Logan - The Wolverine - Kritik

Logan / AT: Untitled The Wolverine Sequel; Wolverine 3

US · 2017 · Laufzeit 138 Minuten · FSK 16 · Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Abenteuerfilm · Kinostart
Du
  • 7

    Die Machart und die Atmosphäre von Logan hat mir echt gut gefallen, aber so richtig packen konnte er mich trotzdem nicht, keine Ahnung warum, werd halt kein grosser X-Men Fan mehr werden, Schade eigentlich.

    • 4

      Öde und langweilig. Die Schauspieler hatten auch schon mal bessere Tage. Hat mich nicht überzeugt.. ..nicht mal im Ansatz.

      • 7 .5

        + = X

        Logan, der perfekte Biobauer. Besitzt er doch die Gabe Mistgabeln aus seinen Fäusten auszufahren. Sein Talent blieb für die Agrarbranche ungenutzt.
        Bösartige Wissenschaftler verpassten dem Mann eine Adamantium-Legierung.
        Eine was? Fragt’s das Orakel 'Google'.
        Statt Landwirt wurde Logan eine tickende Zeitbombe.
        Eine 'Ein-Mann-Armee'.
        Eine Killermaschine.
        Scheiße war der Typ ständig schlecht drauf. Ein falscher Blick und dein Arm liegt neben deinen Füßen.
        Dann traf Logan Professor Charles Xavier. Der Prof. X bändigte das Tier in Logan, verpasste ihm einen Superhelden-Pyjama und gab ihm einen Spitznamen.
        Logan wurde zu Wolverine, blieb jedoch immer ein Outlaw-Django.
        Er suchte nach Antworten. Wer bin ich? Wo komme ich her? Wieso bin ich kein Biobauer?
        Im dritten Spin-Off scheint er jedoch sein Ableben vorzubereiten.
        Er ist ein Alki, säuft wie ein Loch und will nur noch in die Mutanten-Rente mit seinem Kumpel Charles.
        Professor X leidet mittlerweile an Demenz und ist zerbrechlich wie der holländische Flügelstürmer der Bayern.
        Für X-23, das brutalste 'Bad-Ass-Kick-Ass-kleines-Mädchen' der Filmgeschichte, muss Wolverine erneut eskalieren.
        Doch der alte Mann ist müde, sein Körper ist vergiftet, er ist nicht in Form und seine Wunden heilen nicht mehr.
        Sein letzter Kampf wird zu einem Endzeit-Roadmovie.

        Nach 17-Gemetzel-Jahren und Zeitlinien-Zeitreisen durchs X-Men-Universum geht Logan in den Mutanten-Ruhestand. Ich zolle Tribut und lasse mir einen Wolverine-Backenbart wachsen.

        • 10

          Das war er also, der große Logan........

          Die erste Frage die sich mir stellt: Können 2 Stunden und 10 Minuten wie im Fluge vergehen?

          JA! Können sie, wenn man mitfiebert, alles um sich vergisst, an den Fingernägeln kaut und hofft bald eine kleine Atempause zu bekommen.

          Anders kann man dieses Spektakel nicht beschreiben!

          Ein furioses Meisterwerk was Action betrifft, aber als würde man es nie erwarten, wird hier auch zwischenmenschliches gezeigt dass einem am Ende die Tränen in die Augen treibt.

          Laura verbringt hier eine Meisterleistung, welches ich noch nicht von einem Kind gesehen habe!

          Einfach nur WOW!

          Handlung: ★★★★★
          Spannung: ★★★★★
          Humor: ★
          Darsteller: ★★★★★

          Das kann nur eine glatte 10 sein!

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          • 9
            RedMoon-1973 27.05.2017, 02:38 Geändert 27.05.2017, 02:53

            Ich weiß beim besten Willen nicht, was ich negatives sagen soll. Irgendwie finde ich da nicht viel.

            Vielleicht die mangelnde Charakterzeichnung der anderen Kinder, da kam irgendwie gar nichts.

