La La Land - Kritik

La La Land

US · 2016 · Laufzeit 128 Minuten · FSK 0 · Musikfilm, Drama, Komödie · Kinostart
Du
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    flug in die USA angefangen zu gucken, nach 20 min abgebrochen, schnell ins klo und ne runde gekotzt....kurzum, was für ein müll!!!

    • 2 .5
      derwiep 26.05.2017, 21:11 Geändert 26.05.2017, 21:25

      Ich hab es wirklich versucht... Ehrlich! Aber ich habe nicht mal 20 Minten geschafft. Eigentlich mag ich Musical, aber hier ist nicht mal die Musik schön. Schade drum... Laaaangweilig! Dagegen ist Müller's Büro ein Broadway Musical!!!

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        Verglichen mit WHIPLASH hat Damien Chazelle natürlich schon einiges an Intensität raus genommen aber LA LA LAND hat verglichen mit seinem ebenfalls sehr musikalischen Vorgänger ganz andere Qualitäten. Dieses farbenfrohe Technicolor Retro Design, die Konflikte eines Künstlers mit seiner eigenen Kunstform (Film/Musik) -die hier tatsächlich um einiges präsenter sind als noch in WHIPLASH wo es ja eher mehr um das "handwerkliche" ging -und die zum Ende hin alles überschattende Melancholie. Vor allem letzteres hatte ich in der Form nicht unbedingt erwartet. Hätte auch mit mehr reinen Musical-Tanzeinlagen gerechnet, hielt sich dann aber doch in überschaubaren Grenzen. Soll heißen auch für Musical-Muffel geeignet. Zumindest wenn man nicht gleich Schweißausbrüche bekommt wenn sich mehr als zwei Personen synchron zum Rhythmus bewegen.
        Wer sich von Ryan Goslings weiteren Talenten als Musiker überzeugen möchte dem sei übrigens sein mittlerweile ein wenig in die Jahre gekommenes Bandprojekt DEAD MANS BONES ans Herz gelegt.

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        • Ein Stau. Alle stecken in ihren Autos fest. Alle Autofahrer hören unterschiedliche Musik.
          Dann passiert es. Alle tanzen und singen gemeinsam.
          Nach 3 Minuten hat man keinen Nerv mehr.

          Das ist keine Intoleranz, es fängt nur genauso an wie befürchtet.

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            niceeddy 25.05.2017, 00:21 Geändert 25.05.2017, 00:22

            Normalerweise mache ich um Filme wie La La Land einen dermaßen großen Bogen, dass ich, um von San Francisco nach San Diego zu kommen, den Umweg über Las Vegas nehmen würde - nur um LA nicht zu sehen.
            Unter LA LA LAND steht aber Directed by Damien Chazelle und dieser Chazelle hat nun mal den für mich besten Film der gefühlt letzten 10 Jahre gemacht - WHIPLASH.
            Und es hat sich wirklich gelohnt, denn obwohl die beiden Filme natürlich grundverschieden sind, sind durchaus Parallelen vorhanden und Chazelle wird wohl in den nächsten Jahren zum ganz großen Regiestar mutieren.
            Inhaltlich zumindest auf den ersten Blick eher belanglos, ist LA LA LAND in technischer Hinsicht ein Meisterwerk, schon lange durfte man dermaßen schön in Szene gesetzte Bilder mit adäquater musikalischer und choreographischer Untermalung nicht mehr in einem Film sehen - so in etwa wie in einem Bollywoodfilm, aber ohne dieses peinliche Fremdschämen.
            Ich habe bei Filmmusicals meist ein Problem mit der Musik, hier bekommt man gefälligen Swing Jazz, der nie zu theatralisch dargeboten wird und die kurzen Instrumentals in den Jazz Club Szenen sind sogar richtig gut. Was sich bei WHIPLASH schon abzeichnete, wird hier vor allem auch bei den Schwärmereien Goslings über Jazz klar - dass Damien Chazelle ein leidenschaftlicher Jazzfan ist und dies mehr als überzeugend im Film vermitteln kann.
            Abschließend noch ein dickes Lob für beide Hauptdarsteller, speziell für Emma Stones leidenschaftliche, zu Recht oscarprämierte Leistung.

