Logan - The Wolverine - Kritik

Logan / AT: Untitled The Wolverine Sequel; Wolverine 3

US · 2017 · Laufzeit 138 Minuten · FSK 16 · Abenteuerfilm, Drama, Actionfilm, Science Fiction-Film · Kinostart
Du
  • 5

    Schwächer als der durchschnittliche Marvel-Film, vor allem das Ende ist für Marvel-Filme untypisch und hat mir nicht gefallen...

    • 5

      Düster und brutal! Aber leider fand ich Logan streckenweise ziemlich langweilig! Die vorhandenen Actionszenen sind hart und gut inszeniert! Dem Logan hätten ein paar Actionszenen mehr echt gut getan! Für meinen Geschmack hatte der 3.Wolverine Film zuviel Drama und unnötiges Blablabla...! Zum einmal anschauen ist er im großen und ganzen ok. Mehr als 5 Punkte hat er nicht verdient.

      • 6
        allroundt 22.04.2017, 01:56 Geändert 22.04.2017, 01:57

        Als Genre stehen ja oben Verschiedene, von Drama, Science Fiction über Action bis Abenteuer.Der Schwerpunkt ist hier aber wohl offensichtlich Dram.Als Drama funktioniert er auch so gut,weil man den alternden,einsamen, am Leben zweifelnden Logan sehr authentisch inszeniert hat.Zeitweise wâren mir beinahe die Tränen gekommen. Die Frage ist nur ,wie passend das für einen X Men Streifen ist.Also ich persönlich hâtte mir schon etwas mehr coole Action a la X Men gewünscht.

        • 8

          Oh - und hier ist ja wieder eine recht gemischte Meinung vertreten :-p

          Also ich bin sehr unvoreingenommen an diesen Film heran gegangen. Habe mich quasi im Vorfeld absolut nicht informiert.
          Und das schien auch gut so gewesen zu sein. Ich muss sagen, dass ich wirklich positiv überrascht wurde. Der Film ist wirklich sehenswert. :-)
          Und wirkt angenehm ernst für einen "Superheldenfilm". Die Thematik spricht mich sehr an und ich fand es stellenweise emotional tatsächlich überraschend mitreisend. Schauspielerisch empfand ich es ebenfalls als überzeugend und vor allem glaubwürdig. Und ja, natürlich mag ich Hugh Jackman, er passt einfach perfekt in die Rolle :-)
          Und die kleine Dafne Keen ist eine klare Bereicherung... phu.. erinnert mich wieder so bezugsweise an (The last of us)
          Glaub ich bin, was diesen Storyhintergrund angeht wohl einfach vorgeschädigt :-D
          Aber ja .. mein Gott.. ich fands halt toll :-p .. und irgendwie teils süß... oje.. was für eine Wortwahl xD .. lassen wir das :-)

          Aber der Film ist ganz klar sehenswert und einen Kinoabend wert :-)