            Dann, ja doch, da gab es noch einige Unverhältnismäßigkeiten:

            1. Am Anfang zerlegt die Kleine in bester Kick-Ass-Manier fast im Alleingang eine ganze Truppe Verfolger, mitsamt Enthauptung. Doch am Ende, als sie gemeinsam verfolgt werden, und zudem noch die anderen Mutanten-Kinder dabei sind, wird weggelaufen und herumgekreischt.

            2. Dann gab es noch den "Call-Of-Duty-Effekt". Man sieht 2-3 Trucks mit Verfolgern vorfahren. Es werden gefühlt 25 Leute gekillt, aber trotzdem hört der Gegneransturm irgendwie nicht mehr auf.

            Aber das ist Kritik auf extrem hohem Niveau.

            Man bekommt hier eine ganz andere Art von Superheldenfilm bzw. Anti-Heldenfilm geboten. Es wirkt mehr wie ein Roadmovie, ein Western, ein Endzeitfilm, ein Drama, und das finde ich gut. Alles ist stimmig und passend. Die Atmosphäre passt, der schmutzige Look passt, alles perfekt inszeniert.

            Ein würdiger Abschluss eines langen Lebens (wenn man denn die Wolverine Saga kennt).
            Schade, Hugh Jackman hatte diese Rolle perfekt verkörpert. Schauen wir mal was wird.

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            • 8
              sachsenkrieger 26.05.2017, 08:24 Geändert 26.05.2017, 08:24


              "Immer in die Eier, immer in die Eier", sang Anfang der 1990er, eine allgemein "beliebte Fischkopp-Volksmusiktruppe". Beim dritten Soloauftritt des Vielfraßes, seines Namens einzig nennenswertes "Mit-Glied" der X-Men, gibt es allerdings immer auf/an/in die Omme oder optional gleich ab den ganzen Kopp. Da zieht sich nach wenigen Minuten ein breites Grinsen durchs Gesicht, wenn so ein paar verstrahlte Halbstarke, die man am liebsten selbst erledigen würde, wenn man den die Eier hätte, es zu tun, blutend und sterbend im Sand liegen. LOGAN ist düster, brutal, erbarmungslos, ein erster und vielleicht letzter Abgesang auf das mutierte Heldentum, wohl leider aber nicht der Abgesang eines Franchises, das noch einige Jahrzehnte länger, langsam ausgeblutet wird. Was uns im letzten Star Wars-Teil versprochen wurde, löst LOGAN ein. Der nur suboptimal mit Verständnis und Einsichtsfähigkeit ausgestattete Wolvi, schnetzelt sich mit seinem unfreiwilligen Ableger Wolverini, munter durch die Reihen der Söldner irgendeines Multikonzerns, der irgendetwas vorhat, sich aber leider mit dem/den Falschen angelegt hat. Ein wenig getrübt wird das Vergnügen durch die "Logik" der Comic-Vorlage, aber es reicht allemal für den besten Teil der Reihe ... die für mich hiermit beendet ist, wenn man es sich nicht doch nochmal überlegt und den eigentlich ja unsterblichen Wüter wiederbelebt...

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              • 7 .5

                Scheiss-Superheldenfilme. Eigentlich immer das gleiche. Und dann kommt Logan - The Wolverine und macht vieles anders und genau richtig. Abgehalfterte Ex-Superhelden und sehr spärlicher CGI-Einsatz. Es geht mal nicht um die Rettung der Welt, dafür gibt es handgemachte Action.Eine positive Überraschung für mich.

                1
                • 5

                  Ich fand den jetzt nicht sooo überragend! Der "Endkampf" ist sehr kurz bzw. "nicht vorhanden", das Geschrei von X-23 ist echt nervig!! Naja, war nicht mein Film....

                  • 7

                    So im großen und ganzen eigentlich ganz gut mit einer netten Story und viel Aktion. Kann man sich gerne ansehen ohne Reue allerdings sind die X-Men definitiv besser.