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            • Ich muss sagen, der Film lässt mich leicht verwirrt "Zurück". Warum? Kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen. Habe ich ein Happy-End erwartet? Moment...war dieser kurze Augenblick am Ende, als beide nochmal freudigen "Augenkontakt" hatten, vielleicht dieses Happy-End? Zwei meiner Lieblings-Schauspieler in einem Film, sind schon mal gute Voraussetzungen. Handlung gut, aber nicht überragend; auf jeden Fall rechtfertigt er nicht ganz die vielen Oscar-Nominierungen.Und die Musik...einfach nur sensationell gut, auch für mich als 80er Fan, speziell die lustigen Kostümierungen in der einen Szene.
              Fazit: unbedingt anschauen ;-)

              • HALLO :) Hat IRGEND JEMAND EINE Alternative ZU Moviepilot ?
                Ich finde dieses Konzept hier Super und die Umsetzung auch .
                Die Seite wird auch sehr stark getragen von ihren ambitionierten Usern !
                Ich bin immer schon ein grosser Fan gewesen von MP !
                Aber diese Dauerwerbebeschallung ist mittlerweile so sehr überzogen ,
                das ich MP teilweise kaum noch öffnen kann !
                Es ist schade , zu sehen wie man hier mit aller Gewalt Kohle machen will auf Kosten der User .
                Es ist gegen Geld verdienen nichts einzuwenden .
                Aber wenn darunter die Seite so stark leidet - dann sollte man etwas als Betreiber unternehmen . Wie gesagt . Ich rechne hier eh mit einem Rausschmiss ......
                Aber es wäre schön - gäbe es eine vernünftige Alternative . Eine Seite in der filme ähnlich genau bewertet werden . . . .
                Für jeden Tip wäre ich dankbar .
                Bitte nur seiten auf Deutsch und nicht so kommerziell verseucht .
                Danke ;)

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                • Don't believe the hype, oder in diesem Fall eher Gegenwind. Ich bin ganz froh, dass ich bei Kinostart und während der Oscar-Kampagne nicht mitreden konnte. Rückblickend finde ich nämlich die Auseinandersetzung mit und die Diskussion über Chazelles (und Justin Hurwitz sowie Jordan Horowitz) Herzensprojekt so flach und wenig ergiebig, wie der Film sein soll, glaubt man den Kritikern. Man kann "La La Land" unterstellen gefällig, vielleicht sogar gefallsüchtig zu sein. Ich fand ihn angenehm, manchmal sogar irritierend geerdet. Da überzuckert beispielsweise Wes Anderson seine spätadoleszenten Dioramen stärker. Mich hat der Film außerdem an Woody Allens "Midnight in Paris" erinnert, weniger verköpft, dafür beherzt. Ich möchte auch nicht abstreiten, dass mich "La La Land" szenenweise verloren hat und ich ihn nicht als mitreißend empfand. Die Kombination von "Rebell Without A Cause" mit "Les Parapluies de Cherbourg" gelingt nicht reibungslos. Trotzdem präsentiert "La La Land" eine liebevolle und liebevoll konstruiert Welt mit phantastischen Momenten. Spätestens sobald Ryan Gosling verträumt den Pier entlangschlendert und die "City of Stars" besingt war ich verliebt. Und auch, wenn nicht jede Liebe glücklich bis in alle Ewigkeit überdauert: "I will always love you." Ein toller Film. Egal was alle sagen.

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                    Ich mag keine Musicals und ich werde wohl auch nie ein Fan davon werden! Egal ob live auf der Bühne, wo ich schon etliche Werke geniessen durfte – und dabei sogar welche bei der ich die Musik richtig toll finde – oder auf der grossen Leinwand. Ich kann mich mit surrealen Tanzeinlagen mitten in der Handlung einfach nicht anfreunden und daher gehen mir auch die Gesangseinlagen in manchem Disney Klassiker eher auf die Nerven als dass ich mich dadurch magisch verzaubern lassen kann.

                    Ausnahmen sind hier evtl. „Blues Brothers“, wo ich aber auf Grund des absolut zeitlosen Soundtracks und der toll in die Geschichte verpackten Songs einfach nur mitfeiern kann. Oder „Romance & Cigarettes“ welcher immerhin nicht so bunt und kitschig um die Ecke kommt. Auch zum Musical zählende Vertreter wie z.b „New York, New York“, kann ich dank des dezenten und passenden Einsatzes irgendwie noch liebhaben.

                    „La La Land“ hatte also von Anfang an schlechte Karten bei mir, einfach auf Grund persönlicher Präferenzen. Schon die alten Hollywood-Klassiker lassen mich kalt und lösen bei mir in keiner Weise das Bedürfnis aus diese Lücke schliessen zu wollen. Aber man darf und soll ja jedem Werk eine Chance geben, vor allem wenn der Regisseur mich mit seinem vorgängigen Werk „Whiplash“, absolut fesseln konnte.