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          • 9

            Ein würdiger Abschied von Marvels berühmtestem Mutanten und gleichzeitig der bisher (abgesehen vielleicht von "Watchmen") wohl erwachsenste Superheldenfilm.
            Dabei mutet er selbst nur wenig wie ein solcher an. "Logan" hat inszenatorisch und auch von seiner Atmosphäre her mehr Ähnlichkeit mit einem Western. Gelegentlich finden sich auch Anklänge an Endzeitfilme. Dies ist wohl der Vorlage geschuldet, der äußerst pessimistischen Comic-Minireihe "Old Man Logan" aus dem jahr 2008 von "Kick Ass"- und "Wanted"-Autor Mark Millar. Aus selbiger werden allerdings nur einzelne Motive übernommen; die Geschichte ist eine gänzlich andere, wenngleich sie in einer ähnlichen Ausgangssituation stattfindet: einer düsteren Zukunft, in der Mutanten vom Aussterben bedroht sind und die Zivilisation langsam zusammenbricht, wenn auch bei weitem nicht in so extremem Ausmaß wie im Comic.
            Dem Film kommt vor allem zugute, dass er, vermutlich auch dank des immensen Erfolgs des Soloabenteuers von Deadpool, nicht auf eine familienfreundliche Freigabe, sondern ein R-Rating ausgelegt wurde und die Macher so in Sachen Gewaltdarstellung endlich aus den Vollen schöpfen konnten. Dennoch überrascht die radikale Konsequenz, mit der hier Köpfe von Krallen durchbohrt oder mit selbigen kurzerhand gleich abgesäbelt werden. Stellenweise hat man hier nach meinem Empfinden in Sachen Gewalt sogar etwas übers Ziel hinausgeschossen. So blutrünstig geriet jedenfalls noch keine Comicverfilmung (nicht einmal die "Punisher"-Adaptionen). Für die deutsche FSK-16-Freigabe ist das mMn mehr als grenzwertig. Ab 18 wäre in dem Fall wirklich passender gewesen.
            Aber abseits von all dem deftigen Gesplatter, das jedoch kaum zum Lachen einlädt, so ernst wie der Film inszeniert ist, hat er tatsächlich auch eine durchaus tiefgründige Geschichte zu erzählen. Wolverine ist hier kein ungestümer Draufgänger mehr, der gerne mal einen flapsigen Spruch ablässt, sondern ein verbitterter alter Mann, dessen Kräfte schwinden, der medikamentenabhängig geworden ist und vor allem seine Ruhe haben will. Gleichzeitig muss er sich um den dement gewordenen Professor X kümmern, den er von der Gesellschaft isoliert, da dieser von Zeit zu Zeit für seine Umgebung gefährliche Anfälle erleidet. Nichts könnte ihm ungelegener kommen, als das junge Mädchen und deren Ersatzmutter, die auf der Flucht vor Söldnern sind und seinen Weg kreuzen. Widerwillig erklärt er sich bereit, sie zu einem sagenumwobenen Ort zu führen, an dem sie sicher sind. Im Verlauf der erbarmungslosen Hetzjagd wird er zu einer Art Vaterersatz für das Mädchen, gemeinsam mit dem Professor, der seine familiäre Seite wiederentdeckt. Gleichzeitig ist er gezwungen, seine animalische Seite, die er lange unterdrückt hatte, wieder hervorbrechen zu lassen und zum Berserker zu werden.
            "Logan" ist so eine Geschichte über das Älterwerden, über die Vergänglichkeit des Lebens und einen Mann, der seine Natur verleugnet, bis er durch äußere Umstände dazu gezwungen ist, ihr wieder freien Lauf zu lassen. Dadurch hat der Film eine gewisse Ähnlichkeit zu Clint Eastwoods bahnbrechendem Spätwestern "Erbarmungslos", der ja auch schon die Comicvorlage inspirierte.
            Auch weitere Werke aus diesem Genre dienten als Inspiration, darunter "The Cowboys" mit John Wayne und "Mein Großer Freund Shane", zu dem sogar direkte Referenzen gemacht werden, indem sich die Charaktere Ausschnitte daraus im Fernsehen anschauen. Was die grundlegende Handlung und Figurenkonstellation betrifft, hat "Logan" sogar Ähnlichkeit zu der Tragikomödie "Little Miss Sunshine", wodurch er sozusagen die düstere, brutale Version dieses Films ist. ^^
            Regisseur James Mangold, der auch den direkten Vorgänger in der Wolverine-Spin-Off-Reihe gedreht hatte, welcher allerdings eher durchwachsen geriet, konnte dem Charakter hiermit endlich gerecht werden, wohl auch, weil er diesmal nicht durch Studiovorgaben eingeschränkt war. Da er zuvor mit "Todeszug Nach Yuma" auch einen Western inszeniert hatte, sind die Anklänge an dieses Genre ohnehin nicht überraschend. Vereinzelte Science-Fiction-Elemente wie Robotertrucks, Cyborgs oder Klone dienen nur als schmückendes Beiwerk für die Geschichte. Hauptsächlich ist "Logan" tatsächlich ein Drama, hadert der Hauptcharakter doch mehrmals mit seinem Schicksal und seiner Natur und hat schon fast alle Hoffnung verloren. Seine Geschichte ist eigentlich von Anfang an tragisch, denn praktisch alle unschuldigen, selbstlosen Personen, deren Weg er kreuzte, segneten früher oder später das Zeitliche, oft allein, weil er in ihre Nähe kam und sie so zur Zielscheibe für seine Jäger wurden. Eine derartige Szene gab es bereits im ersten "Wolverine"-Film, aber hier wirkt sie besonders erschütternd, vor allem, da die betreffenden Charaktere einem diesmal wesentlich länger nahe gebracht werden. Letztlich findet Logan darin Erlösung, indem er seine restliche Zeit auf Erden für die Rettung der überlebenden Mutantengeneration einsetzt.
            Für Humor ist im Film wirklich kaum Platz, nur ein paar kleinere Seitenhiebe auf die Comics finden Verwendung, die hier auch selbst im Film auftauchen, wodurch er auch eine gewisse Meta-Ebene erhält. Muss sich der Titelcharakter so doch in gewisser Weise mit seiner eigenen Fiktionalität auseinandersetzen.
            Die Schauspieler sind jedenfalls auch absolut hervorragend. Hugh Jackman liefert hier die wohl beste Leistung in seiner Paraderolle ab und streift seine Badass-Attitüde zugunsten einer sehr emotionalen Darstellung ab. Patrick Stewart wirkt als greiser, langsam senil werdender Professor so zerbrechlich wie nie zuvor. Stephen Merchant als Mutant Caliban, ein Charakter, der bereits in "X-Men: Apocalypse" auftauchte, dort allerdings von einem anderen Schauspieler ganz anders interpretiert wurde und der den beiden hier nun eher widerwillig hilft, liefert ebenfalls eine sehr gute Leistung ab. Besonders beeindrucken kann aber Newcomerin Dafne Keen, die bisher nur in der Serie "The Refugees" zu sehen war und hiermit ihr Debüt in einem Film gibt. Als aggressive, schweigsame Mutantin Laura zeigt die gerade mal zwölfjährige eine wirklich beachtliche darstellerische Bandbreite. Man wird in Zukunft sicher noch viel von ihr hören. Boyd Holbrook gibt schließlich den hassenswerten Antagonisten. Kleinere Rollen haben noch Elizabeth Rodriguez als verzweifelte Krankenschwester und Ersatzmutter von Laura, Eriq La Salle und Elise Neal als hilfbereites Bauernpaar und der britische Charakterdarsteller Richard E. Grant als skrupelloser Wissenschaftler und Auftraggeber von Holbrooks Charakter. Alle sind nur zu loben.
            Die Filmmusik von Marco Beltrami, der auch schon den zweiten "Wolverine"-Film und den erwähnten "Todeszug Nach Yuma" vertont hatte, ist angemessen emotional und unterstützt die Stimmung des Films. Während des Abspanns ist dann das wunderschöne Lied "The Man Comes Around" von Johnny Cash, eine melancholische Ballade, die er in seinen letzten Jahren aufgenommen hatte, zu hören. Mehr als passend, zumal Mangold auch das Cash-Biopic "Walk The Line" inszeniert hatte und ein anderes Lied von Cash aus seinem Spätwerk, das Nine-Inch-Nails-Cover "Hurt", schon in einem Trailer zum Film Verwendung fand. Und "The Man Comes Around" vom Text und der Grundstimmung her perfekt zum Film und dem Hauptcharakter passt.
            "Logan" ist wirklich ganz anders als die üblichen Comicadaptionen. Dreckig, düster, nihilistisch, sehr brutal und doch am Ende auch von einem gewissen Optimismus und gleichzeitig einer großen Melancholie geprägt ist. Das Schlussbild ist großartig, lässt einen aber auch sehr wehmütig werden. Denn hiermit ist der Charakter des Wolverine, zumindest im Kino, am Ende seines Weges angelangt. Einen besseren Abschied hätte man sich jedoch wohl kaum wünschen können.