                    Warum der ab 18 ist bleibt mir verborgen. Die Schlachten beim Herr der Ringe (FSK 12) sind definitiv brutaler :-)

                    • 8

                      Hier wird der Superheld doch eher von seiner tragischen Seite beleuchtet und das steht ihm sogar verdammt gut.....
                      Ein Ende das eines Mutanten wie Wolverine würdig ist:)
                      Mir haben zwar schon die beiden Vorgänger ganz gut gefallen, doch hier wird noch deutlich eins drauf gesetzt in Sachen Dramaturgie, Spannung, sowie brutalen kills......
                      Also für jeden was dabei:):):)
                      Konnte mir zwar nicht vorstellen wie die Beziehung zwischen Vater und Tochter in so einem Film gut in Szene gesetzt werden soll, doch James Mangold hat mich eines besseren belehrt:)
                      Mit dem Ende muss man als Fan wohl erst mal klarkommen, aber trotzdem finde ich es innovativ und gelungen......
                      Auch die musikalische Untermalung ist grandios und somit kommt hier auch eine echte Road Movie Stimmung auf, die den Film in seinen ruhigeren Momenten nie langweilig werden lässt:)
                      Für mich somit auch wenn erst mal ein Schlag in die Magengrube, dennoch gelungener Abschluss der Wolverine Trilogie:):):)

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                      • 7 .5

                        Es sind keine schönen Anblicke, mit denen James Mangold den Zuschauer in „Logan“ konfrontiert. Schon die ersten Szenen des Films, in denen sich ein sichtlich gealterter, übermüdeter Wolverine aus seinem Fahrzeug schleppen muss, um eine Bande Kleinkrimineller, die sich gerade an den Reifen des Wagens zu schaffen machen, unter mühevoller Anstrengung in ihre Einzelteile zu zerlegen, sind symptomatisch für diesen finalen Wolverine-Solofilm.
                        Vorbei scheinen die Zeiten, in denen der Mutant aus dem „X-Men“-Universum seine Wunden innerhalb von Sekunden heilen kann oder sich mit martialischer Inbrunst und ausgefahrenen Krallen ins Gefecht stürzt. Im Jahr 2029, in dem der Regisseur die Geschichte ansiedelt, sind seit 15 Jahren keine neuen Mutanten mehr auf die Welt gekommen, während Wolverine und Charles Xavier zunächst die einzigen beiden ihrer Art sind, die noch unter den Lebenden weilen. Das Bild, welches Mangold von diesen einstigen Superhelden zeichnet, offenbart sich dagegen umso tragischer. Wolverines größte Stärke, seine übermenschliche Körperlichkeit, ist längst einem physischen Verfall gewichen, von dem tiefe Furchen, dicke Narben, blutunterlaufene Augen und eine zittrige Körpersprache berichten. Xavier hingegen, der als Professor X zu den mächtigsten Telepathen gehörte, ist zum Pflegefall geworden, der ohne Einnahme von Medikamenten wirre Sachen vor sich hin redet, von schweren Alzheimerschüben geplagt wird und dessen Gedankenwellen zur unkontrollierten Zeitbombe verkommen.
                        Um die kleine Laura, die plötzlich auftaucht und sich ebenfalls als Mutantin entpuppt, vor einer Organisation zu retten, die auf das Mädchen Jagd macht, brechen Wolverine und Xavier zu einem Gefecht auf, das kaum noch etwas mit den übrigen Schlachten bisheriger Marvel-Verfilmungen gemeinsam hat. Indem Mangold die Superkräfte seiner ikonischen Heldenfiguren nicht nur dekonstruiert, sondern auf verheerende Art gegen sie selbst richtet, entwickelt sich „Logan“ zum bittersten Comic-Epos seit langem. Die ständige Bewegung nach vorne, bei der das unfreiwillige Trio auf einen mystischen Ort namens Eden zusteuern will, der für Laura eine sichere Zuflucht darstellen soll, wird dabei auf fast schon ironische Weise von der Todessehnsucht der titelgebenden Figur angetrieben.
                        Auf ihrem Weg durch dystopische Landschaften, die in ihrem kargen Zerfall an George Millers „Mad Max“-Reihe erinnern, bohren sich unentwegt Kugeln oder Klingen von Gegnern in Wolverines Körper, der sich resigniert auf sein sicheres Ende zubewegt, das ihm immer wieder verwehrt bleibt. Trotz des fatalistischen Tonfalls, bei dem die eher rar gesäten Actionszenen auch vor rollenden Köpfen sowie reihenweise abgetrennten Gliedmaßen oder zerstochenen Körperteilen nicht Halt machen, durchzieht der Regisseur seinen Film mit sanften Momenten der Hoffnung. In „Logan“ wird das Sterben von vermeintlich unzerstörbaren Superhelden zwar mit eindringlicher Konsequenz untermauert, doch zuvor tastet Mangold das kaputte Innenleben seiner Protagonisten auf verbliebene Überreste von Gefühlsregungen ab, um sie vor den Augen des Publikums noch einmal zu Menschen werden zu lassen, ehe sie ebenso menschlich an sich selbst zerbrechen.
                        Mit einem Anfang, einem Mittelteil und einem Ende, die jeweils ein geschlossenes Gesamtwerk ergeben, fühlt sich „Logan“ nach etwas an, was man im Marvel Cinematic Universe schon eine ganze Weile vermisst hat. Es ist schlichtweg mal wieder ein Film, der ohne Querverbindungen, (Selbst)Referenzen oder Easter Eggs ganz für sich stehen darf und nicht zwischen vorangegangenen Teilen sowie eventuellen Nachfolgern als verzichtbares Bindeglied funktionieren muss. In dem Konflikte wie in einem guten Western intensiv in die Länge gezogen oder verschleppt werden, Gewaltmomente vereinzelt wie in einem verstörenden Horrorfilm mit gnadenloser Konsequenz ins Geschehen einbrechen und schlussendlich Emotionen freigesetzt werden, die man in einem Film dieser Größenordnung schon lange nicht mehr empfinden durfte.