                    Und nun habe ich es gesehen, diese bunte Treiben über Jazz und Kino, diese Hommage an das alte Hollywood, welche so stark auf frühere Zeiten getrimmt worden ist, dass man sich ständig fragt in welchem Jahrzehnt der Film denn nun spielt. Da wird vom Untergang des Jazz gesprochen, das Vergessen der alten Film-Klassiker und Lichtspielhäusern subtil in die Fresse geschlagen, aber gleichzeitig wirkt der Film wie aus den 40er oder 50er Jahren. Soll ich dies nun als gelungene Verneigung der alten Zeiten beurteilen, oder dem Filmemacher vorwerfen dass er eine Eierlegende Wollmilchsau schaffen wollte?

                    Der Musical-Charakter des Films wird ja gleich zu Beginn klar, wo in einer famos choreografierten Sequenz ein Stau zu einer grosse Party im Old School Stil wird. Mir war dies leider schon zu viel Barbie-World und mein Interesse wurde erst vollumfänglich geweckt, als auch der letzte Sänger seine spontane Einlage zum Verstummen gebracht hat. In meinen Augen hat „La La Land“ seine Stärken nämlich nicht in den Gesangsnummern, welche zwar Ohrwurmcharakter besitzen, aber auch zu beliebig dahinplätschern.

                    Die besten Momente hatte der Film für mich, wenn er eben einfach ein Film war welcher die musikalische Untermalung organischer in die Szenerie einbindet und einem nicht mit wilden Gefühlsausbrüchen tanzend um die Ohren saust. Auch wenn handwerklich perfekt gemacht, haben mich die Tanz- und Gesangseinlagen gestört und ich hätte mir gewünscht Chazelle verpackt diese Träumerei etwas bodenständiger.

                    Irgendwie verläuft die Geschichte der beiden, äusserst unterhaltsamen, Hauptdarsteller durch den ganzen kunterbunten Klimbim zu nebensächlich. Sinnbildlich daher dass mich die letzte Sequenz, welche mit dem bekannten Markenzeichen Chazelle‘s – dem Kopfnicken – endet, mehr in das Leben der zwei eingebunden hat als der komplette Film. Musste man wirklich über 120min warten um endlich echte Emotionen zu bekommen welche über einen Ritt auf dem Einhorn hinausgehen?

                    „La La Land“ lässt mich irgendwie ratlos zurück. Einerseits fand ich die Parts zwischen den Musikstücken am besten, aber es sind dann am Ende auch nur Versatzstücke und kein kompletter Film. Als Gesamtwerk war mir dies zu sehr Hommage als wirklich frisches Kino, auch wenn die Inszenierung erstklassig und die Darsteller überzeugend sind. Als Einblick in das harte Filmgeschäft war mir der Film zu verträumt, naiv und stellenweise auch überheblich (Wow, ein Star welcher freiwillig seinen Kaffee bezahlt, irre!!). Aber auch die Jazz Parts sind nicht mehr so kraftvoll wie in „Whiplash“ und meilenweit entfernt von einem „Mo better Blues“!

                    Ja, es ist ein Film für Träumer, 2 Stunden Kitsch mit Art-Deco Maske und einem Blick durch die grosse Nostalgie Brille. Ich kann die Magie in „La La Land“ durchaus erahnen, aber mich selbiger schlicht nicht öffnen um einfach durch diesen Fleischgewordenen Disney-Traum zu fliegen. Möge man es mir verzeihen!

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                      nach 10 min ausgemacht..was für ein Schrott
                      allerdings kann ich auch nichts mit Musicals anfangen

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                        Es ist viel Gutes geschrieben worden, was ich hier nicht wiederholen möchte.
                        Auf blasierte Selbstdarsteller - wie mein Vorkommentator - möchte ich gar nicht eingehen. Das hat noch nie Sinn gemacht.
                        Was ich in den Kritiken vermisse, ist die Interpretation des "Abnickers" am Ende des Films. Dieser ist sowas von genial - wenn man ihn verstanden hat ... !