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            • 5

              Naja, grenzwertig zwischen nervig und "ganz okay".
              Ein paar passable Actionszenen die man aber irgendwie schonmal woanders besser gesehen hat. Über die Story braucht man nicht sprechen, dafür ist sie viel zu mau. Dialoge und Charaktere sind hier viel zu schwach gezeichnet.
              Je länger ich über den Film nachdenke desto mehr tendiere ich sogar in Richtung 4/10.

              Die neue Nachfolgerin von Logan finde ich einfach unpassend und geht mir den gesamten Film über eigentlich nur auf den Keks. Charakterbindung fehlt hier viel zu sehr.

              Ein Film den man sich einmal anschaut und dann nie wieder, ist auch gut so.

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              • 7

                Die erste Hälfte hebt sich tatsächlich gekonnt ab vom üblichen Marvel's Happy Hero Gedöhns und macht gerade deswegen in den gut inszenierten Actionszenen eine gute Figur. Leider hält das nicht lange an, und -Päng- haben wir wieder Superheldenstandart von der Stange. Wirklich schade.
                Die letzte Einstellung im Film ist allerdings pures Gold!

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                • 8

                  Wahnsinnig guter nicht-Superhelden-Film rund um den alten Wolverine. Wahrscheinlich wurde ohnehin schon alles darüber erzählt, deswegen will ich hier gar nicht so viele Worte verlieren. Kann man übrigens auch gucken, wenn man (so wie ich) sonst eher nicht auf Marvel steht. Vielleicht dann sogar ganz besonders.

                  Knaller.

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                  • 10

                    Zum ersten mal seit einer Ewigkeit bin ich mit einem Film zufrieden. Großartgig.

                    • 8

                      ich fand den jetzt nicht so gut. für ein actionfilm zu wenig action. die szene auf der farm ist allerdings sehr gut.