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                        • 7
                          cherubium 15.05.2017, 16:16 Geändert 15.05.2017, 16:16

                          puh, ich muss etwas hadern. Ich finde es erfrischend, wenn Filme mal zur Abwechslung nicht mit Friede Freude Eierkuchen enden. Aber Logan ist mein vielleicht größter Kindheits(anti-)held.
                          Zeitweise zieht sich Logan ein bisschen. Hat was von einem Roadmovie.
                          Insgesamt gefällt der Film, ist er doch "realistischer" und dystopischer als (alle?) anderen Marvel Verfilmungen. Denn zu lachen haben hier die ehemals heldenhaften, teils göttergleichen Mutanten, nichts.
                          Ich bin ein bisschen traurig. Wolverine und Hugh Jackman: Das passte einfach von Anfang an wie Arsch auf Eimer. Doch alles muss mal ein Ende haben :(

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                          • 8 .5

                            15.000 Menschen haben an diesem Film mitgewirkt, ein dickes Lob für die großartige Arbeit und den gebührenden Abschluss, schade das es vorbei ist. Das ist für mich der mit Abstand beste Teil der Wolverine Reihe und von den X-Men Filmen an sich vielleicht sogar noch besser als Erste Entscheidung. Meine Lieblingszitate aus dem Film:

                            "Logan"
                            "Ich will nicht darüber reden, ich will nichts mehr darüber hören"
                            "Logan"
                            "Hören sie auf!"
                            "Ich muss pinkeln"

                            und

                            "Und es ist besser so wie es ist, denn ich bin beschissen in sowas, irgend ne miese Scheisse passiert jedem der mir was bedeutet, hast du das verstanden?!"
                            "Dann geschiet mir ja nichts"

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                            • 8 .5

                              oh man war der cooool, die fights und so....aber ende hätte anders sein müssen.