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                          hipsu 07.05.2017, 06:56 Geändert 07.05.2017, 07:07

                          Ich habe selten so eine atemberaubende Darstellung gesehen. Wirklich, bei dem ganzen Gesang blieb mir einfach irgendwann die Luft weg durch das lachen. Kurzerhand stand auch schon der Rettungswagen vor der Tür. Auf die Frage was mir denn fehle zeigte ich einfach auf den Fernseher. Plötzlich fiel ein Sanitäter zu Boden und hielt sich seinen Bauch fest, ich vermute hier starke Krampfanfälle. Nachdem der erste Schock vorrüber war brachte sein Kollege eine Flasche Sauerstoff in die Wohnung, da saßen wir nun, alle 3 mit Sauerstoffmaske und warteten auf den den Notarzt. Plötzlich geht die Tür auf, ich will den Mann in blauer Uniform noch warnen, aber es war zu spät. Er schaut auf den Fernseher, haut sich plötzlich mit der Hand vor die Stirn, fest, zu fest und kippt einfach um. Sein Kollege fällt auf die Knie und schafft es noch zu uns und dem rettenden Sauerstoff. Nach einigen ruhigen Minuten, im Film, ist auch wieder der andere Polizist aus seiner Beweustlosigkeit erwacht. Gut, sind wir halt zu fünft denk ich mir, inzwischen müssen wir uns schon die Masken teilen und die Sauerstoffflasche ist auch nicht mehr ganz voll. Und da passiert es, womit niemand gerechnet hat. Als die beiden Hauptdatsteller im Planatarium anfingen zu fliegen war es ganz vorbei, es hab kein halten mehr. Einer nach dem anderen ist zusammen gebrochen, zuerst die Sanitäter, dann die Polizisten, kurz bevor auch mein Hirn den Dienst versagte schaffte ich es noch die Fernbedienung zu greifen, leider waren die Schäden an meinem Geist scheinbar schon zu weit fortgeschritten, ich konnte den Aus-Knopf nicht mehr finden, also warf ich sie einfach mit letzter Kraft in den Bildschrirm und dann.... nichts. Nun sitze ich hier, Raum 317, Nervenheilanstalt Birkenhausen. Die Ärzte sagen ich hätte Glück gehabt, die bleibenden Schäden an meinem Hirn sind sehr gering. In wenigen Jahren werde ich sicherlich wieder einen Fernseher anschauen können. Nun schreibe ich aber erst mal diese Geschichte, denn mein Arzt Prof. Dr. Brommelberg hat mir dies empfohlen. Das essen hier ist gut und ich darf 3x am Tag auf den Hof. Gute Nacht, liebes Tagebuch. Benny Ballin - Raum 317 - Nervenheilanstalt Birkenhausen

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                            filmschauer 03.05.2017, 19:22 Geändert 03.05.2017, 19:24

                            Es verwundert nicht, dass "La La Land" ein ziemlicher Erfolg beim Publikum und bei Preisverleihungen geworden ist, wird doch mit dem Flair vergangener Hollywood-Zeiten clever kokettiert. Die wohlfühle Verklärung der Vergangenheit wirkt schon in der Einleitung, gar nostalgische Gefühle werden geweckt (Stichwort Jazz), wenngleich man selbst ja zumeist nur dessen filmischen Projektionen zu Gesicht bekommen hat. Doch auch wenn im Vorfeld es stark den Anschein hatte, ist der Film für mich kein Musical klassischer Art. Denn hierfür sind die archetypischen Momente zu rar gesät und stellen, womöglich intendiert, keine ernsthafte Konkurrenz zu seinen offenkundigen Leinwandvorbildern dar. Vielmehr steht hier das schauspielerische Duett, mittlerweile routiniert verkörpert durch Emma Stone und Ryan Gosling, beständig im Vordergrund.

                            Im Grunde ist es gar nicht so einfach, was Regisseur Damien Chazelle uns überhaupt genau mit diesem Werk sagen möchte. Wenn man sich seine noch kurze Vita anschaut, könnte man schon eine ziemlich autobiografische Note in dieser Geschichte vermuten, ohne ihn genauer zu kennen. Die ironisch-bittere Note dieser verkappten Romantic Comedy und die schwierige Identitäts- und Erfolgssuche in der heutigen Welt mag allerdings auch stellvertretend für die jetzige junge Generation stehen. Ich bin noch immer nicht der große Fan manch seiner künstlerischen Ideen, gleichwohl scheint, mit "Whiplash" im Hinterkopf, Chazelles mühsame und leidenschaftliche Liebe für die Musik glaubwürdig zu sein. "La La Land" ist nicht das große, zauberhafte (Musical-)Meisterwerk, wie es die Werbung versprechen mag, doch gefällig und amüsant genug, um damit, ganz simpel gesprochen, einen netten Abend damit verbringen zu können. Wahrscheinlich bin ich nicht der Einzige gewesen, der nach dem Kinobesuch nochmals die oft gespielte Titelmelodie mitsummen wollte...

