzige Sache gestört und das war Logan 2.0 (wer den Film gesehen hat, der wird es verstehen). Diesen "Twist" fand ich einfallslos und erschreckend unpassend. In dem Moment dachte ich mir laut "Oh nö", obwohl ich die Kritik daran nicht konkret in Worte fassen kann.

                                                    Trotzdem ist Logan für mich ein Meisterwerk. Über diesen Film werde ich wahrscheinlich in 10 Jahren noch reden.

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