                      • 7 .5
                        Chev-Chelios 17.04.2017, 12:42 Geändert 17.04.2017, 14:24

                        Logan ist ein sehr düsterer, knallharter, ja sogar sehr brutaler Film der seine FSK 18 Einstufung zu Recht bekommen hat. Hugh Jackman gibt hier eine hervorragende schauspielerische Leistung ab und sein Schauspiel gibt die gesamte Härte und Brutalität des Films auch in seiner Mimik auf anschauliche Weise wieder. Auch Patrick Steward gibt einen Professor X der Extraklasse und glänzt mit gutem Schauspiel. Logans Gegenpart der mit Boyd Holbrook besetzt ist, konnte da nicht annähernd mithalten, was ich sehr schade fand. Er und die doch etwas hanebüchene Story, haben dann bei mir auch zu einer leichten Abwertung geführt. Insgesamt ist Logan aber ein guter Actioner, der auch bei einer Länge von 138 min. zu keiner Zeit langweilig wurde. Insofern gibt es von mir 7.5 Punkte ;)

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                        • 3

                          Oh Mann - James Mangold du hast es einfach NICHT drauf! Du hast mit "Weg des Kriegers" schon den schlechtesten X-Men Film überhaupt verbrochen und hast dich mit "Logan" nochmal selbst untertroffen.

                          Hier auf Moviepilot hagelt es 9er und 10er Bewertungen, MP schlägt mir ne glatte "8" vor...Fehlanzeige!
                          Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
                          Vielleicht bei den größten Kritikpunkten: der Optik und Darstellung.
                          Ja DÜSTER muss heute alles sein, Düster Düster Düster - ich kanns nicht mehr hören und schon gar nicht mehr sehen. Entgegen der Bewertungen will ich einfach keinen abgehalfterten und abgefuckten Wolverine und auch keinen Charles Xavier sehen, die dahinvegetieren.
                          Dass man älter wird ist gut und schön. Wolverine ist nun ein humpelnder, hustender, brillentragender "alter" Mann, der alles nur noch schwarz bzw. von der negativen Seite sieht. Das war ansatzweise schon in "Weg des Kriegers" so und hat da schon genervt. Aber hier ...

                          Kalt und farblos ist die Optik des gesamten Films, auch hier wurde Weg des Kriegers nochmals überboten. Mir gefällt das einfach nicht. Die Kameraführung ist ne Frechheit - zwar nicht umgedingt verwackelt, aber Mangold schafft es einfach nicht, tolle Bilder einzufangen. So sehen die wenigen Kampfszenen in diesem mit 141 Minuten viel zu langem Streifen trotz der Brutalität (welche einer der wenigen Pluspunkte sind) einfach nicht gut sondern sch.... aus. Ich versteh nicht, warum da manche Piloten hier von ständigem Gemetzel reden, denn die 3-4 Actionszenen sind einfach zu wenig für die länge des Films.
                          Des weiteren geht mir die ständige Fluchere von Logan und Xavier auf die Nerven - ach ja stimmt, man will ja um jeden Preis ein R-Rating erzielen - und hierführ muss man ja bekanntlich so viele F-Wörter wie möglich unterbringen.
                          Aber nicht nur Wolverine und Xavier werden unwürdig präsentiert - auch die Nebencharaktere nerven: Caliban ne lächerliche Witzfigur und Laura mochte ich auch nicht.
                          Ich mag generell keine Kinder in Action oder Horrorfilmen, weils einfach nur nervt, vor allem dann, wenn sie immer besser sind als alles Andere.
                          Ich hab zu dem Film gelesen, dass der Plan dahinter steckt, dass dann Laura der/die neue Wolverine werden soll. Ja klar, wir müssen ja auch schließlich alles GENDERN bis zum umfallen.

                          Fazit: viel zu langweilig, viel zu unschön, viel zu wenig von allem

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                          • 8
                            Heckenritter 17.04.2017, 09:58 Geändert 17.04.2017, 10:30