                              • 8

                                Das Ende. Und sicher ein neuer Anfang. Dieser Film räumt gnadenlos und wie noch nie zuvor in diesem Genre mit der Unbesiegbarkeit von Superhelden auf. Ein blutiger Augenschmaus mit vielen Stärken und nur wenigen (aber typischen) Schwächen. Die Gegner sind halt immer voll fies und wenn es drauf ankommt doof.

                                R.I.P.

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                                • 7

                                  schlüssige kleine story. wenig Handlung. Von einem Kampf zum Nächsten bis zum Endkampf. Die Action war super nachvollziehbar. Aber irgendwie tat es nie richtig weh. Super fotografiert. Super Unterhaltung.

                                  • 5 .5

                                    Der Film konnte mich nicht überzeugen.

                                    • 7 .5

                                      Auf jeden Fall mal was neues bei Marvel, die waren mir alle grundsätzlich zu komisch aufgesetzt, da finde ich DC einfach besser.

                                      Bei DC weiß man wenigstens das Tote Menschen nichts lustig sind, sie verherrlichen es nicht und sie haben einfach die cooleren Superhelden aber das ist eine andere Geschichte.

                                      Logan dagegen zeigt ein Bild mit dem ich leben kann, es ist ein düsterer aber auch realistischer Film, realistisch weil jeder einfach mal an einen Punkt kommt wo er die Hoffnung verliert oder einsehen muss das er Fehler gemacht hat. So wie zum Beispiel ein Captain Amerika inszeniert wird ist das schlicht und ergreifende lächerlich in meinen Augen.

                                      Wie gesagt Marvel hat ein paar gute Serien mit dardevil und co aber Filme können die einfach nicht machen, dass ist zu 90% unwürdig für einen Superhelden, besonders wenn es ein Superheld wie Thor oder Hulk ist, da möchte ich nicht das Gefühl haben bei einer verarsche im Kino zu sein.

                                      Logan macht das deutlich besser und verdient sich deswegen 7,5 Punkte.

                                      • 9 .5
                                        DWT 26.04.2017, 02:33 Geändert 26.04.2017, 19:59

                                        Sehr guter Film. Danke.

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                                        • 4 .5
                                          TommyDeVito 24.04.2017, 22:17 Geändert 24.04.2017, 22:19

                                          Ich kann die Begeisterung für den letzten Wolverine-Film leider nicht teilen. (Spoiler)

                                          Erst einmal aber zum (einigermassen) Positiven. Mir gefällt es, dass sich der Film (mitunter) gar nicht wie ein Superheldenfilm anfühlt, sondern eher das dreckige Feeling eines (Neo-)Western heraufbeschwört. Nicht umsonst, las ich mehrmals von "No Country for old X-Men". Ebenso erlaubt das höhere Rating natürlich noch eine düsterere Herangehensweise (wobei ich das insgesamt eher negativ betrachte, aber dazu später). Mangold und vor allem Mutanten-Veteranen Jackman und Stewart sind dazu sichtlich bemüht, dem Stoff mehr abzugewinnen, als nur einen weiteren mediokren Actionfilm in einem Genre, dass selbst jemandem wie mir, der u.a. mit den Raimi-Spiderman-Filmen, der X-Men-Reihe und versch. Zeichentrick-Serien mit Superhelden aufgewachsen ist, mittlerweile das ordentlich auf den Senkel geht. Auch macht Newcomerin Dafne Keen einen mehr als ordentlichen Job und Stephen Merchant - trotz dem eher dünn geschriebenen Charakter, den er spielt - hat mich als Caliban sogar richtig überrascht (und überzeugt). Ich hoffe, er kriegt noch die eine oder andere fordernde Rolle in der Zukunft. Auch gefiel mir, dass (X-Men-)Comics selbstreflexiv und amüsant in die Handlung eingebaut wurden. Solche cleveren Meta-Referenzen könnten meinetwegen noch viel häufiger in Comicfilmen auftauchen (und damit meine ich nicht die ganzen Stan Lee-Cameos...).