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                              Wenn Bravo Fotolovestory und Fahrstuhlmusik aufeinander treffen und sich zum Tanz einladen, kommt nichts Vernünftiges dabei heraus, selbst wenn die Musik durchaus zu gefallen weiß. Da ich aber bei "La La Land" wie schon bei "Whiplash" diese Meinung zu Damien Chazelles Fähigkeiten recht exklusiv zu haben scheine, muss es wohl eine Frage meines Geschmacks sein. Das hier ist - für mich - nur in ganz wenigen Momenten (, in denen die beiden Hauptfiguren sich anschreien) ein brauchbares Drama. Emma Stone und Ryan Gosling spielen wie immer bei 08/15-Figuren (insbesondere was eine gewisse ironische Distanz angeht), was einerseits für ein vertrautes Gefühl sorgt, andererseits aber dazu führt, dass ihre Figuren nicht lebendig wirken und sie selbst als Darsteller nicht hinter ihnen verschwinden. Nicht nur Story, Dialoge, Figuren und Schauspiel, sondern insbesondere auch die Inszenierung wirken so liebevoll wie Werbeclips von Fastfoodketten. Nicht meine Welt. Schön und angenehm anzusehen ist das alles nicht und genau dafür sollte dieser Film ja eigentlich da sein. Dabei wären manche Aspekte der Geschichte durchaus interessant gewesen und einzelne Musical-Momente könnten durchaus - in ihrer für das Genre typischen sterilen Kitschigkeit - mitreißen, insbesondere die Traumsequenz am Ende des Films. Wenn Story, Dialoge, Figuren und Inszenierung nicht so gestaltet wären, wie sie gestaltet sind.

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                                fujay 22.04.2017, 23:24 Geändert 23.04.2017, 10:27

                                So, habe mir den Film gerade im O-Ton angesehen. Ja, wirklich ein guter Film. Schöne, wenn auch klassische und nicht sehr originelle Story. Tolles Ende, sehr gute Schauspieler und Musiker. Ein für meinen Geschmack viel zu sauberes Setting - aber so sind Musicals nun mal. Hat sich seine 7.5 Punkte bei mir verdient. Aber mit welcher Berechtigung dieser Film so viele Oscars abgeräumt hat, ist mir trotzdem ein Rätsel.

                                Oder kurz:

                                Mit zu vielen Oscars versehenes, schönes Musical-Filmchen ohne zu viel Tiefe - so, wie es die Massen brauchen...

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                                  Klassischer "Frauenfilm" und sicherlich nicht Jederman(n)s Sache, aber nach diesem, sagenhaft inszenierten Ende bleiben eigentlich keine Fragen mehr offen.

                                  Empfehlung für O-Ton.

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                                    Ein Hoch auf diejenigen, die träumen.

                                    10/10

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                                      Gabe666 14.04.2017, 16:08 Geändert 14.04.2017, 22:58