                            Nach dem chinesischen Horoskop war 2016 das Jahr des
                            Affen. 2017 IST DAS JAHR DES WOLVERINE!!
                            Was anderes würde keinen Sinn ergeben. Die knallrote
                            Superunterhose geht entkräftet in die Knie, Presslufthammer
                            Bernhard haut sich vor Neid auf den Daumen und Doctor Merkwürdig
                            verhext sich selbst vor Scham in einen Haarnasenwombatz. Vollbart
                            Logan macht ein für alle mal Schluß mit dem Bällebad im IKEA
                            Kinderhort, was für ein staubig dusterer Sargträger der X-Men! Ziemlich
                            witzlos diese räudige Backenbart-Fetisch-Parade in die Wolverine Filme einzusortieren oder in die Mutanten-Enzyklopädie. Logan hustet und
                            schwitzt sich als Barfly der Barbiehelden mühelos in die Cerebro-Halle
                            der alten Egos. Hugh Jackman ist der Monchichi-Werwolf der anonymen Superhelden Alkis. Wenn ich mir jetzt mal den reduziert kraftvollen
                            Plot des gegen den Strich gebürsteten Helden-Katertags mit dem
                            gleißenden Schimmer eines Grubenunglücks komplett wegdenke, sehe
                            ich das Grundgerüst des 80er Jahre Actionthrills vor meiner zerhackten
                            Nase. Starr zementierte Bilder, Closeups, ganz langsame Fahrten, ein
                            strenges und konsequentes Programm für die Kameraführung die jede
                            Menge Raum aufmacht, den die wenigen Darsteller ausfüllen müssen.
                            Ruhig, klassisch, eindringlich, wirkungsvoll. So stark war James
                            Mangold zuletzt bei "Walk the line" und "Copland". Bis mir Dafne
                            X-23 Keen dann plötzlich im kreischenden Tollwutrausch in den Nacken
                            springt und mir die Adamantiumkrallen in den Brustkorb rammt. Bei
                            dieser Bildgestaltung wäre jede überzeugende Story ein Erfolg
                            gewesen. Mit entschlackten Nackenschlägen aus Mangolds
                            Schreibfeder mutiert die bunt poppige Smartietüte der alten Leggings Herrenmodel zum Lego-Bauernhof. Kreative Einfälle einer geradezu deprimierenden Hoffnungslosigkeit und die Flashback Haltung eines
                            Skyfall. Zigarre und ein Handyladegerät. Reicht.
                            Die Zukunft ist Vergangenheit.

                            Ein Glück dass kein Praktikant Logan mit einem deutschen Titel
                            beschmutzt, sonst hätte man vielleicht mit "Die Rückkehr des
                            Backenbarts" leben müssen. Logan du fertiges Tier! Die trockenen
                            Sprüche sind ein richtiges Ventil, um den aufgebauten Druck
                            abzulassen. Kein kichern, ein befreiend kehliges Brummen aus
                            schwarzgeteerten Lungenflügeln. Angeblich ist 2017 das Jahr des
                            Feuer-Hahns. Was wissen schon die Chinesen?
                            2017 IST DAS JAHR DES WOLVERINE!!

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                            • 2 .5

                              Alles wie immer: X-Men-Filme Top, Wolverine-Filme Flopps...

                              • 9 .5

                                Was für einen Wahnsinn. Ein Gemetzel ein spannenden Action Schinken. Hut auf und genießen.

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                                • 8

                                  Das Problem bei den meisten Comicverfilmungen ist für mich die fehlende Härte, aber dazu kommt, dass diese Filme ja trotzdem extrem gewaltverherrlichend sind, nun nur in den Händen von Zwölfjährigen, weil kein Blut spritzt und keine Körperteile abfallen, ansonsten werden alle Probleme mit purer Gewalt gelöst. Ich würde meiner Tochter eher diesen Film als Suicide Squad zeigen, wenn es denn sein müsste.

                                  Logan hat hier alles richtig gemacht und gerade weil die Gewalt hier so explizit dargestellt wird, wirkt sie in meinen Augen eher abschreckend als belustigend. Mein Kind soll eher Angst vor Gewalt haben als darüber zu lachen.

                                  Leider hat der Film ein massives Problem mit dem Bösewicht und hier sein größtes Potential verschenkt. Boyd Holbrook finde ich einfach nur fehlbesetzt und seine Person hätte schon nach der ersten halben Stunde des Films durch einen konsequenteren Wolverine ein für alle mal ausgeschaltet werden können, stattdessen lässt er ihn seine dummen Schergen immer weiter auf sich hetzen, was mir den Genuss im Großen und Ganzen doch schon etwas vermiest hat, eben weil er ja sonst auch nicht gerade zimperlich war (Anfangsszene). Wieviel Stimmung hätte denn wenigstens ein Ed Harris oder Tom Hardy hier reinbringen können? Echt einfach nur schade!

                                  Höhepunkt des Films ist für mich ganz klar Patrick Steward, der hier den besten Professor X aller Zeiten abliefert. Sein Schauspiel und sein Charisma können einen einfach nur zu Tränen rühren.
                                  Hugh Jackman kann zwar Schauspielern und hat seine Rolle als Wolverine immer solide gemeistert, ich bin aber kein riesen Fan von ihm und hab mich einfach an sein Gesicht gewöhnt. Er ist einfach kein großer Charakterdarsteller, auch wenn er es gerne sein will, seine Fähigkeiten sind begrenzt. In "Prisoners" hat er mir aber wirklich gut gefallen.

                                  Alles in Allem geht diese Verfilmung in eine verdammt richtige Richtung und es bleibt nur zu hoffen, dass die großen Studios auch weiterhin Mut beweisen!