                                          Leider finde ich die Story trotz der thematischen Schwere (Alkoholismus, Demenz, Altern, Tod, Weiterführung der Diskriminierungsthematik mit auf eine Art schon fast an Josef Mengele erinnernden Experimenten usw.) ziemlich schwach. Häufig ist man in Genrefilmen geneigt, Dinge mit leichter Variation einfach zu wiederholen und sie dann als "neu" oder "cool" oder originell zu präsentieren. Kämpfte Logan z.B. im zweiten X-Men-Film noch gegen eine Art weiblichen Wolverine und den bösen Wissenschaftler Stryker und lernte mehr über seine Vergangenheit und wie das Adamantium in seinen Körper gelangte, hat er es jetzt mit einem Wolverine-Klon und einem weiteren bösen Wissenschaftler zu tun und seine Tochter hat ebenso eine ähnliche Vorgeschichte. Ok, ich gebe zu, dass ist vielleicht ein ziemlich heuchlerischer Kritikpunkt, da ich natürlich öfters schon bei solchen Filmen (inkl. X-Men-Teilen) ein Auge zugedrückt habe, wenn das Drehbuch (wenig überraschend) nicht gerade die Kreativität eines Charlie Kaufmans vorweisen konnte. Aufgrund der Lobhudeleien für "Logan", den euphorischen Kritiken und der sichtbaren Ambition hatte ich vielleicht einfach zu viel erwartet. Und wenn man bedenkt, was es alles für Möglichkeiten für Superkräfte und andere Ideen in diesem Universum gibt, dann ist es schon schade, dass hier gleich drei Figuren mit den gleichen Klingen ausgestattet wurden. Ja, schon klar, das Ganze soll bodenständig und gewaltsam wirken. Dennoch fand ich das ziemlich uninteressant. Und die Diskriminierung und Verfolgung der Mutanten erfindet man auch nicht wirklich neu...

                                          Die Handlung gab einfach nicht so viel her. Kurze Zusammenfassung (natürlich keineswegs genau oder korrekt): Böse Jungs kommen zu Besuch beim gealterten, desillusionierten und suizidgefährdeten (Anti-)Helden. Es wird ordentlich gemetzelt. Dann geht die Reise inkl. der neuen Tochter und dem dementen Professor los und die ersten Details über ein fragwürdiges Experiment werden bekannt. Zwischendrin metzelt man halt hier und da weiter. Essen bei einer unschuldigen Familie auf dem Land, um den bitteren Helden an Familie und frühere Zeiten zu erinnern (und ihm vielleicht auch klar zu machen, wie sehr ihn seine Tochter braucht?). Mehr Gemetzel (inkl. zwei Hugh Jackmans). Irgendwann Ankunft am Ziel. Kinder-Gemetzel. Ach ja und auch noch mehrere Tode, die sehr auf emotionale Wirkung abzielten, mich aber genauso kalt liessen, wie der Tod von Quicksilver in Avengers 2 oder sonstige halbherzige Charaktertode.

                                          Die Bösewichte sind eindimensional geschrieben und bereits eine Stunde nach dem Film wieder vergessen, die Kampf-Szenen sind irgendwann nur noch ermüdend und redundant (wie viele "aufgespiesste" Köpfe brauchen wir denn?) und hinterliessen bei mir trotz ungewohnter Härte keinen bleibenden Eindruck. Und die Hauptcharaktere entwickeln sich genau so, wie man es erwartet, aber nicht auf eine Weise die wirklich aufregend oder sogar emotional mitreissend ist. Dazu muss ich sagen, dass ich die Regie von Mangold völlig uninteressant und mitunter auch uninspiriert fand. Schade, dabei mag ich die X-Men-Reihe eigentlich recht gerne... Naja.