                                      Der bisher beste Film des Jahres.
                                      Angesichts des großen Hypes, der im Vorfeld der diesjährigen Oscar-Verleihung um den Film gemacht wurde und den tatsächlich recht zahlreichen Auszeichnungen, auch auf vielen anderen Festivals, die er erhielt, mag es vielleicht opportunistisch erscheinen, wenn ich mich der Mehrheit anschließe, aber ich hätte tatsächlich nicht gedacht, dass er mich so sehr begeistern würde.
                                      "La La Land" ist eine wunderschöne Hommage an das goldene Zeitalter des Hollywood-Musicals in den 40er bis 50er Jahren, ein Rausch aus Farben, Bildern und Musik. Angesiedelt in der heutigen Zeit, wirkt er in seiner Inszenierung und Bildsprache dagegen, als wäre er vor mindestens 50 Jahren gedreht worden. Er ähnelt stark dem Klassiker "Singin' In The Rain" mit Gene Kelly (den ich letztes Jahr im Rahmen eines Seminars zum ersten Mal sehen konnte und mit dem sich "La La Land" auch eine gewisse Meta-Ebene teilt, da beide auch Hollywood selbst thematisieren), ebenso aber auch anderen stilprägenden Werken. Die in einigen Gesangsnummern auftretenden beeindruckenden ornamentalen Massen-Choreographien verweisen beispielsweise auf die Werke Busby Berkeleys. Ebenso finden sich auch viele Anspielungen auf die Filme von Leinwandlegende James Dean, der Schauplatz eines seiner bekanntesten, das Griffith-Observatorium, dient auch hier für eine Szene als Handlungsort.
                                      Rein formal betrachtet, ist "La La Land" definitiv über jeden Zweifel erhaben. Die souveräne Kamera- und Schnittechnik, welche Szenen oft fließend ineinander übergehen lässt, ist perfekt auf die Musik abgestimmt. Am detailreichen, farbenfrohen Szenenbild und den toll gestalteten Kostümen kann man sich garnicht sattsehen. Und die Besetzung ist schlicht grandios. Die beiden Hauptdarsteller Ryan Gosling und Emma Stone (welche hier wirklich umwerfende Kleider trägt) singen, stepptanzen und spielen mit so viel Herzblut, dass es eine wahre Freude ist. Ob die Oscar-Nominierung und -Auszeichnung für Emma Stone berechtigt war, lasse ich jetzt mal dahingestellt, aber authentisch wirken sie beide auf jeden Fall. Zumal sie ihre Lieder im Film tatsächlich auch selbst singen.
                                      Auch der restliche Cast ist nur zu loben. So ist in einer kleinen Rolle J.K. Simmons, der im vorherigen Film des Regisseurs Damien Chazelle, "Whiplash" (den ich leider immer noch nicht gesehen habe), bereits prominent mitwirkte und einen Oscar dafür einheimste, zu sehen, erneut in einer unsympathischen, strengen Rolle, wenn auch diesmal nicht so aufbrausend. Positiv im Gedächtnis bleiben auch die bisher unbekannten Schauspielerinnen Sonoya Mizuno und Rosemarie DeWitt als Stones Freundinnen und R'n'B-Sänger John Legend als Goslings Kumpel, der ihn in seine Band aufnimmt.
                                      Herzstück des Films sind natürlich die Lieder, komponiert von Justin Hurwitz, mit dem Chazelle auch bereits bei "Whiplash" zusammenarbeitete. Wie in selbigem spielt auch hier Jazz eine große Rolle, ist tatsächlich mit Thema des Films an sich. Die Evolution dieses Genres, vom klassischen, über Free Jazz, bis zum von den Hauptcharakteren eher kritisch betrachteten Crossover mit Pop, wird im Laufe des Films nachvollzogen. Besonders die wunderschöne Ballade "City Of Stars" bleibt im Gedächtnis. Großartig ist auch das einleitende Lied "Another Day Of Sun" im Stau auf dem Highway vor Los Angeles, bei dem ein riesiges Ensemble voller Lebenslust seine Träume zum Ausdruck bringt.
                                      Außerdem sind auch einige bekannte New-Wave-Hits der 80er Jahre in Coverversionen zu hören, darunter "Take On Me" von A-Ha und "Tainted Love" (wobei letzteres übrigens unabsichtlich für Heiterkeit im Publikum sorgte; vor dem Film lief nämlich die alberne Energiespar-Werbung mit Heiner Lauterbach, der Karaoke zu einer lächerlichen deutschsprachigen Version des Liedes macht, aber dafür kann es an sich ja nichts).
                                      "La La Land" kommt hinsichtlich seiner Handlung allerdings bei weitem nicht so hollywoodtypisch daher, wie man meinen sollte. Die Geschichte ist wie beim erschütterndem "Requiem For A Dream" in Abschnitte geteilt, die in den verschiedenen Jahreszeiten spielen. Natürlich geht es wie so oft um den Aufstieg junger, mittelloser Leute zu Stars, die ihre Träume verwirklichen können. Allerdings wird im Laufe der Handlung immer deutlicher, dass Erfolg und privates Glück sich nicht vereinbaren lassen. So wird hier ein realistischeres Bild vom "American Dream" gezeichnet, das im letzten Abschnitt durch die wohl absichtlich übertrieben kitschig wirkende "Was wäre wenn...?"-Sequenz konterkariert wird, die praktisch zeigt, wie sich die Handlung in einem typischen Liebesfilm entwickelt hätte. "La La Land" ist letztlich nicht nur eine Liebeserklärung an, sondern auch ein wehmütiger Abgesang auf das Kino des alten Hollywood. Die nüchterne Feststellung ist letztlich, dass man, wenn man wirklich erfolgreich sein will, mit der Zeit gehen muss, auch wenn das bedeutet, die eigenen Ideale zu verraten. Liebe und persönliche Träume können nur selten gemeinsam verwirklicht werden.
                                      Insgesamt jedenfalls ein, trotz all der für ein Musical typischen irrealen Gesangs- und Tanznummern erstaunlich bodenständiger Film, in dessen Musik- und Bilderflut man sich für gut zwei Stunden verlieren kann und der auch nicht an Emotionen spart. Hat jedenfalls das Potenzial zum Lieblingsfilm.