                                  • 8

                                    Sonnenabgewandt fristet Logan ein sorgenumwölktes Leben im Schatten und wird durch die Begegnung mit der kleinen Laura zu etwas gezwungen, was ihm seit Jahren schon abhandengekommenen scheint: Soziales Handeln. Das klingt nun zwar wieder nach der intergenerationellen Stangenware, in der das Unverbrauchte das Verlorengeglaubte nach und nach zurück an das Tageslicht trägt. Stimmt aber nicht, da LOGAN von Beginn an deutlich macht, dass sich der verlebte Hauptakteur nicht zurück ins Leben kämpfen wird, sondern nur einen geeigneten Platz zum Sterben sucht. Interessanterweise reflektiert LOGAN dabei nicht nur seine eigene Existenz als Fiktion, als populärkulturelle Entität, sondern findet auch als sagenumwobenes Kulturgut seiner selbst eine Möglichkeit für Wolverine, überzeitlich bestehen zu dürfen, während er irdisch langsam verblasst. Eben weil er das Recht hat, verblassen zu dürfen. Weil er sich lange genug für andere aufgeopfert hat. James Mangold findet sich mit seiner formidablen Inszenierung dabei inmitten von bestialischer Gewalt und zerbrechlicher Menschlichkeit wieder. Erzählt von Vergessen und Erinnern. Von beschissenen und sinnhaften Tagen, von zerfurchten, versoffenen lebensmüden Helden, denen gestattet wird, keine Helden mehr zu sein. Nicht hier.

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                                      Kribskraps 15.04.2017, 11:21 Geändert 15.04.2017, 11:33

                                      Wow, dieser Streifen ist ein echtes Highlight am trüben Himmel der Superheldenfilme. Jackman und Stewart at their best und Dafne Keen finde ich einfach nur großartig. Merchant als Caliban gefällt ebenfalls und Holbrock und Grant können als Antagonisten mithalten.
                                      Leider fällt "Logan" im Finale bzw. ab der Zeit in "Eden" stark ab.
                                      ! Spoiler-Warnung !
                                      Die finale Auseinandersetzung zwischen den Mutant-Kids und den Men in Black ist zwar einigermaßen spannend, aber leider sehr vorhersehbar und bei näherer Betrachtung zudem weitestgehend sinnfrei. Wie schon oft in vergleichbaren Filmen gesehen hat das "SWAT-Team" der bösen Jungs leider weder "special weapons" noch "tactics". Ein Dutzend Kinder mit tödlichen Fähigkeiten werden mit Sturmgewehren gejagt und während die eine Hälfte der Jäger quasi als "bait" draufgeht, überwältigt die andere Hälfte sie im Handgemenge, nur um sie dann in Handschellen (was nur bei einigen der Kids effektiv sein kann) im Kreis auf den Waldboden zu setzen. Es werden keine Betäubungsmittel eingesetzt, es sind offensichtlich keine Transportmöglichkeiten für diese gefährliche Fracht vorhanden. Und als "Geheimwaffe" wird dann ein unkontrollierbarer Tiger aus dem Tank geholt, der erst vor ein paar Tagen ein Dutzend Zivilisten massakriert hat. Alles komplett hirnrissig und selbstmörderisch. Und Logan kann also von einer einzigen Kugel aus Adamantit getötet werden? Da fragt sich der geneigte Zuschauer zu Recht, warum die Jäger das nicht auch wissen bzw. eiskalt ausnutzen. Die Umstände seines Todes plus Grabrede waren leider auch sehr schwach und unoriginell inszeniert.
                                      Ich könnte hier jetzt noch etwas mehr über diverse Details herummeckern, aber das will ich eigentlich nicht. Ich nehme die ersten zwei Stunden von "Logan" gerne mit nach Hause und hoffe, dass es in dieser Richtung weitergeht.

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                                        Ein würdiger Abschluss der Wolverine-Trilogie ist der Film definitiv.
                                        Dennoch kein Film, wie er womöglich gehandelt wird. Klar, für große Fans der Reihe, ist dieser Film sicherlich ein Highlight. Für mich als ziemlich neutraler Betrachter, ziehe ich mit diesem Hype nicht vollständig mit.
                                        James Mangold schafft es einen wirklich ernsten Film zu machen, der ein Mix aus einem Road-Movie und einem Western ist. Vor allem das Setting kann überzeugen. Zu erkennen ist, dass dieser Film wenig von einem Superhelden-Film hat, vielleicht ist er genau deshalb so beliebt bei dem Publikum.
                                        Hugh Jackman und Patrick Stewart liefern hier wirklich eine tolle Leistung ab.

                                        Für mich ist der Film sicherlich einer der besseren Filme des Marvel-Universums, dennoch gibt es die ein oder anderen Schwächen. Das Hauptproblem ist wohl die Laufzeit des Filmes, vieles wirkt sehr gestreckt und ist dann auch nicht wirklich interessant. Auch wenn die Actionszenen sehr brutal und eiskalt waren, hat man sich nach einer gewissen Zeit auch satt gesehen.