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                                          • 7
                                            Seidenschnabel 23.04.2017, 23:44 Geändert 23.04.2017, 23:55

                                            An sich fand ich den Film schon ziemlich gut. Szenerie und Stimmung haben sehr gut gepasst, die Musik war zwischendurch doch etwas nervig. Viel Action und Kampfszenen, die alle sehr gut gemacht waren, auch wenn es teilweise doch sehr heftig war. Die kleine Laura hat gut mit ihren alt eingesessenen Mithauptdarstellern mithalten können, auch wenn sie ja kaum Text hatte.
                                            Man nimmt Hugh Jackman den gealterten, des Lebens überdrüssigen Wolverine sehr gut ab, ebenso wie Patrick Stewart, den an einer degenerativen Hirnerkankung leidenden Charles, der froh ist seine Vergangenheit vergessen zu können. Hier hätte mir doch etwas Hintergrundstory gefehlt, auch was mit all den anderen X-men passiert ist.
                                            Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, war das abrupte Ende der X-Men und die meiner Meinung nach sehr unemotionalen Tode der wichtigsten oder bekanntesen Figuren des Universums. Da hätte man nach 17 Jahren ruhig etwas nostalgischer sein können.

                                            https://www.youtube.com/watch?v=yIl_FiV8V6E

                                            Ein Ende in der Art, mit mehr Emotionen und Rückblenden hätte mir wesentlich besser gefallen.

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                                            • 5

                                              Schwächer als der durchschnittliche Marvel-Film, vor allem das Ende ist für Marvel-Filme untypisch und hat mir nicht gefallen...

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                                                Düster und brutal! Aber leider fand ich Logan streckenweise ziemlich langweilig! Die vorhandenen Actionszenen sind hart und gut inszeniert! Dem Logan hätten ein paar Actionszenen mehr echt gut getan! Für meinen Geschmack hatte der 3.Wolverine Film zuviel Drama und unnötiges Blablabla...! Zum einmal anschauen ist er im großen und ganzen ok. Mehr als 5 Punkte hat er nicht verdient.

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                                                  allroundt 22.04.2017, 01:56 Geändert 22.04.2017, 01:57

                                                  Als Genre stehen ja oben Verschiedene, von Drama, Science Fiction über Action bis Abenteuer.Der Schwerpunkt ist hier aber wohl offensichtlich Dram.Als Drama funktioniert er auch so gut,weil man den alternden,einsamen, am Leben zweifelnden Logan sehr authentisch inszeniert hat.Zeitweise wâren mir beinahe die Tränen gekommen. Die Frage ist nur ,wie passend das für einen X Men Streifen ist.Also ich persönlich hâtte mir schon etwas mehr coole Action a la X Men gewünscht.

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                                                    Oh - und hier ist ja wieder eine recht gemischte Meinung vertreten :-p

                                                    Also ich bin sehr unvoreingenommen an diesen Film heran gegangen. Habe mich quasi im Vorfeld absolut nicht informiert.
                                                    Und das schien auch gut so gewesen zu sein. Ich muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht wurde. Der Film ist wirklich sehenswert. :-)
                                                    Und wirkt angenehm ernst für einen "Superheldenfilm". Die Thematik spricht mich sehr an und ich fand es stellenweise emotional tatsächlich überraschend mitreisend. Schauspielerisch empfand ich es ebenfalls als überzeugend und vor allem glaubwürdig. Und ja, natürlich mag ich Hugh Jackman, er passt einfach perfekt in die Rolle :-)
                                                    Und die kleine Dafne Keen ist eine klare Bereicherung... phu.. erinnert mich wieder so bezugsweise an (The last of us)
                                                    Glaub ich bin, was diesen Storyhintergrund angeht wohl einfach vorgeschädigt :-D
                                                    Aber ja .. mein Gott.. ich fands halt toll :-p .. und irgendwie teils süß... oje.. was für eine Wortwahl xD .. lassen wir das :-)

                                                    Aber der Film ist ganz klar sehenswert und einen Kinoabend wert :-)

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