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                                        Ich würde Mia mal ein Review von Sunset Boulevard empfehlen oder mit Schopenhauer: Es ist eine große Torheit, um nach außen zu gewinnen, nach innen zu verlieren.

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                                          chmul_cr0n 12.04.2017, 15:14 Geändert 12.04.2017, 15:17

                                          Will ein Musical sein, aber ist es nicht wirklich. Will einen 50s-Technicolor-Look haben, aber...nicht wirklich.
                                          Alle Musical-Elemente kommen sehr technisch rüber und wirken so, als ginge es viel mehr darum mit Tanz-Skillz anzugeben als etwas zu erzählen oder die Stimmung der Szene zu bereichern oder zu unterstreichen. Die Choreographien und wie sie performt wurden wirkten ziemlich willkürlich. Der Gesang ist langweilig, nichtssagend und ausdruckslos. Mit Ausnahme von Emma Stone, die wirklich eine Glanz-Performance hinlegt. Nicht nur auf den Gesang bezogen. Ich mein, man hört deutlich, dass sie keine Sängerin ist, aber die hat das Schauspielern anscheinend so sehr im Blut, dass sie alles Darstellerische einfach unfassbar gut hinbekommt.

                                          Ich war größtenteils ziemlich unbeeindruckt von dem Film. Bis er dann in den letzten 25 Minuten plötzlich richtig interessant und emotional fesselnd wurde. :D

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                                            Hollywood at its worst

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                                            • 8

                                              Eine schöne Liebeserklärung an die Kunst und das Leben an sich!

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                                              • 6 .5

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                                                Im La-La-Land wird die Möglichkeit einer Liebe im Namen des Heils versprechenden American Dreams auf den Altären des Neoliberalismus geopfert - ohne eine einzige Träne, dafür aber mit viel Tanz und Gesang. Und unter tosendem Applaus des Publikums.
                                                Es braucht wieder einen Film, der die vollständige Radikalität der Liebe zeigt. Kein langweiliger Schnulz-Film, kein spießiges Shades of Grey.
                                                Vielmehr tiefe Obsession, emotionale und fleischliche Begierde in ihrer höchsten Form, im absoluten Konflikt mit der ideologisierten Außenwelt. Denn echte totale Liebe ist ganz und gar triebhaft und egoistisch und somit immun gegen jegliche ideologische Ausbeutung eines vermeintlich höheren Zieles.
                                                Lasst die Liebe wieder von den Toten auferstehen. Zumindest im Film.

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                                                • So einen Sinnfreien Film hab ich schon lange nicht mehr gesehn. Keine oder nichtssagende Handlung, alles vorhersehbar, öde Dialoge und eine einschläfernde Musik. Schade um die Zeit. Da hätte ich beim spazieren gehen auch die Landschaft geniessen können. Unmöglich!

                                                  • 7 .5
                                                    Tobi Lo 13.03.2017, 09:37 Geändert 13.03.2017, 11:08

                                                    +++ Bel­le­t­ris­tische Review dieses Films +++

                                                    „Jazz stirbt, nach und nach verreckt er. Und die Welt sagt: Lass ihn doch... Seine Zeit ist vorbei!“ – Als diese Worte fallen, wird das bis dahin im funkelnden Glitzer aufgehende und vor überbordender Euphorie nur so triefende La La Land mit einem Mal bitter ernst. Sebastian sitzt gemeinsam mit Mia, die er gerade besser kennenlernt, in einer Jazz-Bar und unterhält sich mit ihr über seine große musikalische Liebe. Die Kamera lässt die Atmosphäre des Films zum ersten Mal bedrohlich wirken, langsam immer näher in das verbitterte Gesicht Sebastians zoomend. Es ist nicht die erste Szene, in der La La Land-Kameramann Linus Sandgren die Dunkelheit in sein Objektiv gleiten lässt, denn nur wenige Minuten zuvor tapsen Sebastian und Mia auf einem der Los Angeles umgebenden Hügel fröhlich durch den Laternenschein, die Stadt liegt ihnen zu Füßen, der Himmel strahlt, wie er in keiner uns bisher bekannten Realität je strahlen könnte. Doch die Wirkung der eingefangenen Dunkelheiten könnte nicht unterschiedlicher sein. In der Bar ist jegliche künstlich erschaffene Magie verschwunden, plötzlich blitzt das gedimmte, schwächelnde Licht der Realität in die Welt der übermäßigen Opulenz. Plötzlich steht Verzweiflung im Gesicht eines Menschen geschrieben, plötzlich ist das Drama greifbar, das Drama, welches dieser Film ansonsten so kunstvoll wegtänzelt, wegträllert, wegzuckert.