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                                        • 7

                                          Das war es also, der letzte Film mit Hugh Jackman in der Rolle des Wolverine. Und Jackman verabschiedet sich mit einem ganz lauten Knall. Zeit zu weinen? Der Film unterhält, keine Frage, allerdings gibt es da schon die ein oder andere Länge. Und im Drehbuch sind einige Logiklöcher. Und der Film entscheidet sich nicht so ganz, was er sein will: Western, Hommage, ein Sequel oder ein Reboot, ein Roadtrip, ein Vater-Tochter-Drama?

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                                            Der Abgang, den Hugh Jackman aka Wolverine verdient hat.

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                                            • 9

                                              Logan – Mein Fazit

                                              Ich wollte mir den Film dann doch plötzlich unbedingt ansehen. Nachdem sie bei Kino+ von den RocketBeans, allen voran Etienne, so über den Film geschwärmt haben, war ich nun doch neugierig genug. Obwohl mich ehrlich gesagt die X-Men Filme null interessieren und ich noch keinen vollständig gesehen habe. So bestand auf jeden Fall die Möglichkeit, dass ich positiv überrascht werde.

                                              Die Geschichte spielt im Jahr 2029, es wurde schon über 10 Jahre keine neuen Mutanten mehr geboren. Die bekannten X-Men existieren in dieser Weise nicht mehr. Logan ist schon etwas älter. Er kämpft mit Alkoholismus, mit dem er irgendwie den Tag überstehen will. Der Sinn des Lebens ist im schon lange entglitten. Um über die Runden zu kommen, fährt er regelmäßig eine Partylimosine, gefüllt mir betrunkenen und schreienden Sauftouristen. Gemeinsam mit Charles Xavier und Caliban lebt er in der Steppe Mexikos, kurz hinter der amerikanischen Grenze. Doch als er den Weg einer Frau und eines kleinen Mädchens kreuzt, bei dem schreckliches passiert, ist er nicht bereit bloß zuzuschauen, er muss und wird helfen. Alles deutet auf dunkle Machenschaften im Zusammenhang mit Mutanten hin. Es gilt die junge Mutantin vor den Fängen der Mutanten-Jäger zu bewahren. Damit beginnt ein düsteres Abenteuer quer durch die USA. Existiert der „Garten-Eden,, wirklich?

                                              Wolverine muss sich mit seiner Vergangenheit und seiner Einstellung zum Leben auseinander setzen. Welche Werte hat er nie leibhaftig erleben dürfen und hat er all die Jahre vermisst. Was bedeutet Familie? Welchen sinnvollen Lebensweg kann es für den sichtlich gealterten Mutanten noch geben? Mit all diesen Themen wird Logan durch ganz bestimme Szenen, Momente und Dialoge bzw. Begegnungen konfrontiert. So entstand für meine Begriffe ein sehr gefühlvoller und storytechnisch ernstzunehmender Film. Der seinen Figuren, vor allem den Protagonisten viel Platz und Raum gönnt. Ich konnte mich gut in die Charaktere hineinversetzen. Warum sie dies oder jenes fühlen. Die Emotionalität trug die gesamte Lauflänge (137min) des Films bravurös. Bei den Antagonisten hingegen habe ich einiges zu kritisieren. Sie sind sehr stumpf und eindimensional geraten. Sie ziehen ihr Ding durch. Sie jagen das kleine Göre, doch permanent denke ich mir, warum sie das denn überhaupt tun. Was ist ihre innere, persönliche Motivation. Die Antworten bleibt uns der Streifen schuldig. Hier wurde einiges an Potential liegen gelassen.

                                              Durch diese Bodenständigkeit fühlte sich Logan für mich nie wie ein Superheldenfilm im klassischen Sinn an. Bis dato ist er mit nichts vergleichbar. Er ragt aus der Masse an derartigen Werken, deutlich heraus. Der letzte Wolverine mit Hugh Jackmann ist meiner Meinung nach um 15-20 min zu lang geworden. Ein bisschen mehr Kürze in der Würze hätte dem ganzen noch mehr Knackigkeit verliehen. Die Längen sind streckenweise und besonders zum Showdown hin, zu auffällig.