                                                    Denn schon wenige Minuten später können wir Sebastian und Mia dabei beobachten, wie sie in einem Planetarium nicht nur künstlich an die Decke projizierte Sterne beobachten, sondern wie selbstverständlich dann auch gleich elegant in den Himmel schweben, nur um schließlich mit den Sternen, um die Sterne herum und durch die Sterne hindurch zu tanzen – begleitet von Geigen, die sich durch Erdnussbutter streichen und anderem musikalischen Klimbim. Aus der dramatischen Dunkelheitssequenz entkommen, erfreut sich Sebastian nun wieder den Verlockungen der „Realität“.

                                                    Aber in welche „Realität“ ist Sebastian da eigentlich geraten? Nun, Damien Chazelle hat seine Welt – oder genau genommen sein Land – treffend genug als La La Land betitelt, nicht nur als ein alter Spitzname für Los Angeles, sondern auch als ebendieses Land der La-La-La-Musik, ein Land der La-La-La-Mentalität, eine Welt, deren Menschen er liebt und immer respektvoll portraitiert, kurzum: eine liebevolle Welt, weil seine Menschen liebevoll sind. Doch diese Welt... lässt den Jazz verrecken. Mit Sebastian geht sie großzügiger um, sie verschluckt ihn lediglich, nimmt ihn gefangen, ohne ihm dabei jedoch je echten Schaden zuzufügen. Sebastian möchte erklären, was Jazz bedeutet hat, was es immer bedeuten könnte, welche Kraft es ihm gibt, aber es gelingt ihm in dieser Welt nicht, auf Verständnis zu stoßen. Man müsse damit beginnen, sich die Künstler nicht nur anzuhören, man müsse sie sehen, man müsse vor ihnen stehen und beginnen, den Wahnsinn langsam in sich aufzunehmen. Doch kaum tropfen die Erklärungsversuche aus Sebastians Mund, da dudelt schon die nächste Musicalsequenz über alles aufkeimende Verständnis.

                                                    Damien Chazelles offensichtlich beabsichtigte La-La-Land-Ironie ist pure Raffinesse, weil sie eigentlich nur missverstanden werden kann und weil Chazelle mutig genug ist, Andeutungen auf Satire weitestgehend aus dem Film herauszulassen. Er möchte förmlich, dass sein Film auch missverstanden werden kann und er respektiert dieses Missverständnis, transferiert es geschickt in ein vollkommen legitimes Andersverständnis. Der doppelte Boden, den Chazelle hier konstruiert, ist einerseits für Pop-Musical-Liebhaber gefliest, und andererseits für die Jazz-Nostalgiker laminiert, die ganz subtil mit kleinen Anekdoten gefüttert werden: Mehrmals fährt die Kamera über Fotos von berühmten Avant-Garde-Jazz-Musikern wie John Coltrane, gewährt ihnen eine Mikro-Nebenrolle in der Welt des Glitzers und Glanzes, eine Welt, die John Coltrane wohl nie kennenlernte.
                                                    Pop-Musical-Liebhaber werden wissen, warum Emma Stone ihren Oscar als beste Hauptdarstellerin verdient haben mag, warum Justin Hurwitz für die beste Filmmusik ausgezeichnet werden könnte; Jazz-Nostalgiker hingegen werden wissen, warum es für bedeutende Mikro-Nebenrollen nie einen Oscar geben wird, warum John Coltrane sein goldenes Saxophon nie auch nur für einen einzigen Moment gegen eine goldene Figur ausgetauscht hätte. Und: Dass das von Coltrane und anderen berühmten Jazz-Musikern geschöpfte Gold noch sehr lange auf der Erde existieren wird – genau, wie es Suchende und Findende wie Sebastian geben wird. Keine Sorge, Jazz wird in unserer Realität nie vollkommen verrecken! Stimmt’s Damien?

                                                    (Auch Jazz-Nostalgiker sollten Justin Hurwitz Soundtrack eine Chance geben!)

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