                                              Mit einem FSK 16 war expliziterer Gewalt Tür und Tor geöffnet. In den allermeisten Superheldenfilmen ob Marvel oder DC vermisse ich ehrlich gesagte diese Brutalität. Wenn ich eben Superkräfte besitze, mit denen ich mit einem kurzen Augenzwinkern das Leben eines gewöhnlichen Menschen auslöschen kann, macht es im Grunde null Sinn, auf ein FSK 12 zu setzen. Die grausame Realität kann so einfach nicht abgebildet werden. Ich empfand dieses Feature bei Logan als Mehrwert. Wenn sich die Klingen des Wolfsmutanten vom Kinn bis ins Gehirn rammen und aus der Schädeldecke wieder heraustreten, dann hatte das eine ganz intensive Wirkung auf mich. Dem Geschehen war ich näher und unmittelbarer verbunden. Dem Kameramann war es so möglich, Bilder auch einmal stehen zu lassen. Die Schmerzen für das Publikum spürbar zu machen

                                              Die Kameraführung ist in den actionlastigen Szenen zu keinem zu hektisch oder verwackelt. Man kann der Handlung gut folgen. Und in den ruhigeren Augenblicken, wird das Tempo auf wunderbare weiße herausgenommen. Bildern wird Raum und Zeit gegeben. Die Emotion werden dadurch noch mehr verdeutlicht.

                                              Die CGI-Effekte fügen sich nahtlos in die Szenen ein. Für mich sah alles sehr echt aus. Billig ist hier gar nichts. Und die geschminkten Wunden sind auf einem ähnlich hohen Level. Hat mir alles sehr gut gefallen. Der gesamte Look des Films war raff, kühl und zumeist sehr ernsthaft. Unterstrich die Handlung gelungen. Von überdrehten, coolen Sprüchen, die man üblicherweise erwarten würde, fehlt hier jede Spur. Sehr, sehr passend. So blieb die Story die gesamte Zeit über auf dem Boden der Tatsachen. Und beließ Situation so trostlos, wie sie auch sind. Auf Humor wurde dennoch nicht verzichtet, dieser ergibt sich aber zumeist aus den Situation heraus. Und reißt einen nie aus der Handlung.

                                              Und die Musik war für mich nicht spürbar präsent. Sie ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen, noch in der Erinnerung geblieben. Einzig im Trailer und bei den End-Credits gefielen mir die Stücke von Johnny Cash. Hätte ich mir im Film öfter gewünscht.

                                              Alles in allem einer der besten Superheldenfilme, die ich je gesehen habe. Werde ich mir definitiv auf Bluray holen. Ich habe das Gefühl, hier gibt es noch viel zu entdecken. Den Film konnte ich in sich ernst nehmen, die Geschichte war greifbar, echt. Der Mix aus Drama, Western-Elementen und dem Superheldenüberbau hat super gepasst. Jeder Fan von gut erzählten Filmen und der diesem leichten Fantasyeinschlag was abgewinnen kann, kann ich Logan von tiefstem Herz empfehlen. Wegen der Kritikpunkte, aber weil ich Hugh Jack so unglaublich sympathisch finde, gibt’s von mir 9 von 10 möglichen Punkten. Hoffentlich läuft er bei euch noch im Kino, ansonsten schreibt ihn euch auf den Merkzettel für den Heimkinostart.

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                                                Die Charaktere werden gut dargestellt, die Story ist nicht so dicht, wird aber schön präsentiert. Der Film nimmt sich für seine Charaktere Zeit und so kann man auch ein stummes Kind mit ein paar Szenen perfekt charakterisieren.
                                                Die Action in diesem Streifen ist schonungslos und passt perfekt in das Gesamtbild.

                                                Ich hatte mir den Abschied von den Charakteren anders erhofft und hab mich leider nicht emotional angesprochen gefühlt, auch als Wolverine Fan. Da hätte ich mir nach dem gewaltigen Trailer etwas mehr Emotion erhofft.

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                                                  SoulOnFire 08.04.2017, 22:19 Geändert 08.04.2017, 22:30

                                                  Nach langer Zeit mal wieder einen superheldefilm angeschaut weil der trailer relativ vielversprechend aussah und nach einem film mit tiefgang und nicht nach einem typischen superheldenfilm wie diese von denen jeden monat mittlerweile 5 stück im kino erscheinen. und ich wurde sehr enttäuscht, flache story, unnötige charakter und abstruse 08/15 story... schade schade, chance vertan.

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                                                    Alles andere als ein normaler Superheldenfilm.
                                                    Und genau das macht Logan zu was besonderem.
                                                    Der Film hat bei mir im Kino tief gewirkt.Jepp der härteste Logan aller zeiten.
                                                    Aber das ist es nicht was mich beeindruckt hat.Sondern viel mehr die ruhigen Szenen.Die Hoffnungslosigkeit, die Verzweiflung des lebensmüden Helden.Wie rührend er sich um seinen Ersatzvater Charles Xavier kümmert.
                                                    Auf die Geschichte möchte ich jetzt nicht wirklich eingehen da ich sonst extrem Spoilern müsste und das ist nicht meine Art.

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